Småland

Ohsabanan

Alte Dampflok Foto:Howiebahn.de

Alte Dampflok
Foto:Howiebahn.de

Die Ohsabanan ist eine schmalspurige Museumseisenbahn im wald- und seenreichen Småland, genauer gesagt in Ohs Bruk, einem altem Industrieort aus dem 17. Jahrhundert. Hier kann man mit der historischen Eisenbahn eine erlebnisreiche und ungewöhnliche Fahrt durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet unternehmen, vorbei an kleinen Seen und den typischen roten, kleinen schwedischen Holzhäuschen. Die Museumsbahn hat kleine, geschlossene Personenwagen und auch halboffene Sommerwagen. Eine alte Lokomotive führt die Wagen an. Nur bei sehr trockenem Wetter (wegen der erhöhten Waldbrandgefahr) und eventuellen Ausfall der Lokomotive, übernimmt eine Diesellok den Zug.

Die Bahn hat eine Spurweite von 600 mm und ist unter den kleinsten Bahnen mit Personenbeförderung und einer Streckenlänge von 15 km, die längste in Schweden. 1910 wurde die Strecke eröffnet und konnte bis heute in ihrer gesamten Länge erhalten werden.

Rund 20 km von Värnamo endet die Bahn bei der ehemaligen Papierfabrik Ohs Bruk. Hier findet man noch alte Lokschuppen, eine Wagenhalle und ein kleines Sägewerk, sowie ein Eisenbahncafé und eine große Picknickwiese. Die Ohsabahn ist im Besitz des OBJ (Ohs Bruks Järnvägs Museiförening). Dieser Verein wurde am 31. Mai 1970 gegründet und betreibt die Bahn in seiner Freizeit .

Man kann zwischen zwei Touren wählen, einmal die kurze Tour oder die lange. Die kurze Tour (5 km) dauert mit Rückfahrt ungefähr eine Stunde. Man fährt bis zur Station Gismarp, wo dann der Lokwechsel an das andere Zugende stattfindet und es zurück nach Ohs Bruks geht. Die Abfahrtzeiten liegen bei 14.oo Uhr und 15.15 Uhr in Ohs Bruk. Diese Tour eignet sich besonders für Familien mit kleineren Kindern.

Die lange Tour beläuft sich über die Gesamtlänge von 15 km (die gesamte Bahnlänge). Die Bahn ist hierfür ca. 2 1/2 Stunden unterwegs, einschließlich eines Aufenthaltes von ca. 30 Minuten in Bor Norra. Man kann den eigenen Picknickkorb mitnehmen oder aber in Bor beim Zugpersonal einen kleinen Imbiss käuflich erwerben. Die Abfahrtzeit in Ohs Bruk ist um 10.30 Uhr.

Eisenbahncafé Foto:Ohsabanan.de

Eisenbahncafé
Foto:Ohsabanan.de

In dem kleinen Bahnhofscafé gibt es Kaffe, Tee, Saft, Getränke, Kuchen u.v.m.  Das Café hat immer von Dienstags bis Sonnatags, in der Zeit zwischen 10.00 und 16.30 Uhr geöffnet. Im Café befindet sich auch noch ein kleiner Shop. Eine Besonderheit ist immer Dienstagsabend der „Grilltåg“, der Grillzug. Dieser fährt von Mitte bis Ende Juli von Gimarp und wieder zurück. Nach Rückkehr steht in Ohs dann vor dem „Järnvägscafé“  –  Bahnhofscafé – der Grill bereit. Das Café hat an diesem Tag dann bis 20.30 Uhr geöffnet.

Die Bahnpreise belaufen sich zwischen 80 und 400 Kronen, je nach Fahrtlänge und Personenzahl. Kinder bis 6 Jahre sind frei.

In diesem Jahr findet am 5. Juli 2014, in der Zeit von 11.00 bis 16.00 auch das Bahnhofsfest in Bor statt. Dort gibt es dann rund ums Gelände viele Aktivitäten für alle.

Eine Besonderheit sollte noch erwähnt werden: Man kann den Zug auch mieten, z.B. für Geburtstage oder Hochzeiten.

Wer mehr wissen möchte oder auch noch viele schöne Bilder angucken will kann dies unter  www.ohsabanan.com tun.

