Mälaren


Schloss Gripsholm – Schloss und Roman

Schloss Gripsholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Håkan Svensson

Schloss Gripsholm.
(Foto: Xauxa Håkan Svensson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons)

Schweden hat ein paar interessante Schlösser zu bieten. Genau genommen gibt es 9 offizielle Königsschlösser. Neben dem Stockholmer Schloss, Schloss Drottningholm und Solliden – wohl die bekanntesten – gehört auch Schloss Gripsholm zu den für Besucher interessanten Sehenswürdigkeiten.

Nicht weit von Stockholm entfernt liegt Schloss Gripsholm auf einer kleinen Insel im Mälaren, bei Mariefred in der Provinz Södermanland, etwa eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Es wurde 1537 von Gustav Wasa erbaut.

Zunächst stand auf dieser kleinen Insel eine Burg, die bereits 1383 von einem reichen Großgrundbesitzer, Bo Jonsson Grip (daher der Name) gebaut worden war. Es waren Grips Nachfahren, die die Burg später an die dänische Königin verkauften. Der Bau wechselte dann mehrfach den Besitzer, bis Gustav I Wasa nach Gripsholm zog und die Burg zu einem Schloss mit massiven Türmen ausbauen ließ. Auch nach seinem Tod wurde an dem Schloss weitergebaut. Zeitweise diente Gripsholm auch als Gefängnis. Restaurierungen und Umbauten zogen sich bis etwa 1890 hin. Von den alten Mauern ist heute nicht mehr viel übrig.

1937 wurde das 400-jährige Jubiläum des Schlosses gefeiert. Heute gehört das Schloss dem schwedischen Staat und dient als Museum. Es beherbergt eine staatliche Sammlung von mehr als 2000 Portraitgemälden.

Tucholsky in Mariefred

Bekanntheit hat das Schloss auch aus einem anderen Grund erlangt, und dies vor allem in Deutschland. Der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky hat sich nach seiner Emigration aus Deutschland einige Zeit in Mariefred aufgehalten und dem Schloss einen Roman gewidmet. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die 1931 veröffentlicht wurde mit dem Titel „Schloss Gripsholm – Eine Sommergeschichte“. Tucholsky erzählt dabei von einem Sommerurlaub. Der Erzähler mit Namen Peter und seine Freundin Lydia verbringen einen Urlaub in Schweden und mieten sich für 5 Wochen im Schloss Gripsholm ein, wo sie auch Besuch von Freunden aus Deutschland bekommen. Sie verbringen die Zeit mit Baden, Faulenzen und Gesprächen. Dabei beobachten sie in der Umgebung, dass ein Kind in einem Heim von der Leiterin gequält wird und sorgen dafür, dass das Kind aus dem Heim befreit wird und nach Hause kommt. Der Roman ist gleichzeitig heiter und komisch, zeigt aber auch tragische Züge.

Tucholsky wohnte übrigens später in der Nähe von Göteborg, ist aber auf dem Friedhof von Mariefred, also in der Nähe des Schlosses, begraben.

Der Roman wurde 1963 unter dem Titel „Schloss Gripsholm“ und mit Walter Giller und Nadja Tiller in den Hauptrollen verfilmt.

 

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Sigtuna und seine Holzhäuser

Hauptstrasse von Sigtuna. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Brorsson

Hauptstraße von Sigtuna. (Foto: Brorsson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons)

Sigtuna – das ist Schweden wie aus dem Märchenbuch. So stellt man sich eine schwedische Kleinstadt vor – viele farbige Holzhäuser, kleine gemütliche Cafés und eine entspannte Atmosphäre.

Sigtuna liegt etwas nördlich von Stockholm, lässt sich also gut mit einem Besuch von Stockholm kombinieren – ein interessanter Gegensatz zur Großstadt.

Der kleine Ort hat etwa 8000 Einwohner und liegt schön gelegen am Mälaren. Sigtuna gehört zur gleichnamigen Gemeinde Sigtuna und zur historischen Provinz Uppland.

