Klettern in Schweden

(Foto: gbo.crimp.se)

Immer mehr junge (und auch nicht mehr ganz junge) Menschen entdecken das Klettern als neue Sportart für sich. Kletterhallen und –-vereine erleben einen regelrechten Boom. Dies gilt für Deutschland gleichermaßen wie für die skandinavischen Länder. Klettern ist in Schweden sehr beliebt, und auch viele ausländische Kletterfreunde reisen zum Sportklettern und Bouldern in den Norden.

Die Hauptklettergebiete liegen in der Gegend rund um Stockholm (Häggsta) und in Bohuslän. Hier gibt es die größte Auswahl an Routen und Bouldern in allen Schwierigkeitsgraden. Doch auch in den restlichen Landesteilen finden sich viele zum Klettern geeignete Felsen und feste Routen. Einige der Spots liegen direkt am Meer, im Sommer klettert man bei angenehmen Temperaturen und einen leichten Wind, und auch im Herbst kann es noch viele schöne und zum Klettern geeignete Tage geben.

Die Schweden sind in punkto Klettern ein sehr naturverbundenes Volk. Das bedeutet: Weniger ist mehr. Der Schutz von Landschaft, Flora und Fauna steht an erster Stelle. Viele der Routen haben höchstens eine Topropesicherung und ein paar Bohrhaken. Keile und Friends sollten im Klettergepäck also auf keinen Fall fehlen. Das eigenmächtige Setzen von Bohrhaken ist nicht gern gesehen und sollte vorher mit dem Grundstücksbesitzer und dem ortsansässigen Kletterverein abgesprochen werden, so fordert der Schwedische Kletterverband SKF. Wer in Schweden klettern will, findet in Buchform oder im Internet zahlreiche Informationsmöglichkeiten zum Thema Klettern, Links zu den verschiedenen Kletterclubs, Kletterspots, Foren und Blogs, Veranstaltungen, Ausrüster etc.

Ein Kletterführer ist unerlässlich, denn viele der Felsen sind oft nur schwer zugänglich oder unterliegen bestimmten Zugangsbedingungen. So liegen einige Klettergebiete in Naturreservaten, in denen besondere Rücksicht auf Tiere und Pflanzen genommen werden muss. Oft darf man auch nur die vorhandenen Bohrhaken verwenden, Bohrungen oder das Entfernen von Moosen und Pflanzen sind verboten.

Einige Klettergebiete kann man nur mit speziellen Genehmigungen erkunden, die man z. B. als Mitglied im Kletterverein erhält. Im Internet kann man eine Access-Datenbank einsehen, die für zahlreiche Kletterspots in Schweden Beschreibungen und Bewertungen, vor allem aber Informationen zu den Zugangsmöglichkeiten bereithält. So erspart man sich überflüssige Wege zu gesperrten oder nur eingeschränkt zugelassenen Routen.

Wer das Klettern unter fachkundiger Anleitung erlernen oder trainieren will, kann dies in einem Kletterkurs tun. Solche Kurse werden in verschiedenen Landesteilen angeboten. Und wer derzeit seinem Kletterurlaub in Schweden entgegenfiebert oder sich einen visuellen Eindruck verschaffen will, bevor er bucht, schaut sich im Internet die vielen eindrucksvollen Bilder und Filme an, die Lust auf Klettern in Schweden machen.

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