Autor(in): Susanne Schneck – familieschneck@aol.com

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Carl von Linné und die Blumen

Gemälde von Carl von Linné Bild aus Wikipedia. Originalgemälde von Alexander Roslin. Fotograf: Greg L

Gemälde von Carl von Linné
Bild aus Wikipedia. Originalgemälde von Alexander Roslin. Fotograf: Greg L

Denkt man an Carl von Linné, dann denkt man automatisch an Blumen, Pflanzen, Tiere und an die Natur. Er war es, der den Pflanzen und Tiere ihren Namen gab und sie in seinen umfassenden Werken beschrieb.

Carl von Linné wurde am 23. Mai 1707 in Råshult in Småland als Carl Nilsson Linnæus geboren. Sein Vater war von Beruf Pfarrer und interessierte sich sehr für die Natur und für Pflanzen. Dieses Interesse übertrug sich schon früh auf den Sohn, der sich gerne mit den Pflanzen, die sein Vater im eigenen Garten kultivierte, beschäftigte und auch gerne die Umgebung erforschte, um immer neue Pflanzen kennenzulernen.

Der Wunsch des Vaters war, dass Carl, genau wie der Vater und auch schon der Großvater, Pfarrer werden sollte. Daher wurde er auf die Domschule nach Växjö geschickt, wo er sich aber überhaupt nicht wohl fühlte…
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Wandern auf dem Höglandsleden

Höglandsleden

Blick auf den Skirösjön. Foto: privat

Der Höglandsleden bietet 440 km Wanderwege durch unberührte Natur- und Kulturlandschaften. Er verläuft rund um das småländische Hochland von Nässjö über Eksjö nach Mariannelund, dann in südlicher Richtung bis Stenberga, weiter nach Lindshammar und macht bei Asa einen Schwenk nach Norden Richtung Sävsjö, um einige Kilometer weiter wieder auf den Ausgangspunkt bei Nässjö zu stoßen. Zwischen Eksjö und Mariannelund geht ein Abzweig in nördlicher Richtung nach Aneby. Der Weg ist mit einer orangefarbenen Markierung und einem blauen Schild mit einem Piktogramm, das zwei Wanderer darstellt, gekennzeichnet.

Die Turisteninformationen von Aneby, Nässjö, Eksjö, Sävsjö und Vetlanda halten eine Broschüre (bei Interesse bitte rechtzeitig nachfragen – eine Stichprobe ergab, dass er möglicherweise nicht immer vorrätig ist) vor, in der der Wanderweg in knapp 30 Teilabschnitten kartografiert und beschrieben wird. Darin sind auch Badeplätze, Bushaltestellen, Feuerstellen, Windschutz, Trockentoiletten, Sehenswürdigkeiten u.ä. eingezeichnet. Die meisten Abschnitte sind ca. 15 bis 20 km lang. Man durchwandert unberührte Natur mit Wäldern, Wiesen, Weiden, vorbei an Seen und passiert nur selten eine Straße oder ein Dorf.

Höglandsleden

Verbindung zwischen Skirösjön und Saljen. Foto: privat

Die Streckenabschnitte führen nicht zum Ausgangspunkt zurück (bzw. erst nach ca. 440 km). Das macht es erforderlich, dass man sich entweder eine Wanderung aussucht, die an einer Bushaltestelle vorbeiführt oder mit einer freundlichen Person seiner Wahl einen Treffpunkt vereinbart, an dem man sich abholen lässt (wahrscheinlich die einfachere Variante). Alternativ muss man den Weg zum Auto zurück laufen. Oder man packt sich Isomatte und Schlafsack auf den Rücken und bleibt einige Tage unterwegs.

Da der Weg überwiegend abseits der Verkehrswege verläuft, kann es schwierig sein, einen Einstieg in den Höglandsleden zu finden. Eine Möglichkeit bietet sich beispielsweise hinter Wallby Säteri in Skirö. Man durchquert das Gelände von Wallby Säteri (ein Hotel- und Konferenzzentrum, das in einem alten Gehöft untergebracht ist) und nach wenigen Metern findet man die Markierung für den Höglandsleden. Ab jetzt braucht man nur noch der Markierung zu folgen.

 

Höglandsleden

Hier geht’s lang! Foto: privat

Autorin: Angelika – angelika@schulze-uebersetzungen.eu

 

 

 

 

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Småland aus der Vogelperspektive

Abendstimmung in Smaland

Abendstimmung in Småland. Foto: Florian Plag/ flickr.com (CC BY 2.0)

Småland aus der Vogelperspektive – in rasanter Fahrt am Drahtseil. Diese Aussicht eröffnet sich Besuchern im südöstlichen Småland. Im Jahr 2014 wurde die Zip Line „Little Rock Lake“ eröffnet.

