Göteborg Schweden

Otto Nordenskjöld – schwedische Spuren in Patagonien

Der Lago Nordenskjöld, benannt nach Otto Nordenskjöld. Foto aus Wikipedia. Fotograf: Philipp Ross

Der Lago Nordenskjöld, benannt nach Otto Nordenskjöld. Foto aus Wikipedia. Fotograf: Philipp Ross

Otto Nordenskjöld war ein schwedischer Geologe und Polarforscher, der am anderen Ende der Welt seine Spuren hinterlassen hat. Weit weg von Schweden stößt man auf diesen Namen, der sofort an einen Schweden denken lässt.

Reist man durch den wunderschönen Torres del Paine Nationalpark in Patagonien, so kommt man auch zum türkisfarbenen Lago Nordenskjöld. Ein etwas seltsamer Name für einen See im Süden Chiles, den die Chilenen zu dem auch gar nicht aussprechen können. Dieser See wurde nach Otto Nordenskjöld benannt, der ihn Anfang des 20. Jahrhunderts auf seiner ersten Forschungsreise entdeckte.
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Die Westküstenlinie – Renaissance an Bohusläns Küste

Marstrand vom Schiff

Ausblicke mit der Westküstenlinie: Ein Zwischenstopp auf der Route ist die autofreie Insel Marstrand mit der Festung Carlsten. Foto: Benreis /http://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Nach 50-jähriger Unterbrechung nimmt die Westküstenlinie wieder Fahrt auf: Mehr als 70 Jahre lang war der Schiffslinienverkehr die einfachste Art die Strecke zwischen Göteborg und Strömstad zu bewältigen. Im Sommer erlebt dieses Reiseerlebnis an der Küste von Bohuslän seine Neuauflage.

Mit seiner Nähe zur Westküstenmetropole Göteborg, seiner landschaftlichen Vielfalt, den Inseln und Schären, imposanter Felsenküste und Badeplätzen, archäologischen Funden wie den Felsritzungen in Tanumshede ist Bohuslän eine der beliebtesten Urlaubsregionen Schwedens.

Ab kommenden Sommer lässt sich die Küstenregion wieder an beziehungsweise von Bord eines Passagierschiffes entdecken – mit der 100 Jahre alten M/S Nya Skärgården.

Westküstenlinie hat Tradition

Zwischen 1891 und 1965 bediente die S/S Göteborg die Westküstenlinie (Svenska Västkustlinjen). Zur Jahrhundertwende bedeutete das Schiff die einfachste und bequemste Variante Bohuslän zu bereisen. Zwölf Stunden dauerte die Fahrt zwischen Göteborg und Strömstad an der Grenze zu Norwegen.

In der Neuauflage der Westküstenlinie nimmt die Passage 3 Tage in Anspruch. Das liegt nicht etwa an der vermeintlichen Altersschwäche des 1915 erbauten Nostalgiedampfers Nya Skärgården. Nach einem Leben als Passagierschiff, Truppentransporter und Frachtschiff war der Dampfer in den vergangenen Jahren in den Häfen des Vättern zu Hause. Ab Mai beginnt mit der Einfahrt in den neuen Heimathafen in Göteborg ein neuer Abschnitt für das altehrwürdige Schiff.

Die Westküstenlinie der Reederei Kulturbåtarna

M/S Nya Skärgården

Mit der 100-jährigen M/S Nya Skärgården lebt die Westküstenlinie neu auf. Foto: Magnus Adolfsson/ http://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Im Dienst der Reederei Göteborg & Bohusläns Rederi AB – Kulurbåtarna schippert die 148 Gästen Platz bietende Nya Skärgården ab Sommer in Tagesetappen die Küste entlang. Dabei steht täglich ein Zwischenstopp an einem der Höhepunkte der westschwedischen Küstenregion auf dem Plan.

