Schweden




Zwei schöne Ausflugsziele in Alingsås

Hej! Mein Name ist Josefine und ich betreibe den Blog Frau Schweden. Heute habe ich wieder die Ehre, hier als Gastbloggerin zu schreiben! Dieses Mal über die Gegend um Alingsås. Eine Stadt, die in der Provinz Västergötland liegt und echt schön ist. Vor allem, wenn man, so wie ich, alte Häuser liebt. Hier wimmelt es von bunten Holzhäusern mit schönen Schreinerarbeiten, die mit Würde gealtert sind.

Der beste Weg, diese zu sehen, ist natürlich eine Tour mit der alten Eisenbahn zwischen Anten und Gräfsnäs mit der fast hundert Jahre alten Dampflokomotive. Das Personal war in zeittypische Uniformen gekleidet und das Bahnhofshaus in Anten ist komplett bewahrt. Meine Kinder liebten es und schauten genau zu, wie wir auf halbem Weg anhielten, um die Lokomotive mit Wasser zu füllen, und staunten, wie rauchig und staubig eine Zugfahrt früher war.

In Gräfsnäs angekommen, ist der Schlosspark ein beliebtes Ausflugsziel und für die Kinder gibt es eine spannende Burgruine aus dem 16. Jahrhundert zu entdecken. Dann sahen die Kinder zu, wie der Zug mit Hilfe einer Drehscheibe gedreht wurde und wir fuhren zurück in Richtung Anten. Dort angekommen ging es weiter mit dem Auto nach Alingsås.

Wir waren natürlich nach der Reise erschöpft und mussten unsere Energiedepots auffüllen. Für das gibt es keinen besseren Ort als die Ökobäckerei & Café Nolbygård. Sie haben die besten Kanelbullar, die ich je gegessen habe, nettes Personal und ein schönes altes Haus mit zugehörigem Garten, von dem man sich inspirieren lassen kann. Verpasst auch nicht das Baudenkmal-Geschäft Haus zu Haus (byggnadsvårdsbutiken Hus till Hus), das neben dem Café liegt. Es ist ein Paradies für alle Nostalgiker. Ich habe auch über meinen letzten Besuch in Alingsås auf meinem Blog darüber geschrieben, den Beitrag könnt ihr hier finden.

Ein Ausflug nach Anten-Gräfsnäs Järnväg ist das perfekte Sommervergnügen an einem leicht bewölkten Tag. Unsere Gesellschaft war zwischen 3 und 60 Jahre alt und alle waren gleichermaßen begeistert, sowohl von der „Zeitreise“ mit der Eisenbahn als auch von Nolbygårds Zimtschnecken.

Danke Schwedenstube, dass ich hier gastbloggen durfte, ich hoffe wir sehen uns bald wieder. ♡

Liebe Grüße Josefine

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Schwedische Mode

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Schwedisch Lernen

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Das Nobel-Museum in Stockholm

Oftmals sind spontane Entschlüsse ja die besten. Ich befand mich eigentlich schon wieder auf dem Rückweg zu meiner mobilen Behausung, als mir mitten in Gamla Stan ein Transparent in die Augen fiel: Nobel Museum.

Alfred Nobel

Alfred Nobel

Zeit zur Besichtigung war noch genügend, bezahlt war der Eintritt mit dem Stockholm-Pass auch schon, und generell schadet ein Mehr an Bildung ja auch nicht. Also enterte ich kurzentschlossen das Museum. Und war zunächst etwas überrascht, dass nicht das zu sehen war, was ich eigentlich erwartet hatte. Um es vorweg zu nehmen: Eigentlich müsste dieses Museum „Nobel-Preis-Museum“ heißen. Und bei einem Blick auf die Internet-Präsenz des Museums wird das auch schnell klar (Nobelprizemuseum). Hier geht es also nicht um den guten, alten Alfred, sondern um die Gewinner des von ihm gestifteten Nobelpreises. Und zwar alle. Mit dieser Erkenntnis war auch klar, dass die verbleibende Zeit bis zur Schließung des Museums knapp werden könnte…

Fast zu übersehen

Das Nobel-Museum befindet sich mitten in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan am Stortorget, dem Marktplatz. Es ist untergebracht im Gebäude der ehemaligen Börse.