Kommt man nach Sigtuna so fühlt man sich auch heute noch in die Zeit um die Jahrhundertwende zurückversetzt. Sicher gibt es Freiluftmuseen, die ebenfalls diese frühere Zeit verkörpern, wo man Gebäude nachgebaut, bzw. Gebäude und Gegenstände aus verschiedenen Regionen hier angesammelt hat, wie z.B. Skansen in Stockholm oder Jämtli in Östersund. Aber Sigtuna ist kein Museum, Sigtuna ist Realität. Die meisten der Holzhäuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Doch hier wohnen Menschen, hier sind Geschäfte untergebracht und hier gibt es Cafés.

Besonders schön und farbig ist die Hauptstraße durch die Innenstadt. Hier findet man auch alles, was zu einer modernen Stadt in Schweden gehört, wenn auch untergebracht in den alten Gebäuden aus Holz: Banken, Sportgeschäfte, einen ICA Supermarkt und natürlich viele Cafés und Restaurants. Zu einem Besuch dieser Stadt gehört auch unbedingt das Einkehren in einem dieser gemütlichen Cafés, wie zum Beispiel in der Tant Bruns Kaffestuga. Man fühlt sich zurückversetzt in alte Zeiten, egal ob man seinen Kaffee drinnen in der gemütlichen Stube oder draußen im blühenden Garten trinkt. Gebäck und Kuchen, alles typisch schwedisch. Und Kaffee aus der Kupferkanne, wie es sich für das historische Schweden gehört.

Aber nun noch etwas zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten von Sigtuna.

Neben Lund in Südschweden gilt Sigtuna als die älteste Stadt Schwedens. Gegründet wurde sie um 980 von Erik Segersäll. Sigtuna hatte damals eine zentrale Bedeutung, sogar die ersten schwedischen Münzen wurden hier geprägt. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die Stadt Bischofssitz und es wurde die Domkirche sowie weitere Kirchen gebaut. Auch wenn der Bischofssitz später nach Östra Aros verlegt wurde, so blieb Sigtuna doch eine wichtige Stadt. Erst im späten Mittelalter wurde sie durch Großstädte wie Stockholm und Uppsala in den Hintergrund gedrängt. So ging dann auch die Einwohnerzahl zurück und die Kirchen verfielen zusehends. Erst im 20. Jahrhundert ging es wieder aufwärts. Es wurden Schulen und Ausbildungsstätten eröffnet und im geschäftlichen Bereich erlebte die Stadt einen Aufschwung. Und dann kamen die Touristen und entdeckten das nette Städtchen. Heute gehört es zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schwedens.

Und was kann man hier nun außer den Holzhäusern noch besichtigen? Da sind die zerfallenen Kirchen zu nennen, aber auch die noch erhaltene Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert. Daneben gibt es ein Museum, das Sigtuna-Museum, das über die Geschichte Sigtunas informiert. Auch die zahlreichen Runensteine im Stadtgebiet sind sehenswert.

Sigtuna ist einfach zu erreichen, einfach 50 km von Stockholm nach Norden und man fährt gleichzeitig zurück in die schwedische Vergangenheit.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Schloss Drottningholm – Wohnsitz der königlichen Familie

Schloss Drottningholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Holger Ellgaard

Schloss Drottningholm. (Foto: Holger.Ellgaard [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons )

Auch wenn viele der Meinung sind, die schwedische Königsfamilie wohnt im Stockholmer Schloss – das ist nicht der Fall. Der private Wohnsitz der königlichen Familie ist Schloss Drottningholm.

Schloss Drottningholm befindet sich auf einer Insel im Mälaren, und zwar auf der Insel Lovön, also gar nicht so weit von der schwedischen Hauptstadt Stockholm entfernt. Wörtlich übersetzt bedeutet Drottningholm die Königinneninsel. Und hier auf der Königinneninsel hat die schwedische Königsfamilie 1981 ihren Hauptwohnsitz eingerichtet. Im Stockholmer Schloss residieren sie nur noch zu öffentlichen und repräsentativen Anlässen.