Zudem bietet sich Passagieren die Möglichkeit 1, 2 oder 3 Etappen an Bord zu bleiben. Am jeweiligen Nachthafen besteht die Option zu übernachten oder per Bus nach Göteborg zurückzufahren. Ebenfalls per Bus können Gäste zum jeweiligen Starthafen gelangen.

Die Etappen der Westküstenlinie

Die erste Tagestour führt von Göteborg mit Zwischenstopp in Marstrand nach Lysekil. Von hier startet die Nya Skärgården am Tag 2 nach Tanumstrand. Mit Zwischenstopp in Smögen. Die dritte Etappe verläuft über Koster-Inseln nach Strömstad.

Zukunft der Westküstenlinie

Bereits 2016 sollen sechs Schiffe und sechs Busse zwischen Mai und August auf der Strecke zwischen Göteborg und Strömstad verkehren. So die Visionen der Reederei Kulturbåtarna.

Zunächst beginnt – als Grundlage dafür – die M/S Nya Skärgården am 5. Juli ihre Jungfernfahrt auf der Westküstenlinie.

Mehr dazu und zu Schwedens Westküste unter:

http://www.kulturbatarna.se/ (Seite auf Schwedisch mit integriertem Google-Übersetzer)

https://www.vastsverige.com/de/

 

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Tödliche Schüsse in Göteborg

Um 8 Uhr morgens klingelte bei uns das Telefon, und meine Freundin Tini aus Deutschland war dran. So früh lässt sie normalerweise nie von sich hören, aber ihre Stimme klang besorgt: „Ich wollte nur wissen, ob mit dir alles in Ordnung ist“, sagte sie. Und dann erfuhr ich erst durch sie, dass es in der Nacht eine wilde Schießerei in Göteborg gegben hatte. Mit Kalschnikows bewaffnete Männer hätten wahllos in eine vollbesetzte Kneipe geschossen, Toten und Verletzte wären zu beklagen.

Ein schneller Blick ins Internet gibt Gewissheit, und eine Art perfide Erleichterung, – hatte die blutige Tat doch „nur“ mit der schon bekannten Bandenkriminalität in Göteborgs Norden zu tun. Dort gebärdet sich eine Gruppe junger Männer in Mafia-Manier als Drogenbosse und Geldwäscher. Göteborg als Klein-Chicago… Schüsse zwischen den rivalisierenden Clans fielen bisher nur sporadisch, nachts, in dunklen Gassen. Aber diesmal sind wir alle zur Zielscheibe geworden. (mehr …)

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Kattegattleden – Radwandern in Schwedens Südwesten

 

Mellbystrand

Entlang des Kattegattleden bieten sich weite Sandstrände, wie Mellbystrand … Foto: Zejo /http://commons.wikimedia.org/

Mit dem „Kattegattleden“ bieten sich Radfahrern seit einigen Jahren neue Möglichkeiten, die Küste in Schwedens Südwesten zu erfahren. Entlang Naturschönheiten und kultureller Sehenswürdigkeiten – und immer nah am Meer – entstand zwischen Helsingborg und Göteborg Schwedens erster „Nationaler Touristenradweg“.

Dder Kattegattleden bietet eine zusammenhängende Strecke von 370 weitgehend autofreien Kilometern. Es ist derzeit das größte Fahrradinfrastrukturprojekt des Landes. Ein Pilotprojekt, den Fahrradtourismus in Schweden weiter zu entwickeln und als Instrument regionaler Entwicklung. Dabei geht es zum einen um die Förderung von Unternehmen und Wirtschaft. Ein weiteres Ziel ist, dass sich auch Einheimische vermehrt in den Fahrradsattel schwingen und somit ihre eigene Gesundheit fördern, die Umweltbelastung durch Autoverkehr sinkt.