Und außer dem bereits erwähnten Transparent wies nichts darauf hin, dass sich in dem Gebäude das Nobel-Museum befindet. Man kann es tatsächlich übersehen. Das könnte sich aber bald ändern. Nach meinen Informationen wird derzeit kräftig umgebaut. Weshalb es vom 17. September bis zum 4. Oktober einen reduzierten Eintrittspreis gibt. Am 5. Oktober öffnet außer dem eine neue Ausstellung, „For the Greatest Benefit to Humankind“.

Interessantes Ambiente

Als ich dann das Museum betrat, wurde ich doch positiv überrascht. Das Innere des Museums ist leicht abgedunkelt, was aber nicht negativ ist. Es schafft ein ganz besonderes Ambiente. Ich möchte es fast „edel“ nennen.

Der Eingang zum Nobel-Museum

Der Eingang zum Nobel-Museum

Man findet tatsächlich Informationen über jeden bisherigen Nobelpreisträger. In einem Bereich gibt es eine Art Bibliothek, in der Bücher über oder von den Preisträgern zu finden sind. Und natürlich darf man diese Bücher lesen. Es gibt Ausstellungen zu bekannten Preisträgern wie Marie Curie oder Winston Churchill. Derzeit gibt es eine spezielle Ausstellung zu Martin Luther King. Ein kleines Kino, in dem Filme über die verschiedenen Preisträger wie auch über Alfred Nobel gezeigt werden, gehört ebenfalls zum Museum. Mir gefiel besonders die permanente Ausstellung „Cultures of Creativity“.

Die Ausstellung "Cultures of Creativity"

Die Ausstellung „Cultures of Creativity“

Darin geht es einmal nicht um einzelne Personen, sondern um die Umstände, unter denen Ideen für einen Nobelpreis geschaffen werden oder wurden.

Als ich das Nobel-Museum besuchte, war es -trotz seiner Lage inmitten der Altstadt- nicht überlaufen. Das mag zum einen an der doch schon fortgeschrittenen Uhrzeit gelegen haben. Zum anderen auch daran, dass das Nobel-Museum nicht auffällig beworben wurde. Wie bereits erwähnt, könnte sich dies aber in Zukunft ändern.

Spezielle Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Ihr erreicht das Museum in einem strammen Fußmarsch von der Centralstation in etwa dreißig Minuten. Das klappt aber nur, wenn ihr euch unterwegs nicht von den Würstchen-Verkäufern aufhalten lasst. Oder ihr nehmt die U-Bahn bis Gamla-Stan oder den Bus. Die „Hop-On-Hop-Off“-Busse bringen euch ebenfalls bis fast vor die Tür des Nobel-Museums. Vergesst private Fahrzeuge. Es sei denn, es sind Fahrräder…

Die Bibliothek im Nobel-Museum

Die Bibliothek im Nobel-Museum

Und das Gute: „Kinder“ bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Freien Eintritt haben auch die unter euch, die im Besitz eines „Stockholm-Pass“ sind. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich das Nobel-Museum wohl nicht besucht hätte ohne diesen Pass. Und das mir ganz sicher etwas entgangen wäre. Der Eintritt kostet derzeit 120 Kronen für Erwachsene. In der Woche, in der die Nobelpreisträger bekannt gegeben werden, ist der Eintritt frei. Das ist 2019 in der Woche von 7. bis zum 14. Oktober. Zudem wurde für die Zeit vom 17. September bis zum 4. Oktober der Eintrittspreis auf 60 Kronen reduziert. Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison. Darüber informiert ihr euch am besten direkt auf der Internet-Seite des Museums. Den Link zur Internet-Seite findet ihr HIER , zum „Stockholm-Pass“ HIER.

