Wintersport

Lappland – Die Perle Nordschwedens

Lappland. Für viele Schweden-Begeisterte immer noch ein weißer Fleck auf ihrer Landkarte. Aber dennoch für Viele ein Traumziel. Warum eigentlich? Weil es so weit oben im Norden liegt? Wegen der unendlichen Weiten? Weil es dort im Winter immer kalt und dunkel ist? Im Sommer kann man dafür nicht vernünftig schlafen, weil die Sonne nicht untergeht? Weil man dort die Nordlichter sehen kann? Wegen der wunderbaren Natur? Weil es das Land am Polarkreis ist? Es könnten alle der genannten Gründe sein. Auch wenn einige eher in das Reich der Mythen gehören.

Um euch ein wenig zu helfen und die Mythen von der Wahrheit zu unterscheiden, startet hier heute eine kleine Serie über Lappland. Natürlich, um euch zu inspirieren und euch den letzten noch fehlenden Anschub zu geben, eine Reise nach Lappland zu unternehmen.

Wo liegt eigentlich Lappland?

Aber halt… hier haben wir schon das erste Problem! Wo liegt eigentlich Lappland? Im Norden Schwedens, so viel ist klar. Oder doch nicht?

Die touristische Region Schwedisch-Lappland

Die touristische Region Schwedisch-Lappland

Genau genommen: Lappland liegt nicht im Norden Schwedens. Nur ein kleiner Teil davon. Lappland selbst erstreckt sich über vier Länder: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Und ist Lappland nicht auch das Land, in dem die Lappen leben? Wohnen die nicht in ihrer Kota oder ihrem Zelt draußen im Fjäll und züchten Rentiere? Klare Antwort: Nein! Es ist das Land der Sami (Singular: Same; Plural Sami). Die Sami sind übrigens das einzige in Europa anerkannte indigene Volk. Lappe wäre für einen Sami genau so ein Schimpfwort wie Nigger für Menschen mit dunkler Hautfarbe. Das sollte man nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern akzeptieren.

Sápmi

Würdet ihr einen Sami fragen, ob er denn in Lappland lebt, er oder sie würde mit „Nein“ antworten. Nach samischer Definition ist ihr Einfluss- oder Einzugsgebiet „Sápmi“.

Das Land der Samen - Sápmi

Das Land der Samen – Sápmi

Und damit eindeutig nicht auf Lappland beschränkt. Die Sápmi-Region reicht in Schweden bis hinunter nach Idré entlang der norwegischen Grenze. Damit eignet sich der Lebensraum der Sami also nicht dazu, das Gebiet Lappland zu beschreiben. Konkret werden sich die nächsten Beiträge hier im Schwedenblog also mit Schwedisch-Lappland beschäftigen.

Die Region Schwedisch-Lappland

Hier in Schweden ist man sich relativ einig darüber, das Norrbottens Län und Västerbottens Län die touristische Region Schwedisch-Lappland bilden.

An der südlichen Grenze Schwedisch-Lapplands liegt Dorotea

An der südlichen Grenze Schwedisch-Lapplands liegt Dorotea

Damit bildet die südliche Grenze von Västerbottens Län auch die südliche Grenze zu Schwedisch-Lappland. Nach der Erhebung 2017 leben in Schwedisch-Lappland knapp 520.000 Einwohner, also etwa 10 Einwohner pro Km². Natürlich gibt es Regionen mit deutlich weniger Einwohnern. So hat die Kommune Kiruna nur 1,1 Einwohner pro Km², die Kommune Pajala sogar nur 0,8 Einwohner/Km². Ich hatte bisher aber immer Glück und habe 1,0 Einwohner gesehen…

Was dürft ihr erwarten?

Nach dem jetzt also geklärt ist, wo denn Schwedisch-Lappland eigentlich zu finden ist, bereite ich euch jetzt darauf vor, was in den nächsten Tagen so alles auf euch zukommt.

Ich zeige euch eine stillgelegte Kupfermine, in der die Eiszapfen nicht an der Decke, sondern auf dem Boden wachsen. Eine aktive Kupfermine besuchen wir natürlich auch. Ich zeige euch Steinritzungen am Umeälven, die ihr über Kilometer hinweg am Fluss finden könnt. Wenn ihr sie denn findet… Wir unternehmen Ausflüge in den Muddus-Nationalpark und den Stora Sjöfallet. Beide gehören zum Laponia Natur- und Kulturerbe. Außer dem bringe ich euch (theoretisch natürlich nur) das Golfspielen bei. Und ihr werdet so gut sein, dass euer Golfball über eine Stunde in der Luft bleibt. Versprochen!

Das schwedische Cape Canaveral

Ich zeige euch das schwedische Pendant zu Cape Canaveral. Wir besuchen die Region zwischen Kiruna und Riksgränsen, in der auch die „Lapporten“ liegt. Wie ich finde, eine der schönsten Gegenden Schwedens. Ich stelle euch eine samische Sängerin vor, die sich auch sehr für die Rechte der samischen Minderheit engagiert.