Vom äußeren Erscheinungsbild her ist Schloss Drottningholm deutlich ansprechender und eindrucksvoller als das Stockholmer Schloss. Es wird auch als das „schwedische Versailles“ bezeichnet und wurde als erstes Objekt in Schweden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Kein Wunder also, dass sich die königliche Familie hier wohler führt. Allerdings wohnen natürlich heute nur noch Karl Gustav XVI und Königin Silvia auf Schloss Drottningholm. Die Kronprinzessin Victoria lebt mit ihrer Familie in Schloss Haga. Madeleine hat ihren Wohnsitz mit ihrem Mann und den beiden Kindern von New York nach London verlegt und Carl Philip hat sich mit seiner Familie in der Villa Solbacken im Stockholmer Stadtteil Djurgården niedergelassen.

Schon Anfang des 16. Jahrhundert hatte Gustav Vasa auf diesem Gelände einen königlichen Garten anlegen lassen. Das Schloss wurde dann 1580 von Johann III von Schweden erbaut, der ihm den Namen Drottningholm – Königinneninsel gab. Er ließ es nämlich für seine Frau Katarina, der damaligen Königin von Schweden errichten. Danach wechselte es mehrfach den Besitzer und 1661 gelangte das Schloss in den Besitz von Hedwig Eleonore von Schleswig-Holstein, der Witwe von Karl X. Gustav von Schweden. Leider wurde es noch im selben Jahr von einem Feuer komplett zerstört.

Daraufhin wurde es im Barockstil neu aufgebaut mit einer großen Parkanlage, wobei ein Teil davon als Barockgarten im französischen Stil sowie ein anderer Teil eine englische Gartenanlage darstellt. Später kamen weitere Gebäudeteile hinzu, wie das chinesische Schlösschen und das Drottningholms Schlosstheater. 1744 wurde es der Prinzessin Luise Ulrike von Preußen zu ihrer Hochzeit mit dem schwedischen Thronfolger Adolf-Friedrich von Holstein-Gottorf geschenkt. Darauf folgten weitere Umbauten im Schloss im Stil des französischen Rokoko. Schließlich ging es dann 1777 in den Besitz des schwedischen Staats über, jedoch behielt die königliche Familie weiterhin das Wohnrecht.

Unter Gustav V erhielt das Schloss eine gründliche Renovierung. Die Arbeiten dauerten bis 1911, daraufhin zogen der König Gustav V und Königin Viktoria im Drottningholm ein. Wie schon erwähnt, haben auch Karl Gustav XVI und Königin Silvia inzwischen hier ihren privaten Wohnsitz. Sie bewohnen den Südteil des Schlosses.

Schweden besitzt einige schöne Schlösser, doch kann man durchaus sagen, dass Schloss Drottningholm das am besten erhaltene Schloss Schwedens ist und eines der schönsten Beispiele für die Architektur des 17. Jahrhunderts. Viele tausend Besucher besichtigen jedes Jahr das prächtige Schloss mit seinen schönen Gärten, auch wenn ein Teil der Anlage nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Neben Schloss und Park lohnt auch die Besichtigung des chinesischen Schlösschens und des Schlosstheaters mit der noch im Original erhaltenen Bühnentechnik.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Außergewöhnliche Hotels in Schweden

Zimmer im Eishotel. Foto: Heide

Zimmer im Eishotel. Foto: Heide

Jedes Land rühmt sich seiner besonderen Hotels. Immer wieder liest man Tipps für die Hotels mit dem schönsten Ausblick, den schönsten Pools oder irgendwelchen Besonderheiten. Auch Schweden hat hier etwas zu bieten. Auch hier gibt es außergewöhnliche Hotels, die einen Aufenthalt wert sind oder die man sich einfach mal ansieht.

