Småland

Schwedischer Käse

Prästost – ein schwedische Käse. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Nordelch

Prästost – ein schwedische Käse. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Nordelch

Wenn man an Käse denkt, dann denkt man zunächst einmal an Frankreich oder auch Holland. Aber auch Skandinavien hat da etwas zu bieten, und der schwedische Käse ist nicht unbekannt.

In Schweden entwickelte sich um 1500 in den Klöstern die Technik, Milch zu Käse einzudicken. So entstand der Name des klassischen schwedischen Käses: „Prästost“, auf Deutsch Priesterkäse. Etwa hundert Jahre später galt Käse als ein Essen der reichen Leute. Bei Festessen wurden riesige Käselaibe herbeigetragen, es galt der Grundsatz, je größer der Käse, desto reicher die Familie. Erst nach der Industrialisierung konnten sich auch ärmere Leute in Schweden Käse leisten.

Prästost wird vorwiegend in Småland hergestellt. Es handelt sich um einen Hartkäse aus Kuhmilch. Je nach Reifezeit bekommt er einen milderen oder auch einen kräftigeren Geschmack. Er diente früher sogar als Zahlungsmittel. Die Bauern mussten einen sogenannten Zehnt, eine Art Steuer an die Kirchen bezahlen und in Småland verwendete man für diese Abgabe den Prästost.

Für den Prästost wurden die besten Zutaten verwendet, auch Rahm wurde beigesetzt. Der heutige, industriell hergestellte Prästost ist von kleineren Löchern durchzogen, was beim ursprünglichen Käse nicht der Fall war. Verkauft wird er heute unter dem registrierten Markennamen Präst.

Spezialität der Region

Västerbotten Käse

Ein Klassiker mit regionaler Herkunftsbezeichnung. Der Västerbottensost.

Ein anderer Käse, der einem in Zusammenhang mit Schweden einfällt, ist der Västerbottensost. Wie der Name schon sagt, stammt er aus der Region Västerbotten, im Norden von Schweden. Genau genommen wird er im kleinen Ort Burträsk in der Molkerei Norrmejerier produziert. Sogar ein Museum wurde diesem Käse in seinem Heimatort gewidmet.

Es handelt sich bei diesem schwedischen Käse um einen Hartkäse, der durch ständiges Rühren und Erwärmen seinen besonderen Geschmack bekommt. Nach diesem Prozess wird ihm die Molke entzogen und er wird in Salzlake gebadet. Es folgt eine 18tägige Reifung bei 18°, wobei dem Käse das Wasser entzogen wird. Zum Schluss wird die weitere Reifung bei verringerter Temperatur (12°) und eine Luftfeuchtigkeit von 50% zum Abschluss gebracht.

Angeblich ist der Västerbotten-Käse durch ein Missgeschick, bzw. einen Zufall entstanden. Eine Angestellte der Käserei hatte ihre Arbeit vernachlässigt, wodurch der Käse unkontrolliert abgekühlt und aufgewärmt wurde, und genau das führte zu dem typischen Geschmack dieses Käses, der ihn so beliebt machte.

Gut zum gratinieren

Ein weiterer Käse, dem man bei einem Urlaub in Schweden begegnen kann, ist der Herrgårdsost, was man mit Herrenhaus-Käse übersetzen könnte. Es handelt sich um einen Schnittkäse mit einem milden, nussigen Geschmack, der aus Süd- und Mittelschweden stammt. Er wird aus Kuhmilch hergestellt, mindestens 3 Monate gereift und kommt in 12 bis 20 kg schweren Käselaiben auf den Markt, die die Form eines Wagenrads haben. Durch seinen hohen Fettgehalt eignet er sich auch zum Überbacken von Aufläufen und Gratins. Ein typisches Kennzeichen sind auch die großen Löcher, wie beim Schweizer Käse.

Ein ähnlicher Käse ist der Grevé, der in der Form jedoch etwas kleiner ist, länger reift, nämlich 10 Monate, und im Geschmack etwas milder ist. Auch er ähnelt dem Schweizer Käse, die Löcher sind jedoch etwas kleiner und er ist in der Konsistenz weicher, da ihm vor der Reifung noch Rahm zugesetzt wird. Der Grevé wurde von zwei Ingenieuren entwickelt, deren Ziel es war einen Käse ähnlich dem norwegischen Jarlsberg herzustellen, der gerade auf den Markt gekommen war und sehr beliebt war.

