Schweden-Architektur in virtueller Ausstellung

Sekelskifte Baustil

„Sekelskifte“: Schwedische Stadthäuser aus der Zeit um 1900. Foto: privat.

Architektur und Einrichtung sind spannende Themen, und schwedisches Design ist nach wie vor groß im Trend. Aber wie stets gibt es kein „Schema F“, wenn man den typisch schwedischen Wohnstil beschreiben will. Von der Zwei-Zimmer-Wohnung in der Stadt bis zum Holzhaus auf dem Lande gehen die Vorlieben weit auseinander.

Dennoch gibt es in Schweden charakterisitische Architektur und Gebäudetypen, die immer wiederkehren. Eine virtuelle Design-Ausstellung von „Visit Sweden“ zeigt derzeit vier Arten von Häusern, die bezeichnend sind: für verschiedene Epochen und Lebensstile. => „The homeviewing Exhibition“ präsentiert dazu inspirierende Bilder und erklärt in englischer Sprache, was es mit den vier Wohnstätten auf sich hat.

„Sekelskifte“ – der Stil der Jahrhundertwende: Vor allem in schwedischen Städten werden diese Wohnungen bewahrt wie ein seltener Schatz. „Sekelskifte“ – also Häuser der vorigen Jahrhundertwende – sind heiß begehrt und heute kaum mehr bezahlbar. Historische Stadthäuser mit reicher Verzierung vom Jugendstil bis zur Nationalromantik sind Zeugen der Vergangenheit und stehen daher oft unter Denkmalschutz. Im Inneren versprühen diese Wohnungen puren Charme durch hohe Decken mit Stuck, Kachelöfen und andere Relikte aus Keramik, Holz und Metall. Französisch inspirierte Türen, Beschläge und Balkone machen Wohnen im Jahrhundertwende-Haus zum Traum für Einrichtungs-Nerds und Stilbewusste. => Zur Galerie.

Architektzeichnung Asplund

Architekt Gunnar Asplund entwarf Wohnungen fürs Volk.

Funkis-Haus – Wohnungen fürs Volk: Der Funktionalismus hielt in den 20er- und 30er-Jahren Einzug in die schwedische Architektur. Und noch heute sind die so genannten „Funkis“-Reihenhäuser“ beliebt bei schwedischen Familien. Bekannte Vertreter dieser Bauweise sind die Architekten Gunnar Asplund, Paul Hedqvist oder Hakon Ahlberg. Der Funkis-Baustil entsprang aus der politischen Idee des „folkhemmet“ („Volksheim“): Ideale von Gleichheit, Solidarität, Funktionalität und alltäglicher Schönheit fanden ihren Niederschlag im Städtebau, aber auch in der Entwicklung des schwedischen Wohlfahrtsstaates. Individualität sieht allerdings anders aus, wie => diese Bilder zeigen.

Holzhaus Sommerhaus

Schwedischer Traum: Ein Sommarhaus aus Holz. Foto: privat

Das Sommerhaus – ein Klassiker: Viele schwedische Familien verbringen den Sommer fernab vom Trubel in einem Sommerhaus. Je nach Alter und Engagement der besitzer sind Schwedens Sommerhäuser in höchst unterschiedlichem Zustand. Manche sind klein, manche groß, manche sind winterfest, manche nicht. Was die klassischen Sommerhäuser jedoch gemeinsam haben, ist die Bauweise aus Holz. Ein Traum für alle, die Naturmaterialien lieben und im Einklang mit der Umgebung einrichten wollen. Für schwedische Heimwerker ist es oftmals Lebensaufgabe, ein altes Sommerhaus zu sanieren, aufzumöbeln und zum ständigen Wohnsitz umzuwandeln. Wie das aussehen kann, sieht man => hier.

Der Bungalow – die Villa der wilden 60er: Einflüsse „vom Kontinent“, zum Beispiel aus Dänemark, verdrängten in den 60er Jahren zunehmend die alte Holzbauweise. Und so sprossen auch in Schweden immer mehr Stein-Bungalows aus dem Boden. Klassische Merkmale sind der farbige Klinker und die großen Glasschiebetüren hinaus zur Terrasse. Große Fensterfronten hatten ihre Nachteile im kalten schwedischen Winter, ebenso wie das flache Dach. Aber der Bungalow galt als schick und markierte den Aufbruch in eine neue Zeit: Ein modernistisches Statement von wohlhabenden Einzelhaus-Besitzern, – in einer Zeit als Schweden das größte staatliche Neubau-Programm in der Geschichte des Landes einleitete. => Zur Bungalow-Galerie.

Weitere Informationen: => Link zur virtuellen Häuser-Ausstellung,

=> Blogbeitrag zum Schwedischen „Kollektivhaus“, Visit Sweden.

 

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