Småland

JA-Ranch – Wild West Hotel

Die JA Ranch - der Wilde Westen liegt in Südschweden

Die JA Ranch – der Wilde Westen liegt in Südschweden

Mitten in den südsmåländischen Wäldern, zehn Kilometer westlich von Strömsnäsbruk (zwischen Markaryd und Lungby an der E4) liegt die Rangers Lodge „JA Ranch“. Hier dreht sich alles ums Pferd und das Leben im Western-Stil. Die „JA Ranch“ ist ein Hotel mit Restaurant, Saal und Café. 2004 haben die Betreiber die Anlage mit viel Liebe zum Detail im Western-Stil errichtet.

Damit hat das junges Ehepaar mit zwei Kindern, seinen Traum verwirklicht und mit der „JA Ranch“ sich die Nähe zu Pferden, zur Natur und einen „Western Style of Life“ ermöglicht. Schon zweimal wurde die „JA Ranch“ als „Touristik-Unternehmen des Jahres“ ausgezeichnet.

Manchmal kommen die Hotelgäste auch im Planwagen statt im Taxi vorgefahren. Neben den individuell gestaltet und geschmackvoll eingerichteten Zimmern gibt es ebenfalls die Möglichkeit in Zelten („Tipis“) oder Campinghütten auf einer Waldlichtung zu übernachten.

Die Bar der JA Ranch

Die Bar der JA Ranch; Fotos:  JA-Ranch

 

Autor: Thomas Frankenstein – dodge_charger@web.de

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Vilhelm Moberg – der berühmte schwedischer Schriftsteller, bekannt durch die Auswandererromane

Vilhelm Moberg. Quelle: Wikipedia, Scanpix

 

Der schwedische Schriftsteller Vilhelm Moberg wurde vor allem durch seine Auswandererbücher berühmt. In seinen vier Romanen, „Die Auswanderer“, „In der neuen Welt“, „Die Siedler“ und „Der letzte Brief nach Schweden“ erzählt Moberg die Geschichte schwedischer Auswanderer, die ihre Heimat in Småland verlassen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Amerika. Die Erzählung wurde später auch verfilmt und die ABBA-Musiker Björn Ulvaeus und Benny Andersson machten daraus 1995 ein Musical unter dem Titel „Kristina von Duvemåla“.
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Der Elch in Schweden – Sehenswürdigkeit oder Plage?

Elch. Foto: Heide

Der Elch gehört zur Familie der Hirsche, genau genommen, ist er der größte Hirsch. Man nennt ihn auch den König der Wälder. Sein Lebensraum erstreckt sich über die nördlichen Gefilde Europas, Asiens und Amerikas. In Europa bringt man ihn in erster Linie mit Skandinavien in Verbindung, aber auch im Baltikum, in Russland, Weißrussland, Polen und Tschechien ist er beheimatet. Und so hoffen die Touristen, die ihren Urlaub in Norwegen, Schweden und Finnland verbringen, dort auf ihrer Reise auch mal einen Elch in freier Natur zu sehen zu bekommen.

Der Elch kann ganz schön groß werden und nicht immer sind die Begegnungen von positiver Natur.
Das gewaltige Tier kann eine Schulterhöhe von ca. 2,30 Meter, eine Körperlänge von ca. 3 Meter und ein Gewicht von bis 800 kg erreichen. Ein besonderes Merkmal des Elches ist sein ausgeprägter Rumpf mit den langen Gliedmaßen. Diese machen ihn im unebenen Gelände, in Sümpfen und Mooren beweglicher. Was auch auffällt ist seine breite und überhängende Oberlippe. Die männlichen Tiere tragen ein Geweih, das bei der europäischen Rasse eine Spannweite von bis zu 1,35 Meter und bei den Tieren in Alaska sogar fast 2 Meter erreichen kann. Die Ohren sind sehr beweglich und vieles nimmt der Elch über das Gehör wahr. Auch erkennt man seine Gemütslage an den Ohren. Sind sie angelegt, hat er schlechte Laune und ist angriffslustig, bei aufgestellten Ohren ist er aufmerksam, neugierig und freundlich.