Brauner Käse aus Norwegen und Schweden

Baunen, karamellisierten Käse kennt man in erster Linie aus Norwegen, aus dem Gudbrandsdalen. aber auch Schweden hat etwas in der Art zu bieten. Man nennt ihn hier ganz einfach Mesost, was auf Deutsch so viel bedeutet wie Molkekäse. Auf Deutsch sagt man auch einfach Braunkäse dazu. Der schwedische Braunkäste kommt vorwiegend aus Jämtland. Er wird aus Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch oder auch aus einer Mischung hergestellt. Für die Herstellung wird die Milch gekocht, bis der darin enthaltene Zucker karamellisiert. Durch diesen Prozess erhält der Käse seine braune Farbe und auch seinen typischen etwas süßen Geschmack. Der Mesost hat eine feste Konsistenz, man isst ihn gerne auf Knäckebrot, oft auch zusammen mit Marmelade. Daneben gibt es aber auch noch eine streichfähige Variante des Molkekäses, den Messmör, der sicher jedem Schwedenreisenden im Supermarkt schon mal begegnet ist, der in keinem schwedischen Haushalt fehlt und der noch beliebter ist als der Mesost.

Käse Stück

Käse im Stück samt Käsehobel: Ein Muss zum schwedischen Buffet! Foto: Alexander Hall/ imagebank.sweden.se

Der Hushållsost, auf Deutsch der „Haushaltskäse“, ist der am meisten gegessene Käse in Schweden. Es handelt sich um einen milden, etwas säuerlichen, halbfesten Kuhmilch-Käse mit einem Fettgehalt von 26 % und kleinen Löchern.

Der in Schweden für die Pizza verwendete Käse ist der Gräddost, der „Rahmkäse“ mit einem entsprechend hohen Fettgehalt von 60 %, obwohl es auch fettreduzierte Varianten gibt. Er lässt sich leicht schmelzen und hat einen eher milden Geschmack. Mit Gräddost bezeichnet man aber nicht nur diese spezielle Käsesorte, sondern überhaupt ähnliche Käsesorten, die einen ähnlich hohen Fettgehalt aufweisen.

Zu erwähnen wäre noch ein im südlichen Landesteil, in der Provinz Skåne beheimateter Käse, der Kävlinge, der nach dem gleichnamigen Ort benannt ist.

Und dann wäre das noch eine Besonderheit zu nennen, der sogenannte Kaffeekäse. Er stammt aus der Tradition der Sami, die auf tagelangen Reisen mit ihren Rentieren keine Möglichkeit zum Kochen hatten. Über dem Feuer brauten sie Kaffee und legten Hartkäse hinein, der sie mit Nährstoffen versorgte

Somit sind die wichtigsten schwedischen Käsesorten genannt. Zugegeben, so viele sind es nicht und man bekommt ja in Schweden auch alle besonderen Käsearten aus den speziellen „Käseländern“, aber es lohnt sich, auch mal die schwedischen Varianten zu probieren.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Kloster Nydala – Das „Neue Tal“

Klosterkirche Nydala

Die Überreste der Klosterkirche Nydala. Im Hintergrund die erhaltene „Bauernkirche“. Foto: Bengt A Lundberg /https://commons.wikimedia.org/ Quelle: http://kmb.raa.se/cocoon/bild/show-image.html?id=16001000001938

Ein paar Kilometer nordöstlich von Värnamo liegt Nydala. Eine kleine Gemeinde am Nordufer des Sees Rusken. Lange Zeit ein fast vergessener Ort und doch verbindet sich mit dem Namen eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Smålands: das Zisterzienserkloster Nydala.

Es ist eine von Schwedens ältesten Klosteranlagen. Von den Gründern Sancta Maria de Nova Valle oder Nova Vallis – „Neues Tal“ – genannt, im Schwedischen schließlich Nydala, wurde die Abtei im ehemals småländischen Niemandsland, weitab jeglicher Besiedlung, begründet. Zwar sind nur noch Bruchteile des einst blühenden Klosters erhalten, dennoch ist Nydala einzigartig.

