Musik

Malmö Opera – Ein Meisterwerk

Malmö Opera, die Oper von Malmö, bietet ein breit gefächertes Programm. Ob klassische Oper, Operette, Kammerkonzerte, Musical, Tanz oder zeitgenössisches Musiktheater. Fast täglich wird eine Veranstaltung geboten. Doch auch ohne Aufführung lohnt ein Besuch des Opernhauses von Malmö. Es gilt als Meisterwerk funktionalistischer Architektur und wartet mit einem der größten Konzertsäle Nordeuropas auf.

Die Malmö Opera nahm und nimmt eine hervorgehobene Stellung ein. Sowohl im Kulturbetrieb wie auch in der Architektur der Öresundmetropole.

Vom Stadttheater zur Malmö Opera

In zentraler Lage erschaffen, wurde das Bauwerk als Stadttheater Malmö eingeweiht. Sprechtheater, Oper, Operette, Ballett und Symphonieorchester waren unter einem Dach. In den frühen 1990er Jahren setzten Umstrukturierungsmaßnahmen ein. Es wurden eigene Gesellschaften für die verschiedenen Sparten gegründet. Beispielsweise wurden Sprechtheater und Ballett ausgelagert. Der Bereich Oper und Musiktheater firmierte zeitweilig unter Malmö Opera och Musikteater. Die heutige Malmö Opera.

Ob als Stadttheater oder Malmö Opera. Es sind Namen wie Ingmar Bergman, Max von Sydow, Bibi Andersson oder Birgit Nilson sind mit dem Haus ebenso verbunden wie Björn Ulvaeus und Benny Andersson, deren Musical Kristina från Duvemåla 1995 im Opernhaus von Malmö uraufgeführt wurde.

Nicht weniger klangvoll sind die Namen der Architekten und der an der Gestaltung beteiligten Künstler.

Theaterbau in Kriegsjahren

Fast drei Jahrzehnte nachdem die Frage eines Theaterneubaus aufgeworfen wurde, nahmen 1931 die Planungen ernste Züge an. In zwei Architekturwettbewerben setzten sich Sigurd Lewerentz, David Helldén und Erik Lallerstedt durch. Man ging Kompromisse ein und einigte sich zur Zusammenarbeit.

Als der endgültige Entwurf vorlag, brach der Zweite Weltkrieg aus. Der Bau wurde zunächst gestoppt. Zwei Jahre später, im März 1941, erfolgte dennoch der erste Spatenstich. Der Bau der heutigen Malmö Opera war eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Trotz der kriegsbedingten Probleme und Verzögerungen fand am 23. September 1944 die Einweihung des neuen Stadttheaters von Malmö statt.

Funktional und offen

Das Gesamtgebäude mit seinen klaren Formen vereint verschiedene kleinere Baukörper, die ihrem Zweck entsprechend aufgeteilt sind. Für Offenheit stehen die großen Fenster der Eingangsfassade und das imposante Foyer. Weitläufig, berühmt für seine Marmortreppe, geschmückt mit Kunstwerken von Carl Milles und Isaac Grünewald.

Volkstheater Malmö Opera

Für Offenheit beziehungsweise für die Idee ein Volkstheater, ein Haus, in dem sich jeder Willkommen fühlt zu sein, steht auch das Herzstück des Opernhauses. Der Opernsaal in Form eines geschlossenen Amphitheaters verzichtet auf die typischen Logen. Vielmehr sollten möglichst viele gleichwertige Plätze geschaffen werden. Mit möglichst gleichwertige Sicht auf die Bühne – für bis zu 1.511 Zuschauer.

Die Bühne wurde mit unter Zurateziehung des legendären Theaterregisseurs Max Reinhardt entworfen. Reinhardt empfahl eine Drehbühne. Mit ihren 600 m² Bühnenfläche eine der größten Europas.

Musiktheater der Zukunft

Seit 1994 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Zuletzt vor rund zehn Jahren auf Vordermann gebracht, vor allem in technischer Hinsicht bietet Malmö Opera heute ein Repertoire von klassischen Opern, Musicals, Themenkonzerten, Galaabenden, Gastspielen und klassischem Ballett zu Neuproduktionen schwedischer Opern und Musicals sowie modernem Tanztheater.