Naturreservat Hovs Hallar

… Klippen und felsige Küstenabschnitte, wie im Naturreservat Hovs Hallar im Norden der Bjäre-Halbinsel … Foto: Bluescan sv.wiki/ http://commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die Kosten von etwa 170 Millionen Schwedischen Kronen tragen die Provinzen Halland und Skåne, die der Kattegattleden durchzieht, das schwedische Zentralamt für Verkehrswesen (Trafikverket) sowie die zehn Kommunen entlang der Strecke.

Entlang der Küste von Helsingborg nach Göteborg

Der Kattegattleden, mit dem „sich in Sachen Küstennähe keine andere Fahrradstrecke in ganz Nordeuropa messen kann“ führt vom südschwedischen Helsingborg entlang an Stränden, Dünen und Felsklippen, durch Felder und Wälder in die westschwedische Metropole Göteborg. An der Strecke liegen sehenswerte Orte wie Höganäs mit seinem Keramikhandwerk und der Kullaberg in der Nähe, Ängelholm mit Eisenbahn- und Luftfahrtmuseum, das ebenso wie Båstad auf der spannenden Bjäre-Halbinsel liegt. Mit Laholm liegt eine von Schwedens ältesten Städten an dem neuen Radweg. Weiter Richtung Norden geht es über Halmstad, Falkenberg und die älteste Töpferei Europas, Varberg mit dem Kalldadhus, Festung und etwas abseits das Welterbe Grimeton, Kungsbacka mit Schloss Tjolöholm.

Laholm, Gamleby

… malerische Gassen und Straßen, wie in Laholm … Foto: MH /http://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Es gibt genügend natürliche und kulturelle Gründe und Erholung versprechende Unterkünfte sich – abseits eventueller konditioneller Schwächen – vom Fahrradsattel zu schwingen. Zum einfachen Abspulen sind die 370 Kilometer entlang der Küste in Schwedens Südwesten zu schade.

Touren auf dem Kattegattleden offeriert der Anbieter Gyllene Turer unter
www.gylleneturer.se (schwedisch/ englisch)

Weitere Informationen (nur auf Schwedisch) bietet
http://www.halland.se/sv/kattegattleden

Autorin: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Björn Ulvaeus – Mitglied und Texter von ABBA und bis heute Musikerkollege von Benny Andersson

Björn Ulvaeus im Jahre 2007. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Hannibal.

Björn Ulvaeus im Jahre 2007. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Hannibal.

Björn Ulvaeus wurde am 25. April 1945 in Göteborg geboren. Zusammen mit Benny Andersson, Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstadt bildete er die Band ABBA, die nach ihrem Erfolg mit Waterloo beim Eurovision Song Contest jahrelang an der Spitze der Hitparaden stand, auf der ganzen Welt Erfolge verzeichnete und auch heute nicht vergessen ist.

Als er 6 Jahre alt war, zogen seine Eltern in die småländische Stadt Västervik, wo Björn seine Kindheit und Jugend verbrachte. Schon früh interessierte er sich für die Musik und als er mit 13 Jahren eine akustische Gitarre geschenkt bekam, war das der Start für seine Musikkarriere. Nach der Schulzeit wurde er Mitglied der Band „West Bay Singers“, die später in die Hootenanny Singers umbenannt wurde, mit denen er zwischen 1963 und 1973 schon erste Erfolge erzielte. Nebenbei schrieb er auch bereits eigene Songs. 1966 lernte er Benny Andersson kennen, der damals Mitglied der Hep Stars und schon ein bekannte Musiker war.

Zunächst begann Björn jedoch ein Studium, und zwar studierte er Jura. Als dann jedoch bei den Hep Stars ein neuer Gitarrist gesucht wurde, brach er sein Studium ab, wurde Mitglied von Bennys Band und konzentrierte sich auf die Musik. Björn und Benny wurden gute Freunde, sie begannen eine musikalische Zusammenarbeit, die bis heute besteht. Während sich Agnetha und Anni-Frid, die beiden Sängerinnen der ABBA-Band auch persönlich und privat von der Band getrennt hatten, blieb die Freundschaft zwischen Björn und Benny bis heute bestehen.

