Smålands Grand Canyon

Foto: panoramio.com

Foto: panoramio.com

Smålands Grand Canyon – More Kastell „Klinten“, dieses eigentümliche, karge Naturareal liegt an der Grenze zwischen den Gemeinden Högsby und Hultsfred. Das More Kastell liegt in einer Verwerfungsspalte, der More -Ravine, hat höchstwahrscheinlich seinen Ursprung  vor ca. 10.000 Jahren, in der sogenannten Eiszeit. Es wird aber vermutet, dass der Ursprung noch älter ist und im Zusammenhang mit der  Bildung der Erdkruste steht.Die Höhe der Felswände liegt zwischen 30 und 40 Meter. Die Ravine ist fast 100 km lang. Am More Kastell ist sie jedoch nur ca. 100 m lang und zwischen 20 und 30 m hoch. Der kleine Morån (Morbach) befindet sich am Grund der Verwerfungsspalte und mündet dann in dem Emån. Früher hatte der Morån jede Menge Krebse und Bachforellen sowie Flussperlmuscheln. Mittendrin befindet sich das sogenannte „More Kastell“. Mit seinen steilen Felswänden  gleicht es einer mittelalterlichen Burg oder einer vorgeschichtlichen Verteidigungsanlage. Die steilen Felswände bestehen aus dem sogenannten Hälleflinta, einem harten, jedoch gut spaltbaren Gestein. Durch die wechselnden Witterungsverhältnisse wird es unaufhörlich bearbeitet und teilweise auch zerstört. Besonders die nördliche Seite ist durch Erdrutsche gezeichnet und den Witterungsverhältnissen besonders ausgesetzt. Auch „Klinten“ (der Gipfel) bleibt hiervor nicht verschont.

Der obere Teil des „Kirchentores“ stürzte vor ca. 30 Jahren ein. Eine Felsformation, die sich gewölbemäßig an der westlichen Seite des Kastells befindet. Zwei weitere, jedoch bereits stark verwitterte Bergformationen sind der Predigerstuhl und das Altarbild. Am Fuße des More Kastells befand sich in früheren Jahren eine Quelle mit klarem Wasser. Auch wird berichtet, das es hier früher Biber im Bach gegeben haben soll, ebenso wie den Steinkauz. Heute trifft man hier nur noch den Raben an. Einzigartig für dieses Gebiet sind auch noch heute über hundert verschiedene Moosarten und viele andere seltene Pflanzen.

Bereits im 17. Jahrhundert war das More Kastell ein wichtiger Knotenpunkt für die verschiedenen Eigentumsgrenzen. Auch heute laufen  ca. 14 verschiedene Einheiten zusammen:

die Stiftgrenzen von Växjö- Linköping; Kirchspiel Fågelfors-Mörlunda socknar; Landkreise Högsby- Hultsfred kommuner  und noch vieles anderes.

Zur Zeit ist das More Kastell stark durch Baumbewuchs verdeckt. Geht man jedoch an der oberen Kante des Tales in Richtung Osten, kann man das More Kastell am besten sehen. Man kann auch hinabklettern und am Grund der Ravine das Tal erforschen. In der Talsohle befinden sich auch noch Reste eines zerstörten Dammes, der wahrscheinlich zum Stauen des Baches benutzt wurde.

Am besten kommt man mit dem Auto zum More Kastell. Die Anreise ist aus verschiendenen Richtungen möglich z.B. von Fågelfors aus, als auch Mörlunda, Ryningnäs öder Näshult. Es ist gut ausgeschildert.

Autor(in): Susanne S. – familieschneck@aol.com

Es liegen bisher noch keine Kommentare vor.

Schreibe einen Kommentar

Facebook
Twitter