Stockholm mit Kindern – Teil 2: Vasa-Museum und Nordisches Museum

Hej! Mein Name ist Josefine und ich betreibe den Blog Frau Schweden und habe heute wieder die Ehre, hier als Gastbloggerin zu schreiben und zwar Teil 2 von unserem Stockholm-mit-Kindern-Bericht! So schön, dass letztes Mal so Viele reingeschaut haben.

Ich lebe mit meiner Familie an der schwedischen Westküste, aber jetzt besuchte ich mit meinen beiden ältesten Kindern (7 und 8 Jahre) meinen Bruder in Stockholm. Stockholm ist eine relativ einfache Stadt, um mit Kindern zu reisen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Kinder unter 7 Jahren kostenlos und an den Wochenenden sogar auch die Kinder zwischen 7 und 11 Jahren. 

Als wir an diesem Samstag im Februar aufwachten, war das schöne Wetter vom Vortag weg, und Stockholms Himmel war voll mit schweren Wolken. Mit anderen Worten, ein perfekter Tag für einen Museumsbesuch. Nach einem herzhaften Frühstück bei meinem Bruder stiegen wir in den Bus zurück nach Djurgården. Da gibt es nämlich einen alten Favoriten, das Vasa-Museum.

Vasa-Museum

Das Museum enthält das Kriegsschiff Vasa, das auf seiner Jungfernfahrt im August 1628 in Stockholms Bucht kenterte und sank. Nach 333 Jahren auf dem Meeresgrund wurde das riesige Kriegsschiff geborgen und die Reise konnte fortgesetzt werden. Heute ist Vasa das am besten erhaltene Schiff aus dem 17. Jahrhundert und das Vasa-Museum ist das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Meine Mutter erzählte mir, dass man, als sie in den 1960er Jahren dort war, das Schiff besteigen durfte und es ständig mit Wasser gespült wurde. Heute steht es in einem eigens errichteten Gebäude mit perfekter Luftfeuchtigkeit in angemessener Entfernung zu den Besuchern. Ich war schon mehrmals im Museum, und schon als Kind war ich immer fasziniert von der Geschichte rund um das Schiff, mit den Machtkämpfen und Fehleinschätzungen die zum Untergang von Vasa führten.

Nun wollte ich natürlich auch meinen eigenen Kindern das Schiff zeigen und obwohl sie meine Faszination vielleicht nicht vollständig geteilt haben, so fing das Schiff während des gesamten Besuchs wirklich ihre Aufmerksamkeit.

Wir folgten dem Familienweg, der uns mit einer kleinen Karte rund um das Museum zu insgesamt neun Stationen führte. Dort erhielten wir Anweisungen und kleine Aufgaben zum Nachdenken. Bei diesem kleinen Modell standen wir eine Weile und studierten lange Vasas Interieur. Der Familienweg ist eine gute Möglichkeit, das Interesse der Kinder am Leben zu halten und gleichzeitig selber viel über das Schiff zu lernen.

Neu für mich war die Ausstellung Face to Face. Man fertigte Masken an, die man mit den Schädel der Opfer als Ausgangspunkt produzierte. So hatten wir die Gelegenheit, die Crew der Vasa zu treffen. Es war so interessant, über die Menschen an Bord zu lesen, wie ihr Leben aussah, was sie aßen und mit was sie arbeiteten. Meine Tochter, die sieben Jahre alt ist, fand jedoch, dass die Skelettteile und Masken sehr beängstigend waren, so dass wir schneller durch die Ausstellung laufen mussten, als ich es mir gewünscht hätte. Hoffe, dass auch ihr das Vasa-Museum besuchen möchtet, es hat wirklich eine besondere Anziehungskraft, die man nicht verpassen möchte.

Nordisches Museum

Gleich neben dem Vasa-Museum befindet sich das prächtige Gebäude im Nordischen Renaissance-Stil, nämlich das Nordische Museum.

Es ist Schwedens größtes kulturhistorisches Museum und erzählt, wie die Menschen in den nordischen Ländern lebten, aßen, sich kleideten und ihre Traditionen feierten ab dem 16. Jahrhundert bis heute. Das Museum, dessen Bau 19 Jahre dauerte, wurde 1907 eingeweiht und ist mit seiner burgartigen Renaissance-inspirierten Architektur ein absoluter Traum.

Ein Paradies für einen Volkskunst- und Kulturnerd wie mich! Hier ist das sogenannte Schwedische Volksheim aus den 1930er Jahren ausgestellt. Schön, dass es in den Sammlungen viel gab, was die Kinder von ihrer eigenen Kindheit erkennen. Wie zum Beispiel den Tanz um den Mittsommerbaum, etwas, das uns durch die Generationen folgt. Auch hier gingen wir den Familienweg und bekamen kleine lustige Aufgaben im Museum, zum Beispiel lösten wir das Rätsel um die vermisste Marzipanfigur. ♡

Die Ausstellung über die Arktis: „Während das Eis schmilzt“ erregte das Interesse und Engagement der Kinder. Es gab viele schwierige Fragen, die ich nach bestem Vermögen zu beantworten versuchte.

Schweden hat seine eigene Urbevölkerung, das indigene Volk, die Samen. Darüber wollten die Kinder auch viele Dinge wissen. Denk dir Mama, sagte mein Sohn, vorher wussten wir mehr über Indianer als über unsere eigenen Ureinwohner.  ♡

Und verpasst nicht den Bereich mit der Spielstube. Hier können die Kinder so tun, als wären sie Bauernkinder aus dem Jahre 1890. Hier wollten sie lange spielen, und ich hatte nichts dagegen. Ich konnte nämlich eine Menge Inspiration sammeln für unser kleines Sommerhäuschen, das wir gerade renovieren. Unglaublich gut gemacht mit Sorgfalt für jedes Detail.

Das Museum hat auch ein sehr schönes Instagram-Konto, wo sie Bilder aus ihrer riesigen Sammlung teilen. Sie schaffen es, sowohl gemeinnützig als auch interessant in nur wenigen Sätzen zu sein. Das Nordische Museum war ein wirklicher Erfolg für uns.

Schaut euch auch den Artikel über Skansen und Junibacken an für weitere Tipps für Stockholm mit Kindern. Falls ihr mehr über mein Leben in Schweden lesen möchtet, findet ihr das auf meinem Blog Frau Schweden.

Danke Schwedenstube, dass ich hier gastbloggen durfte, wir sehen uns hoffentlich bald wieder. ♡

Liebe Grüße Josefine

Bilder Nordisches Museum: mit freundlicher Genehmigung von Nordiska Museet
Restliche Bilder
: Frau Schweden

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