Schlafen „on ice“

Fangen wir an mit dem berühmtesten der speziellen Hotels in Schweden, dem Eishotel in Jukkasjärvi. Es gibt wohl nur wenige derartige Einrichtungen in anderen Ländern, auch wenn Eishotels, Schneehotels oder Igluhotels inzwischen auch anderweitig Gäste anlocken. Aber das „Icehotel“ bei Kiruna in Lappland übertrifft die anderen in einer Hinsicht: Es ist das erste und älteste seiner Art.

Nach einer Kunstausstellung aus Eisskulpturen im Jahr 1990 entwickelte sich die Idee, an der gleichen Stelle jedes Jahr ein Hotel aus Eis und Schnee entstehen zu lassen. So wurde das Eishotel zum ersten Mal 1991 und seither jedes Jahr wieder gebaut: aus ca. 4000 Tonnen Eis aus dem Fluss Torneälv sowie ca. 30.000 Tonnen Schnee. Es zieht Besucher aus der ganzen Welt an, inzwischen gibt es sogar schon Charterflüge aus Japan, die speziell zum Eishotel anreisen. Die Nacht auf einem Bett aus Eis, mit etwas Styropor und einen Rentierfell darüber, ist nicht ganz billig, aber es ist ein Erlebnis! Allzu kälteempfindlich sollte man vielleicht nicht sein, aber es ist nicht so, dass man in der Nacht wirklich friert. Man bekommt einen warmen Schlafsack, trägt Thermounterwäsche, warme Socken und eine Kopfbedeckung und am Morgen wird man mit einem warmen Preiselbeersaft geweckt und geht anschließend erst einmal in die Sauna. Und bei Abreise bekommt man die Bestätigung, dass man die Nacht im Eishotel überlebt hat, in Form eines Zertifikats.

Aber man muss nicht unbedingt übernachten, um das Hotel einfach mal kennenzulernen. Es ist tagsüber auch erlaubt, einfach durch die Räume zu laufen oder auch an einer Führung teilzunehmen. Jedes Zimmer ist anders, und alle Zimmer und das „Mobiliar“ darin sind echte Kunstwerke. Und einen Drink an der Eisbar in Gläsern aus Eis sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

Das Iglootel Lapland in Arjeplog.

Das Iglootel Lapland in Arjeplog.

Eine ähnliche Einrichtung wie das Eishotel ist das Iglootel bei Piteå, das seit 2012 stets neu aufgebaut wird, und das genau wie das Eishotel auch im Frühling wieder dahinschmilzt. Auch hier entstehen Kunstwerke aus Eis und Schnee, auch hier gibt es eine Eisbar und auch hier schläft man warm eingepackt in der Kälte in einem Raum aus Schnee. Mehrere Iglus stehen zur Verfügung für 2 bis 6 Personen, die über den Hauptiglu miteinander verbunden sind. Das Motto des Iglootels wechselt jedes Jahr und so fällt auch hier die Einrichtung und Gestaltung der Iglus jedes Jahr etwas anders aus. Im Gegensatz zum Eishotel wird das Mobiliar hier aber mit Tischen und Stühlen aus Holz ergänzt.

Eine besondere Atmosphäre entsteht durch Beleuchtungsanlagen, die die Räume in farbiges Licht hüllen. Von Deutschland aus ist das Iglootel über Arvidsjaur per Flug zu erreichen. Die Fluggesellschaft => FlyCar verkehrt hier auch deshalb, weil sich in der Nähe das berühmte Wintertestgelände der Autofirmen befindet. Ein Umstand, der auch zum Erfolg des Hotels beigetragen hat: Das Iglootel stand nämlich zuerst in Arjeplog. Der Erfolg brachte die Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenzen, und 2019 ist das Iglootel an seinen neuen Standort Piteå gezogen.