Im Ájtte-Museum in Jokkmokk

Im Ájtte-Museum in Jokkmokk

Etwas Kultur muss auch sein, deswegen gibt es eine Privatführung mit einem der Betreiber des Gitarren-Museums in Umeå . Dazu ein Besuch des „Ájtte“, dem Svenskt fjäll- och samemuseum.

Snöscoter und Torneälven

Und auf zwei Dinge freue ich mich persönlich ganz besonders. Zum einen eine Fahrt mit dem Snöscoter (Schneemobil) zwischen Tjautjas und Kaitum, zum anderen auf die Fahrt den Torneälven entlang. Der Torneälven wäre nicht wirklich etwas Besonderes, wäre er nicht der letzte und der nördlichste der großen Flüsse in Schweden, die ich besuchen wollte.

The Beast

The Beast

Und gäbe es denn eine Straße entlang des Flusses, wie zum Beispiel am Klarälven. Zudem rechne ich demnächst mit dem ersten Schnee. Aber ich habe ja Schneeschuhe und das MTB dabei, dazu eine vierbeinige Begleiterin und ein vierrädriges „Beast“ an meiner Seite. Da die Tour erst noch gefahren werden soll, seid ihr so zu sagen „live“ dabei… Die ersten Nordlichter waren auch schon zu sehen.

Kommentare gerne gesehen

Jetzt seid ihr natürlich alle gespannt und neugierig. Hoffe ich doch? Deswegen gibt es den ersten Beitrag schon am Samstag.

Und ich persönlich würde jetzt gerne einmal von euch wissen, ob euch das Alles auch interessiert. Schließlich will ich euch nicht quälen mit langweiligen Beiträgen. Ich freue mich über eure Kommentare bei Facebook

(Bilder & Text: Jörg Solheid/Go North-The Beast; Andere Bildquelle: Wikipedia)

 

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Ulricehamn – Westschwedens Skizentrum

Ulricehamns SkiCenter

Auf der Piste im SkiCenter von Ulricehamn. Foto: BIL /https://commons.wikimedia.org/

Ulricehamn ist ein gemütliches 10.000-Einwohner-Städtchen. Umgeben von Hügeln, Wald und Wasser. Wie geschaffen für Aktivitäten im Freien. Und das auch während der kalten Monate. Ulricehamn hat sich zu einem der größten Wintersportorte im südlichen Schweden entwickelt. Dabei richtet sich das Angebot sowohl an Familien wie auch an Leistungssportler.

Ulricehamn befindet sich zwischen Borås und Jönköping, etwa 100 km oder eine eine Autostunde von Göteborg entfernt. Eingebettet ins Südschwedische Hochland – auch Småländisches Hochland genannt – ist der Ort, der mal Bogesund hieß, am Nordostufer des Åsunden gelegen, wo der Ätran mündet. Wohlgemerkt des Åsunden in Västergötland. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen See in Östergötland. (mehr …)

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Bräntberget – Umeå auf Brettern und Kufen

Bräntberget

Bräntberget unter Flutlicht. Foto: Caybaybay/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Bräntberget ist ein Hügel in Umeå. Der Hügel gehört zu einer großen Grünfläche. Unter weißem Winterkleid verwandelt sich die Anlage in ein Skimekka mitten in der Stadt. Gut, ein Skigebietchen. Doch es gibt Raum für Abfahrten, Snowboarder, Rodler und Langläufer. Mit der ein oder anderen Herausforderung. Mag es auch nur ein kleiner Skihügel sein, kann er doch der Anfang einer Sportlerkarriere sein.

Umeå ist eine Sportstadt. Und das das ganze Jahr über. Ob Indoor oder – bei der prädestinierten Lage ganz natürlich – im Freien. Mit IKSU ist einer der größten Sportvereine Schwedens in der nordschwedischen Stadt zu Hause. Sport – Breiten- und Spitzensport – gehört ausdrücklich zur Kultur der Kulturhauptstadt von 2014. Das Miniskigebiet Bräntberget mitten in der Stadt ist ein Beispiel dafür. (mehr …)

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Skigebiete in Schweden: Vallåsen

Skiegebiet Vallåsen

Auf der Piste im südschwedischen Skigebiet Vallåsen. Foto: Gavin/ flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Vallåsen ist eines der südlichsten Skigebiete Schwedens. An den Hängen des reizvollen Hallandsåsens gelegen, wird es schon mal als Dänemarks größtes Skigebiet betitelt. Das ist weniger einem kruden Geschichtsbild als vielmehr der geringen Entfernung geschuldet. Auch für „Pistensäue“ – oder die es werden wollen – aus dem norddeutschen Raum ist Vallåsen eine Möglichkeit für einen Kurztrip ins Skivergnügen. (mehr …)

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Skigebiete in Schweden: Kåbdalis