Es ist eines der Ziele mit Musiktheater in seiner ganzen Bandbreite und hoher Qualität ein breites Publikum zu erreichen und Musiktheater weiter zu entwickeln. So sollen sich Sänger, Dirigenten, Regisseure und Bühnenbildner entfalten können.

Für das Musiktheater der Zukunft hat Malmö Opera zudem ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche – Werke für sie und Werke mit ihnen.

 

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Allsång – ein schwedisches Konzertphänomen

Allsång, Vetlanda, Sommerkonzert

Allsång in Vetlanda

Was wäre ein schwedischer Sommer ohne Allsång?

Allsång på Skansen ist wohl vielen ein Begriff. Es ist eine Musikshow, die alljährlich an acht Dienstagen im Sommer im Freilichtmuseum Skansen in Stockholm präsentiert und im Fernsehen übertragen wird. Allsång ist aber auch ein typisch schwedisches Phänomen und hat bei den sangesbeisterten Menschen eine lange Tradition.

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Plan Three – Alternative Hardrock aus Stockholm

Plan Three

Promotionfoto Plan Three Quelle: www.planthreeband.com

Plan Three ist eine in Deutschland noch weitestgehend unbekannte Band aus Stockholm, die 2000 gegründet wurde. Die aktuelle Besetzung besteht aus Jakob Lovén (Gesang), Tommie Hammar (Gitarre), Mathias Garnej (Gitarre), David Clewett (Keyboard/Gesang), Kristoffer Folin (Schlagzeug) sowie Peter Kjellin (Basss, Gesang). Erste Aufmerksamkeit erhielt die Band durch einen lokalen Wettbewerb für Künstler ohne Plattenvertrag. Nach diesem Auftritt hatten Plan Three nicht nur einen Plattenvertrag in der Tasche, sondern konnten immer häufiger in Schweden spielen. (mehr …)

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Guitars – The Museum – Die rockige Saite von Umeå

Gitarrenmuseum Umeå

Rock and Roll in der Schule: Guitars – The Museum in der ehemaligen Vasa-Schule von Umeå . Foto: MikaelLindmark / commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Mit Guitars – The Museum hat eine der größten und komplettesten Gitarrensammlungen der Welt im Zentrum von Umeå eine neue Heimat gefunden. Besucher erwartet eine rund 500 Exponate umfassende, mit Raritäten und exklusiven Stücken gespickte Ausstellung – in vier Jahrzehnten zusammengetragene Musikkultur.

Die Eröffnung des Gitarrenmuseums war einer der ersten Höhepunkte von Umeå 2014. Am 1. Februar, zum Auftaktwochenende des Kulturhauptstadtjahres der nordschwedischen Stadt, füllte ein neuer Sound die ehemalige Vasa-Schule. Ein 100 Jahre altes Backsteingebäude in der Vasagatan, zwischen Umeå Folkets Hus und Norrlandsoperan.

Guitars – The Museum macht Privatsammlung öffentlich

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung im neuen Gitarrenmuseum liegt auf E-Gitarren, vor allem auf Exemplaren der 1950er und 1960er Jahre. Es ist eine kleine Reise durch die Geschichte des Rock and Roll.

Ausstellungsstücke wie die 1950 Fender Broadcaster, die Gibson Flying V 1958, die 1954 Fender Stratocaster oder die Les Paul Sunburst lassen nicht nur bei manchem Erinnerungen wach werden. Sie sorgen auch weltweit für Aufsehen.

Des Weiteren sind im Guitars – The Museum E-Bassgitarren, Verstärker und anderes rund um Gitarren und deren Geschichte und Geschichten zu sehen.

Die etwa 500 Artikel umfassende Sammlung ist das Werk der aus Umeå stammenden Zwillingsbrüder Samuel und Michael Åhdén. Früh mit einer Vorliebe für amerikanische Kultur infiziert, investierten sie 40 Jahre lang Zeit, einige Mühen und Geld in ihr Hobby. Das Ergebnis dieser Leidenschaft ist eine der umfassendsten privaten Gitarrensammlungen weltweit, die im „Guitars“ der Öffentlichkeit erstmals im Ganzen zugänglich ist.

