Tiere in Schweden

In den weiten Wäldern Schwedens sind viele große Tiere beheimatet. Wir geben einen Überblick und verlinken auf weitere interessante Artikel.

Bär (björn)

Foto: Staffan Widstrand/ Ekoturismföreningen.

Foto: Staffan Widstrand/ Ekoturismföreningen.

Lebensraum

In Schweden leben ca. 1000 Braunbären. Sie sind über 4 Kerngebiete verteilt. 2 Kerngebiete sind in Norrbotten lokalisiert. Eins gibt es in Teilen von Jämtland und Västerbotten. Das südlichste Gebiet liegt im südlichen Teil von Jämtland und dem nördlichen Dalarna. In dem nördlichen Teil von Dalarna gibt es die größte Bärendichte. Dort sind 25 Bären pro 1000 km² beheimatet. Die Bären bewegen sich auch zwischen den Kerngebieten.

Nahrung

Bären sind Allesfresser. Das bedeutet, dass sie von Fleisch und Pflanzen leben. Ein Bär muss im Frühling und im Sommer 4000-8000 kcal pro Tag fressen. Um im Herbst Fett für den Winter anzufressen, kann er bis zu 20000 kcal pro Tag konsumieren. Er ernährt sich hauptsächlich von Beeren. Außerdem frisst er Ameisen, Elche, Gras, Pflanzen und Aas. Ein ausgewachsener Bär ist fähig einen ausgewachsenen Elch zu töten, aber er tötet viel häufiger Elchkälber. Der Bär tötet in den nördlichen Teilen Dalarnas 20-25 % aller Elchkälber.

Bär und Mensch

In Schweden steht der Braunbär unter Naturschutz. Das bedeutet, dass es keine Jagdsaison für den Bären gibt und es illegal ist ihn zu töten. Es können jedoch vom Naturvårdsverket Jagdlizenzen vergeben werden. Das Ziel in der Zukunft ist es, dass sich die Bären auch zwischen den Kerngebieten ansiedeln. Das letzte Mal, dass ein Bär einen Menschen getötet hat, ist 1902 in Jämtland berichtet worden.

Weiterführender Link:

Wolf (varg)

Lebensraum

Laut Berechnungen von 2014 gibt es in Schweden ca. 415 Wölfe. Es gibt in Schweden 68 Rudel und Paare, und zusätzlich immer auch Einzelgänger, die schwer zu erfassen sind. Wölfe bewegen sich vor allem zwischen den Grenzen von Schweden und Norwegen. In den schwedischen Gebieten Dalarna und Värmland werden häufger Wölfe beobachtet.

Foto: Staffan Widstrand/ Ekoturismföreningen

Foto: Staffan Widstrand/ Ekoturismföreningen

Nahrung

Wölfe sind Allesfresser. Zur Nahrung gehören Großtiere, wie z.B. Elche, und Kleintiere wie z.B. Mäuse. Außerdem fressen sie Aas und Beeren. Es wurde festgestellt, dass sie am häufigsten Elchfleisch fressen (86-98% des dem gesamten Fleischkonsums). Ein Wolf braucht 3-6 kg Fleisch pro Tag.

Wolf und Mensch

Wölfe stehen seit 1966 in Schweden unter Naturschutz. Um den Zuwachs des Wolfsbestandes einzudämmen oder wenn es Verletzungen oder Tötungen von durch Wölfe gibt, kann eine Jagdlizenz vom „naturvårdsverket“ erstellt werden. In den letzten Jahren wurden Lizenz- und Schutzjagden angeordnet, die etwa 15 Prozent der Population entsprachen, also ungefähr dem Niveau der jährlichen Vermehrung. Aktuelle Infos bei der => zuständigen Behörde.

Zur Selbstverteidigung oder wenn ein Wolf ein Haustier angreift, kann man ihn töten. Solche Handlungen müssen der Polizei mitgeteilt werden. Ein Bauer kann bei Viehverletzungen oder Tötung durch den Wolf eine Entschädigung von der Kommune bekommen. Eine illegale Tötung von Raubtieren kann mit bis zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren bestraft werden.

Luchs (lodjur)

Lebensraum

In Schweden gibt es 1500 Luchse. Sie sind in ganz Schweden mit Ausnahme der Inseln Öland und Gotland beheimatet. Die meisten Luchse gibt es in Mittelschweden (von Örebro bis Värmland im Süden und Västernorrland und Jämtland im Norden).

Nahrung

Zu ihrer Hauptnahrung in Nordschweden gehören Rentiere. Im Süden ernähren sich die Luchse von Hasen und großen Vögeln. Manchmal fressen sie kleine Nagetiere und kleine Raubtiere (Füchse, Marder, Wiesel und Fischotter).

