Gute Zeiten für die Adler

Die Adler sind zurück! Eine steigende Population von See- und Steinadlern verzeichnet die staatliche schwedische Naturschutzbehörde in diesem Winter. Dabei freuen sich Vogelfreunde vor allem über wachsenden Zahlen rund um Stockholm und im Mälaren-Gebiet. Dort wurden an nur einem Tag 229 Seeadler und 6 Steinadler gesichtet. Die Gesamtzahl der seltenen Stein-Adler im Land wird jetzt auf 1400 geschätzt.

Königsadler

Ein seltener Anblick: Der Königsadler. Foto: Brutus Östling / IBL

Alljährlich legen sich in Schweden flächendeckend Vogelbeobachter „auf die Lauer“, um bei der staatlichen „Inventur“ der verschiedenen Vogelarten mitzuhelfen. An dieser offiziellen Zählung nehmen neben Naturschutzvereinen auch Hobby-Ornithologen teil. Von der weitverbreiteten Kohlmeise bis hin zu den majestätischen Raubvögeln sind alle Arten von Interesse. Der Steinadler heißt auf schwedisch „kungsörn“ – also „Königsadler“.

Der seltene Adler kommt zumeist im Norden des Landes vor: Allein im Norrbotten wurden aktuell 41 Brutplätze gezählt. Initiativen für die weitere Erforschung des Bestandes sind in Arbeit. So setzt zum Beispiel die Agrar-Universität SLU auf eine „Kameraüberwachung“ von Adler-Horsten. Zwischen Dalarna und Norrbotten will man so beobachten, wieviele Jungadler schlüpfen und ob sie überleben.

Im südlichen Schweden kommen Steinadler nur vereinzelt vor, und Ornithologen müssen viel Geduld für eine Sichtung mitbringen. Allein auf Gotland hat man bessere Chancen, denn dort ist der Bestand aufgrund der Insellage vergleichsweise dicht.

 

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