Gitarrenmuseum, Veranstaltungsort, Treffpunkt unter einem Dach

Neben der Gitarrensammlung stehen in dem ehemaligen Schulgebäude Räumlichkeiten für andere Ausstellungen wie Rock-Fotografie oder von Musik inspirierter Mode, für Vorlesungen und zur Präsentation von Neuigkeiten zur Verfügung. Zudem können Besucher den Fertigungsprozess einer Gitarre verfolgen.

Unter einem Dach mit Guitars – The Museum befinden sich ein Laden der Musikgeschäft-Kette 4Sound, Plattenladen, Restaurant und Bar, in der Gäste Kostproben aus einer Sammlung amerikanischer Whiskys nehmen können, während (an manchen Abenden) eine Band spielt.

Mehr Livemusik gibt es im Rock-Club Scharinska, der ebenfalls unter das Dach von Guitars – The Museum gezogen ist.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Scharinska und zum Gitarrenmuseum bietet https://www.guitarsthemuseum.com (schwedisch/ teilweise englisch). Zur Geschichte hinter Guitars – The Museum bietet die Homepage auch eine Version in Deutsch.

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Laleh – Schwedens Musikgeheimnis

In Schweden schon längst ein Star, will Laleh (La-ley gesprochen) nun auch die internationale Musikwelt erobern. Oftmals schon als gut behütetes Geheimnis Schwedens beschrieben, wurde in Deutschland gerade ihre erste Single Some die young veröffentlicht (30.08.2013). In Skandinavien wurden der Song und das dazugehörige Album Sjung bereits 12 Mal mit Platin ausgezeichnet, in Schweden sogar mit Doppelplatin. (mehr …)

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A wie Agnetha – Agnetha Fältskog und ihr Comeback-Album

Das blonde A von ABBA ist wieder da: Gut 25 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum* veröffentlichte Agnetha Fältskog im Mai 2013 überraschenderweise eine neue CD mit dem schlichten Titel „A“.

Etwas ungläubig starrte ich etwa zwei Monate zuvor auf einen Universal-Sondernewsletter mit der Ankündigung zu eben jenem Album. So oder ähnlich dürfte es vermutlich vielen Fans gegangen sein. Entsprechend groß waren die Erwartungen. Und natürlich die Vorfreude. Ich persönlich war noch etwas unsicher, was da wohl kommen würde. „My Colouring Book“ hatte mich zuletzt nicht wirklich überzeugen können. Den Marketing-Strategen bei Universal sei jedoch gedankt, dass ich letztlich nicht nur neugierig, sondern aufgrund nach und nach durchsickernder Details auch positiv gestimmt war. (mehr …)

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Schwedische Festivals

Peace & Love Festival Foto: Lina Axelsson Berg

Schweden ist ein Land der Musik, das haben Musiker und Bands wie Abba, Roxette, Mando Diao oder Lykke Li bereits bewiesen. Musik spielt eine wichtige Rolle in Schweden, sei es nun beim Midsommarfest oder beim Krebsessen, der Schwede lässt sich keine Gelegenheit zum Singen und Tanzen entgehen.

Während der Freiluftsaison tummeln sich die Musikbegeisterten gerne auf den zahlreichen Festivals in Schweden. Einige der ältesten Festivals mit nationalen und internationalen Musikern der verschiedensten Genres sind Folgende: (mehr …)

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First Aid Kit

Foto: Marcos Wright Kuhns

Wer „alte“ Musik mag, Musik aus den 1960er Jahren und sich ärgert, dass es dort nichts neues gibt, weil die 60er Jahre nun ja auch schon lange vorbei sind, der darf sich freuen

Das schwedische Duo First Aid Kit, bestehend aus dem Geschwisterpaar Johanna und Klara Söderberg, lässt in ihren country- und folklastigen Liedern die Nostalgie vergangener Zeiten aufleben. Viel zu jung, um sich selbst aktiv an diese Zeit zurückerinnern zu können, lassen sie sich in ihrer Musik unter anderem von The Carter Family, Bill Monroe, Leonard Cohen und Bob Dylan inspirieren. Aber auch zeitgenössische Musik beeinflusst die Schwestern. Fast wie eine Eingebung empfand die damals 12-jährige Klara ihre erste auditive Erfahrung mit der Musik von Bright Eyes: „I felt like, ‚This is it, this is music’“, sagt die heute 19-jährige im November 2012 in einem Interview.