Nydala folgte französischem Musterplan

Nydala wurde 1134 zeitgleich mit dem Kloster Alvastra gegründet. Beides waren Gründungen des Zisterzienserklosters Clairvaux. Wahrscheinlich ist, dass der Name Nova Vallis die Verbindung zum französischen Mutterkloster herausstellen sollte: Clairvaux leitet sich vom lateinischen Clara Vallis, „Klares“ oder „Helles Tal“, ab.

Anders als Alvastra wurde Nydala streng nach den Richtlinien des Zisterzienserordens und dem Musterplan des Mutterklosters entwickelt. Und das trotz der großen geografischen Entfernung und Lage in der damaligen schwedischen Einöde.

Charakteristische Elemente der Architektur wie Rundbögen oder runde Fenster sind erhalten geblieben. Sie schmücken zum Beispiel die heutige Pfarrkirche, die auf den Überresten der Klosterkirche aufbaut. Erhalten blieb, neben den Ruinen der Klostergebäude, eine kleine Kapelle, einst die „Bauernkirche“. Es ist Schwedens einzige erhaltene Kapelle aus der Entstehungszeit eines Zisterzienserklosters.

Größter Landeigentümer Smålands

Nach einigen Startschwierigkeiten wuchs Nydala in seiner Blütezeit zum größten Landeigentümer in Småland und zum größten Zisterzienserkloster Schwedens. Rund 250 Güter gehörten zu der Abtei. Übertroffen wurde das lediglich – mit rund 1.000 Bauernhöfen allerdings auch sehr deutlich – vom Kloster Vadstena.

Blutbad von Nydala

Im Jahr 1521 machten dänische Truppen auf dem Rückweg nach dem Stockholmer Blutbad halt in Nydala. König Christian II. ließ seine Armee vom Kloster verköstigen, am nächsten Tag schließlich Plündern und teilweise zerstören. Obendrein hieß er, den Abt und mehrere Mönche im See zu ertränken.

Inwieweit sich die Geschichte genau so zugetragen hat, ist nach wie vor mit einem Fragezeichen zu versehen. Allerdings erhoben sich in der Folge die småländischen Bauern und entledigten sich der dänischen Herrschaft.

Zwar konnte sich das Kloster nach der dänischen Plünderung wieder erholen, doch setzte die Durchsetzung der Reformation unter Gustav Vasa dem geistigen, kulturellen und wirtschaftlichem Zentrum nach fast 400 Jahren ein Ende.

Den endgültigen Garaus erfuhr das Kloster im Nordischen Siebenjährigen Krieg. 1568 waren es abermals dänische Truppen, die plündertend und brantschatzend einfielen.

Nydalas Renaissance

Nur eine kurze Episode war die Rückkehr der Zisterzienser nach Nydala 2008. Doch erfährt das ehemalige Kloster seit einigen Jahren eine gewisse Wiederbelebung. Zum einen ist das auf die neu entflammte Pilgerbewegung zurückzuführen. Bereits im Mittelalter eine wichtige Station zwischen Santiago de Compostela und Nidaros (Trondheim) wird heute an diese Tradition angeknüpft.

Zum anderen untersucht das Projekt „Klostergarten Nydala“ den mittelalterlichen Gartenbau und ließ den Klostergarten wieder aufleben. Mehr zu diesem Thema unter http://www.nydalaklostertradgard.se/

 

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Bilkyrkogården, der Autofriedhof von Ryd

Zwei alte Autos im Wald.

Auf dem Bilkyrkogården nahe dem schwedischen Ryd finden sich dutzende alter Autoklassiker (Foto: Inka).

Wer die E119 von Ryd nach Lönsboda/Hässleholm entlang fährt, sieht nach ein paar Kilometern das Schildchen: Bilkyrkogården. Hier, mitten im Wald, liegen die Reste eines etwa 50 Jahre alten Autoschrottplatzes. Ein Zwischenstopp lohnt sich nicht für Oldtimerfans.

Der Ort hat Atmosphäre: Die meisten Besucher, und der Bilkyrkogården lockt jedes Jahr so einige an, beginnen zu flüstern, während sie zwischen den alten Autowracks umherstreifen. Dutzende alte Klassiker aus den 40er, 50er und 60er Jahren vom Opel Kadett bis hin zum Ford Anglia stehen dort, längst verrostet und vom Farn überwuchert. Stille Zeugen einer längst vergangenen Zeit.

