Östersund

Schweden – Östersund:

Der Blå Vägen – eine der Traumstraßen in Schwedisch Lappland, Sigtuna und seine Holzhäuser, Smörgås – typisch Schwedisch uvm!

 

Der Blå Vägen – eine der Traumstraßen in Schwedisch Lappland

Der Blå Vägen durch Schweden. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Sunehelgesson

(Foto: Sunehelgesson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons )

Silvervägen, Sagavägen, Blå Vägen – die schwedischen Straßen, vor allem in Lappland, tragen häufig einen Namen der Neugierde weckt. Was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen?

Der Name Silvervägen lässt erahnen, um was es hier geht, nämlich um das Silber, genau genommen geht der Name zurück auf die Silbermine Nasafjäll. Dort wurde im 17. Jahrhundert Silber abgebaut. Der Silberweg, die Straße 95 verläuft durch Arvidsjaur, Arjeplog und Jäckvik. Entlang dieser Route wurde das Silber transportiert und noch heute erinnert das Silbermuseum in Arjeplog an diese Zeit.

Der Sagavägen, etwas weiter südlich, heißt auf Deutsch Märchenweg. Er verläuft von der Höga Kusten bis nach Norwegen, wo er als Sagaveien fortgesetzt wird. Man taucht hier ein in eine Märchenwelt, wird begleitet von Elfen und Trollen. Daher der Name.

Und nun zum Blå vägen. Wo liegt denn nun der Blaue Weg? Auch diese Straße verläuft in west-östlicher Richtung, beginnt in Norwegen und führt durch Schweden und Finnland, beinhaltet sogar eine Fährstrecke, und setzt sich dann sogar noch weiter fort bis nach Russland, wo sie in Pudosch endet. Ihr Verlauf durch Schweden entspricht der E12.

Wie überall in Lappland sieht man auch hier in den Sommermonaten viele Wohnmobile. Eine beliebte Reiseroute ist die Strecke durch Norwegen nach Norden, über die Grenze nach Schweden und dann auf schwedischer Seite wieder gen Süden. Hier gibt es nur relativ wenige Möglichkeiten, das Fjäll zwischen Norwegen und Schweden zu überqueren. Neben der E10 von Narvik nach Kiruna und dem Silvervägen, der von der E6 bei Storjord über die Grenze, am Pieljekaise Nationalpark entlang, über Arjeplog und Arvidsjaur bis nach Skellefteå am Bottnischen Meerbusen verläuft, gibt es weiter südlich noch die Möglichkeit von Mo i Rana über die Grenze nach Schweden zu fahren. Und hier gelangt man somit auf den Blå Vägen. Weiter südlich verläuft dann die schon erwähnte Märchenstraße, der Sagavägen zwischen Norwegen und Schweden und noch weiter südlich wäre die E14 zu nennen, die von Trondheim über Åre nach Östersund und weiter Richtung Sundsvall verläuft.

Man biegt also, um auf den BlåVägen zu kommen, bei Mo i Rana, kurz vor dem Polarkreis, von der E6 nach Osten auf die E12 ab. Nach dem Grenzübertritt gelangt man nach Hemavan, wo der nördliche Teil des berühmten Wanderwegs, des Kungsleden beginnt, und kurz darauf nach Tärnaby, Skiregion und Heimat von Ingemar Stenmark und Anja Pärson, denen hier sogar ein Museum gewidmet wurde. Weiter verläuft der Blå Vägen durch eine schöne Landschaft am Uleälven und an vielen Seen entlang nach Storuman. Immer wieder lohnt es sich hier anzuhalten, etwas zu wandern oder einfach die Natur zu genießen. Nicht weit von hier liegt das Naturreservat Vindelfjällen. Bei Storuman trifft der Inlandsvägen, die E45 auf den Blå Vägen. Weiter geht es am Umeälven entlang nach Lycksele, wo man Gammplatsen, ein Samenmuseum oder einen Tierpark besuchen kann, der alle Arten von schwedischen Tieren beherbergt. Im nächsten Ort, Vindeln führt ein Wanderweg, der Isälvleden 60 km am Vindelälven entlang nach Åmsele. In der Nähe von Vännäs vereinigen sich der Umeälv und der Vindelälv. Bei Umeå, der größten Stadt Norrlands erreicht man die Küste des Bottnischen Meerbusens. Hier mündet der Umeälv in die Ostsee. In der Nähe von Umeå befindet sich das Wasserkraftwerk Stornorrfors, das größte Schwedens. Und ebenfalls hier kann man die größte Lachtreppe Schwedens besichtigen. Zum Wandern oder Fahrradfahren bietet sich der 30 km lange Umeleden an.

Hier in Umeå endet der schwedische Teil des Blå Vägen. Will man ihn noch weiterfahren, so führt die Fortsetzung der Route erst mal auf eine Fähre. Man überquert den Bottnischen Meerbusen (diese Stelle des Bottnischen Meerbusens nennt man übrigens Kvarken) und dann geht es auf der anderen Seite in Finnland weiter. Man verlässt die Fähre in Vaasa, durchquert Finnland bis zur Grenze nach Russland bei Tohmajärvi, von wo es nochmal etwa 5 Stunden bis zum Ende des Blauen Wegs in Pudosch in Russisch Karelien sind. Die Gesamtlänge des Blå Vägen beträgt 1800 km.