Kabdalis April 2010

Ein Skitag in Kåbdalis, April 2010. Foto: Joakim Westerlund /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Kåbdalis war einmal ein kleiner Flecken im weiten Lappland. Dann, vor knapp 50 Jahren, verfiel die Familie Gunnarstedt auf die Idee einen Skilift anzulegen. Aus dem kleinen Dorf entwickelte sich ein Ski Resort. Eines der kleineren Skigebiete in Schweden. Dessen  Bedingungen nicht nur Hobbywintersportler zu überzeugen weiß. (mehr …)

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Skigebiete in Schweden: Bjursås

Bjursas, Lisstjärnen

Auf dem Weg ins Skizentrum von Bjursås: Blick über den See Lisstjärnen. Foto: Chebab /en.wikipedia.org/

 

Bjursås gilt als schneesicher. Das erste Weiß ziert bereits die Hänge um den Ort in Dalarna. Jedoch entspringt dieses den Schneekanonen des Bjursås SkiCenters. Die Pisten wollen präpariert sein, wenn in zwei Wochen die Skisaison eröffnet wird – in Dalarnas Schweiz. (mehr …)

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Skigebiete in Schweden: Björkliden

Unterwegs in der Winterlandschaft von Björkliden. Foto: oskarlin (Oskar Karlin) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Unterwegs in der Winterlandschaft von Björkliden. Foto: oskarlin (Oskar Karlin) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Es sind nur ein paar Kilometer, die Björkliden vom nördlichsten Skigebiet Schwedens trennen. Dafür haben Einwohner und Gäste des kleinen Ortes Schwedens nördlichsten Golfplatz vor der Tür – inmitten „Europas letzter Wildnis“ – und die Gewissheit in einem der nördlichsten Skigebiete weltweit zu sein. Björkliden liegt, der Polarkreis ist längst überschritten, im Nordwesten des Landes in majestätischer Landschaft. (mehr …)

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Skigebiete in Schweden: Järvsö

"Schneegarantie", Järvsö im Winter 2010. Foto: Linus1979 (Linus Malmquist) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

"Schneegarantie", Järvsö im Winter 2010. Foto: Linus1979 (Linus Malmquist) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Gerademal eine Piste gab es, als vor über 70 Jahren Järvsöbacken, das Skigebiet von Järvsö eingeweiht wurde. Mittlerweile ist um Järvsö das zwölftgrößte Skigebiet Schwedens gewachsen – in dem „Kinder Ehrengäste sind“. In der letzten Saison pilgerten rund 170.000 Urlauber und Tagesausflügler in der Wintersaison in den kleinen Ort am Ljusnan, der nicht einmal 1.500 Einwohner zählt. Dabei erlangte Järvsö abseits der Skipisten überregionalen Ruf. (mehr …)

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Das Restaurant Tusen in Ramundberget

In Ramundberget, einem Wintersportort, erblickt man ein außergewöhnliches Gebäude, das hölzern aus dem Schnee emporragt. Zusammen mit der winternen Umgebung harmoniert dieses Restaurantgebäude auf eine ganz besondere Art und Weise: Material, Form und Design schmiegen sich in die Landschaft ein. Eine Bilderstrecke zum Skirestaurant Tusen kann hier betrachtet werden, mehr Detailbilder hier. Aus der kreisrunden Grundfläche wurde ein Kuchenstück herausgeschnitten, der nun einen Außenbereich, eingerahmt mit Birkenstämmen, darstellt. Die runde Form schützt vor den nordischen Winden und dem Schnee. Die Fassade des Gebäudes wurde mit Birken aus der direkten Umgebung verkleidet. Dabei neigen sich die Stämme nach innen, ragen aber über das Flachdach hinaus. Assoziationen zu einem Tipi (Indianerzelt) oder zu den traditionellen Zelten der Samen werden gerufen.

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Skigebiete in Schweden: Branäs

Über den Köpfen: die Gondelbahn von Branäs. Foto: ANDRUN1 /commons.wikimedia.org/

Über den Köpfen: die Gondelbahn von Branäs. Foto: ANDRUN1 /commons.wikimedia.org/

 

„Die meisten schwedischen Skigebiete, die besonders auf Kinder ausgerichtet sind, liegen im Fjäll“ heißt es auf Homepage von VisitSweden. So auch Branäs – 2012 zum sechsten Mal in Folge zum kinderfreundlichsten Skigebiet Schwedens gekrönt.

Branäs ist eines der jüngsten Wintersportgebiete in Schweden. Erst 1988 wurde der Skiort aus der „Retorte“ eröffnet. Was weder abwertend noch ein Nachteil für Winterurlauber ist.  Großzügig geplant ist Branäs eines der modernsten Skigebiete im Land und bietet beste Bedingungen auf den regelmäßig weiter ausgebauten Pisten, nicht zuletzt dank der Schneekanonen an allen Strecken. Auch die Anlagen um die Abfahrten herum wurden und werden stetig ausgebaut, insbesondere um den Bedürfnissen von Familien nachzukommen. Abgesehen von den natürlichen Gegebenheiten ist die sechsmalige Wahl zum kinderfreundlichsten Skigebiet Schwedens kein Zufall. (mehr …)

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