Erikshjälpen Second Hand – für alles und alle

Willkommen in den Second-Hand-Geschäften. Wenn Ihr in einem Erikshjälpen-Second-Hand Geschäft einkauft, geht der Gewinn an hilfsbedürftige Kinder und Familien in der ganzen Welt durch die Entwicklungshilfe-Organisation Erikshjälpen. Die Erikshjälpen-Second-Hand-Geschäfte wurden 1990 gegründet und bis heute gibt es über 50 Filialen überall in Schweden und viele weitere sind schon in Planung. Die Geschäfte sind relativ einheitlich gestaltet ,so dass man sich als Kunde zurechtfindet, egal wo in Schweden man eine Filiale betritt. Drei der Geschäfte gehören ausschließlich Erikshjälpen-Second-Hand. Die restlichen Geschäfte werden in Zusammenarbeit mit Vereinen vor Ort und Gemeinden betrieben. Der gesamte Überschuss aus allen Geschäften wird zwischen den unterschiedlichen Partnern verteilt. So erzielten die Geschäfte im Jahre 2012 einen Überschuss von 56 millionen SEK. Dieses Geld wurde als Entwicklungshilfe in die Welt geschickt. In den Geschäften von Erikshjälpen arbeiten ca. 1.900 freiwillige Mitarbeiter. Zusätzlich arbeiten ca. 170 festangestellte Mitarbeiter dort, die einen Gehaltzuschuss vom  schwedischen Staat erhalten. Aufgrund von Arbeitsmarktmaßnahmen sind ca. weitere 500 Personen tätig. Die Geschäfte haben nicht jeden Tag geöffnet, da die Mitarbeiter und das Personal die geschenkten Waren abholen müssen, um sie zu sortieren, eventuell zu säubern und bügeln und mit einem entsprechenden Preis zu versehen, ehe sie dann im Geschäft verkauft werden können. Das gesamte Warensortiment von Erikshjälpen besteht aus geschenkten Artikeln. Begonnen hat alles 1929 mit der Geburt von Erik Nilsson in der schwedischen Provinz Småland. Er musste in seinen jungen Jahren viel Zeit im Krankenhaus verbringen, da er an einer Bluterkrankheit litt. Aber er haderte nicht mit seinem Schicksal, sondern kümmerte sich aufmunternd um andere Kinder und schickte ihnen Geschenke und Grüße. Die Adressen hierfür bekam er über das Radioprogramm „Barnens brevlåda“( der Briefkasten der Kinder). Im Jahre 1946, als Erik nur 17 Jahre alt war, war die Wirksamkeit gegründet. Ein paar Jahre später erhielt die Organisation einen enormen Aufschwung, da Erik Nilsson im Radio interviewt wurde. Erik Nilsson starb 1966 im Alter von nur 37 Jahren. Doch seine Vision lebte weiter und auch heute noch bekommen tausende bedürftige Kinder und Familien in der ganzen Welt die Möglichkeit, sich auszubilden und  selber zu versorgen und somit in eine bessere Zukunft zu sehen. Wir fahren nun schon einige Jahre nach Schweden und waren auch schon in verschiedenen Erikshjälpen-Second-Hand-Geschäften und haben dort schon so manch nette Kleinigkeit gefunden. Es gibt dort wirklich alles, angefangen von Haushaltsgegenständen, Bekleidung, Möbel, Spielwaren u.v.m. Die Sachen sind alle sehr sauber und ordentlich. Es ist auch für jederman erlaubt dort einzukaufen, denn mit jeder Krone hilft man Hilfsbedürftigen. Die Mitarbeiter dort sind sehr nett und auch jederzeit hilfsbereit, wenn man mal Fragen hat. Auch besteht die Möglichkeit, wenn man sich z.B. ein größes Möbelstück kauft, dieses liefern zu lassen. Selbstverständlich muss man hierfür einen kleinen Aufpreis leisten. Also ruhig mal in diese Läden schauen, vielleicht einen Kaffee dort trinken und ein wenig stöbern.

Autor(in): Susanne S. – familieschneck@aol.com

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