Die natürlichen Feinde des Elches sind Wölfe und Bären, denen Sie mit ihren langen Beinen und ihrer Sicherheit in unwegsamem Gelände durchaus entkommen können. Jungtiere können auch für Luchse und Vielfraße eine Beute sein. Die Elche halten sich am liebsten in ihrem vertrauten Revier auf. Regionen mit viel Schnee versuchen sie zu meiden und ziehen sich bei größerem Schneefall in ihrem gewohnten Revier auch gerne in niedrigere Höhenlagen zurück.
Sie ernähren sich vorwiegend von jungen Baum- und Pflanzentrieben und Wasserpflanzen, im Winter von Tannenzapfen und Beeren. Im Unterschied zum Rentier ist der Elche ein Einzelgänger und beschränkt sich bei seiner Nahrungssuche auf ein wesentlich kleineres Revier. Elche legen vor allem im Sommer und Herbst ihre Fettreserven an, während der Wintermonate verlieren sie dann wieder an Gewicht. Allerdings kommen sie mit dem Winter und auch mit extremen Minusgraden sehr gut zurecht. Probleme bekommen sie eher, wenn es zu heiß wird.

Der Elch ist heute in keinster Weise vom Aussterben bedroht, es gab wohl Zeiten, da war das anders. Im Gegenteil, es gibt eher zu viele Elche. In Schweden fehlen den heute ca. 300.000 dort beheimateten Elchen weitgehend die natürlichen Feinde wie Wölfe und Bären. Sie richten daher große Schäden im Wald an. Aus diesem Grund ist die Jagd auf den Elch in Schweden erlaubt und gewünscht. Jedes Jahr werden hier bis zu 90.000 Tiere abgeschossen.

Aber die Tiere kommen leider auch auf eine andere Art ums Leben, die weniger gewünscht ist. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Begegnungen mit den Kolossen. Auch wenn sie für den Menschen nicht unbedingt gefährlich oder aggressiv sind, sollte man ihnen aus Sicherheitsgründen trotz allem nicht zu nahe kommen. Vor allem Elchkühe können nach der Geburt gefährlich werden und greifen auch Menschen an, wenn sie sich und ihre Jungen bedroht fühlen. Dabei kam es auch schon zu Verletzungen und tödlichen Unfällen. Aber viel gefährlicher sind die dramatischen Unfälle, die sich alljährlich auf den schwedischen Straßen durch Zusammenstöße mit Elchen abspielen und die jedes Jahr Todesopfer fordern. Allein in Schweden sterben dabei auch jedes Jahr ca. 4000 bis 5000 Elche. In der Dämmerung und der Dunkelheit sind die Tiere gut getarnt und der Autofahrer kommt nicht mehr rechtzeitig zum Bremsen, wenn die Tiere plötzlich auf die Straße laufen. Vor allem im Frühjahr passieren viele Unfälle, wenn die jungen Kälber ihre Mütter verlassen. Für die Autofahrer gefährlich sind aber vor allem die ausgewachsenen männlichen Elche, mit denen es vor allem in der Brunftzeit gehäuft zu Unfällen kommt. Durch ihre Größe und ihre langen Beine bleiben sie nicht am Auto hängen, wie das z.B. bei Wildschweinen der Fall ist, sondern rutschen über die Motorhaube bis ins Innere des Fahrzeugs. Wer hat nicht schon diese erschreckenden Bilder von Elchen auf dem Vordersitz gesehen? Durch Wildzäune und Unterführungen versucht man die Unfallgefahr zu verringern, trotzdem kommt es aber immer wieder zu den gefährlichen Begegnungen. Vor allem in den nördlichen Teilen Schwedens sollte man daher gerade in der Dunkelheit stets sehr aufmerksam und vorsichtig unterwegs sein und wirklich langsam fahren, wenn Warnschilder aufgestellt sind.

