Gustav Vasa

Schweden und seine Geschichte


Schwedens Geschichte: Aufstieg der Vasa-Dynastie – Reformation in Schweden

Olaus Petri Statue vor der Storkyrkan in Stockholm

Eine der bedeutenden Figuren der Reformatoren in Schweden: Olaus Petri Statue vor der Storkyrkan in Stockholm. Foto: Karnosin /commons.wikimedia.org/wiki/File:Storkyrkan2.jpg (CC BY-SA 3.0)

 

Die Wahl Gustav Vasas zum König bedeutete das endgültige Ausscheiden aus der Kalmarer Union und die Unabhängigkeit Schwedens, doch nicht das Ende dänischer Begehrlichkeiten. Zudem sah sich der neue Throninhaber einer inneren Opposition sowie einem Schuldenberg gegenüber. Ein Mittel zur Sicherung und zum Ausbau seiner Position – der Position des schwedischen Königtums – fand Gustav I. Vasa in der Reformation in Schweden.

„Reformationsreichstag“ von Västeras 1527 „verstaatlicht“ die Kirche

Möglicherweise fasste Gustav Vasa die Reformation der schwedischen Kirche schon vor seiner Thronbesteigung ins Auge. Zumindest machte er sich früh ans Werk die Lehre Martin Luthers in Schweden durchzusetzen – zum Vorteil eines starken Staates und seiner eigenen Position. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Gustav Vasa – Aufbruch in eine neue Zeit

Aus der Kunstsammlung der Universität Uppsala: Gustav Vasa. Wahrscheinlich eine Ende des 16. Jhd. entstandene Kopie eines Porträts des Königs von 1542 von Jacob Binck. Quelle: commons.wikimedia.org

Aus der Kunstsammlung der Universität Uppsala: Gustav Vasa. Wahrscheinlich eine Ende des 16. Jhd. entstandene Kopie eines Porträts des Königs von 1542 von Jacob Binck. Quelle: commons.wikimedia.org

 

In Strängnäs wurde der Grundstein für weitreichende Veränderungen in Schwedens Geschichte gelegt: Am 6. Juni 1523 wurde im Dom des unweit der heutigen Hauptstadt Stockholm gelegenen Örtchens Gustav Eriksson Vasa zum König gewählt. Eine Wahl, die das Ende des Zeitalters der Kalmarer Union besiegelte. Eine Wahl, die für den Beginn einer Neuordnung Schwedens steht – der Aufbruch in eine neue Zeit. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Schweden im Zeitalter der Kalmarer Union (Teil 2)

Der Unionsbrief von 1397. Aus John Danstrup's "Danmarks historia." Erster Band. /commons.wikimedia.org/

Der Unionsbrief von 1397. Aus John Danstrup's "Danmarks historia." Erster Band. /commons.wikimedia.org/

 

Der Gründungsakt der Kalmarer Union war vollzogen. Begünstigt durch eine gemeinsame Sprache, das Mittelnordische, und die engen Bande der Adelsfamilien hätte aus den drei nordischen Reichen unter einem König eine europäische Großmacht entstehen können. Dem standen jedoch der Unionsvertrag selbst, der Hang zum dänischen Zentralismus und die damit verbundene militärische und finanzielle Ausnutzung Norwegens und Schwedens im Weg. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Schweden im Zeitalter der Kalmarer Union (Teil 1)

Schloss Kalmar, Gründungs- und Tagungsort der Kalmarer Union. Foto: Alexandru Baboş Albabos /commons.wikimedia.org  (CC BY 3.0)

Schloss Kalmar, Gründungs- und Tagungsort der Kalmarer Union. Foto: Alexandru Baboş Albabos /commons.wikimedia.org (CC BY 3.0)

 

Nach Jahrhunderten der Reichswerdung, der Konsolidierung königlicher Macht und dem Aufstieg verlor das Königreich Schweden seine Unabhängigkeit. Dem gegen König Albrecht opponierenden Adel zu Hilfe eilend, konnte sich die dänisch-norwegische Königin Margareta I. den schwedischen Thron sichern. Sie vereinigte die drei mittelalterlichen nordischen Reiche 1397 zur „Kalmarer Union“. Ein Bund auf wackligen Füßen, besonders von schwedischer Seite von Aufständen und Unabhängigkeitsbestrebungen herausgefordert, der mit der Wahl Gustav Vasas zum schwedischen König und dem Ausscheiden Schwedens 1523 in die Brüche ging. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Entwicklung des Schwedischen Reiches im Mittelalter – Die frühe Monarchie

St. Sigfrids Quelle in Husaby. Der Legende nach Taufort Olovs Skötkonnung. Foto: Fred J /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 1.0)

