Die Falukorv: Ein schwedischer Klassiker

Falukorv

Ein schwedischer Klassiker, die Wurst Falukorv.

Falukorv ist eine markengeschütze schwedische Wurst mit mindestens 40% Fleischanteil und ist genau wie Faluröd sozusagen ein Nebenprodukt aus dem Bergbau. Rund um die Stadt Falun hat die jahrhundertealte Kupferbergbau-Tradition verschiedenste Produkte hervorgebracht. Unter anderem das kupferrote Farbpigment „faluröd“ – und eben die bis heute beliebte Falu-Wurst.

Für den Bergbau im 16. und 17. Jahrhundert wurde lange Lederriemen gebraucht, die man aus Ochsenhaut herstellte. Hierfür wurde eine große Anzahl von in Småland gezüchteten Ochsen nach Falun getrieben – und geschlachtet. Allein für 150 Meter Riemen brauchte man ca. 200 Ochsen, wobei riesige Fleischberge anfielen. Die fleischwurstähnliche Falukorv stellte man nach einer Idee der zahlreichen deutschen Arbeiter her: So „verwurstete“ man das gute Rindfleisch auf sparsame und schmackhafte Weise.

Endlich konnten sich die Grubenarbeiter ordentlich satt essen! Aber die milde, an Leberkäse erinnernde Falukorv wurde auch nach Stockholm verkauft, wo sie Erfolge bei der wachsenden Bevölkerung feierte. Bis heute kommt die Spezialität vor allen in schwedischen Familien mit Kindern auf den Tisch: in dicke Scheiben geschnitten und gebraten genießen Groß und Klein die klassische Spezialität mit Nudeln oder Kartoffelbrei. Auch die beliebte „Korv Stroganoff“ wird mit der besonderen Wurst gekocht – ganz nach Vorbild des Originals „Boeuf stroganoff“.

Hier findet Ihr einen => Blogartikel zur Wurst aus Falun.

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