Luchs und Mensch

Luchse stehen heute unter Naturschutz. Es können aber Lizenzen vom Naturvårdsverket vergeben werden. Im Winter 2000/2001 sind 127 Lizenzen vergeben worden. Die meisten Lizenzen wurden in den Gebieten vergeben, wo es Rentiere gibt. In  Zukunft soll ein Minimalbestand von 1500 Luchsen gehalten werden. In den Gebieten, wo Rentierzucht betrieben wird, soll der Luchsbestand verringert werden, während in den restlichen Gebieten der Bestand erhöht werden soll.

Elch (älg)

Foto: Staffan Widstrand / Ekoturismföreningen.

Foto: Staffan Widstrand / Ekoturismföreningen.

Lebensraum

Die Anzahl der Elche in Schweden variiert zwischen 300000 und 400000. Sie sind in ganz Schweden zu finden. Die meisten Elche gibt es in Mittelschweden. Im Verhältnis zur Fläche sind auf den Zwillingsbergen Halleberg und Hunneberg die meisten Elche zu sehen.
Dank einer kontrollierten Jagdzeit gibt es sie jetzt auch in Südschweden, wo sie am Ende des 18. Jahrhunderts fast ausgestorben waren.

Nahrung

Elche fressen am liebsten dünne Zweige, Knospen und Blätter von Laubbäumen. Außerdem ernähren sie sich von Wasserpflanzen. Im Frühling fressen sie junge Knospen, im Herbst Beeren und Laub. Am Tag fressen sie 10-15 Kg. Nach jeder Mahlzeit zieht sich der Elch an einen ruhigen Ort zurück und es kommt dann nicht selten vor, dass er mehrfach rülpst.

Elch und Mensch

Der größte Feind des Elches ist der Mensch. Im September und Oktober ist Jagdsaison. Daran beteiligen sich in Schweden 250.000 Jäger. Pro Jahr werden 100.000 Elche geschossen. Hauptsächlich werden sie aus waldwirtschaftlichen Gründen gejagt. Außerdem werden Elche Opfer im Straßenverkehr. Mit kilometerlangen Zäunen versucht man in besonders Elch-reichen Regionen Schwedens des Problems Herr zu werden.

 

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Wenn man einem Dachs in der Abenddämmerung begegnet, ist das erste, was einem auffällt sein schwarzweiß gestreiftes, zugespitztes Gesicht. Eilig hat der Dachs es nicht. Er bewegt sich meistens schnüffelnd oder schmatzend gemächlich auf seinen kurzen, kräftigen Läufen fort.

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Das Rentier ist ein Säugetier und gehört zur Familie der Hirsche. Bei uns kennt man Rentiere vor allem durch die Geschichten als Rentiere vor dem Schlitten des Weihnachtsmannes. In den arktischen und skandinavischen Gebieten ist das Ren aber vor allem ein Nutztier und dient den Menschen als Zugtier für Schlitten und als Fleisch, Milch und Felllieferant.

Elche

Elche üben auf uns Deutsche ja eine unglaubliche Faszination aus. Und das nicht ganz zu Unrecht. Da brauchen sich die Schweden gar nicht so lustig zu machen und uns angemalte oder auf ein Band gefädelte Elchscheiße verkaufen zu wollen. Sie nennen den Elch immerhin selbst den König des Waldes.

Seeadler

Mit einer Körperlänge von 75 bis 90 cm und einer Flügelspannweite von 190 bis 245 cm gehört der Seeadler zu den größten Raubvögeln des nördlichen Europas.

Vielfraß / Järv

Vielfraße auch Allesfresser oder Bärenmarder genannt, leben hauptsächlich in den nördlichen Teilen Skandinaviens. Sie sind tag- und nachtaktiv und gehören zu der Familie der Marder, wirken jedoch auf Grund ihres Körperbaus eher etwas plump und schwerfällig. Sie können bis zu 40 Zentimeter groß und gut bis zu einem Meter lang werden.

Winterzählung der Vögel

Seit 2006 werden in ganz Schweden am letzten Wochenende im Januar die überwinternden Vögel gezählt. Alle Einwohner sind aufgerufen, der Schwedischen Ornithologischen Vereinigung Arten und Anzahl der Vögel mitzuteilen, die sich bei ihnen zu Hause, sozusagen um die Ecke, oder an anderen Vogelfutterstellen, aufhalten.

One Response to Tiere in Schweden

  1. Simon Muffert 12. März 2018 at 19:17 #

    Ich finde diese Seite sehr hilfreich weil ich da viele wichtige und lehrreiche Infos

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