Rund um die Uhr geöffnet

Der Autofriedhof Bilkyrkogården ist frei zugänglich und kann täglich und zu jeder Tag- und Nachtzeit besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos, denn auf dem Gelände gilt das Jedermannsrecht (Allemansrätt). Dieses Gewohnheitsecht erlaubt es jedem Besucher, sich frei in der schwedischen Natur zu bewegen. Allerdings gilt die Grundregel „Nicht stören und nichts zerstören“. Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen, Hunde mitzunehmen. Allerdings liegt an vielen Stellen zerbrochenes Glas herum. Sie sollten daher an der Leine geführt werden und möglichst auf den Wegen bleiben.

Der Autofriedhof Bilkyrkogården hat eine eigene Homepage unter https://skrot.rydinfo.com/.

 

Autorin: Inka Stonjek

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Pataholm – Auf einen Kaffee ins 19. Jahrhundert

Etwas abgelegen ist Pataholm einer jener verträumten Orte, die entdeckt werden wollen. Wer sich in das Küstenörtchen „verirrt“, dem weht nicht nur Seeluft um die Nase. Pataholm versprüht eine ordentliche Prise Nostalgie. Der Flecken hat sich das Antlitz des 19. Jahrhunderts bewahrt.

Fast scheint es, die Zeit sei stehen geblieben in Pataholm. Dem idyllischen Örtchen am Kalmarsund mit seinen gepflasterten Straßen und schmucken Holzhäusern. Von Wiesen, Feldern und Wald umgeben. Wobei die Stattlichkeit der Häuser doch überrascht.

So verschlafen, wie Pataholm sich, rund 30 km nördlich von Kalmar in der Gemeinde Mönsterås, heute zeigt, ging es hier nicht immer zu.

Pataholm ist Schwedens kleinste Marktstadt

Bereits im 16. Jahrhundert etablierte sich Pataholm als Handelsplatz. Ein Treiben, dem mit Verboten nicht beizukommen war, so dass die Oberen dem Marktplatz schließlich auch das Marktrecht verliehen. Pataholm wurde eine Minderstadt (köping), ein Ort mit eingeschränktem Stadtrecht.

Pataholm stieg zu bedeutendsten Handelsplatz an der Küste von Småland auf. Damit einher etablierten sich Handwerk und Werften. Mit dem Bau von Segelschiffen erlebte das Städtchen im 19. Jahrhundert seine Blütezeit, die sich im Ortsbild widerspiegelte.

Dank des Engagements und der liebevollen Pflege durch die Einwohner – heute sind es 20 – erscheint Pataholm, wie in den besten Zeiten. Nur nicht mehr so lebhaft – außer vielleicht zu Mittsommer.

Heimatmuseum und Selbstgebackenes

Zwei der stolzen Kaufmannshäuser – Hullgrenska gården und Harbergska gården – wurden in ein Heimatmuseum verwandelt. Neben der Einrichtung im Stil des 19. Jahrhunderts gibt es Landschaftsmalerei zu sehen. Unter anderem von Oscar Hullgren, von dem einige Werke auch im Nationalmuseum Stockholm sowie im Kunstmuseum von Göteborg ausgestellt werden.

Kunsthandwerker stellen Silberschmuck und Keramik aus. Schmuck bietet auch der Laden Fröken Caroline an, dazu Hüte und Leinenkleider im eigenen Design.

Seltenheitswert genießt die Breite der Ausstellung im Fotomuseum von Pataholm. So lässt sich die Entwicklung von Fotoapparaten und Zubehör vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre verfolgen. Genauso wird die Einrichtung eines frühen Fotostudios gezeigt.

Vervollkommnet wird das Flair der Vergangenheit mit dem Café Förlig Wind im Hullgrenska gården. Benannt nach einem der beiden letzten in Pataholm gebauten Frachtsegelschiffe lädt das Café während der Sommermonate zu Kaffee – aus fairem Handel – und zu Waffeln, Sandwiches und selbstgebackenem Kuchen ein.

 

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Antamåla rör – Mystik der Eiszeit

Antamåla rör. Bild: Hannes Hofer

Wer die Landschaft der schwedischen Provinz Småland kennt, der weiß, dass es inmitten der üppigen Wälder, verstreuten Seen und von Kühen besiedelten Wiesen vor allem eines gibt: Steine. Steine, die seit der Eiszeit die schwedische Landschaft prägen.