Die Idee für den Blå vägen entstand 1950. 1962 wurde mit der Umsetzung des Projekts begonnen. Man wollte die Reiseverbindung zwischen Norwegen, Schweden und Finnland verbessern und damit den Tourismus fördern. 1990 wurde die Straße von der Grenze nach Russland fortgesetzt bis nach Petrozawodsk, der karelischen Hauptstadt, und im Jahr 2000 nochmal verlängert bis nach Pudosch.

Und nun fragt man sich vielleicht noch, woher kommt denn der Name Blå Vägen? Wie schon oben erwähnt, verläuft die Straße am Uleälven entlang und an vielen Seen vorbei. Also, überall tiefblaues Wasser, oben drüber der ebenfalls blaue Himmel! Und daher: die blaue Straße – der Blå vägen.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Sigtuna und seine Holzhäuser

Hauptstrasse von Sigtuna. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Brorsson

Hauptstraße von Sigtuna. (Foto: Brorsson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons)

Sigtuna – das ist Schweden wie aus dem Märchenbuch. So stellt man sich eine schwedische Kleinstadt vor – viele farbige Holzhäuser, kleine gemütliche Cafés und eine entspannte Atmosphäre.

Sigtuna liegt etwas nördlich von Stockholm, lässt sich also gut mit einem Besuch von Stockholm kombinieren – ein interessanter Gegensatz zur Großstadt.

Der kleine Ort hat etwa 8000 Einwohner und liegt schön gelegen am Mälaren. Sigtuna gehört zur gleichnamigen Gemeinde Sigtuna und zur historischen Provinz Uppland.

Kommt man nach Sigtuna so fühlt man sich auch heute noch in die Zeit um die Jahrhundertwende zurückversetzt. Sicher gibt es Freiluftmuseen, die ebenfalls diese frühere Zeit verkörpern, wo man Gebäude nachgebaut, bzw. Gebäude und Gegenstände aus verschiedenen Regionen hier angesammelt hat, wie z.B. Skansen in Stockholm oder Jämtli in Östersund. Aber Sigtuna ist kein Museum, Sigtuna ist Realität. Die meisten der Holzhäuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Doch hier wohnen Menschen, hier sind Geschäfte untergebracht und hier gibt es Cafés.

Besonders schön und farbig ist die Hauptstraße durch die Innenstadt. Hier findet man auch alles, was zu einer modernen Stadt in Schweden gehört, wenn auch untergebracht in den alten Gebäuden aus Holz: Banken, Sportgeschäfte, einen ICA Supermarkt und natürlich viele Cafés und Restaurants. Zu einem Besuch dieser Stadt gehört auch unbedingt das Einkehren in einem dieser gemütlichen Cafés, wie zum Beispiel in der Tant Bruns Kaffestuga. Man fühlt sich zurückversetzt in alte Zeiten, egal ob man seinen Kaffee drinnen in der gemütlichen Stube oder draußen im blühenden Garten trinkt. Gebäck und Kuchen, alles typisch schwedisch. Und Kaffee aus der Kupferkanne, wie es sich für das historische Schweden gehört.

Aber nun noch etwas zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten von Sigtuna.

Neben Lund in Südschweden gilt Sigtuna als die älteste Stadt Schwedens. Gegründet wurde sie um 980 von Erik Segersäll. Sigtuna hatte damals eine zentrale Bedeutung, sogar die ersten schwedischen Münzen wurden hier geprägt. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die Stadt Bischofssitz und es wurde die Domkirche sowie weitere Kirchen gebaut. Auch wenn der Bischofssitz später nach Östra Aros verlegt wurde, so blieb Sigtuna doch eine wichtige Stadt. Erst im späten Mittelalter wurde sie durch Großstädte wie Stockholm und Uppsala in den Hintergrund gedrängt. So ging dann auch die Einwohnerzahl zurück und die Kirchen verfielen zusehends. Erst im 20. Jahrhundert ging es wieder aufwärts. Es wurden Schulen und Ausbildungsstätten eröffnet und im geschäftlichen Bereich erlebte die Stadt einen Aufschwung. Und dann kamen die Touristen und entdeckten das nette Städtchen. Heute gehört es zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schwedens.

Und was kann man hier nun außer den Holzhäusern noch besichtigen? Da sind die zerfallenen Kirchen zu nennen, aber auch die noch erhaltene Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert. Daneben gibt es ein Museum, das Sigtuna-Museum, das über die Geschichte Sigtunas informiert. Auch die zahlreichen Runensteine im Stadtgebiet sind sehenswert.