1969 lernte Björn Agnetha kennen. 1971 heirateten die beiden und bekamen zusammen zwei Kinder, Linda wurde 1973 geboren und Peter Christian 1977.

Aus der Zusammenarbeit mit Benny entstanden viele Hits, nicht nur für die Hep Stars und später für ABBA, sondern auch für viele andere Interpreten, z.B. für die schwedische Sängerin Brita Borg. Schließlich produzierten sie Songs für ihre Lebensgefährtinnen Agnetha und Anni-Frid. So entstand dann ihr erster gemeinsamer Song „Hej Gamle Man!“, auch wenn auf dem Cover der Schallplatte nur Björn und Benny genannt waren. Für die Komposition ihrer Songs nahmen sich Björn und Benny viel Zeit. Häufig zogen sie sich auf eine kleine Insel in den Stockholmer Schären zurück, wo sie die Musik für ihre Erfolgssongs kreierten.

Daraus entstand dann ihre gemeinsame Band, die zuerst noch die Bezeichnung Björn&Benny, Agnetha&Anni-Frid trug. Unter diesem Namen kam das erste gemeinsame Album „Ring Ring“ heraus und unter diesem Namen und mit diesem Song traten sie auch 1973 beim Vorentscheid zum European Song Contest auf, wo sie allerdings nur den dritten Platz belegten. Nun wurde aber aus der Aneinanderreihung der Namen die Band ABBA und unter diesem Namen versuchten sie es dann ein Jahr später noch einmal mit beim Eurovision Song Contest. Mit ihrem Song Waterloo belegten sie dann 1974 im englischen Brighton den 1. Platz.

Danach ließen die internationalen Erfolge nicht auf sich warten. Ein Erfolgshit folgte auf den anderen. Die Ehe von Björn und Agnetha litt darunter. Agnetha wurde es mit der Zeit zu viel. Das Familienleben und ihre Kinder waren ihr wichtiger. Sie wollte nicht ständig so lange von ihren Kindern getrennt sein. Dazu kam ihre Flugangst. Dadurch kam es immer wieder zu Spannungen und schließlich 1978 zur Trennung zwischen Agnetha und Björn. Zwei Jahre später wurden sie geschieden. Beruflich ging es trotzdem weiter, bis sich ABBA schließlich 1982 endgültig auflöste. Damals verkündeten sie jedoch sie brauchten eine Pause, offiziell wurde die Auflösung nie bekannt gegeben.

Benny war der Komponist, aber die meisten Texte der ABBA-Songs stammen von Björn Ulvaeus. Häufig hat er private Probleme darin verarbeitet, vor allem die Beziehungsprobleme mit Agnetha. Nach der Auflösung von ABBA, arbeitete Björn weiterhin in der Musikbranche. Zusammen mit Benny schrieb er 1983 das Musical „Chess“, das 1986 in London und 1988 in New York Premiere hatte. Darauf folgte 1995 das Musical „Kristina von Duvemåla“, das auf dem Auswandererepos von Vilhelm Moberg beruht und das in Schweden ein großer Erfolg wurde. Richtig erfolgreich wurde dann jedoch das nächste Projekt, „Mamma Mia“, das auf den erfolgreichen Songs von ABBA basiert. Es wurde in vielen Städten in Europa und auch Amerika aufgeführt und schließlich entstand daraus auch der Film „Mamma Mia“ mit Meryl Streep in der Hauptrolle. Das neueste Musical von Björn und Benny trägt den Titel „Hjälp sökes“ und hatte Anfang 2013 Premiere. Im Moment arbeiten die beiden an der CD-Fassung.

