Vilhelm Moberg

Quelle: wikimedia

Vilhelm Moberg

In die Reihe der wahrscheinlich bedeutendsten Literaten Schwedens kann auch er sich einreihen – Vilhelm Moberg. Vor allem das Thema Auswanderung hat ihn beschäftigt – auch weil er persönlich davon betroffen war.

Geboren wurde Vilhelm Moberg im August 1898 in Moshultsmåla in Småland. Seine Kindheit verbringt er etwas außerhalb vom kleinen Dörfchen und diese Umgebung inspiriert seine, später in seinen Büchern zu findenden, Natur- und auch Personenbilder. Schon mit 13 Jahren nahm Moberg an einem Wettbewerb für junge Autoren teil.
In der Jugendzeit des Autors gibt es viele Auswanderer aus Schweden, die ein neues Leben in Amerika beginnen wollen. Darunter auch viele Verwandte Mobergs. Auch er selbst hätte die Möglichkeit gehabt, auszuwandern, bleibt aber, um seine Familie nicht zu verlassen. Stattdessen beginnt er sein Studium an der Volkshochschule und auch seine journalistische Laufbahn.
Im Verlauf seines militärischen Dienstes, den er absolvieren muss, wird er immer mehr zu einem politisch-kritischen Schreiber. So schreibt er 1841 „Rid i natt“, welches sich gegen den Nationalsozialismus und den Kommunismus richtet. Morberg spricht sich für eine stärkere schwedische Verteidigung aus und auch für die schwedische Unterstützung gegenüber Finnland im Zweiten Weltkrieg. Einige seiner Werke fielen deshalb der Zensur zum Opfer.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg übt Moberg noch immer Kritik an totalitären Regimen, widmet sich allerdings 1947 den Auswanderer-Romanen, seine wohl bekannteste Reihe, bestehend aus „Die Auswanderer“, „In der neuen Welt“, „Die Siedler“ und „Der letzte Brief nach Schweden“. Moberg recherchiert für diese Reihe in Amerika selbst und bleibt dort auch vier Jahre.
Nach seiner Rückkehr kann er sein letztes Projekt „Min svenska historia“ nicht mehr abschließen. Im August 1973 stirbt Vilhelm Moberg, er ertränkt sich im naheliegenden See ohne eine wirkliche Erklärung für diese schwere Entscheidung zu hinterlassen! Besonders seine Auswanderer-Romane sind auch heute noch absolut lesenswert und werden es sicher auch noch lange bleiben.

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