Volkswagen setzt auf Batterien aus Schweden

Die mobile Zukunft ist elektrisch, – zumindest wenn es nach den aktuellen Strategien der Autohersteller geht. Das deutsche Schwergewicht Volkswagen investiert jetzt rund 900 Mio. Euro in gemeinsame Batterie-Aktivitäten mit „Northvolt“, einer schwedischen Firma, die sich auf Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert hat. Durch den Einstieg von Volkswagen hat Northvolt die Mittel, in diesem Jahr eine riesige Batterie-Fabrik im Västerbotten zu bauen. Zudem gibt es Pläne für eine Batteriezellfabrik in Salzgitter, die durch ein Joint-Venture ab 2024 Wirklichkeit werden soll.

Northvolt AB

Batterieherstellung auf einer Fläche von 100 Fußballfeldern. Foto: Northvolt

Der Volkswagen Konzern hat nach eigenen Angaben allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025. Die so genannte Elektrifizierungsstrategie ist in vollem Gange. Schon jetzt wird für eine neue Baureihe E-Autos von Volkswagen geworben, und die Nachfrage nach emissionsfreien E-Fahrzeugen nimmt allgemein zu.

Northvolt wurde 2015 gegründet, und der Chef, Peter Karlsson, ist ein ehemaliger Tesla-Mitarbeiter. Das Unternehmen treibt mit seinen Batterien bereits innovative Systeme bei Scania, ABB, BMW, Siemens, Vattenfall und Vestas an. Die geplante Batteriefabrik in Skellefteå ist für die dünn besiedelte Region eine Herausforderung. Denn die ausgelobten neuen Arbeitsplätze müssen erstmal alle besetzt werden! Die Stadt Skellefteå hat nur 72.000 Einwohner und bereits heute die geringste Arbeitslosenquote der Region (2,3% im April 2019). Northvolk wird sich also händeringend nach Fachkräften umsehen müssen. 2500 direkte Arbeitsplätze werden durch die Batterie-Herstellung geschaffen.

Der Bau der Fabrik auf einer Fläche von 100 Fußballplätzen ist da nur das kleinere Problem. Skellefteå hat sich stets als Industriestadt behauptet und konnte in jüngerer Zeit zum Standort für IT-Firmen weiterentwickelt werden. Das „OK“ von Northvolt und seinen Investorn sorgt in der Stadt also erst einmal für Optimismus und Aufbruchstimmung!

Weitere Infos:

=> Pressemitteilung von Northvolt AB

=> Pressemitteilung von Volkswagen





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