Der Vollständigkeit halber: Es gibt natürlich in Schweden ein Museum, welches Alfred Nobel ganz allein gewidmet ist. Nur findet ihr dies nicht in Stockholm. Um es zu besichtigen, müsst ihr euch ein ganzes Stück weiter westlich bewegen. Genauer gesagt, bis nach Karlskoga im Värmland. Das sind etwa 250 Kilometer. Für Informationen zu diesem Museum klickt ihr HIER

(Text & Bilder: Jörg Solheid/Go North-The Beast)

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Schwedische Mode

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Schloss Gripsholm – Schloss und Roman

Schloss Gripsholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Håkan Svensson

Schloss Gripsholm.
(Foto: Xauxa Håkan Svensson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons)

Schweden hat ein paar interessante Schlösser zu bieten. Genau genommen gibt es 9 offizielle Königsschlösser. Neben dem Stockholmer Schloss, Schloss Drottningholm und Solliden – wohl die bekanntesten – gehört auch Schloss Gripsholm zu den für Besucher interessanten Sehenswürdigkeiten.

Nicht weit von Stockholm entfernt liegt Schloss Gripsholm auf einer kleinen Insel im Mälaren, bei Mariefred in der Provinz Södermanland, etwa eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Es wurde 1537 von Gustav Wasa erbaut.

Zunächst stand auf dieser kleinen Insel eine Burg, die bereits 1383 von einem reichen Großgrundbesitzer, Bo Jonsson Grip (daher der Name) gebaut worden war. Es waren Grips Nachfahren, die die Burg später an die dänische Königin verkauften. Der Bau wechselte dann mehrfach den Besitzer, bis Gustav I Wasa nach Gripsholm zog und die Burg zu einem Schloss mit massiven Türmen ausbauen ließ. Auch nach seinem Tod wurde an dem Schloss weitergebaut. Zeitweise diente Gripsholm auch als Gefängnis. Restaurierungen und Umbauten zogen sich bis etwa 1890 hin. Von den alten Mauern ist heute nicht mehr viel übrig.

1937 wurde das 400-jährige Jubiläum des Schlosses gefeiert. Heute gehört das Schloss dem schwedischen Staat und dient als Museum. Es beherbergt eine staatliche Sammlung von mehr als 2000 Portraitgemälden.

Tucholsky in Mariefred

Bekanntheit hat das Schloss auch aus einem anderen Grund erlangt, und dies vor allem in Deutschland. Der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky hat sich nach seiner Emigration aus Deutschland einige Zeit in Mariefred aufgehalten und dem Schloss einen Roman gewidmet. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die 1931 veröffentlicht wurde mit dem Titel „Schloss Gripsholm – Eine Sommergeschichte“. Tucholsky erzählt dabei von einem Sommerurlaub. Der Erzähler mit Namen Peter und seine Freundin Lydia verbringen einen Urlaub in Schweden und mieten sich für 5 Wochen im Schloss Gripsholm ein, wo sie auch Besuch von Freunden aus Deutschland bekommen. Sie verbringen die Zeit mit Baden, Faulenzen und Gesprächen. Dabei beobachten sie in der Umgebung, dass ein Kind in einem Heim von der Leiterin gequält wird und sorgen dafür, dass das Kind aus dem Heim befreit wird und nach Hause kommt. Der Roman ist gleichzeitig heiter und komisch, zeigt aber auch tragische Züge.

Tucholsky wohnte übrigens später in der Nähe von Göteborg, ist aber auf dem Friedhof von Mariefred, also in der Nähe des Schlosses, begraben.

Der Roman wurde 1963 unter dem Titel „Schloss Gripsholm“ und mit Walter Giller und Nadja Tiller in den Hauptrollen verfilmt.

 

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Schwedische Mode

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Sigtuna und seine Holzhäuser

Hauptstrasse von Sigtuna. Bild aus Wikipedia. Fotograf: Brorsson

Hauptstraße von Sigtuna. (Foto: Brorsson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons)

Sigtuna – das ist Schweden wie aus dem Märchenbuch. So stellt man sich eine schwedische Kleinstadt vor – viele farbige Holzhäuser, kleine gemütliche Cafés und eine entspannte Atmosphäre.