Sigtuna ist einfach zu erreichen, einfach 50 km von Stockholm nach Norden und man fährt gleichzeitig zurück in die schwedische Vergangenheit.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Smörgås – typisch Schwedisch

Smörgåsar in einer Konditorei. Foto: Heide

Smörgåsar in einer Konditorei. Foto: Heide

Redet man von Schweden, so hört man immer wieder als Reaktion „Smørrebrød, Smørrebrød“. Dabei ist das völlig falsch. Smörebrød gibt es in Dänemark, und das was man in Schweden damit meint, sind die Smörgåsar. Und Smörgåsar sind für Schweden so typisch wie Smörebrød für Dänemark.

Wörtlich übersetzt handelt es sich hier um ein Butterbrot. Aber auf einem Smörgås befindet sich natürlich nicht nur Butter. Ein Smörgås kann mit unendlich vielen Zutaten belegt und garniert sein. Es kann als Teil einer Mahlzeit gereicht werden, als Vorspeise oder auch das eigentliche Gericht sein. Es dient als Zwischenmahlzeit und gerne nimmt man es auch zum Picknick mit. Dann wäre es etwa mit einem Sandwich gleichzusetzen. Dieses nennt man in Schweden dubbelsmörgås oder dubbelmacka.
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Das Ungeheuer vom Storsjön

Bild: Abbild des Storsjöodjuret auf dem Runenstein von Frösön. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Andreaze

Bild: Abbild des Storsjöodjuret auf dem Runenstein von Frösön. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Andreaze

Jeder kennt das Ungeheuer von Loch Ness. Aber wer kennt das Ungeheuer vom Storsjön?

Es ist tatsächlich so, auch Schweden hat sein Ungeheuer, das in einem See sein Unwesen treibt.
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Mora – die besondere Kleinstadt am Siljansee

Die Kirche von Mora Fotograf: Heide

Die Kirche von Mora
Fotograf: Heide

In der schwedischen Provinz Dalarna, am Siljansee liegt ein netter kleiner Ort mit etwa 11.000 Einwohnern. Hier findet man noch das traditionelle, ländliche Schweden und für Besucher, die besten Voraussetzungen für einen erholsamen und abwechslungsreichen Urlaub.

Als Endstation des jährlichen Ski-Langlaufrennens „Vasalauf“ ist Mora weltbekannt geworden. Und schließlich entschied sich hier ein wichtiger Teil schwedischer Geschichte, als Gustav Vasa die Dalarner 1520 zum Widerstand gegen die Dänen aufrief!
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Dalarna – die Bilderbuchlandschaft Schwedens

Landschaft in Dalarna am Siljansee Fotograf: Heide

Landschaft in Dalarna am Siljansee
Fotograf: Heide

Schweden hat viele schöne Regionen, aber gerade Dalarna wird häufig als die Bilderbuchlandschaft bezeichnet. Hier findet man Schweden, wie man es sich vorstellt – eben wie es in Bilderbüchern oft beschrieben wird.

Dalarna liegt so ziemlich in der Mitte Schwedens, etwa 3 Stunden nordwestlich von Stockholm. Übersetzt heißt Dalarna „die Täler“, und genau so ist Dalarna auch geprägt, man findet hier viele Hügel und Täler. Inmitten von Dalarna liegt der Siljansee. Hier um diesen See findet das traditionelle Leben Schwedens statt, hier wird auch gerne gefeiert,  ganz besonders an Midsommar. Aber auch viele Musik- und Tanzveranstaltungen werden hier geboten, so findet jedes Jahr „Musik vid Siljan“ und das Folklorefestival „Rättviksdansen“ statt. Ein besonderes Event ist auch die „Classic Car Week“, ein Oldtimertreffen. Und nicht zu vergessen, der berühmte Wasalauf, an dem jedes Jahr Tausende von Skilangläufer teilnehmen, um die etwa 90 km lange Strecke von Sälen nach Mora zurückzulegen.
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Überall in Schweden – Hembygdsgårdar

Hembygdsgård in Mjölby, Östergötland Bild aus Wikipedia. Fotograf: Harri Blomberg

Hembygdsgård in Mjölby, Östergötland
Bild aus Wikipedia. Fotograf: Harri Blomberg

Überall in den kleinen Ortschaften trifft man in Schweden immer wieder auf einen Hembygdsgård oder einen Gammalgård. Es handelt sich dabei um eine Art Heimatmuseum, alte Gebäude, Erinnerungen an frühere Zeiten, die man erhalten möchte.
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Konditorei Wedemark – ein Café mit Tradition

Smörgåstårta, Erfindung der Konditorei Wedemark. Foto aus Wikipedia. Fotograf: Michael Mereborg

Smörgåstårta, Erfindung der Konditorei Wedemark. Foto aus Wikipedia. Fotograf: Michael Mereborg

Eine Konditorei in Östersund, die weit und breit bekannt ist – das ist die Konditorei Wedemark. Hier wurde die berühmte Smörgåstårta erfunden. Aber nicht nur wegen dieser Erfindung kann man die Konditorei Wedemark als etwas Besonderes betrachten. Ein umfangreiches, ansprechendes Angebot  lockt täglich viele Kunden an.

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