Schon bald nach der Trennung von Agnetha begann Björn eine Beziehung mit Lena Källersjö, mit der er seit 1981 verheiratet ist und ebenfalls zwei Kinder hat. Emma wurde 1982 geboren und Anna 1986. 6 Jahre lang lebte er mit seiner neuen Familie in England und gründete dort zusammen mit seinem Bruder eine Computerfirma. 1990 kehrte er nach Schweden zurück und lebt seither wieder in Stockholm bzw. in seinem Landhaus auf der Insel Viggsö.

Björn ist Mitglied der „Humanisterna“ der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, einem Zusammenschluss von nicht religiösen, humanistischen Organisation in 38 Ländern. Für sein Engagement in dieser Vereinigung wurde ihm 2006 der Hedenius-Preis verliehen, ein Preis der nach dem Philosophen Ingemar Hedenius benannt ist und der jedes Jahr für die Unterstützung humanistischer Ideen verliehen wird.

Autorin: Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Kommt die Hochgeschwindigkeitsstrecke Oslo-Malmö-Kopenhagen?

Malmös Bahnhofshalle nach der Renovierung: Warten auf die Schnellzüge nach Oslo

Malmös Bahnhofshalle nach der Renovierung: Warten auf die Schnellzüge nach Oslo

Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke gibt es hier noch nicht. Wer von Malmö zu einem Geschäftstermin nach Oslo muss, nimmt das Flugzeug. Von Kopenhagens Flughafen dauert der Flug etwa 1 Stunde und 15 Minuten. Wer lieber mit der Bahn reist, braucht Geduld. Selbst mit den schnellsten  Verbindungen ist man fast 8 Stunden unterwegs. Viel zu lang, meint das Entwicklungsprojekt The Scandinavian 8 Million City. Hier sitzen Planer aus Norwegen, Schweden und Dänemark und verfolgen ein ehrgeiziges Ziel. 2025 soll eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Oslo über Göteborg und Malmö nach Kopenhagen führen. Die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Oslo soll dann nur noch rund 2,5 Stunden betragen.

Der Projektname „Scandinavian 8 Million City“ kommt nicht von ungefähr. Rund 8 der rund 19,5 Millionen Skandinavier leben in dem Korridor zwischen Oslo und Kopenhagen. Mit einer Hochgeschwindigkeitsstrecke kann die Region eng zusammenwachsen und zu einer der wirtschaftlich attraktivsten Regionen Europas werden, so die Hoffnung. Zuvor muss allerdings kräftig investiert werden. Der Bau einer zweigleisigen Strecke und die Anschaffung der Hochgeschwindigkeitszüge kostet nach jetzigen Planungen mindestens 11 Milliarden Euro. Zahlreiche Studien hätten ergeben, dass sich diese Investition lohnt. Daher wird das Projekt in Schweden von vielen Politikern ausdrücklich unterstützt.

Erstes Ziel der Planer ist die Halbierung der Fahrtzeit auf 4 Stunden im Jahr 2021. Dazu soll die bestehende, einspurige IC-Strecke ein zweites Gleis erhalten. Der Ausbau zur Hochgeschwindigkeitsstrecke ist in einem zweiten Schritt bis 2025 vorgesehen.

Weitere Details gibt es im Internet unter www.8millioncity.com.

Autor: Christoph- c.baier@speedmail.se

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„Snus“ schwedischer Tabak

Foto: Snus (Wikipedia)

Foto: Snus (Wikipedia)

„Drei Tage ohne Snus auf dieser Insel – wir verschmachten!“ Diese Mitteilung befand sich in einer Flaschenpost von Pippi Langstrumpf, als diese mit Tommy und Annika schiffsbrüchig auf einer einsamen Insel saßen (in :“Pippi geht an Bord“).Wenn man in den schwedischen Discountern an der Kasse steht, fallen einem sicherlich die gestapelten, flachen Dosen in den Metallregalen auf. Wo in Deutschland der Raucher  seine Lieblingsmarke wählt, stehen in Schweden diese kleinen Metalldosen, mit verschiedenen Banderolen versehen. Es gibt viele verschiedene Sorten z.B. „General“,“Ettan“, „Tre Ankare“ oder „Grov“. (mehr …)

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Öloppet – Inselhopping extrem in Göteborg

Auf der Insel Styrsö im südlichen Schärengarten von Göteborg.

