Samen

Sapmi – das Land der Samen

Sapmi, das Land der Samen auf der Landkarte Bild aus Wikipedia. Fotograf: Rogper

Sapmi, das Land der Samen auf der Landkarte
Bild aus Wikipedia. Fotograf: Rogper

Die Samen sind ein indigenes Volk, das nördlich des Polarkreises beheimatet ist. Sie bezeichnen ihr Siedlungsgebiet als Sapmi oder auch Sáme Ätnam, was so viel heißt wie das Land der Samen. Dazu gehören der Norden von Schweden, Norwegen, Finnland, Karelien sowie die russische Kola-Halbinsel. Im Süden erstreckt sich das Gebiet bis Dalarna, bzw. auf norwegischer Seite bis zur Hedmark.
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Umeå 2014 – Ein Kulturjahr in acht Jahreszeiten

Glashuset Umea

Offen für Vereine, Organisationen, Kulturschaffende und -akteure: Das Glashuset am Rådhustorget in Umeå. Foto: Forslundagymnasiet /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Nun hat das neue Jahr in Umeå offiziell begonnen – das Jahr als Europäische Kulturhauptstadt 2014 wurde eingeläutet. Drei Tage dauerten die Feierlichkeiten zum Beginn der „Jahreszeit der Pflege“. Eine Show mit Licht und Feuer zum Rhythmus samischer Trommeln bot einen Vorgeschmack auf die kommenden Monate: das Kulturhauptstadtjahr im Rhythmus der acht Jahreszeiten des samischen Kalenders.

Vergangenes Wochenende „brannte“ es erneut in Umeå. Es war kein verheerendes und Feuer wie jenes 1888, das große Teile der Stadt zerstörte. Vielmehr richtet sich mit dem neuerlichen „Brennen“ der Blick in die unmittelbare und fernere Zukunft der „Stadt der Birken“. (mehr …)

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Härjedalen – Im Land des großen Bären

Willkommen in Härjedalen

Willkommen in Härjedalen: In Sveg begrüßt der größte(?) Holzbär der Welt die Gäste. Der Braunbär ist ein Symbol von Härjedalen. Foto: andreasivarsson (Andreas Ivarsson) /flickr.com (CC BY 2.0)

 

In der Mitte Schwedens liegt die Provinz Härjedalen. Scheinbar grenzenlose Weite, meist in einer Höhe von 500 m und mehr. Härjedalen gilt als höchstgelegene Landschaft des Königreichs. Gleichzeitig eine der am dünnsten besiedelten Gegenden des Landes. Die Statistik weist mehr Wildtiere als Menschen aus. Darunter der Braunbär. Das Landschaftstier von der Provinz. Ein besonders imposantes Exemplar ist in der „Provinzmetropole“ Sveg zu bestaunen. (mehr …)

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Wintermarkt in Jokkmokk

Rentier-Rennen Jokkmokk

Das Rentier-Rennen ist ein Magnet für Bsucher. Foto: Asaf Kliger/ imagebank.sweden.se

Der Ort Jokkmokk liegt in der nordschwedischen Provinz, in Norbottens län in Lappland, am nördlichen Polarkreis. Er liegt an der Europastraße 45, verfügt über viele Busanbindungen und einen Bahnhof der Inlandsbahn. Jokkmokk steht für das Zentrum der samischen Kultur in Schweden. Seit nunmehr 1605 wird hier jedes Jahr der „Vintermarknad“ veranstaltet, auf dem Samen aus ganz Lappland ihre Waren zum Verkauf anbieten. Hier gibt es Sami-Kultur zum Anfassen.

Der Wintermarkt beginnt immer am ersten Donnerstag im Februar – eine uralte Tradition – und dauert eine ganze Woche. Dabei ist der Markt 24 Stunden am Tag geöffnet! Bei einer offizielle Eröffnungszeremonie schreitet eine Kerzenlicht-Prozession vom Markt bis zum Museum in Jokkmokk.  Das ca. 3.000 Einwohner große Städtchen verwandelt sich  dann in einen richtigen Rummelplatz. Es kommen jedes Jahr  bis zu 40.000  Menschen nach Jokkmokk zum Wintermarkt.

Auch wenn hier schon mal mehr als zwanzig Grad minus herrschen, scheint das im Marktrummel niemanden zu stören. Es gibt viele Cafés und Restaurants, wo man sich zwischendurch aufwärmen kann. Es handelt sich hier auch nicht um einen herkömmlichen Markt, sondern hier spiegelt sich die samische Kultur wieder.

Jokkmokk Wintermarkt

Buntes Markttreiben bei Minus 20 Grad. Foto: Asaf Kliger/ imagebank.sweden.se

Der Markt ist unterteilt in einen  historischen und einen „modernen“ Markt. Man findet hier viele Rentiere, Rentierfelle, sowie auch allerlei andere samische Spezialitäten.  Man kann samische Kleidung, Schmuck, Holzgegenstände sowie samische Fleisch- und Fischspezialitäten kaufen. An den Feuern werden trationelle Geschichten erzählt und man kann den Joik-Gesängen der Samen lauschen. Es gibt viele Kunstausstellungen und Vernissagen, Filmvorstellungen, Konzerte, Vorträge und vieles mehr. Es werden auch Schlittenhundtouren bzw. Rentiertouren angeboten. Auch hat man hier die Möglichkeit, eine Tour mit einem Schneemobil zu unternehmen, denn auch das moderne Leben der Schweden hat auf diesem Markt mittlerweile Einzug gehalten.

Die Übernachtungsmöglichkeiten in und um Jokkmokk sind meistens schon lange im voraus ausgebucht und sollten daher weit im voraus gebucht werden. Wer Lust auf diesen Markt bekommen hat, aber leider nicht hinfahren kann, der sollte sich die Eröffnunszeremonie auf der Webcam angucken, die in Jokkmokk am Park installiert ist. Man kann ein paar schöne Eindrücke mitnehmen.

Autor(in): Susanne S. – familieschneck@aol.com

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