Sigtuna liegt etwas nördlich von Stockholm, lässt sich also gut mit einem Besuch von Stockholm kombinieren – ein interessanter Gegensatz zur Großstadt.

Der kleine Ort hat etwa 8000 Einwohner und liegt schön gelegen am Mälaren. Sigtuna gehört zur gleichnamigen Gemeinde Sigtuna und zur historischen Provinz Uppland.

Kommt man nach Sigtuna so fühlt man sich auch heute noch in die Zeit um die Jahrhundertwende zurückversetzt. Sicher gibt es Freiluftmuseen, die ebenfalls diese frühere Zeit verkörpern, wo man Gebäude nachgebaut, bzw. Gebäude und Gegenstände aus verschiedenen Regionen hier angesammelt hat, wie z.B. Skansen in Stockholm oder Jämtli in Östersund. Aber Sigtuna ist kein Museum, Sigtuna ist Realität. Die meisten der Holzhäuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Doch hier wohnen Menschen, hier sind Geschäfte untergebracht und hier gibt es Cafés.

Besonders schön und farbig ist die Hauptstraße durch die Innenstadt. Hier findet man auch alles, was zu einer modernen Stadt in Schweden gehört, wenn auch untergebracht in den alten Gebäuden aus Holz: Banken, Sportgeschäfte, einen ICA Supermarkt und natürlich viele Cafés und Restaurants. Zu einem Besuch dieser Stadt gehört auch unbedingt das Einkehren in einem dieser gemütlichen Cafés, wie zum Beispiel in der Tant Bruns Kaffestuga. Man fühlt sich zurückversetzt in alte Zeiten, egal ob man seinen Kaffee drinnen in der gemütlichen Stube oder draußen im blühenden Garten trinkt. Gebäck und Kuchen, alles typisch schwedisch. Und Kaffee aus der Kupferkanne, wie es sich für das historische Schweden gehört.

Aber nun noch etwas zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten von Sigtuna.

Neben Lund in Südschweden gilt Sigtuna als die älteste Stadt Schwedens. Gegründet wurde sie um 980 von Erik Segersäll. Sigtuna hatte damals eine zentrale Bedeutung, sogar die ersten schwedischen Münzen wurden hier geprägt. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die Stadt Bischofssitz und es wurde die Domkirche sowie weitere Kirchen gebaut. Auch wenn der Bischofssitz später nach Östra Aros verlegt wurde, so blieb Sigtuna doch eine wichtige Stadt. Erst im späten Mittelalter wurde sie durch Großstädte wie Stockholm und Uppsala in den Hintergrund gedrängt. So ging dann auch die Einwohnerzahl zurück und die Kirchen verfielen zusehends. Erst im 20. Jahrhundert ging es wieder aufwärts. Es wurden Schulen und Ausbildungsstätten eröffnet und im geschäftlichen Bereich erlebte die Stadt einen Aufschwung. Und dann kamen die Touristen und entdeckten das nette Städtchen. Heute gehört es zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schwedens.

Und was kann man hier nun außer den Holzhäusern noch besichtigen? Da sind die zerfallenen Kirchen zu nennen, aber auch die noch erhaltene Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert. Daneben gibt es ein Museum, das Sigtuna-Museum, das über die Geschichte Sigtunas informiert. Auch die zahlreichen Runensteine im Stadtgebiet sind sehenswert.

Sigtuna ist einfach zu erreichen, einfach 50 km von Stockholm nach Norden und man fährt gleichzeitig zurück in die schwedische Vergangenheit.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Schwedische Mode

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Schloss Drottningholm – Wohnsitz der königlichen Familie

Schloss Drottningholm. Bild aus Wikipedia. Fotograph: Holger Ellgaard

Schloss Drottningholm. (Foto: Holger.Ellgaard [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons )

Auch wenn viele der Meinung sind, die schwedische Königsfamilie wohnt im Stockholmer Schloss – das ist nicht der Fall. Der private Wohnsitz der königlichen Familie ist Schloss Drottningholm.

