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Die Schwedin Siw Malmkvist wurde am 31.12.1936 in einem kleinen Fischerdorf in Südschweden als 6. Kind (von 9!) eines Fabrikarbeiters und einer Hausfrau geboren. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem bekannten schwedischen Theaterschauspieler Fredrick Ohlsson, lebt Siw heute in Stockholm.

Mit 14 Jahren verließ sie die Schule, jobbte in Fabriken und Büros, hielt es aber nirgends lange aus, denn die junge Siw wollte unbedingt Sängerin werden. Das gelang ihr mit 16. Sie wurde in einem kleinen schwedischen Tanzcafe entdeckt. An diesem Nachwuchswettbewerb nahm Siw eigentlich nur teil, um das Eintrittsgeld zu sparen… und erhielt prompt einen Plattenvertrag! Schnell hängte sie ihren Job als Sekretärin an den Nagel, als sie in Schweden die ersten Hits hatte.

Als Siw ihre ersten Aufnahmen in Deutschland machte, verstand sie den Text noch nicht, heute spricht sie imponierenderweise acht Sprachen fließend, ihre bevorzugten Sprachen sind deutsch und italienisch. Im Jahre 1961 gelang Siw der große Durchbruch in Deutschland. Mit „Danke für die Blumen“ und „Schwarzer Kater Stanislaus“ belegte sie wochenlang vorderste Plätze in den deutschen Hitparaden. Schon vorher hatte sie großen Erfolg in dem Kinofilm „Verliebt in Kopenhagen“.

Im Jahre 1962 nahm Siw erstmalig bei den Deutschen Schlagerfestspielen teil. Der Titel „Die Wege der Liebe“ belegte den zweiten Platz.

1964 war das grosse Jahr; wieder bei den Schlagerfestspielen räumte sie mit dem Titel „Liebeskummer lohnt sich nicht“ alles ab, verkaufte millionenfach und wurde Hit des Jahres.

1965 belegte sie mit „Das fünfte Rad am Wagen“ einen dritten Platz und 1968 konnte sie nochmals die Schlagerfestspiele gewinnen, diesmal mit dem Titel „Harlekin“. Damit ist Siw die erfolgreichste Teilnehmerin bei deutschen Schlagerfestspielen.

1969 kam ein weiteres Festival hinzu. Nachdem Siw bereits Anfang der 60er Jahre die schwedische Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision gewonnen hatte, ging sie nun für Deutschland an den Start. In Madrid sang sie den Titel „Primaballerina“; dieser Titel wurde zum Hit und Siw belegte damit kurioserweise einen siebenten Platz, den sie mit Schweden teilte.

Anfang der 70er Jahre zog sich Siw Malmkvist aus Deutschland zurück und arbeitete in den skandinavischen Ländern erfolgreich weiter. Dies geschah zum einen aus Rücksicht auf ihre zwei Kinder, ein Sohn und eine Tochter. Ein anderer Grund war, obwohl sie wunderbar singen und tanzen konnte, musste sie in großen Fernsehshows doch oft Play-back singen. Das wollte sie ändern und nahm das Angebot eines schwedischen Theaters an. So konnte sie tagsüber bei den Kindern sein, während sie am Abend Theater spielte oder in Revuen auftrat. Zeit für
Schallplattenaufnahmen blieb da allerdings keine mehr. Obwohl sie Autodidaktin ist, hat ihr ihr Talent bisher große Bühnenrollen beschert. Hervorzuheben ist ihre Rolle als „Pippi Langstrumpf“ in dem gleichnamigen Theaterstück. Auf persönlichen Wunsch von Astrid Lindgren übernahm Siw die Hauptrolle und spielte allein dieses Stück über zwei Jahre ohne Unterbrechung.

1992 überredete Musikproduzent Jürgen Westphal Siw Malmkvist, es mit neuen Aufnahmen in Deutschland zu versuchen. Das Album „Musik ist wie ein Freund“ begeisterte alte und neue Fans.

Im September 2000 begann ihr Engagement beim Theater in Malmö. Siw spielte die „Sweet Sue“ in dem Musical „Some like it hot“ (Manche mögens heiss). Dort hatte sie über 120 Vorstellungen. 2001, zum Jahresende, erschien dann in Deutschland das erfolgreiche Album „Best of… Siw Malmkvist“, welches 20 ihrer
größten Erfolge enthält.

Siw Malmkvist stand bis Ende 2002 jeden Abend auf der Theaterbühne in Stockholm.Gemeinsam mit zwei Kolleginnen nahm Siw als „Carson, Hanson & Malmkvist“ 2004 erneut an der nationalen Ausscheidung des Eurovision Song Contest teil. Mit „C’est La Vie“ kamen die drei sogar in die Endrunde. Zwar reichte es nicht zum Platz 1, doch ist und bleibt Siw Malmkvist in Schweden die erfolgreichste Schlagersängerin aller Zeiten, niemand hatte mehr Hits als sie.

2004 war auch für die deutschen Fans ein ganz spannendes Jahr. In Berlin stand Siw gemeinsam mit ihren Kolleginnen Gitte Haenning und Wencke Myhre 4 Wochen lang mit dem Programm „Gitte, Wencke, Siw – die Show“ auf der Bühne des „TIPI“-Zeltes. Ein Höhepunkt war auch die sich anschließende Verleihung des
Platin-Sonderpreises der „Goldenen Stimmgabel“ für die Verdienste um die deutschsprachige Musikszene. Nach dem überwältigendem Erfolg der drei Skandienavierinnen stand fest, die Show wird auf Tour gehen. Am 04. Januar 2005 ging es dann wieder los in Berlin. Danach kamen die ersten Städtekonzerte.
„Gitte, Wencke, Siw“ und kein Ende…

Auch solo wanderte Siw im Jahr ihres 50. Bühnenjubiläums auf Erfolgspfaden. Nach dem erfolgreichen Song „Nur die leisen Worte zähl’n“ erschien im August Siws aktuelle Single „So long, goodbye, forever“

(c) 11.2005 Christina Nebling mit freundlicher Unterstützung von VanDango-Media/Jürgen Westphal

(Autor: Karsten Piel)

 

Malmkvist, Siw

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  • Danke für die Blumen (2000)
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