Die Falukorv – eine Wurst aus Dalarna

Verbringt man den Urlaub in einem anderen Land, dann will man natürlich auch gerne mal die Spezialitäten der verschiedenen Regionen probieren. Hier geht es nun einfach mal um eine Wurst, eine schwedische Wurst, die eigentlich ihren Ursprung in Deutschland hat.
Eigentlich ist sie ja nichts Besonderes, man findet ähnliche Würste in anderen Gebieten, sie ähnelt auch etwas unserer deutschen Fleischwurst oder Lyoner und schmeckt eigentlich auch so, vielleicht etwas milder.
Aber da man überall in den Supermärkten mit ihr Bekanntschaft macht, fragt man sich doch schon, was es mit dieser Wurst auf sich hat und warum sie Falukorv heißt.

Wie der Name erahnen lässt, hat sie etwas mit Falun, dem Hauptort der Provinz Dalarna zu tun. Korv heißt Wurst, also wörtlich übersetzt „Wurst aus Falun“
In der Kupfermine in Falun wurden Seile aus Leder für die Förderkörbe benutzt, da diese im Gegensatz zu Hanfseilen anfingen zu knacken, bevor sie rissen. Dies war für die Bergarbeiter, die mit diesen Körben in die Mine einfuhren, ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Diese Lederriemen waren aus Ochsenhaut. Um das Leder zu gewinnen, transportierte man Ochsen aus Småland nach Dalarna und schlachtete diese in Falun. Eigentlich brauchte man ja nur das Leder, was sollte man also mit dem vielen Fleisch anfangen? Um es haltbar zu machen, wurde es zunächst einfach geräuchert.

Im 16. und 17. Jahrhundert kamen Bergleute aus Deutschland als Bergarbeiter in die Kupfermine von Falun. Diese brachten ihre Rezepte aus Deutschland mit und lehrten die Schweden aus dem geräucherten Fleisch eine Wurst herzustellen, die länger haltbar war und die man dann in andere Teile des Landes verkaufen konnte. Auch nahm man sie als Proviant mit in die Grube. Sie wurde im ganzen Land bekannt und beliebt. Unter dem Namen Falukorv bekannt wurde sie dank des Metzgers Anders Olson, der sie in seinem Schlachthof verarbeitete und wo sie etwa 1890 ihren heutigen Namen bekam. Noch heute ist die Firma Melkers in Falun der Hauptproduzent der Falukorv. Während sie früher aus reinem Rindfleisch hergestellt wurde, wird heute auch Schweinefleisch verwendet. Die Falukorv muss jedoch mindestens 40 % Fleisch und darf höchstens 20 % Fett enthalten. Das Fleisch wird in Kunstdärme von mehr als 45 mm Durchmesser abgefüllt und anschließend geräuchert und gebrüht. 1973 wurde ihr Name in Schweden geschützt, im Jahre 2001 dann von der EU als „garantiert traditionelle Spezialität“ anerkannt.

Wie schon erwähnt hat die Wurst die Form einer deutschen Fleischwurst. Meistens muss man gleich eine ganze Wurst kaufen, kleinere Portionen sind kaum zu finden. Traditionell isst man sie in dicke Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten, als Beilagen eignen sich Nudeln oder Kartoffelpüree.
Auch kalt schmeckt sie ganz gut, einfach aufgeschnitten auf einer Scheibe Brot. Inspiriert durch den Boeuf Stroganoff wurde die „Korv Stroganoff“ erfunden, ein Gericht aus Falukorv, Tomatenpüree, Zwiebeln, Sahne und Senf.

Heute feiert man in Falun jedes Jahr im Juni den Falukorvens Tag, an dem eine riesige Wurst längs über den Platz gelegt wird. Die längste Falukorv wurde übrigens 1992 hergestellt und hatte eine Länge von 82,6 m.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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