Schweden allgemein

Die Kirche von Tärnaby

Ähnliches FotoTärnaby hat nur etwa 500 Einwohner, liegt in der schwedischen Provinz Västerbotten und gehört zur Gemeinde Storuman im schwedischen Teil von Lappland. Der kleine Ort Tärnaby ist ein weltbekannter schwedischer Skiort, indem u.a. die schwedischen Ski-Legenden Ingemar Stenmark und Anja Pärson aufgewachsen sind. Mit 86 Weltcupsiegen ist der Schwede Ingemar Stenmark immer noch der erfolgreichste Skirennläufer der Skigeschichte.

Die Kirche in Tärnaby ist das christliche Zentrum der Kirchgemeinde Tärna. Diese erstreckt sich ca. 40 km westlich von Tärnaby bis zur norwegischen Grenze. Erst  seit  1904 gibt es diese eigene Kirchgemeinde. Zuerst gehörte sie zu Umea, dann zu Lycksele und später noch zu Stensele.

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Die Kirche Tärna von aussen.

Dies ist aber nicht die erste Kirche in der Umgebung von Tärnaby. 1720 wurde ca. 50 km östlich des Orts eine kleine Kapelle errichtet. Zu dieser Zeit war das Gebiet noch norwegisch. Als 1751 die Landesgrenzen neu gezogen wurden, verlor sie an Bedeutung und verfiel. 1971 wurde die heutige Kapelle Vila neu eingeweiht. Sie liegt nahe der norwegischen Grenze direkt an der E12

1762 wurde am Ufer des Sees Gäutan eine kleine Blockbaukirche gebaut. Sie wurde zu verschiedenen Zwecken genutzt und diente sogar als Heuschober. Als sie langsam zerfiel, wurde sie abgerissen und an ihrem ursprünglichen Platz, nämlich 5 km von Tärnaby entfernt, am „gamla kyrknäset“ 1971 wieder neu errichtet. 1989 wurde diese aber leider von einem Feuer komplett zerstört. Wieder neu aufgebaut, ist die heutige Kapelle seit 1991 wieder in Betrieb. 2014 wurden daneben zwei Grillplätze errichtet, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Zu der Kirchgemeinde Tärna gehören noch die Kapelle Voijtjajaure, ca. 35 km von Tärnaby entfernt und die Kirche Hemavan.

Die jetzige Kirche im Dorf Tärnaby, wurde 1908 eingeweiht. 1953 wurde sie umfassend renoviert und erhielt ihr heutiges Aussehen. Sie ist eine im neugotischen Stil erbaute Holzkirche.

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Das berühmte Altarbild

Zu den ältesten und kostbarsten Einrichtungen gehört die Glocke aus dem Jahr 1702 mit der Inschrift ” Lycksele Kirchenglocke ”, gegossen wurde die Glocke in der Regierungszeit (1697 – 1718) des Königs Carl XII. Sie ist eine der wenigen, die aus dem Kriegsjahr stammt. Sie kommt aus Stockholm und ist ein Geschenk der Kirchgemeinde Lycksele. Ebenfalls bekannt ist die Kirchenorgel, die von O.Grönlunds Orgelfabrik fertiggestellt wurde. Und wie ich mit eigenen Ohren gehört habe, klingt sie einfach wunderschön. Das Gemälde, das die Altarwand dominiert, zeigt das „Grosse Gastmahl“ und wurde vom bekannten Künstler Torsten Norberg gemalt. Hinter dem Altarbild befindet sich der alte Altar. Dieser wurde von Handwerkern aus der Gegend aus Holz und Speckstein gefertigt. Dieses Altarbild zeigt Jesus, der die Kinder segnet. Auch der Taufstein wurde aus Speckstein erbaut. Die beiden handgefertigten Kronleuchter stammen von der alten Dorfkirche, die 1849 erbaut wurde und 1855 an den jetzigen Standort versetzt wurde. Die Tarnäkirche ist mit einer Küche, Bibliothek und Toiletten ausgestattet und im Ganzen sehr schlicht gehalten.