Schloss Drottningholm befindet sich auf einer Insel im Mälaren, und zwar auf der Insel Lovön, also gar nicht so weit von der schwedischen Hauptstadt Stockholm entfernt. Wörtlich übersetzt bedeutet Drottningholm die Königinneninsel. Und hier auf der Königinneninsel hat die schwedische Königsfamilie 1981 ihren Hauptwohnsitz eingerichtet. Im Stockholmer Schloss residieren sie nur noch zu öffentlichen und repräsentativen Anlässen.

Vom äußeren Erscheinungsbild her ist Schloss Drottningholm deutlich ansprechender und eindrucksvoller als das Stockholmer Schloss. Es wird auch als das „schwedische Versailles“ bezeichnet und wurde als erstes Objekt in Schweden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Kein Wunder also, dass sich die königliche Familie hier wohler führt. Allerdings wohnen natürlich heute nur noch Karl Gustav XVI und Königin Silvia auf Schloss Drottningholm. Die Kronprinzessin Victoria lebt mit ihrer Familie in Schloss Haga. Madeleine hat ihren Wohnsitz mit ihrem Mann und den beiden Kindern von New York nach London verlegt und Carl Philip hat sich mit seiner Familie in der Villa Solbacken im Stockholmer Stadtteil Djurgården niedergelassen.

Schon Anfang des 16. Jahrhundert hatte Gustav Vasa auf diesem Gelände einen königlichen Garten anlegen lassen. Das Schloss wurde dann 1580 von Johann III von Schweden erbaut, der ihm den Namen Drottningholm – Königinneninsel gab. Er ließ es nämlich für seine Frau Katarina, der damaligen Königin von Schweden errichten. Danach wechselte es mehrfach den Besitzer und 1661 gelangte das Schloss in den Besitz von Hedwig Eleonore von Schleswig-Holstein, der Witwe von Karl X. Gustav von Schweden. Leider wurde es noch im selben Jahr von einem Feuer komplett zerstört.

Daraufhin wurde es im Barockstil neu aufgebaut mit einer großen Parkanlage, wobei ein Teil davon als Barockgarten im französischen Stil sowie ein anderer Teil eine englische Gartenanlage darstellt. Später kamen weitere Gebäudeteile hinzu, wie das chinesische Schlösschen und das Drottningholms Schlosstheater. 1744 wurde es der Prinzessin Luise Ulrike von Preußen zu ihrer Hochzeit mit dem schwedischen Thronfolger Adolf-Friedrich von Holstein-Gottorf geschenkt. Darauf folgten weitere Umbauten im Schloss im Stil des französischen Rokoko. Schließlich ging es dann 1777 in den Besitz des schwedischen Staats über, jedoch behielt die königliche Familie weiterhin das Wohnrecht.

Unter Gustav V erhielt das Schloss eine gründliche Renovierung. Die Arbeiten dauerten bis 1911, daraufhin zogen der König Gustav V und Königin Viktoria im Drottningholm ein. Wie schon erwähnt, haben auch Karl Gustav XVI und Königin Silvia inzwischen hier ihren privaten Wohnsitz. Sie bewohnen den Südteil des Schlosses.

Schweden besitzt einige schöne Schlösser, doch kann man durchaus sagen, dass Schloss Drottningholm das am besten erhaltene Schloss Schwedens ist und eines der schönsten Beispiele für die Architektur des 17. Jahrhunderts. Viele tausend Besucher besichtigen jedes Jahr das prächtige Schloss mit seinen schönen Gärten, auch wenn ein Teil der Anlage nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Neben Schloss und Park lohnt auch die Besichtigung des chinesischen Schlösschens und des Schlosstheaters mit der noch im Original erhaltenen Bühnentechnik.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Schwedische Mode

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Schwedisch Lernen

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Außergewöhnliche Hotels in Schweden

Zimmer im Eishotel. Foto: Heide

Zimmer im Eishotel. Foto: Heide

Jedes Land rühmt sich seiner besonderen Hotels. Immer wieder liest man Tipps für die Hotels mit dem schönsten Ausblick, den schönsten Pools oder irgendwelchen Besonderheiten. Auch Schweden hat hier etwas zu bieten. Auch hier gibt es außergewöhnliche Hotels, die einen Aufenthalt wert sind oder die man sich einfach mal ansieht.