Schlafen zwischen Baumwipfeln

Noch etwas weiter südlich, genau genommen in der Provinz Norbotten befindet sich ein weiteres einzigartiges Hotel: das Treehotel in Harads. Zwischen Boden und Jokkmokk gelegen, rühmt es sich, durch die außergewöhnliche Gestaltung etwas Besonderes zu sein. Übernachten kann man hier Sommer wie Winter. Man wohnt sprichwörtlich im Wald, hoch oben in den Bäumen. Ein Traum vieler Kinder, den man sich hier als Erwachsener erfüllen kann. Und natürlich genießen auch Familien zusammen dieses Erlebnis! Doch handelt es ich hier nicht um eine einfache, rustikale Unterkunft, sondern um ein außergewöhnliches, komfortables und luxuriöses Hotel. Das Treehotel vermarktet sich vielmehr als Designhotel, das sich perfekt in die natürliche Umgebung integriert und auch hohen Umwelt-Ansprüchen genügt. Der Bau der Anlage ist noch nicht vollständig abgeschlossen, aber bisher gibt es 8 „Hütten“ in den Wipfeln, die die Gäste stets aufs Neue beeindrucken. Sie tragen Namen tragen wie Vogelnest, Blauer Kokon, Kabine, Ufo, Dragonfly oder einfach „das 7. Zimmer“. Alle sind ihrem Namen entsprechend gestaltet – im wahrsten Sinne „Kunst am Bau“. Auch der Frühstücksraum sowie eine Sauna sind in den Bäumen untergebracht. Man kann gespannt sein, was an weiteren Ideen für die nächsten Zimmer dazu kommen werden.

Vom König der Wälder zur Königin

Übernachten im Elchpark.

Übernachten im Elchpark.

Nun reisen wir weiter nach Süden in die Landschaft Västergötland. 150 km nördlich von Göteborg trifft man auf den König der Wälder – und zwar im Elchpark Wrågården’s Wildlife, in der Nähe der Stadt Falköping. Neben Elchen tummeln sich hier gemütliche Bisons, und inmitten dieser sanften Riesen kann man auch übernachten! Groß ist das erste Elch-Hotel der Welt zwar nicht, – genau genommen besteht es aus 2 Hütten, – und es liegt auch weit unter dem Preisniveau der bisher genannten Hotels.

Die beiden Hütten sehen aus wie zwei große Findlinge, sie sind aus Holz und Beton gezimmert und sind auf einer Seite mit einem Elchkopf dekoriert. Ideal sind die „Elchzimmer“ für Familien mit Kindern, bis 5 Personen können darin schlafen. Draußen gibt es noch einen Bereich, wo man Grillen kann, oder einfach nur zum draußen sitzen und die Tiere beobachten, denn diese kommen bis an die Hütten heran. Zwei zahme Elche sollen sich sogar streicheln lassen…

Vom König der Wälder zur Königin des Mälaren. In Stockholm, in der Nähe der Altstadt, liegt ein kleines originelles Hotel – direkt am See Mälaren. Es trägt den Namen Mälardrottningen, die „Königin vom Mälaren“ und es handelt sich hier um ein Schiff, das zu einem Hotel umgebaut wurde. Das Schiff wurde 1924 für einen Millionär namens Billings aus New York gebaut. Damals hieß es noch Vanadis. Später kaufte der Woolworth-Millionär, Frank W. Hutton, das Schiff und schenkte es seiner Tochter Barbara zum 18. Geburtstag. Auf ihrem Schiff verkehrten Royals und Filmstars aus der ganzen Welt. So wandelt man also in den Fußspuren einiger Berühmtheiten, wenn man das Hotel Mälardrottningen betritt. 1980 begann man, das Schiff umzubauen, und seit September 1982 liegt die ehemalige Huttonjacht nun an ihrem heutigen Standort, am Rande von Riddarholmen. Seither heißt das Schiff passenderweise „Mälardrottningen“ und beherbergt Gäste aus aller Welt.

