Schul-Studie und Rektoren-Umfrage decken Missstände auf

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Eine neue Schulstudie der Universität Uppsala hat eigentlich nur das bestätigt, was sich im schwedischen Alltag häufig beobachten lässt, – dass nämlich die freie Schulwahl die soziale Abgrenzung zwischen Kindern verstärkt. Gerade finanziell besser gestellte Familien wählen die Schule nicht mehr nach der kürzesten Entfernung zum Wohnort, sondern fahren ihre Kinder mitunter kilometerweit, um Schulen mit sozial und ethnisch gemischten Gruppen zu vermeiden. Die Trennung zwischen schwedischen und eingewanderten Familien werde hierdurch nur noch deutlicher.

Zugleich hat sich die Mehrheit der schwedischen Schul-Rektoren für eine Rückkehr zum zentralstaatlich gelenkten Schulsystem ausgesprochen. Seit 1991 die Kommunen für den Schulbetrieb verantwortlich sind, fühlen sich viele Schulleiter laut einer Umfrage von Radio Schweden „übergangen“. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen sei „schwierig“. Auf politischer Ebene treten vor allem die Liberalen für eine größere Rolle des Zentralstaats bei der Schulführung ein.

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