Der Blick reicht weit über Sågebäckens Kronopark im Glasreich. Über Baumkronen, über Änghultasjön bei Klavreström und den Värgöl, im Süden der Gemeinde Vetlanda, etwa 50 km nordöstlich von Växjö. Der Blick, bevor es im Gurtgeschirr am Drahtseil sausend von Station zu Station geht.

Nordeuropas längste Zip Line

Elf Stationen sind es insgesamt, die das Seil auf einer Strecke von 1570 m verbinden. Die Zip Line in Småland, „Little Rock Lake“ genannt, wird die längste Nordeuropas. Das längste Teilstück beträgt 370 m, an der höchsten Stelle beträgt reicht der Blick aus der Vogelperspektive 52 m nach unten. Bis zu 70 km/h werden beim „Flug“ über wenig berührte Landschaft erreicht.

Über diese Landschaft und die Natur im Kronopark wissen die Guides bei einer Pause in einer der Stationen zu berichten. Denn geht es nach den beiden Köpfen hinter Little Rock Lake AB, Jonas Grahn und Hakan Blatt, soll nicht nur „unterhalten und begeistert“, sondern auch der Wald und seine Bedeutung „kommuniziert“ werden. Dazu gehört auch die Einrichtung eines Naturzentrums.

Schlafen „über“ Småland

Die einzelnen Stationen präsentieren sich als Plattformen in den Bäumen, Felsen oder Türmen. Letztere sind sieben an der Zahl. Diese dienen jedoch nicht nur als Zwischenstation. Am Start, Turm 1, wird es ein Café geben, während Besucher sich am letzten Turm in einem Wikinger Langhaus den Bauch vollschlagen können. Wenn er sich denn wieder beruhigt hat. Neben einem Restaurant und Kochmöglichkeiten im Freien bietet das Haus Konferenz- und Übernachtungsmöglichkeiten. Übernachten ist auch in jedem einzelnen der Türme möglich. An der Spitze befindet sich jeweils ein Doppelzimmer – mit Komposttoilette und Aussicht.

 

 

Weitere Informationen gibt es unter https://www.swedenzipline.com/de

 

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Småland – immer eine Reise wert

See in Småland

See in Småland

Im Land der Wälder und Seen: Circa 5.000 Seen laden in Småland zum Angeln, aber auch zum Baden ein. Man kann auf verschlungenen Feld- und Waldwegen ausgedehnte Spaziergänge machen oder vielleicht auch ein Picknick an einem der herrlichen Seen. In den riesigen Wäldern leben auch viele Elche und wenn man etwas Glück hat, bekommt man den König der Wälder auch im frühen Morgengrau oder in der Abenddämmerung zu sehen.  Auch die vielen Fahrradwege laden zu  Erkundigungen der Umgebung ein. (mehr …)

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Dessert mit Fanclub

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Dessert mit Fanclub…..ja so etwas gibt es in Schweden, genauer gesagt in Småland. Småland ist  in jeder Hinsicht ein Himmelreich für viele. Es gibt drei berühmte Persönlichkeiten, die aus Småland kommen, nämlich Astrid Lindgren ,die Schriftstellerin, Ingvar Kamprad, der Gründer von IKEA und der weltberühmte Möbeldesigner Bruno Mathsson. Ja und dann gibt es noch eine ebenso große Berühmtheit, nämlich den Ostkaka, der auch aus Småland stammt. (mehr …)

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Dackestupet

Toppstugan Foto: dackestupet.com

Toppstugan
Foto: dackestupet.com

Dackestupet – der Berg erhebt sich südlich von Virserum, einem kleinen herrlichen Ort in Südschweden in Småland. Rund um den Ort findet man viel Natur und Wald mit vielen kleinen und großen Seen. Virserum liegt direkt am Virserumsjön. Durch den Ort fließt der Virserumsån (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Aufstieg der Vasa-Dynastie – Reformation in Schweden

Olaus Petri Statue vor der Storkyrkan in Stockholm

Eine der bedeutenden Figuren der Reformatoren in Schweden: Olaus Petri Statue vor der Storkyrkan in Stockholm. Foto: Karnosin /commons.wikimedia.org/wiki/File:Storkyrkan2.jpg (CC BY-SA 3.0)

Die Wahl Gustav Vasas zum König bedeutete das endgültige Ausscheiden aus der Kalmarer Union und die Unabhängigkeit Schwedens, doch nicht das Ende dänischer Begehrlichkeiten. Zudem sah sich der neue Throninhaber einer inneren Opposition sowie einem Schuldenberg gegenüber. Ein Mittel zur Sicherung und zum Ausbau seiner Position – der Position des schwedischen Königtums – fand Gustav I. Vasa in der Reformation in Schweden.