Das etwas außergewöhnliche Hotel ist kein Luxushotel und nur für Leute geeignet, die in kleinen Räumen gut zurechtkommen. Man wohnt in Kajüten unterschiedlicher Kategorie, wobei die einfachsten mit Stockbetten ausgerüstet und nur 6 m² groß sind, – eben eine „Budget-Schiffskabine“. Aber es gibt auch größere Kabinen mit Doppelbetten, die richtig geräumig sind und die mal die Kabine des Kapitäns oder der Offiziere waren. Beim Frühstück hat man das Gefühl, man befindet sich auf See, nicht etwa weil es schaukelt, sondern weil man vom Frühstücksraum direkt auf den Mälaren blicken kann.

Das sind nun also die Beschreibungen von fünf etwas anderen Hotels in Schweden. Es gibt sicher noch andere, die aus dem Rahmen fallen und die man bei einem Urlaub in Schweden erforschen kann.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Wer war Birger Jarl?

Birger Jarl Statue auf Riddarholmen, Stockholm. Foto aus Wikipedia

Birger Jarl Statue auf Riddarholmen, Stockholm. Foto aus Wikipedia

Läuft man durch Stockholm, so stößt man immer wieder auf seinen Namen: Birger Jarl. Da zieht sich die lange „Birger Jarl Gatan“ durchs Zentrum von Stockholm, oder man kommt an der Statue zu Ehren Birger Jarls auf Riddarholmen vorbei. Da fragt sich doch sicher der eine oder andere: wer war dieser Birger Jarl?

Birger Jarl war ein schwedischer Staatsmann weit vor unserer Zeit, und nicht umsonst findet man gerade in Stockholm viele Spuren von ihm, denn er war der Gründer von Stockholm. Sein eigentlicher Name lautete Birger Magnusson von Bjälbö. Der Begriff Jarl ist nämlich gar nicht sein Familienname, wie man meinen könnte. Jarl ist ein Titel, der interessanterweise nicht vor, sondern hinter dem Namen steht.

Jarl ist in den nordischen Ländern ein Fürstentitel und entspricht etwa dem englischen Earl oder einem deutschen Grafen. Jarls hatten im mittelalterlichen Schweden eine besondere Stellung und gehörten zur Aristokratie, ihre Stellung war annähernd so bedeutend wie die des Königs. Birger Jarl stammte aus dem Geschlecht der Bjälbö. Geboren wurde er vermutlich 1210 und er starb 1266. Er war übrigens der letzte, der den Titel Jarl trug.

Zur Zeit Birger Jarls saß König Erik XI. Eriksson auf dem schwedischen Thron, ein Schwager von Birger Jarl, der den Zusatz „der Lispelnde und Lahme“ trug. Unter der Herrschaft dieses, ihm nahestehenden Königs gelangte Birger Jarl zur Macht. Er wurde 1248 Reichsverweser, sozusagen der Vertreter des Königs. Einen Namen machte sich Birger Magnusson durch die Vereinheitlichung und Modernisierung der schwedischen Gesetzgebung im Sinne christlicher Werte. Dies gelang ihm durch seine guten Beziehungen zur Kirche. Zwei seiner Brüder und auch sein Sohn waren Bischöfe. Die vier Reichsgesetze zum Hausfrieden, Frauenfrieden, Thingsfrieden und Kirchenfrieden sind sein Verdienst.

Auch versuchte er durch Feldzüge nach Osten die schwedische Herrschaft zu stärken. Als der schwedische König Erik XI. Eriksson 1250 starb, starb mit ihm das Eriksgeschlecht aus. Birgers Söhne, die über ihre Mutter, Ingeborg Eriksdotter, Tochter von Erik Knutsson (1208-1216 König von Schweden) mit dem schwedischen Königshaus verwandt waren, hatten Anspruch auf den schwedischen Thron, und so wurde Birgers Sohn Waldemar noch minderjährig zum schwedischen König gekrönt. Das bedeutete aber auch, dass Birger seine Position als Regent Schwedens weiter festigen konnte. Zusammen mit seinem Sohn regierte er Schweden. Waldemar wurde zwar 1275 von einem Bruder Magnus entmachtet, das änderte aber nichts am Einfluss Birger Jarls.