Antamåla rör – das ist die Bezeichnung für eine Steinansammlung, die jedoch von ganz außergewöhnlicher Erscheinung ist, als es die vereinzelten mannshohen Steine sind, denen man immer wieder in den Wäldern begegnet. Wenige Kilometer von Vissefjärda entfernt, unweit des Örtchens Eremitemåla, befindet sich die 150 Meter lange und 50 Meter breite Ansammlung von runden Steinen, deren Höhe an die 11 Meter erreicht. (mehr …)

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Angeln in Småland und die Befreiung von Hast und Hektik

Foto: Hannes Hofer

Nur noch ein paar Schritte. Über moosbewachsene Steine und umgestürzte Baumstümpfe führt der Weg ans Ufer mit einem atemberaubenden Blick auf den spiegelglatten See. Mich beschleicht das Gefühl, dass ich einen der Orte gefunden habe, nach dem so viele ihr Leben lang suchen. Ich setze mich auf einen Stein direkt am Ufer, wo das Wasser den Boden zu verschlucken scheint. Jetzt fehlt nur noch der obligatorische Sonnenuntergang, denke ich.

Von Hecht und Barsch zu Lachs und Krebs

Småland, die Provinz im Süden Schwedens, ist ein Paradies der unberührten Natur. Wo sich Seen und Flüsse durch weite Wälder ziehen und Elche zum klassischen Inventar gehören, trifft eine alte Tradition die unendliche Ruhe der Natur – das Fischen. In Schweden wird gerne gefischt und geangelt.

Foto: Hannes Hofer

Nicht nur die Schweden selbst nutzen die Gewässer direkt vor ihrer Haustür, auch Touristen genießen die hervorragenden Bedingungen. Ob Hecht und Barsch, Lachs und Forelle, Krabbe und Krebs – das Angeln in Småland steht stellvertretend für die Sehnsucht vieler Naturliebhaber. War es früher noch die Nahrungsmittelversorgung, so dient das heutige Sportfischen vor allem der Entschleunigung. Vor der allgegenwärtigen Hast und Hektik unserer modernen Gesellschaft.

Naturromantik

Ich habe mich dieses Mal für die Abenddämmerung entschieden. Morgens und Abends, wenn die Fische die flachen Stellen am See aufsuchen, soll man die besten Chancen auf einen Angelerfolg haben. „Petri Heil“, kommt es mir in den Sinn. Ob ich schließlich mein Glück finden werde, ist gar nicht so von Bedeutung.

Foto: Hannes Hofer

Einen Zugang zur Natur und ein Stück sich selbst in all der Ruhe zu finden – so abgedroschen das klingt – genau das kann passieren, wenn man sich plötzlich eins mit See und Wald fühlt. Ein Teil der Natur, ein Teil der Erde, fernab von jeder Elektronik. Vielleicht klingt das für manche zu schwärmerisch, bis es schließlich auch für jene einmal heißt: „Nur noch ein paar Schritte. Über moosbewachsene Steine und umgestürzte Baumstümpfe führt der Weg ans Ufer…“

Und plötzlich, mitten im Herzen Smålands, hat es doch geklappt – ein Fisch hat angebissen…

 

Autor: Hannes – hofer.hannes@web.de

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Storasjöområdet

 

Steinfeld im Naturreservat Storasjöområdet

Steinfeld im Naturreservat Storasjöområdet

Mitten in den unendlich scheinenden Wäldern von Småland, zwischen Lenhovda und Kosta, liegt das kleine Naturreservat Storasjöområdet.

Es besteht aus einem Mosaik von Wald, Sümpfen, Mooren und Seen. Vor ungefähr 12’000 Jahren entstand dieses Gebiet, das aus Moränen, langgestreckten Erhebungen und grossen Felsblöcken besteht, aus schmelzendem Inlandeis. Es umfasst heute 1058 ha.

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Döderhultarmuseet

Holzfiguren Foto: oskarshamn.se

Holzfiguren
Foto: oskarshamn.se

Döderhultarmuseet – Skulpturen zum Leben von annodazumal, diese findet man in Oskarshamn im Döderhultarmuseet. Hier ist der Bildhauer Axel Petersson Döderhultarn aus Oskarshamn, in der Kunstwelt zu einem Begriff geworden. Er lebte von 1868 bis 1925. (mehr …)

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