„Reformationsreichstag“ von Västeras 1527 „verstaatlicht“ die Kirche

Möglicherweise fasste Gustav Vasa die Reformation der schwedischen Kirche schon vor seiner Thronbesteigung ins Auge. Zumindest machte er sich früh ans Werk die Lehre Martin Luthers in Schweden durchzusetzen – zum Vorteil eines starken Staates und seiner eigenen Position.

Der „Reformationsreichstag“ von Västerås 1527 bedeutete die Loslösung von Rom und die Nationalisierung der schwedischen Kirche, in Teilen einer „Verstaatlichung“ der Kirche. Besonders in Bezug auf deren materiellen Besitz. Der Reichstag von Västerås berechtigte reformatorisch eingestellte Geistliche, wie die Protagonisten Olaus Petri und Laurentius Andreae, zur Verbreitung ihrer Anschauung. Dem König waren die theologischen Fragen weniger bedeutsam, ihm lag besonders am Zugriff auf die Kirchengüter.

Königliche Einkünfte durch Säkularisation kirchlicher Güter

Im Zuge des „Reformationsreichstages“ konnte Gustav I. durch die Einziehung der Kirchengüter seine Position festigen und gleichzeitig den Handlungsspielraum des Staates vergrößern.

Zum einen baute der König seine Stellung gegenüber dem Adel aus. Die allgemeine Säkularisation der kirchlichen Güter bescherte ihm die Hoheit über zwei Drittel des schwedischen Grundbesitzes. Der Adel verfügte über ein Drittel. Zwar kam es durch die rigorose „Plünderung“ der Kirche zu Aufständen in Dalarna und Småland. Doch konnten diese niedergeschlagen werden. Unter anderem auch mithilfe der Einkünfte der zusätzlichen Ländereien.

Zum anderen konnte sich Gustav Vasa mittels neuer Einkünfte den Aufbau einer königlichen Verwaltung, eines stehenden Heeres und einer Kriegsflotte angehen. Gleichzeitig gelang es sich von der Schuldenlast zu befreien, die während der Kämpfe um die Unabhängigkeit beträchtlich angewachsen war. Vor allem bei der Hanse stand Schweden in der Kreide. Die hansischen Kreditgeber, insbesondere Lübeck, wiederum wussten diese Abhängigkeit des Königreichs für sich zu nutzen.

Am Beispiel der Schuldentilgung zeigt sich, dass König Gustav wenig Rücksicht nahm. So ließ er 1530 die jeweils größte Glocke jeder Gemeinde beschlagnahmen (bzw. den Wert in Silber eintreiben), um die Gläubiger zu bezahlen. Wenig später erwuchs ihm daraus der Glockenaufstand von Dalarna.

Reformation ändert Verhältnis zwischen König und Geistlichkeit

Dass es dem König in erster Linie um den materiellen Besitz der Kirche ging, zeigt sich auch daran, dass er Privilegien wie Eigengerichtsbarkeit – die nach einem längeren Prozess schließlich doch in der staatlichen Gerichtsbarkeit aufging – und Steuerfreiheit der Geistlichkeit zumindest formal nicht anfocht. War das Verhältnis zwischen Kirche und Königtum während des Mittelalters von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt, veränderte es sich mit der Reformation in Schweden zugunsten der Staatsmacht.

Der Staat zog fortan den Kirchenzehnten ein. Hohe kirchliche Würdenträger und ab 1561 auch die Pastoren wurden nun vom König ernannt. Ausnahme bildete der Erzbischof, der die apostolische Sukzession fortführen sollte. Die übrige Kirchenorganisation blieb zunächst erhalten.

Erst ab dem frühen 17. Jahrhundert versuchte die Krone, eine kirchliche Zentralorganisation unter staatlicher Obhut zu formen.

Schwedische Bibelübersetzung ging 1541 in Druck

Aus theologischer Sicht wurde die Reformation in Schweden durch die Einsetzung reformationsfreundlicher Bischöfe vorangetrieben. 1531 ernannte der König Laurentius Petri, den Bruder Olaus Petris, zum Erzbischof von Uppsala. Zu dessen Wirken gehört unter anderem die Leitung der Arbeiten an der schwedischen Bibelübersetzung. Vollständig fertiggestellt ging diese 1541 erstmals in Druck. Zudem bestimmte Petris Kirchenordnung von 1571 mit der Definition des Verhältnisses von Staat und Kirche und mit der endgültigen Bestätigung durch die Kirchensynode zu Uppsala 1593 für mehr als ein Jahrhundert das kirchliche Leben im Königreich. Auf der Kirchensynode wurde zugleich das Augsburger Bekenntnis von 1530 zur bindenden theologischen Grundlage für die schwedisch-lutherische Kirche erklärt.