Die musikalische Begabung der Schwestern zeigt sich früh. Sie könnten sich nicht an eine Zeit erinnern, in der sie nicht gesungen haben, auch wenn sich der Geschmack der Lieder mit den Jahren änderte. Mit 13 Jahren begann Klara, die jüngere der beiden Schwestern, erste eigene Songs zu schreiben, die sie auf ihrer Gitarre begleitete. Ihre große Schwester Johanna bot ihr an, die Harmoniestimme zu übernehmen. Von der perfekten Harmonie ihrer beiden Stimmen, schienen Johanna und Klara anfangs selbst überrascht zu sein. Aber die Leidenschaft war entdeckt und First Aid Kit stand bereit in den Startlöchern.

Ihr musikalischer Durchbruch begann mit einem selbstproduzierten Video, dass sie mit einer Digitalkamera in einem Wäldchen nahe ihrem Zuhause in Stockholm aufnahmen. Sie sangen eine Coverversion des Fleet Foxes Liedes Tiger mountain peasant song, stellten dieses Video bei Youtube rein und hätten sich nie träumen lassen, auf wie viele „Klicks“ ihr Video in kürzester Zeit kommen sollte.

Im Frühjahr 2008 veröffentlichen First Aid Kit ihre Debüt-EP Drunken Trees beim schwedischen Label Rabid Records. 2010 folgt ihr erstes Album The Big The Black and The Blue. Anfang 2012 erschien das zweite Album The Lion´s Roar. Im Februar diesen Jahres waren sie die großen Gewinnerinnen bei der Verleihung des schwedischen Musikpreises Grammis . Insgesamt sechsmal nominiert, konnten sie den Preis viermal mit nachhause nehmen, darunter in den bedeutendsten Kategorien „Künstler des Jahres“ und „Album des Jahres“ für The Lion´s Roar, für welches sie kurz zuvor bereits mit dem Nordic Music Prize geehrt worden waren.

Nach einer ausgiebigen Europatour ist es Interessierten in diesem Sommer leider nur noch möglich, First Aid Kit auf einem der zahlreichen Festivals in Schweden zu erleben. Aber wenn sie wieder in Deutschland touren, kann nur empfohlen werden, hinzugehen. First Aid Kit passen in jede Jahreszeit und in jedes Jahrzehnt. Sie sind jung und modern, gleichzeitig sind ihre Stimmen reif und authentisch, ihre Lieder können die HörerInnen mit auf eine Reise nehmen. Auf eine Reise in ein vergangenes Jahrzehnt und raus aus Schweden, aus Europa und hinein in den Folk- und Countrysound Nordamerikas.

Es kann noch spannend werden, ob und wie sich die Musik der Stockholmerinnen mit ihrem eigenen Entwicklungsprozess weiter verändern wird.

 

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ABBA-Museum eröffnet am 7. Mai 2013 in Stockholm

Das zukünftige ABBA-Museum. Illustration mit freundlicher Genehmigung von ABBA - The museum

„Mamma Mia!“

Zu ABBA haben sicherlich alle Schweden-Liebhaber sofort irgendeinen der zahlreichen Klassiker im Kopf.

Die 1972 gegründete Sangesgruppe war bis zu ihrer „vorläufigen“ Trennung zehn Jahre später nicht nur in Schweden erfolgreich. Mit dem Gewinn des European Song Contest 1974 erlangten die vier auch internationale Bekanntheit und gelten als eine der bekanntesten und erfolgreichsten Musikakteure überhaupt. Zu den bekanntesten Hits von Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad gehören u.a. „Take a Chance on me“, „Dancing Queen“, „SOS“ oder ihr  Grand Prix-Hit „Waterloo“.

Nach der Trennung lebte der Ruhm fort – auch wenn es wohl nicht mehr zu einem gemeinsamen Auftritt kommen wird. Während Fältskog und Lyngstad sich solo versuchten, traten Ulvaeus und Andersson als Komponisten hervor. Besonders das Musical „Mamma Mia“ verhalf ABBA auch bei Jüngeren zu neuer Popularität.

