Spark

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Der „sparkstötting“ oder kurz „spark“ (zu Deutsch etwa „Tretschlitten“) ist eine Art Schlitten mit bis zu zwei Meter langen Stahlkufen. Um voranzukommen, stellt man sich mit einem Bein auf eine der Kufen und stößt sich mit dem anderen ab, ähnlich wie bei einem Tretroller. Dazu bedarf es aber eines glatten Untergrunds, also entweder Eis oder festen Schnee, dann können leicht Geschwindigkeiten von 15-20 km/h erreicht werden. Am Anfang braucht man allerdings etwas Übung, um nicht aus dem Tritt zu geraten und vor allem um durch Gewichtsverlagerung steuern und Kurven nehmen zu können.

Sind die Straßen und Wege so richtig vereist, geht es mit dem spark nicht nur schneller als zu Fuß, sondern in der Regel auch sicherer, da dieser auch eine gewisse Stützfunktion bietet. Im Winter kann man deshalb vor Geschäften und dergleichen oft ganze Kolonnen dieser Gefährte sehen. Übrigens gilt man in Schweden auch mit dem spark als Fußgänger.

Der spark wurde erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts in Küstengebieten Nordschwedens und -finnlands verwendet, von wo aus er sich ab Ende des Jahrhunderts rasch in Richtung Süden ausbreitete. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war ein spark in Stockholm kein seltener Anblick mehr. Heute wird der spark vor allem in Schweden, Norwegen, Finnland und Island gefahren, etwas weniger häufig auch in Kanada, den USA und Russland.
Zu Beginn waren die Kufen noch aus Holz, weshalb sie bei stärkeren Schwüngen leicht brachen. Erst 1909 wurde dann der erste spark mit Metallkufen gebaut.

Ursprünglich war der spark zum Transport von zwei Personen gedacht: eine Person, die tritt, und ein sitzender Passagier. Auch heute noch hat jeder spark in der Regel einen Sitzplatz für eine zweite Person, der sich alternativ gut zum Transport von allerlei Dingen eignet, beim Eisangeln z.B. für gefangene Fische.

Heutzutage gibt es den spark auch mit Rädern anstelle von Kufen. Diese Variante kann etwa auf Asphalt verwendet werden, ist aber etwas schwerer zu steuern als ein gewöhnlicher spark.

Wer das Fahren mit dem spark gerne sportlich betreibt, hat sogar die Möglichkeit, an – meist lokalen – Sparkwettbewerben teilzunehmen.

Dann gute Fahrt! Ein Spaß ist es allemal.

(Autor: Björn Kohlhepp)
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