St. Sigfrids Quelle in Husaby. Der Legende nach Taufort Olovs Skötkonnung. Foto: Fred J /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 1.0)

 

Mit der Taufe Königs Olov Skötkonnung und der ersten „Einigung“ der Herrschaftsgebiete der Svear und Götar zum Svea Rike (um 1008) unter ihm bricht eine neue Zeit in Schwedens Geschichte an: das Mittelalter. Eine Epoche, die etwa 500 Jahre dauerte. Bis zur Wahl Gustav Vasas zum König 1523. 500 Jahre, in denen sich die Monarchie durchsetzt, das „Schwedische Reich“ Formen annimmt. (mehr …)

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Schloss Kalmar – Schlüssel zu Schweden

Einst Trutzburg, heute der besterhaltene Renaissance-Palast Nordeuropas und beliebtes Touristenziel thront das Schloss auf einer kleinen Halbinsel im Süden der Stadt Kalmar. „Schlüssel zum Königreich“, Gefängnis, Getreidespeicher, Schnapsbrennerei. Tragende Rolle in der skandinavischen Politik und Verfall. Am Ufer der Ostsee trotzen die Mauern Schloss Kalmars seit über 800 Jahren einer wechselvollen Geschichte.

Schloss Kalmar. Foto: Percita / flickr.com, (CC BY-SA 2.0)

Schloss Kalmar. Foto: Percita / flickr.com, (CC BY-SA 2.0)

Die lange Historie hat ihre Spuren an einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Schwedens hinterlassen. Seit dem 19.Jahrhundert dauern die Restaurierungsarbeiten an den Gemäuern, deren Ursprung im 12.Jahrhundert liegt, an.

Zu jener Zeit waren die östlichen Küsten Schwedens ständigen Angriffen und Raubzügen unter anderen durch Piraten und Dänen ausgesetzt. Unter Knut Eriksson wurden Schutzmaßnahmen gegen Feinde, die von der See die Häfen und Städte bedrohten, ergriffen. So entstand auch am Kalmarsund um 1180 ein Verteidigungsturm. Mit der Stadt Kalmar wuchs die Verteidigungsanlage. Ende des 13. Jahrhunderts entstand um den Verteidigungsturm eine Burganlage mit Ringmauer samt vier Rundtürmen. Diese Türme waren lange Zeit einzigartig in Skandinavien.

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Vasaloppet – der Klassiker auf Skiern

"In der Spur der Väter..."

Tausende Menschen mit Skiern an den Füßen, Blaubeergeschmack im Mund und kilometerlange Loipen in feinem Pulverschnee. Das ist der Vasalauf von Sälen nach Mora in Schwedens Herzland, Dalarna. Wer den Winter in Schweden verbringt, sollte sich einmal auf die „Spuren der Väter“ begeben – so lautet das Motto des Vasalaufs, der einer 500 Jahre alten Legende um Gustav Vasa folgt. Immer am ersten Sonntag im März startet das 90 Kilometer lange Ski-Rennen, das frenetisch im Zielort Mora und entlang der Strecke gefeiert wird. Es ist der größte „Cross-Country“-Ski-Wettbewerb der Welt, wird seit 1922 jährlich durchgeführt und hat inzwischen rund 15.000 Teilnehmer. In der dazugehörigen „Winterwoche“ – ab 25. Februar 2011 – finden viele kleinere Ski-Wettbewerbe mit ebenso guter Stimmung statt. 50.000 Aktive und noch einmal so viele Zuschauer werden auch 2011 wieder zwischen Sälen und Mora erwartet. (mehr …)

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Nationaldagen – unaufgeregt und herzlich

Der 6. Juni ist unverkennbar „Flaggentag“

Der 6. Juni hat in Schweden seit langer Zeit eine besondere Bedeutung. Seit 1523 ist er dem Gedenken an Gustav Vasa, seiner Krönung und der damit verbundenen Auflösung der Union mit Dänemark gewidmet. Auch wenn damals noch der julianische Kalendar galt, steht der 6. Juni bis heute für den Tag, an dem Schweden geeint und eigenständig wurde.

Ein wichtiges Datum im Geschichtsunterricht, doch im öffentlichen Leben wurde der 6. Juni in Schweden – bis in die neueste Zeit – kaum „gefeiert“. Erst 1916 gab man dem Datum einen offiziellen  Anstrich als „Tag der schwedischen Flagge“. Am 6. Juni 1974 erkannte der „Riksdagen“, das schwedische Parlament, die heutige „Riksdags“-Ordnung an. Aber erst 1983 wurde das Datum zum offiziellen Nationalfeiertag = „nationaldagen“. (mehr …)

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