Schwedische Militärübung in mehreren Regionen

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Im September 2017 rollt in Schweden die größte Militärübung seit 20 Jahren an. Foto: Kalle Bendroth/Försvarsmakten

Im September 2017 rollt in Schweden die größte Militärübung seit 20 Jahren an. Foto: Kalle Bendroth/ Försvarsmakten

Die bei Touristen beliebte Region Sörmland wird im September 2017 Schauplatz einer großen schwedischen Militärübung. Für das Manöver sind Gebiete zwischen Nyköping, Trosa, Strängnäs und Södertälje abgesteckt, auf denen die Streitkräfte üben sollen. Das fiktive Szenario: Die Landung feindlicher Truppen an der Küste zwischen Öxelusund und Nyköping. Allein am Boden werden in Sörmland nach Schätzungen rund 5000 Soldaten an der Übung beteiligt sein: Zusammen mit Panzern, Lastwagen und Helikoptern werden sie von Enköping aus verschiedene Straßen und Brücken für den fiktiven Verteidigungsfall nutzen. Anlieger werden zuvor informiert, wo und wann genau die Armee „vor der Haustür“ vorbeimarschiert.

Außer in Sörmland werden die Streitkräfte in den Kalenderwochen 37 bis 39 im Mälardalen, auf Gotland und rund um Göteborg aktiv. Bei der geplanten Übung „Aurora 17“ sind insgesamt 19.000 Männer und Frauen mit dabei, auch zivile Behörden sind eingebunden. Darüber hinaus wurden Verbände aus anderen europäischen Ländern sowie den USA eingeladen. Die Truppenübung ist die größte ihrer Art seit 20 Jahren!

Bislang haben die schwedischen Streitkräfte sich vor allem an Übungen im Ausland beteiligt. Nun gehe es nach Angaben der Regierung darum, die operativen Fährigkeiten des schwedischen Militärs auch auf heimischem Gebiet zu stärken. Der Zustand der schwedischen Streitkräfte wird im Land heftig debattiert; ein kräftig eingeschrumpfter Militärhaushalt hatte in vielen Verbänden u.a. zu Personalmangel geführt. Der ehemalige Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte, Sverker Göranson, entfachte die Diskussion bereits 2013 als er sagte: Schweden könne sich im Fall eines Anriffs höchstens eine Woche lang verteidigen.

=> Weitere Informationen zu „Aurora 17“

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