Roslagen - Küstenlandschaft in Uppland - Quelle: Wikipedia

Roslagen – Küstenlandschaft in Uppland – Quelle: Wikipedia

Viele bezeichnen die Landschaft Uppland als das Herz Schwedens. Fast 1,5 Millionen Menschen leben in der Region, die sich nördlich von Stockholm erstreckt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten aufweist. Als größte Stadt gilt Stockholm, deren nördlicher Teil zur Landschaft Uppland gehört, Hauptstadt ist die Universitätsstadt Uppsala. Landschaftlich sind die Küstenregion Roslagen und der Mälarsee besonders prägend für Uppland.

Roslagen erstreckt sich nördlich von Stockholm entlang der Ostseeküste und umfasst die Schärenlandschaft und das Festland. Einer der Hauptorte ist Norrtälje, ca. 70 km nördlich von Stockholm. Von dort aus lässt sich die aus tausenden von Inseln und Inselchen bestehende Küstenlandschaft besonders gut erkunden.

Gamla Uppsala: Historischer Sitz der schwedischen Könige

Schon vor der Ausbreitung des Christentums war Uppland ein wichtiges Handels- und Verwaltungszentrum. Bis heute zeugen die Königsgräber in Gamla Uppsala von dieser Zeit. Die Grabhügel zählen zu den höchsten Schwedens und stammen aus dem 6. und 7. Jahrhundert nach Christi Geburt. Auch die christliche Kirche wählte Gamla Uppsala aufgrund seiner religiösen Geschichte zum ersten Erzbischofssitz. Bis zum heutigen Tag stoßen Archäologen bei Grabungen auf neue Funde.

Uppsala – älteste Universität Skandinaviens

Domkirche Uppsala - Quelle: Wikipedia, David Castor

Domkirche Uppsala – Quelle: Wikipedia, David Castor

Mehr als 30.000 Studierende sind an der Universität von Uppsala eingeschrieben, die bereits seit 1477 existiert. Wichtigste Sehenswürdigkeit der 150.000-Einwohner-Stadt ist der Dom, in dem Persönlichkeiten wie Gustav Wasa und Carl von Linné begraben sind und an dem mehrere Jahrhunderte lang gebaut wurde. Entsprechend unterschiedlich sind die Baustile, die sich in der Kirche wiederfinden.

Doch Uppsala hat noch mehr zu bieten: In der Universitätsbibliothek lagern etliche Schätze, der Botanische Garten ist sehenswert und über allem liegt der Flair einer auch bei internationalen Studierenden beliebten Studentenstadt.

Industriegeschichte und wallonische Fachkräfte

Uppland war eines der wichtigsten Zentren der eisenverarbeitenden Industrie, die ungefähr seit dem 16. Jahrhundert aufgebaut wurde. Dabei griff man auf die Kenntnisse wallonischer Handwerker zurück, die in großer Zahl ins Land geholt wurden – bis heute sind deren Nachfahren an den französisch klingenden Nachnamen erkennbar. An mehreren Orten in Uppland lässt sich diese industrielle Frühgeschichte besichtigen, z. B. in Österbybruk.

Weitere Informationen gibt es unter regionuppsala.se/besoksnaring (Englisch und Schwedisch).

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=> Fährtickets nach Schweden – Angebote, Übersicht, Buchungsmöglichkeit

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