Tanz der Kraniche am Hornborgasjön

Hornborgasjön

An die 20.000 Kraniche „tanzen“ am Hornborgasjön an einem Frühlingstag. Foto: Länsstyrelsen Västra Götalands län

Mitten im Dreieck zwischen Falköping, Skara und Skövde liegt der See Hornborgasjön: Er gehört zu einem Naturreservat von 4 000 Hektar Größe, das als wahres Vogelparadies Naturfreunde und Ornithologen anlockt. Bekannt durch den Besuch tausender Kraniche jedes Jahr im Frühling, ist der Hornborgasjön bereits seit den 1950er-Jahren ein beliebtes Ausflugsziel in Västra Götaland.

Die Ankunft der Kraniche ist wohl das spektakulärste Naturschauspiel, das dieser See zu bieten hat. Ende März, Anfang April machen hier tausende Kraniche eine Zwischenlandung nach der Überwinterung und beginnen mit der Balz. Dabei warten die Vogelbeobachter gespannt auf den „Tanz der Kraniche“, bei dem die stolzen Vögel mit den Flügeln schlagen, den Hals zurückwerfen, schreiten und hüpfen.

Im Frühling ist am Hornborgasjön also eine Menge los: man zählt dann täglich bis zu 20.000 Kraniche und innerhalb einer Saison rund 150.000 menschliche Besucher! Am besten kann man die Kranich-Schau am südlichen Ufer des Sees beobachten: Hier heißt der Aussichtspunkt passenderweise => „trandansen“ und ist wie ein kleiner Rastplatz mit Information und Café aufgebaut.

Der Rest des Jahres liegt der See verträumt in seiner Senke am Fuß des Tafelberges Billingen und bietet der Vogelwelt ein reichhaltiges Nahrungsbuffet sowie Uferschutz für die Brut. 290 Vogelarten sollen am Hornborgasjön gesichtet worden sein, darunter Rot- und Schwarzhalstaucher, Haubentaucher, Rohrdommeln und Wasserrallen. Nicht ganz so zahlreich wie die Kraniche, aber ebenso interessant, sind die rund 10.000 Graugänse, die jährlich zur Mauser hier vorbeikommen.

Am Aussichtspunkt „trandansen“ kann man die Balz der Vögel am besten beobachten. Foto: Länsstyrelsen Västra Götalands län.

Warum gerade der Hornborgasjön ein so beliebter Landeplatz für Zugvögel ist, bleibt ungewiß, – doch für die Menschen am Ort „ist es schon immer so gewesen“. Selbst als die arme Landbevölkerung im 19. Jahrhundert damit begann, den See trocken zu legen, blieben die Vögel hartnäckig. Der Wasserspiegel sank bis 1933 kräftig, der See verlandete und gab etwas mehr Ackerland frei; bis in den 1990erjahren eine aktive Restaurierung des Hornborgasjöns in Gange kam und der Pegel wieder stieg. Heute ist der See 35 Quadratkilometer groß und an seiner tiefsten Stelle 1,50 m tief. Der Wasserstand schwankt stark je nach Saison und Wetter.

Mit etwas Geduld und Gummistiefeln kann man die Vögel überall längst der Ufer beobachten. Es gibt ausgewiesene Pfade und Unterstände, unter anderem am so genannten „Fågeludden“ auf der Ostseite des Sees. Hier ist mit dem => „Naturum“ auch die offizielle Ausstellung über den See untergebracht, mit Aussichtsturm, Wandersteg und Picknickplatz. Die regionale Naturverwaltung informiert über Projekte, Themenwochen und Vorlesungen rund um das Biotop Hornborgasjön unter => länssyrelsen.se.

 

 

 

 

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