Agility-Weltspitze in Schweden zu Gast

Vom 4. bis 7. Oktober war das schwedische Kristianstad Austragungsort der Weltmeisterschaften im Agility. 40 Nationen haben Teams entsandt, darunter Nachbarländer Dänemark, Norwegen und Finnland bis hin zu China, Japan und Australien. Deutschland ist mit 15 Sportlern angereist und fährt mit zwei Vize-Weltmeistern und zwei Bronze-Medaillen bei den Team-Läufen nach Hause.

Joachim Graf und sein Manchester Terrier Zeus beim Agility

Für Joachim Graf und seinen Manchester Terrier Zeus war es die erste Weltmeisterschaft im Agility (Foto: Inka Stonjek).

„Sweden is a small country and the arena is not the biggest you have ever seen“, schrieben die Organisatoren schon Wochen zuvor auf Facebook. So kennen wir die Skandinavier: lieber im Vorfeld ein wenig tiefer stapeln, aber dafür eine gelungene und gut organisierte Veranstaltung organisieren.

Kleine, aber feine Agility-WM

Tatsächlich war die Kristianstad Arena mit Platz für 4.700 Zuschauer ein eher kleinerer Veranstaltungsort – zum Beispiel, wenn man ihn mit dem Gatorade Center in Turku (Finnland) vergleicht, das Platz für fast 12.000 Teilnehmer bietet und in dem 2019 die Agility-Weltmeisterschaft stattfinden wird. Doch das hat der Stimmung keinen Abbruch getan. Schon Wochen vorher war in den sozialen Netzwerken die Hölle los. Bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung hat sich die angestaute Energie entladen. Nach den Willkommensreden von Stadtrat Bo Silverbern und Thomas Juréhn, Vorsitzender des Schwedischen Agilityverbands, hat Jouni Orenius mit dem offiziellen WM-Song „Living for Agility“ die Stimmung angeheizt. Der Sänger war selbst Teil des schwedischen Agility-Nationalteams und hat nach seinem Auftritt das Show-Outfit gegen das Sport-Trikot getauscht.

Im Agility gewinnt nicht immer der Schnellste

Anschließend haben 419 Teilnehmer vier Tage lang um den Titel gekämpft. Donnerstag und Freitag standen die Team-Wettkämpfe auf dem Programm, Samstag und Sonntag die Einzel-Wettkämpfe. In dem extrem rasanten Sport entscheiden Sekundenbruchteile über den Sieg. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 6 Metern pro Sekunde, die die Hunde erreichen, können kleine Unachtsamkeiten schnell zu Fehlern werden, die über Gewinnen oder Verlieren entscheiden. Da ist schnell eine Hürde von der falschen Seite genommen oder eine Stange abgeworfen. Bei Tobias Wüst und Anne Lenz lief alles optimal: sie haben für Deutschland die Silber-Medaille geholt. Zudem stand das deutsche Team bei den Team-Wettkämpfen auf dem Treppchen und hat in den Größenklassen Small und Medium die Bronze-Medaille bekommen.

Herzlichen Glückwunsch!

Team

Small

Medium

Large

1. Platz:

Estland

Frankreich

Belgien

2. Platz:

Slowenien

Tschechien

Russland

3. Platz:

Deutschland

Deutschland

Finnland

Individual

Small

Medium

Large

1. Platz:

Dänemark

(Natasha Gjerulff mit Moviestar)

Tschechien

(Martina Magnoli Klimesova mit Kiki)

Italien

(Nicola Giraudi mit Eira)

2. Platz:

Deutschland

(Tobias Wüst mit Dörte)

USA

(Jennifer Crank mit Swift)

Deutschland

(Anne Lenz mit Itzi Bitzi)

3. Platz:

Slowenien

(Pavol Vakonic mit Meryl)

Polen

(Magdalena Domanska mit Mora)

Großbritannien

(Dave Munnings mit Fame)

Mehr Informationen auf der Homepage unter http://agilitywc2018.com/.

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