Eine interessante alte Kirche im bekannten Skiort Tärnaby: Es lohnt sich unbedingt, sie einmal zu besuchen.

Autor(in): Karin – kainer@sfw-media.com

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Schloss Gripsholm – Schloss und Roman

Schloss Gripsholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Håkan Svensson

Schloss Gripsholm.
Bild aus Wikipedia. Fotograph: Håkan Svensson

Schweden hat ein paar interessante Schlösser zu bieten. Genau genommen gibt es 9 offizielle Königsschlösser. Neben dem Stockholmer Schloss, Schloss Drottningholm und Solliden – wohl die bekanntesten – gehört auch Schloss Gripsholm zu den für Besucher interessanten Sehenswürdigkeiten.

Nicht weit von Stockholm entfernt liegt Schloss Gripsholm auf einer kleinen Insel im Mälaren, bei Mariefred in der Provinz Södermanland, etwa eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Es wurde 1537 von Gustav Wasa erbaut. (mehr …)

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Varberg, die Stadt am Kattegat für Körper, Geist und Seele

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Das Kattegat

Varberg ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Hallands län und der Landschaft Halland. Mit ihren wunderschönen Stränden, den Buchenwäldern und der Weite des Meeres, lädt sie Jung und Alt zum Verweilen ein. Varberg liegt am Kattegat. Das Kattegat, oder wie es auf Deutsch heisst Katzenloch, ist das 22.000 km² große und durchschnittlich rund 80 Meter tiefe, äußerst schwierig zu befahrende Meeresgebiet zwischen Jütland (Dänemark)) und der schwedischen Westküste.

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Das Stadtzentrum mit dem Stadshotell

Die attraktive Lage der Stadt mit schönen Sandstränden und zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Festung, die Heilquelle Svarte källan und das Kalbadhuset, ziehen jährlich viele Touristen an. Feste Einwohner hat es etwas über 34.000. Der Ort ist auch als Kurort bekannt und das ganze Jahr über für Besucher eine Art Pilgerstätte, denn hier können Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen. Am Marktplatz Torget herrscht immer viel Betrieb. Man kann in den kleinen Geschäften einkaufen, einen Kaffee trinken und Mittwochs und Samstag über den bunten Wochenmarkt flanieren. Ganz so wie es in einer typisch schwedischen Kleinstadt üblich ist. Die Nähe zum Wasser macht das Ganze nochmals eine Spur schöner. (mehr …)

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Kalles, der leckere Kaviar aus der Tube

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Das Logo von Kalles

Welcher Schwedenreisende oder Schwedenliebhaber kennt ihn nicht, den Kaviar der aus der Tube kommt? Lecker, immer griffbereit und lange haltbar. Das sind nur einige der Vorzüge, die Kalle zu bieten hat. In der schwedischen Fika-Kultur ist der kultige Brotaufstrich auf alle Fälle nicht mehr wegzudenken.

Produziert wird er von ABBA Seafood Schweden. Neben Dorsch und Seelachsroggen, enthält die Paste noch Zucker, Salz, Kartoffelflocken, Tomatenkonzentrat und Pflanzenöl. Um daraus aber noch mehr Geschmacksvielfalten zu entwickeln, werden den verschiedenen Produkten einige weitere Zutaten beigemischt. So entstehen immer wieder neue Kreationen, bei denen es fast für jeden Geschmack etwas dabei hat. (mehr …)

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Elche unterm Weihnachtsbaum – die schönsten Geschichten aus dem hohen Norden

Wenn es draussen kalt und drinnen so richtig gemütlich ist und der Weihnachtsbaum schön geschmückt in der Stube steht, findet man wieder etwas mehr Zeit zum Lesen. Jetzt in der Vorweihnachtszeit möchte ich Euch gerne ein Büchlein vorstellen, dass einem in Gedanken in den schönen Norden bringt und in skandinavisch, weihnachtliche Stimmung versetzt. (mehr …)