Angenehmer sind für die Touristen dagegen die Fahrten, wenn es darum geht, Elche zu sichten, die sogenannten Elchsafaris. Angefangen in Småland bis hinauf in den Norden, überall in Schweden werden solche Touren angeboten. Entweder auf einer Wanderung oder mit Fahrzeugen sucht man die Tiere, mal mit mehr, mal mit weniger Glück, und erfährt dabei einiges Wissenswerte über die Elche und die schwedische Tier- und Pflanzenwelt.
Sind einem diese Touren zu aufwändig, zu unsicher oder zu anstrengend, so hat man auch die Möglichkeit die Elche in den unzähligen Tierparks zu besuchen, auch wenn das natürlich nicht das Gleiche ist wie in der natürlichen Umgebung. So kann man z.B. auch im Stockholmer Skansen dem Elch begegnen.

Trotz seiner problematischen Seite, beliebt ist der Elch auf jeden Fall, sowohl bei den Touristen als auch bei den Schweden selbst. Das sieht man auch schon daran, dass überall Souvenirs mit Elchmotiven verkauft werden, angefangen von Aufklebern über T-Shirts bis Elchsalami, und gerne nehmen sich die Touristen etwas davon mit nach Hause. Und welcher Wohnmobiltourist, der den Hohen Norden bereist hat, hat nicht den Elchaufkleber auf seinem Fahrzeug?

Gejagt wird der Elch schon seit uralten Zeiten. Früher war das ohne Gewehre ein recht gefährliches Unterfangen. Man verwendete den Huf des Elchs gegen den Bösen Blick und die Elchklaue galt als Medizin gegen Epilepsie, Gicht oder Kopfschmerz. 1885 führte König Oscar II die Elchjagd ein und seither wird dieses Spektakel jedes Jahr wiederholt. Es gab Zeiten, da war der Elch fast ausgerottet, man hat aber dann feste Zeiten für die Elchjagd eingeführt und seither haben sich die Bestände erholt.

Heute gilt das Fleisch des Elchs als Delikatesse. Es wird in Form von Steaks oder auch als Gulasch, als Elchsalami oder auch als getrocknetes Elchfleisch angeboten. In Lappland findet man diese Speisen überall, aber auch in anderen Teilen Schwedens hat man die Gelegenheit, diese Speisen zu probieren. Schwieriger wird es, wenn man sich mal in Deutschland ein solches Gericht aus dem Norden gönnen möchte. Aber inzwischen findet man ja viele Bezugsquellen im Internet und in wenn man in Restaurant Ausschau nach „schwedischen oder skandinavischen Wochen“ hält, kommt man sicher auch hier mal in den Genuss.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Smålandet – die Elchsafari

Wer in Schweden Urlaub macht, will auch Elche sehen! Leider entdeckt man die imposanten Tiere in der freien Wilbahn nicht all zu oft. Ohne den „König des Waldes“ live gesehen zu haben, sollte kein Urlauber wieder nach Hause fahren. In der südschwedischen Provinz Småland kann man deshalb den knuffigen, aber riesigen Tieren bei einer Elchsafari „hautnah“ begegnen!

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Das Dalahäst – Symbol für Dalarna

Dalahäst

Dalahäst

Denkt man an ein Souvenir aus Schweden ,so fällt einem sicher gleich das Dalahäst – das Dalapferdchen ein. Jeder, der mal in Schweden Urlaub gemacht hat, hat sicher mit dem Dalapferdchen Bekanntschaft gemacht und der ein oder andere Schwedenbesucher nimmt sich sicher auch eines als Andenken mit nach Hause.
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Arctic Glas

Wenn man von schwedischem Glas spricht, dann denkt man in erster Linie an Småland, das sogenannte „Glasriket“, das schwedische Glasreich. Hier befinden sich die großen schwedischen Glashütten. Aber es gibt noch mehr Glas in Schweden. Hoch oben im Norden können in einem kleinen Laden ganz in der Nähe von Arvidsjaur wunderschöne Gegenstände aus Glas erworben werden, hergestellt von Uta Fransson. Die lappländische Natur verewigt auf zeitlosen Glasobjekten. Auch Arctic Glas hat sich so langsam einen Namen gemacht.
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Treffpunkt im schwedischen Glasreich – Neues Glas- und Designzentrum in Boda

Am 18. Juni dieses Jahres wurde in Boda, mitten im schwedischen Glasreich ein neues Zentrum für Glas und Design feierlich eingeweiht. Auf über 1000 m² sind Glasmuseum, Glashütte und Designstore unter einem Dach vereint. Das neue Kreativzentrum will schwedisches Kulturgut bewahren, Zukunftsperspektive bieten, ein Treffpunkt für Kreative und Besucher sein.