Die Reformation in Schweden war nicht nur eine Grundlage für den Aufstieg der Vasa-Dynastie. Sie bedeutet auch eine Basis für den schwedischen Nationalstaat.

Die Spaltung Schwedens, die Unionszeit und Unabhängigkeit hervorriefen war jedoch noch nicht aufgehoben. Zudem war immer noch das angespannte Verhältnis zu Dänemark.

Autor: Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Vom Mittelmeer an den Öresund-Strand

Trockene Heide und offene Wasserflächen wechseln sich auf der Halbinsel Falsterbo ab

Trockene Heide und offene Wasserflächen wechseln sich auf der Halbinsel Falsterbo ab

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Zipfel Schwedens und zur Zugzeit als Vogelparadies bekannt. Hier wurden schon viele Seltenheiten gesichtet oder beringt. Dennoch staunten die Vogelkundler der Vogelwarte Falsterbo nicht schlecht, als ihnen Ende Mai ein südeuropäischer Irrgast ins Fangnetz flog.

Weidensperling - Quelle: Wikipedia

Weidensperling – Quelle: Wikipedia

Der Weidensperling, auf Schwedisch „spansk sparv“, war der erste seiner Art, der jemals in Skåne gesichtet wurde. Einige Tage zuvor und damit zum allerersten Mal in Schweden wurde ein Weidensperling in Småland gesichtet. Experten vermuten, dass ein anhaltender Südostwind die Vögel nach Skåne geweht hat. Trotz seines Namens kommt der Weidensperling nicht nur auf der iberischen Halbinsel, sondern auch in Südosteuropa vor.Die Halbinsel Falsterbo bietet für Mensch und Natur eine abwechslungsreiche Landschaft. An kilometerlangen Stränden schließt sich eine Dünenlandschaft mit typischem Gras- und Heidebewuchs an. Ein Teil der Halbinsel wurde 1910 in einen Golfplatz umgewandelt, der 1930 erweitert wurde. Die unterschiedlichen Interessen von Vogelkundlern, Spaziergängern und Golfern fordern gegenseitigen Respekt. So sollen Golfpieler im Falle eines missglückten Schlages laut rufend vor der Gefahr des nahenden Golfballes warnen. Spaziergängern wird auf Schildern geraten, dann in die Hocke zu gehen und den Kopf mit den eigenen, verschränkten Armen zu schützen.

Die Wasserflächen im Norden und Süden sind Lebensraum seltener Amphibien und Brutgebiet zahlreicher Vogelarten. Im Herbst und Frühjahr ist Falsterbo einer der wichtigsten Raststellen für Zugvögel aus Nordeuropa, Tundra und Arktis. Hier werden Kräfte gesammelt für den Weiterflug über die Ostsee. Neben dem Weidensperling wurde im Frühjahr mit der Weißbartgrasmücke eine weitere Mittelmeer-Vogelarten registriert. Erneut ging den Vogelberingern darüber hinaus ein Grünlaubsänger ins Netz. Diese Vogelart stammt ursprünglich aus Osteuropa, Asien und der Taiga, dehnt ihr Verbreitungsgebiet aber seit Jahrzehnten nach Westen aus. Mitte des 20. Jahrhunderts tauchte sie erstmals im östlichen Schweden auf, im Süden wird der Grünlaubsänger bislang nur vereinzelt beobachtet. Auch das Sommergoldhähnchen wurde zahlreich in Falsterbo gesichtet und beringt. Ursprünglich kam die kleinste mitteleuropäische Vogelart in Skandinavien nicht vor. Seit einigen Jahren brütet sie erfolgreich in Skåne, Blekinge und Öland und dehnt ihr Verbreitungsgebeit in Richtung Norden aus.

Autor(in): Christoph- c.baier@speedmail.se

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Smålands Speisekammer

Välkommen in Småland, im Südosten von Schweden. Småland ist eine Region voller Kontraste und einer abwechslungsreichen Landschaft. Rund um die Küstenregion um Kalmar, findet man fruchtbares Bauernland, aber auch steinigen Boden, große Wälder und ausgedehnte Moorlandschaften.  Dieses ist alles eingebettet in viele Seen und Bäche. (mehr …)

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