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Geht der Luchs-Bestand in Schweden zurück?

Luchs, Lynx

Ein höchst seltener Anblick – Luchse sind scheu. Foto: Martin Mecnarowski

Luchse benötigen ausgedehnte Wälder in denen sie Beute finde wie Rehe oder Rentiere. Beides finden sie in Schweden in Hülle und Fülle. Vor allem die männlichen Tiere wandern mitunter weite Strecken in ihrem Revier und sind daher in ganz Schweden außer auf Gotland und Öland anzutreffen. Nun vermutet man, dass sich der Luchsbestand in den letzten 5 Jahren halbiert hat.

Beobachtungen 2014 in Jönköpings län

Von den 28 in Jönköpings län im Jahr 2014 gemeldeten Beobachtungen gelten 8 als gesichert. Das heißt, es wurden Luchse (bzw. ihre Spuren) in den Kommunen Mullsjö, Gislaved, Habo und Vetlanda beobachtet. Vergangenen Winter wurden für ganz Schweden 142 Familienverbände gezählt. Nur etwa die Hälfte im Vergleich zum Toppjahr 2008/2009 als 291 Familienverbände in Schweden gezählt wurden. Am stärksten verbreitet sind Luchse in Dalarna und im nördlichen Schweden.

Rückgang stoppen

Heute rechnet man, dass ca. 840 Luchse in Schweden leben, etwas weniger als für eine gesicherte Arterhaltung notwendig wäre. Möglicherweise wurden allerdings frühere Zählungen überschätzt. Eigentlich stellt der Luchs nur wenige Bedingungen an seinen Lebensraum, er bevorzugt aber entlegene große und zusammenhängende Waldgebiete und hügeliges Gelände. Um eine stärkere Verbreitung der Art zu fördern, gibt es laut Naturschutzbehörde 2 Wege. Entweder den Rückgang in Nord- und Mittelschweden stoppen oder für eine stärkere Verbreitung in Südschweden sorgen. Die Ausbreitung in Südschweden geht jedoch nur langsam voran. Denkbare Gründe für den Bestandsrückgang sind die Jagd auf Luchse in Gegenden mit Rentierzucht, schlechterer Zugang zu Beutetieren und Konkurrenz mit anderen Raubtieren.

Tierbeobachtungen melden auf Skandobs.se

Seit 2012 werden Luchse in ganz Schweden und Norwegen nach einer gemeinsamen Methodik gezählt, um sich ein genaueres Bild vom Luchsbestand machen zu können. Aber trotz Vereinfachungen im Meldeverfahren, wurden weniger Tiere beobachtet als in den Jahren zuvor. So muss einer Spur nur noch 1 km gefolgt werden, früher waren es 3 km. Im Gegensatz zu früher, als nur wenige ausgewählte Personen für die Zählung verantwortlich waren, kann sich heute jeder an der Bestandszählung beteiligen, dafür werden strengere Anforderungen an die Dokumentation z.B. durch Fotos von Spuren gefordert. Auf der Website Skandobs.se kann sich jeder als Beobachter registrieren und seine Beobachtungen melden.

Autor(in): Angelika – angelika@schulze-uebersetzungen.eu


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