Glasskulptur von Bertil Vallien. Foto: Bosc d'Anjou /flickr.com (CC BY 2.0)

Glasskulptur von Bertil Vallien. Foto: Bosc d'Anjou /flickr.com (CC BY 2.0)

Boda, ein kleines Dorf in den Wäldern von Småland, zur Gemeinde Emmaboda gehörend, zählt zu den bekanntesten Orten des schwedischen Glasreichs – Boda glasbruk. Der Ort war und ist berühmt für seine Handwerkskunst, hat die schwedische „Glasgeschichte“ maßgeblich mitgeprägt. In Boda wirkte Erik Höglund, der mit experimentellen Arbeitsweisen wesentlich zur „Art Glass Revolution“ beitrug.

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Riksettan – Auf historischem Pfad

Hinweisschild auf die Riksettan in Markaryd. Foto: Eddie001/ de.wikipedia

Hinweisschild auf die Riksettan in Markaryd. Foto: Eddie001/ de.wikipedia

Entlang des Flusses Lagan zieht sich die Riksettan – Die erste des Reiches – durchs westliche Småland. Einst wichtige Handelsstraße Schwedens, als Riksväg 1 Straßenverbindung von Helsingborg nach Stockholm führt die alte Riksettan mit dem Hauch der Geschichte durch Natur- und Kulturlandschaft.

Schon vor 12.000 Jahren bahnten sich Jäger einen Pfad entlang des Lagan. Es waren die ersten Menschen, die es nach der Eiszeit in die Gegend verschlug. Später waren es Könige samt Gefolge, Soldaten, Kaufleute – eine einträgliche Straße für Wegelagerer.

Die „Reichseins“

Aus dem „Trampelpfad“ der Vorzeit entwickelte sich eine der bedeutendsten Handelsstraßen und Verkehrsadern Schwedens zwischen Helsingborg und Stockholm. Dem wurde 1945 mit der Bezeichnung „rikshuvudväg nr 1“ – Reichshauptstraße Nr.1 – bzw. Riksväg 1 Rechnung getragen. Allgemein wurde die Hauptstraße Riksettan genannt, was sich wörtlich als „Reichseins“ übersetzen lässt oder als „Die erste des Reiches“.

In der Folgezeit wurde die Verbindung weiter ausgebaut. Heute folgt die Europastraße E4 der alten Riksettan – mit Ausnahmen. Im Zuge des Autobahnausbaus wurde die Strecke begradigt, Teilstrecken umgelegt. So ist der historische Riksväg 1 teilweise noch erhalten – wie die 170 km zwischen Markaryd und Byarum im Westen Smålands.

Touristische Route zwischen Markaryd und Byarum

Im Sagomuseet Ljungby. Foto: movitz (Steve Anderson) /flickr.com (CC BY 2.0)

Im Sagomuseet Ljungby. Foto: movitz (Steve Anderson) /flickr.com (CC BY 2.0)

Seit einigen Jahren ist die Strecke zwischen Markaryd im Süden des Kronobergs län und Byarum im Jönköpings län eine touristische Route – mit dem Namen Riksettan. Während auf der E4 die Autos vorbei „fliegen“, lässt sich parallel ganz gemütlich ein Stück Schweden entdecken, mit Auto, Motorrad oder Fahrrad.

Von Süden aus beginnt die touristische Riksettan im Örtchen Markaryd: ein Hauch 18. und 19. Jahrhundert wie die alte Poststelle, Gräber aus der Bronzezeit oder ein ursprünglicher Bauernhof (Markaryds Södergård). Ganz in der Nähe lädt der Smålandet zur Elch- und Bisonsafari.

