Vom Zentrum Uppsalas aus kann man die Überreste des alten Uppsala (Gamla Uppsala) mit dem Bus erreichen. Bereits in der Eisenzeit befand sich dort eine stark belebte Siedlung: mit wichtigen religiösen Stätten, Gräbern und einer „königlichen“ Hofanlage.

Nachdem Birka als Handelszentrum an Macht verlor, entwickelte sich Gamla Uppsala zum Zentrum gesellschaftlichen und religiösen Lebens. Sehenswert sind hier u.a. die Hügelgräber dreier schwedischer Könige, vermutlich aus dem Geschlecht von Ynglinge. Die Hügel entstanden zwischen 475 und 550 n.Chr., sind ca. 7-11 Meter hoch und haben einen Durchmesser von 55-70 Metern. Zwischen 1824 und 1847 fanden hier Ausgrabungen statt,  bei denen neben den kremierten Toten auch Tier- und Menschenopfer gefunden wurden. Außerdem wurden zahlreiche Funde an Bootsgräberngemacht. Leider wurde bei den Ausgrabungen deutlich, dass viele Grabstellen schon geplündert oder durch Bebauung zerstört wurden.

Ausgrabungen an den Hügelgräbern von Gamla Uppsala.

Ausgrabungen an den Hügelgräbern von Gamla Uppsala.

Bevor die Christianisierung in Gamla Uppsala Einzug fand, stand dort, wo heute die Kirche des Ortes steht, ein heidnischer Tempel. Um das Jahr 1000 soll hier erste christliche Kirche hier erbaut worden sein. Diese Kirche fiel um 1240 einem Brand zu Opfer. 40 Jahre später wurde der Dom in Uppsala errichtet, und somit verlor das alte Uppsala mehr und mehr seinen Stand als religiöses Zentrum.

Heute ist Uppsala Schwedens viertgrößte Stadt. 1477 wurde hier eine Universität gegründet, die somit die älteste Schwedens ist. Man sollte hier unbedingt die Bibliothek der Hochschule besichtigen, sie beherbergt viele original Handschriften und Skripten. Ebenso der Dom ist sehr sehenswert- mit 118,7 Metern Höhe der höchste Sakralbau Schwedens.

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(Autor: Julia Donner)

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