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Backen im Advent und zur Weihnachtszeit

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Backe, backe Plätzchen

Wenn bei uns die Weihnachtszeit naht und es draussen schneit und kalt wird, denke ich oft daran, wie es auch in den Büchern von Astrid Lindgren weihnachtet. Und egal ob von Pippi, Ida oder Britta, auch in den wunderschönen Geschichten der Autorin, werden herrlich feine Plätzchen gebacken. Dann ist es wieder da, dieses ganz spezielle Gefühl das sich Bullerbü-Feeling nennt und auch mich packt das Weihnachtsfieber und die Backlust. (mehr …)

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Bilkyrkogården, der Autofriedhof von Ryd

Zwei alte Autos im Wald.

Auf dem Bilkyrkogården nahe dem schwedischen Ryd finden sich dutzende alter Autoklassiker (Foto: Inka).

 

Wer die E119 von Ryd nach Lönsboda/Hässleholm entlang fährt, sieht nach ein paar Kilometern das Schildchen: Bilkyrkogården. Hier, mitten im Wald, liegen die Reste eines etwa 50 Jahre alten Autoschrottplatzes. Ein Zwischenstopp lohnt sich nicht für Oldtimerfans.

Der Ort hat Atmosphäre: Die meisten Besucher, und der Bilkyrkogården lockt jedes Jahr so einige an, beginnen zu flüstern, während sie zwischen den alten Autowracks umherstreifen. Dutzende alte Klassiker aus den 40er, 50er und 60er Jahren vom Opel Kadett bis hin zum Ford Anglia stehen dort, längst verrostet und vom Farn überwuchert. Stille Zeugen einer längst vergangenen Zeit. (mehr …)

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Verliebt in Schweden – eine Geschichte ohne Elch, aber mit Herz

Verliebt in Schweden[1]Verliebt in Schweden ist die wahre Liebesgeschichte von Christiane Stella Bongertz und Joakim Montelius, die sie gemeinsam auf Papier gebracht haben.

Christiane Stella Bongertz wurde in Krefeld am Niederrhein geboren. Ihre Schreibkarriere begann sie 1995 als Praktikantin beim Hamburger Magazin ALLEGRA. Der Weg bei diesem Magazin ging für die talentierte Journalistin als Mitarbeiterin und Redakteurin weiter. Mittlerweile schreibt sie als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Magazine. Aber auch das Bücher schreiben liegt ihr sehr. Ob nun in ihrem Namen, gemeinsam mit jemandem, wie zum Beispiel, Sonya Kraus, Bruce Darnell oder auch Harald Glööckler, oder auch als Ghostwriter , es gibt schon etliche Werke von ihr. Da sie, wie man im Buch lesen kann, jetzt in Schweden, nämlich im südschwedischen Helsingborg zu Hause ist, macht sie auch Übersetzungen vom Schwedischen ins Englische und umgekehrt. (mehr …)

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Neues Ikea-Museum

Wer noch nach interessanten Ausflugszielen für den kommenden Schwedenurlaub sucht, hat bald eine Attraktion mehr zur Auswahl. Ende Juni eröffnet im schwedischen Älmhult das weltweit erste Ikea-Museum. Begeben Sie sich mit Ikea auf eine Reise durch die Zeit.

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Schloss Gripsholm, die Perle am Mälaren

Das wunderschöne Schloss Gripsholm

Das wunderschöne, romantische Schloss Gripsholm liegt am Mälarensee in Mariefred in der Gemeinde Strängnäs. Spätestens seit 1931 kennt man das Märchenschloss auch in Deutschland, denn in diesem Jahr schrieb Kurt Tucholsky die gleichnamige Liebesgeschichte. Schloss Gripsholm gehört zu den besondersten Sehenswürdigkeiten Skandinaviens. Malerisch erhebt es sich aus dem Wasser und leuchtet mit seinen Backsteintürmen in der Sonne. Das Schloss ist ein grosser Teil der schwedischen Geschichte. Schliesslich galt es ca. 500 Jahre als die königliche Residenz.