Vorbei an Axhult mit seinem Kolonialwarengeschäft Richtung Norden kommt Ljungby mit seiner Annelund Kirche, dem sehenswerten Alten Markt und außergewöhnlichen Museen: das Ljungbergmuseum, das Begräbnismuseum und das Sagenmuseum. Zudem ist die Gegend um die Stadt reich an Zeugnissen aus Stein-, Bronze- und Eisenzeit.

Design in Värnamo

Der Vidöstern bei Toftaholm. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Der Vidöstern bei Toftaholm. Foto: Udo Schröter /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Entlang des Vidöstern, der zum Baden oder zu einer Fahrt auf dem Wikingerschiff einlädt, führt die Riksettan in die „Designstadt“ Värnamo, der größte Ort an der Strecke. Vor den Toren der Stadt das neu entstandene bzw. entstehende Kunst- und Designzentrum Vandalorum, in Värnamo das Bruno Mathson Center und Källemo. Ein Blick lohnt sich auch ins Designhotel Scandic zu werfen, oder gleich eine Nacht in skandinavischem Design verbringen.

Neben Galerien und Ausstellungen kommt in Värnamo dank zahlreicher Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Restaurants und weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Naturpark und Freilichtmuseum Apladalen so schnell keine Langeweile auf.

Värnamo hinter sich lassend, führt die Riksettan weiter nach Norden, grobe Richtung Jönköping.

Vaggeryd mit Skillingaryd und Byarum

Das Ende der touristischen Route nähert sich allmählich, vorbei an historischen Orten, Gebäuden, durch die schwedische Waldlandschaft.

Die nördliche Riksettan liegt in der Gemeinde Vaggeryd, eine Industriegemeinde. Vor allem prägte und prägt noch heute die Möbelherstellung die ansässige Industrielandschaft. Skillingaryd, einer der beiden Hauptorte der Gemeinde, war Jahrhunderte Militärstandort. Davon künden zahlreiche Militärgebäude, das Militärmuseum sowie Schwedens einziger erhaltener Übungsplatz aus dem 17. Jahrhundert.

Ostkaka mit Früchten und Sahne. Foto: Frugan /flickr.com (CC BY 2.0)

Ostkaka mit Früchten und Sahne. Foto: Frugan /flickr.com (CC BY 2.0)

Weiter führt die historische Hauptstraße durch Vaggeryd, den zweiten Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Ein paar Kilometer weiter ist Byarum erreicht, das nördliche Ende oder der nördliche Anfang der Reise auf der Riksettan.

Der kleine Ort ist Heimat der Byarums Bruk, eine Gießerei, die nach alten Verfahren Gartenmöbel (und mehr) herstellt. Interessant ist die alte Kirche mit ihrer Geschichte. Auf dem Hof des Heimatvereins (Byarums hembygdsgård) werden örtliche Kunst und Kunsthandwerke angeboten.

Im Café lässt sich bei einem Stück Ostkaka, dem schwedischen Käsekuchen, die Reise auf der historischen Riksettan abschließen.

Nationalpark Store Mosse. Foto: DickSijtsma /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Nationalpark Store Mosse. Foto: DickSijtsma /flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Store Mosse und mehr

Es gibt unterwegs gute Gründe von der alten Hauptstraße mal abzubiegen, sei es für einen Abstecher an den Bolmen oder in den  Nationalpark Store Mosse. Das größte Moorgebiet südlich von Lappland liegt nur wenige Kilometer nordwestlich Värnamos.

Ein Höhepunkt des Jahres ist die Riksettan Rallye. Am Himmelfahrtstag sind Hunderte Oldtimer auf der früheren Reichshauptstraße Nr.1, der Riksettan unterwegs.