Birgers Frau Ingeborg starb 1254. Daraufhin heiratete er 1261 noch einmal, und zwar die dänische Königin Mechtild von Holstein.

Überlieferungen zu Folge hat Birger Jarl die Stadt Stockholm gegründet, und zwar etwa im Jahre 1252. Auch ließ er die Einfahrt in den Mälaren befestigen und machte Stockholm zu einer interessanten Handelsstadt für die Hanse.

Er starb am 21. Oktober 1266 in Jälbolung in Västergötland und wurde im Kloster Varnhem begraben. Dort ruht auch seine zweite Frau Mechtild. Im Jahre 2002 hat man die Gräber geöffnet und mittels Untersuchungen der sterblichen Überreste festgestellt, dass es sich in diesem Grab tatsächlich um Birger Jarl handelte. Man hat auch herausgefunden, dass die Figuren auf dem Grabstein Birger, Mechtild und deren Sohn Erik darstellen sollen. Nach dem Bau des Stockholmer Stadshusets wollte man Birgers Überreste nach Stockholm überführen, die Verantwortlichen des Klosters Varnhem jedoch lehnten das ab. So musste sich Stockholm mit einem Grabmonument neben dem Stadshus begnügen.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Schloss Gripsholm, die Perle am Mälaren

Das wunderschöne Schloss Gripsholm

Das wunderschöne, romantische Schloss Gripsholm liegt am Mälarensee in Mariefred in der Gemeinde Strängnäs. Spätestens seit 1931 kennt man das Märchenschloss auch in Deutschland, denn in diesem Jahr schrieb Kurt Tucholsky die gleichnamige Liebesgeschichte. Schloss Gripsholm gehört zu den besondersten Sehenswürdigkeiten Skandinaviens. Malerisch erhebt es sich aus dem Wasser und leuchtet mit seinen Backsteintürmen in der Sonne. Das Schloss ist ein grosser Teil der schwedischen Geschichte. Schliesslich galt es ca. 500 Jahre als die königliche Residenz.

Zur Geschichte:

Das heutige Schloss Gripsholm steht an einer Stelle, an der vorher eine Burg stand. Diese wurde 1383 von einem schwedischen Grossgrundbesitzer mit dem Adelsgeschlecht Grip erbaut. Man platzierte sie strategisch günstig auf einer kleinen Insel. Da Insel auf Schwedisch holmen heisst, ergab sich der Name Gripsholm. Nach dessen Tod ging die Burg an die dänische Königin Margarethe I. über. Sie überliess sie einem Grafen. Im Jahr 1400 wurde die Burg von einem deutschen Vogt angezündet. Die Burg wurde wieder aufgebaut und blieb bis 1472 im Besitz der dänischen Krone. Sten Sture, der die Burg danach erwarb, schenkte sie 20 Jahre später dem Kloster Mariefred, das er einst gestiftet hatte. Dort wurden, nach seinem angeblichen Mord, zuerst auch seine sterblichen Überreste begraben. Später überführte man diese in die Domkirche Strängnäs.

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Blick durch den Torbogen

Im Jahr 1525 verlegte Gustav I. Wasa seinen Wohnsitz nach Gripsholm und liess das Schloss aufrüsten und ausbauen. Von den vier Türmen, die man anbaute und in denen er in einem lebte, gibt es immer noch ursprüngliche Teile zu sehen. Da damals Mangel an Baumaterialien bestand, liess Gustav Wasa das Kloster Vårfruberga abreissen, dieses lag in der gleichen Gemeinde. Nach dessen Tod 1560 führte Erik XIV, der Sohn von Gustav Wasa I und seiner Gemahlin Katharina von Sachsen-Lauenburg, das Schloss weiter und wurde König von Schweden. Da das Schloss als Verteidigungsburg ungeeignet war, brauchte man es zeitweise als Gefängnis. Erik liess sogar seinen Halbbruder Johann und dessen Frau wegen Hochverrats dort einsperren. Als er dem Aufstand des Volkes 1573 nicht entgegenwirken konnte, revanchierte sich Johann, setzte Erik als König ab und sperrte ihn mit seiner Familie in den Kerker. Somit wurde Johann III von Schweden neuer König. Erik starb 1577 an einer angeblichen Vergiftung. Unter Karl IX dem fünften Sohn von Gustav Wasa I wurden die Burggebäude nochmals neu umgestaltet und es entstand auch ein Theater.