Eine von 15 Inseln: Für die schönen Seiten, wie hier auf Styrsö, werden die Teilnehmer des Öloppet keinen Blick haben. Foto: pixelthing (Craig Morey) /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

In vier Wochen fällt zum zweiten Mal der Startschuss für den Öloppet – über 36 Kilometer laufen und schwimmen. Öloppet ist eine Extremsportveranstaltung, offen für die sportliche Elite wie für Freizeitsportler, im südlichen Schärengarten von Göteborg. (mehr …)

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Göteborg: Verrostete Straßenbahnen werden zu politischer Affäre

Göteborgs Rost-Problem in voller Fahrt

Göteborgs Rost-Problem in voller Fahrt

Die Göteborger haben die Nase voll. Überfüllte Straßenbahnen, zu Stoßzeiten keine Chance auf einen Sitzplatz – das sind die Folgen der Rostschäden, die an den vor wenigen Jahren hergestellten neuen Straßenbahnen festgestellt wurden. Der von der Tageszeitung Göteborgs Posten als „Straßenbahnaffäre“ bezeichnete Skandal ist derzeit eines der Top-Themen in Schwedens zweitgrößter Stadt.

Betroffen sind 40 Straßenbahnwagen, die 2001 beim italienischen Schienenfahrzeugbauer AnsaldoBredas bestellt wurden. Das börsennotierte Unternehmen stellt Züge, U-Bahnen und Straßenbahnen her. Neben Göteborg nutzen unter anderem Athen, Oslo, Mailand und Neapel die italienischen Straßenbahnen.

Die ersten Rostschäden wurden im Sommer 2012 festgestellt. Im Herbst mussten die ersten 15 Wagen aus dem Verkehr gezogen werden, da zusätzlich Probleme mit den Radlagern bekannt wurden. Richtig dramatisch wurde es allerdings erst Anfang 2013. Alle 40 Wagen wurden in die Werkstatt geholt, so dass auf manchen Linien nur noch Einzelwagen verkehren. Die logische Konsequenz sind hoffnungslos überfüllte Wagen.

Zwei Fragen beschäftigen die Göteborger derzeit am meisten: Wer zahlt für die notwendigen Reparaturen und seit wann waren die Schäden bekannt? Bei den Kosten konnte man sich mit dem italienischen Hersteller bislang nicht einigen. Rund 2,9 Millionen SEK soll die Rostbeseitigung kosten. Gerüchte, dass man sich mit AnsaldoBredas auf eine 50-prozentige Übernahme geeinigt habe, wurden nicht bestätigt.

Zu einer politischen Affäre macht der Rost aber ein anderer Aspekt. Ein Techniker der Göteborger Straßenbahnbetriebe war 2003 im Werk von Pistoia in der Nähe von Florenz. Seine Aufgabe war, die Montage der für Göteborg gebauten Straßenbahnen zu kontrollieren. Schon damals stellte er fest, dass verrostete Metallteile beim Bau verwendet wurden. Zurück in Göteborg informierte er offiziell die zuständigen Projektleiter und fügte Fotos als Beweise hinzu. Eine weitere E-Mail schickte er nach eigenen Angaben anonym an Journalisten und Kommunalpolitiker. Nichts geschah. Mittlerweile stehen Behauptungen im Raum, dass sich AnsaldoBredas bei der Übernahme von Reisekosten für Göteborger Projektverantwortliche nicht knauserig gezeigt haben soll. Die Stadt Göteborg hat mittlerweile eine genaue Untersuchung durch Wirtschaftsprüfer angekündigt.

Autor: Christoph- c.baier@speedmail.se

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