Zur Geschichte:

Das heutige Schloss Gripsholm steht an einer Stelle, an der vorher eine Burg stand. Diese wurde 1383 von einem schwedischen Grossgrundbesitzer mit dem Adelsgeschlecht Grip erbaut. Man platzierte sie strategisch günstig auf einer kleinen Insel. Da Insel auf Schwedisch holmen heisst, ergab sich der Name Gripsholm. Nach dessen Tod ging die Burg an die dänische Königin Margarethe I. über. Sie überliess sie einem Grafen. Im Jahr 1400 wurde die Burg von einem deutschen Vogt angezündet. Die Burg wurde wieder aufgebaut und blieb bis 1472 im Besitz der dänischen Krone. Sten Sture, der die Burg danach erwarb, schenkte sie 20 Jahre später dem Kloster Mariefred, das er einst gestiftet hatte. Dort wurden, nach seinem angeblichen Mord, zuerst auch seine sterblichen Überreste begraben. Später überführte man diese in die Domkirche Strängnäs.

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Blick durch den Torbogen

Im Jahr 1525 verlegte Gustav I. Wasa seinen Wohnsitz nach Gripsholm und liess das Schloss aufrüsten und ausbauen. Von den vier Türmen, die man anbaute und in denen er in einem lebte, gibt es immer noch ursprüngliche Teile zu sehen. Da damals Mangel an Baumaterialien bestand, liess Gustav Wasa das Kloster Vårfruberga abreissen, dieses lag in der gleichen Gemeinde. Nach dessen Tod 1560 führte Erik XIV, der Sohn von Gustav Wasa I und seiner Gemahlin Katharina von Sachsen-Lauenburg, das Schloss weiter und wurde König von Schweden. Da das Schloss als Verteidigungsburg ungeeignet war, brauchte man es zeitweise als Gefängnis. Erik liess sogar seinen Halbbruder Johann und dessen Frau wegen Hochverrats dort einsperren. Als er dem Aufstand des Volkes 1573 nicht entgegenwirken konnte, revanchierte sich Johann, setzte Erik als König ab und sperrte ihn mit seiner Familie in den Kerker. Somit wurde Johann III von Schweden neuer König. Erik starb 1577 an einer angeblichen Vergiftung. Unter Karl IX dem fünften Sohn von Gustav Wasa I wurden die Burggebäude nochmals neu umgestaltet und es entstand auch ein Theater.

Die letzten grossen Umbauten fanden im Jahre 1890 statt. Man versuchte damals, die vorherigen Umbauten wieder rückgängig zu machen und das Schloss in seinen ursprünglichen Zustand des Jahres 1600 zurückzubauen. Das gelang aber nur teilweise

Seit 1870 wird das Schloss vor allem als Museum gebraucht, aber auch die Königliche Familie nutzt es für offizielle Anlässe immer noch.

Trotz der vielen Umbauten können Besucher heute in etwa 60 zugänglichen Räumen grosse Schlossgeschichte erleben. Ob verschiedene Möbelstücke oder auch Kunstwerke, es gibt einiges zu bestaunen. Die riesige Porträtsammlung von ca. 4500 Gemälden ist in Schweden einzigartig. Der Schlosspark mit seinen Dammhirschen ist ebenfalls sehr sehenswert und lädt zum Verweilen ein. Anbei gibt es noch ein Café und eine Schlossboutique mit vielen Souvenirs und Mitbringsel.

Schloss Gripsholm mit seiner königlichen Vergangenheit ist einen Besuch mehr als wert.

 

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