Die letzten grossen Umbauten fanden im Jahre 1890 statt. Man versuchte damals, die vorherigen Umbauten wieder rückgängig zu machen und das Schloss in seinen ursprünglichen Zustand des Jahres 1600 zurückzubauen. Das gelang aber nur teilweise

Seit 1870 wird das Schloss vor allem als Museum gebraucht, aber auch die Königliche Familie nutzt es für offizielle Anlässe immer noch.

Trotz der vielen Umbauten können Besucher heute in etwa 60 zugänglichen Räumen grosse Schlossgeschichte erleben. Ob verschiedene Möbelstücke oder auch Kunstwerke, es gibt einiges zu bestaunen. Die riesige Porträtsammlung von ca. 4500 Gemälden ist in Schweden einzigartig. Der Schlosspark mit seinen Dammhirschen ist ebenfalls sehr sehenswert und lädt zum Verweilen ein. Anbei gibt es noch ein Café und eine Schlossboutique mit vielen Souvenirs und Mitbringsel.

Schloss Gripsholm mit seiner königlichen Vergangenheit ist einen Besuch mehr als wert.

 

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Gefahr für die schwedischen Flusskrebse – die Flusskrebspest

Der amerikanische Flusskrebs. Bild aus Wikipedia. Fotograf: White Knight

Der amerikanische Flusskrebs. Bild aus Wikipedia. Fotograf: White Knight

Jedes Jahr im August feiern die Schweden ihre „Kräftskiva“ – das Krebsessen, bei der riesige Mengen an Flusskrebsen verspeist werden und auch viel Alkohol dazu getrunken wird. Leider handelt es sich bei den Flusskrebsen, die auf den Teller kommen, nicht mehr um die einheimischen Krebse, sondern um Krebse, die aus anderen Ländern eingeführt werden, da der größte Teil der schwedischen Krebse durch die Flusskrebspest vernichtet wurde.
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Ängbyplan – Stadtcamping in Stockholm

Ängbyplan - Stadtcamping in Stockholm

Campingplatz Ängbyplan

Camping in der Stadt? Ist das Urlaub? Wir haben es dieses Jahr ausprobiert und haben für unsere Stockholmtour einen kleinen Campingplatz  in einem Vorort von Stockholm gefunden: Ängbyplan. Der Platz liegt in dem Ort Bromma. Bromma ist ein Stockholmer Bezirk im Westen der Stadt. Er liegt zwischen den Bezirken Kungsholmen und Liljeholmen und hat ungefähr 60.000 Einwohner. Eigentlich war Bromma nur ein Dorf, wurde aber 1914 verkehrstechnisch durch eine Straßenbahn an Stockholm angeschlossen und 1916 eingemeindet. (mehr …)

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Hotel Mälardrottningen – Wohnen auf einem Schiff auf Riddarholmen in Stockholm

Hotel Mälardrottningen. Foto: Heide

Nicht weit von Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm, also mitten in der Stadt, befindet sich ein kleines Hotel, das sich von allen anderen in Stockholm unterscheidet. Es handelt sich um ein Schiff, die ehemalig Luxusjacht, die Barbara Hutton, die Woolwortherbin zum 18. Geburtstag geschenkt bekam.
In diesem Schiff ist heute ein Hotel untergebracht.
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