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Musik im Netz: Spotify und Soundcloud

Spotify-Gründer: Daniel Ek und Martin Lorentzon, Quelle: www.spotify.com

Schweden genießt weltweit den Ruf erfolgreicher Lieferant für eingängige Popmusik zu sein. Von Abba über Roxette und Ace of Base bis The Cardigans und Mando Diao – Music made in Sweden ist international erfolgreich. Und so verwundert es nicht weiter, dass zwei Unternehmen, die sich auf die Verbreitung von Musik über das Internet spezialisiert haben, ihren Ursprung in Schweden haben. Spotify und SoundCloud sind für Musiker und Musikliebhaber elementarer Bestandteil zur musikalischen Untermalung des Alltags und zur Verbreitung von Musik über das Internet.

Spotify

Spotify wurde von Daniel Ek und Martin Lorentzen in Stockholm gegründet und besteht seit 2006. Der Name leitet sich ab vom englischen spot (entdecken bzw. sofort lieferbar) und identify (identifizieren, ausfindig machen). Die Musik-Streaming-Software ist in Schweden seit Oktober 2008 erhältlich. Es gibt eine kostenfreien Version, die sich über Werbeeinblendungen trägt und eine kostenpflichtigen Premium-Version ohne lästige Werbeeinblendungen. In Deutschland verzögerte sich die Einführung aufgrund von Rechteklärungen mit der GEMA. Momentan ist jedoch Spotify auch in Deutschland legal und kostenlos erhältlich. Beim Streaming wird die gehörte Musik nicht heruntergeladen, sondern kann online gehört werden. Es ist auch möglich Playlists anzulegen und sich mit anderen Anwendern zu vernetzen. Zuvor muss jedoch ein Benutzerkonto über Spotify eröffnet werden und die Spotify-Software auf dem eigenen Rechner installiert werden.

www.spotify.com

Bei der Einführung von Spotify in Deutschland war anfangs die Nutzung nur über die Registrierung über einen Facebook-Account möglich, was zahlreiche Kritik zur Folge hatte. Seit Sommer 2012 ist diese Bedingung jedoch aufgehoben worden. Dafür gibt es andere Einschränkungen. So dürfen Anwender, die den Dienst mehr als sechs Monate nutzen, schließlich nur noch rund 10 Stunden Musik im Monat kostenlos hören, um mehr Abonnenten für den kostenpflichtigen unbegrenzten Premium-Account zu gewinnen.

Die Musik wird Spotify von den Plattenlabels zur Verfügung gestellt, wobei man auch einräumen muss, dass die Musiker einen sehr viel geringeren Prozentsatz je gestreamten Song erhalten als je verkaufter CD, was sich jedoch möglicherweise durch die viel intensivere Nutzung und den Rückgang beim CD-Handel wieder ausgleicht.

SoundCloud

www.soundcloud.com

Soundcloud wurde 2007 von Alexander Ljung und Eric Wahlforss in Berlin gegründet. Der Ansatz ist ähnlich. Auch hier geht es darum, Musik über das Internet zur Verfügung zu stellen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Online-Plattform, die sich in erster Linie an Musiker richtet, die hier Audiodateien veröffentlichen können und SoundCloud als Plattform für Werbung und musikalische Zusammenarbeit nutzen können.

Soundcloud ähnelt damit der Fotoplattform Flickr oder der Entsprechung für Videos, Vimeo. Musik wird online gestellt und kann öffentlich diskutiert und kommentiert werden. Künstler kommen also unmittelbar mit ihren Anhängern in Kontakt.

Aufgrund finanzieller Unterstützungen in Millionenhöhe durch amerikanische Investoren konnte SoundCloud im Laufe der Jahre zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen ausgebaut werden und hat mittlerweile rund drei Millionen Nutzer. Musiker können über SoundCloud ihre Stücke zum Download anbieten und diese außerdem in Blogs und Websites einbetten und über soziale Netzwerke privat oder öffentlich teilen. Das unterschiedet SoundCloud von MySpace, wo Musik nur auf der Webseite von MySpace angehört werden kann. Charakteristisch für Soundcloud ist, dass der Song in Wellenform angezeigt wird, wie man es von Musik- oder Videobearbeitungsprogrammen kennt.

Link zu SPOTIFY

Link zu SOUNDCLOUD

Autorin: Caroline – skanskriva@gmail.com

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