 

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Kosta Boda & Co – die Glasbläsereien im schwedischen Småland

Die Glasbläsereien im südschwedischen Småland haben eine lange Tradition. Die älteste Glashütte, Kosta, wurde 1742 gegründet. Heute sind in Småland noch 14 größere und noch weitere kleinere Glashütten, sogenannte Studioglashütten in Betrieb. Die meisten sind für Besucher geöffnet, man kann teilweise den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen und auch die Glasgegenstände direkt ab Werk einkaufen.
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Skigebiete in Schweden: Isaberg

Aussicht vom Isaberg. Foto: misselvine/Hanna Gustafsson /flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Aussicht vom Isaberg. Foto: misselvine/Hanna Gustafsson /flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Isaberg im westlichen Småland verwandelt sich im Winter zum größten Skigebiet Südschwedens – acht Lifte, zehn beleuchtete Pisten, rund 20 Kilometer Loipen und herrlicher Blick auf die småländische Landschaft. Trotz milden Klimas dauert die Saison von Mitte Dezember bis Ende März – auch dank vollautomatischer Schneekanonen.

Rund 300 Meter über den Meeresspiegel und 150 Meter über die Umgebung ragt der Gipfel des Isabergs. Während der schneefreien Zeit ist das Naturschutzgebiet im Westen Smålands, fast schon Västergötland, Ziel für Wanderer, Radler und Paddler. Bedeckt vom Schnee – ob natürlich oder künstlich – wandelt sich Isaberg zur größten und gleichzeitig höchsten Skianlage in Südschweden.

Isaberg in Småland

Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen Halmstad und Jönköping ist das Skigebiet gut zu erreichen. Isaberg gehört zur Gemeinde Gislaved, der nächste Ort (am Fuße des Isabergs) ist Hestra am Riksväg 26, per Bahn erreichbar. Von Göteborg (Anreise mit Fähre oder per Flug) aus ist es etwas mehr als eine Stunde mit dem Auto, von Trelleborg, per Fähre von Rostock oder Sassnitz erreichbar, sind rund dreieinhalb Stunden zu fahren. Jönköping liegt etwa 45-Auto-Minuten entfernt und ist, wie Göteborg, mit dem Flugzeug zu erreichen.

Isaberg bietet sich für Wintersportler aus Deutschland, Dänemark ebenso, als Alternative zu Alpen oder Schwedens Norden an, besonders für Familien.

Pisten für Groß und Klein

Acht Lifte, darunter zwei Sessellifte und ein Expresslift erklimmen den Isaberg. Dann heißt es nur noch auswählen, auf welchem Weg es wieder ins Tal gehen soll. Zehn Abfahrten werden den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht: von Grün (sehr leicht) bis Schwarz (schwer). Wer noch nicht so sicher auf den Brettern steht, erhält in der Skischule Hilfe. Nicht nur Anfänger auch Fortgeschrittene könne sich hier „weiterbilden“.

Wie in anderen schwedischen Skigebieten, etwa Idre Fjäll, wird an den Nachwuchs gedacht. In Isaberg geschieht das in Form eines Kinderbereichs mit zwei leichten Hängen und Tellerliften. Darüber hinaus gibt es in der Hochsaison für die 3- bis 5-Jährigen den Skikindergarten. Wenn sich Eltern mehr oder weniger wagemutig die Hänge hinabstürzen, wissen sie ihren Nachwuchs in guter Obhut.

Langläufer finden 18,5 Kilometer präparierte Loipen durch die hügelige Wald- und Seenlandschaft vor.

Wohnen am Isaberg

Eine Möglichkeit das Lager direkt am Skigebiet aufzuschlagen ist der ganzjährig geöffnete Campingplatz mit 72 Stellplätzen. Dazu ist alles vorhanden, was das Campen angenehmer macht. Servicehaus, Räume zum Kochen, Waschen – und zum Trocknen der Kleidung.

„Schwedischer“ geht es im Feriendorf zu. Über 70 für das Land typische Holzhütten in fünf Kategorien stehen zur Wahl.

Fürs leibliche Wohl in Isaberg ist gesorgt: Gleich im Hauptgebäude befindet sich ein Restaurant. Ein weiteres auf dem Gipfel. Zudem finden sich Wärmehütten und Grillplätze, für eine kleine Pause oder ein winterliches Picknick – im Skigebiet Isaberg.

Weitere Informationen zur größten Skianlage in Südschweden: www.isaberg.com (schwedisch, dänisch, englisch, deutsch)

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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