Schwedisches Gesundheitswesen fürchtet „Sommerloch“

Alle Jahre wieder das gleiche Problem im schwedischen Gesundheitswesen: Schon zu Beginn des neuen Jahres suchen die Krankenhäuser und Pflegedienste Personal für den erwarteten Engpass im Sommer 2015. Die Arbeitsämter haben bereits jetzt 16.700 Stellenanzeigen für Krankenschwestern und -pfleger sowie Hebammen in Vertretung veröffentlicht! Man hofft auf eine rechtzeitige Organisation des „Sommerlochs“, wenn die Festangestellten die meisten ihrer Urlaubstage am Stück nehmen.

Die Regelung für den Sommerurlaub war jetzt auch Grund für die Heimpflegekräfte der Gemeinde Boden, als geschlossenes Team die Kündigung einzureichen: Die Ansage des Arbeitgebers, den Urlaub zu stückeln und auf drei Sommermonate zu verteilen, ging ihnen zu weit. Aus Protest gegen zu hohe Arbeitsbelastung und zu wenig Erholungszeiten stellten sie ihren Dienst mit unmittelbarer Wirkung ein.

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