Die Kupfermine in Falun

Kupfermine Falun

Beim Urlaub in der Region Dalarna halten wir in der Stadt Falun an, um uns die Kupfermine anzuschauen. Sie steht unter dem Schutz der Unesco. Beeindruckt stehen wir vor einem unglaublich tiefen Loch, das zum Schutz der Touristen von einem hohen Zaun umgeben ist. Von hier aus blicken wir tatsächlich irgendwie in die Abgründe des Erz-Abbaus. Diese Kupfermine hat Falun nämlich einerseits viele Jahrhunderte lang großen Reichtum beschert, gleichzeitig aber so vielen Menschen das Leben gekostet.

Mit der Touristenführerin Meja fahren wir eine Stunde später unter Tage und erfahren mehr von dem Alltag der Grubenarbeiter. Es war eine Arbeit direkt in der Hölle, so beschreibt Meja den Alltag der Arbeiter. Besonders schlimm waren die sogenannten Qualmtage. Dann wurden abends Scheiterhaufen errichtet und brannten die ganze Nacht, um das Gestein mürbe zu machen. Wenn man am nächsten Tag in die Grube einfuhr, hatte man gegen teuflisch heißen Qualm zu kämpfen und musste doch die schweren Gesteinsbrocken kilometerweit zu den Transportkörben schleppen. Viele Arbeiter brachen zusammen. Unzählige ließen ihr Leben unter den schweren Arbeitsbedingungen.

Doch auch die Arbeit im Freien war gesundheitsgefährdend. Das Gestein wurde in Mulden geröstet. Ein Qualm aus Schwefeldioxyd lag über der Stadt und verdunkelte die Umgebung. Wer hier leben und arbeiten musste, wurde nicht alt.

Die Grubenbesitzer zogen weit auf`s Land, ließen sich ihre Dächer und Badewannen mit Kupfer verzieren und genossen ein sorgenfreies Leben. Auch die Könige setzten sich nicht mit den harten Arbeitsbedingungen der Grubenarbeiter auseinander. Sie benötigten schließlich das Kupfer für ihre Kriege.

Durch den Erzabbau entwickelte sich Schweden zu einer bedeutsamen Kupfergroßmacht.

Die Ausbeutung der Kupfermine wurde nun immer gieriger vorgenommen. Nur noch notdürftig wurden die Gänge mit Holz abgestützt, weitere Gänge und Schächte wurden kreuz und quer geschlagen.

Und dann eines Nachts kam die bittere Rache.

Es war der 25. Juni 1689, Mittsommer. Die Menschen hatten frei und feierten ausgelassen auf den Straßen. Plötzlich erfüllte ein Donnern und Grollen die Stadt, dann fiel die Grube wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ein klaffendes tiefes Loch blieb zurück – wie eine tiefe Wunde. Es war ein Wunder, dass bei diesem Unglück niemand ums Leben kam.

Der Kupferabbau wurde noch bis 1992 weiter betrieben, dann wurde die Grube still gelegt. Heute steht die Mine als Erinnerung an den Reichtum der Stadt, aber auch als Mahnmal für Ausbeutung und Plünderung von Ressourcen. Übrigens wird noch heute die Pigmentmischung Falun-Rot aus Abfällen des Kupferbergbaus für die schwedischen Häuser gewonnen.

Autor(in): Annette W. – ost@annette-weber.co

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