Schlafen „on ice“

Fangen wir an mit dem berühmtesten der speziellen Hotels in Schweden, dem Eishotel in Jukkasjärvi. Es gibt wohl nur wenige derartige Einrichtungen in anderen Ländern, auch wenn Eishotels, Schneehotels oder Igluhotels inzwischen auch anderweitig Gäste anlocken. Aber das „Icehotel“ bei Kiruna in Lappland übertrifft die anderen in einer Hinsicht: Es ist das erste und älteste seiner Art.

Nach einer Kunstausstellung aus Eisskulpturen im Jahr 1990 entwickelte sich die Idee, an der gleichen Stelle jedes Jahr ein Hotel aus Eis und Schnee entstehen zu lassen. So wurde das Eishotel zum ersten Mal 1991 und seither jedes Jahr wieder gebaut: aus ca. 4000 Tonnen Eis aus dem Fluss Torneälv sowie ca. 30.000 Tonnen Schnee. Es zieht Besucher aus der ganzen Welt an, inzwischen gibt es sogar schon Charterflüge aus Japan, die speziell zum Eishotel anreisen. Die Nacht auf einem Bett aus Eis, mit etwas Styropor und einen Rentierfell darüber, ist nicht ganz billig, aber es ist ein Erlebnis! Allzu kälteempfindlich sollte man vielleicht nicht sein, aber es ist nicht so, dass man in der Nacht wirklich friert. Man bekommt einen warmen Schlafsack, trägt Thermounterwäsche, warme Socken und eine Kopfbedeckung und am Morgen wird man mit einem warmen Preiselbeersaft geweckt und geht anschließend erst einmal in die Sauna. Und bei Abreise bekommt man die Bestätigung, dass man die Nacht im Eishotel überlebt hat, in Form eines Zertifikats.

Aber man muss nicht unbedingt übernachten, um das Hotel einfach mal kennenzulernen. Es ist tagsüber auch erlaubt, einfach durch die Räume zu laufen oder auch an einer Führung teilzunehmen. Jedes Zimmer ist anders, und alle Zimmer und das „Mobiliar“ darin sind echte Kunstwerke. Und einen Drink an der Eisbar in Gläsern aus Eis sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

Das Iglootel Lapland in Arjeplog.

Das Iglootel Lapland in Arjeplog.

Eine ähnliche Einrichtung wie das Eishotel ist das Iglootel bei Piteå, das seit 2012 stets neu aufgebaut wird, und das genau wie das Eishotel auch im Frühling wieder dahinschmilzt. Auch hier entstehen Kunstwerke aus Eis und Schnee, auch hier gibt es eine Eisbar und auch hier schläft man warm eingepackt in der Kälte in einem Raum aus Schnee. Mehrere Iglus stehen zur Verfügung für 2 bis 6 Personen, die über den Hauptiglu miteinander verbunden sind. Das Motto des Iglootels wechselt jedes Jahr und so fällt auch hier die Einrichtung und Gestaltung der Iglus jedes Jahr etwas anders aus. Im Gegensatz zum Eishotel wird das Mobiliar hier aber mit Tischen und Stühlen aus Holz ergänzt.

Eine besondere Atmosphäre entsteht durch Beleuchtungsanlagen, die die Räume in farbiges Licht hüllen. Von Deutschland aus ist das Iglootel über Arvidsjaur per Flug zu erreichen. Die Fluggesellschaft => FlyCar verkehrt hier auch deshalb, weil sich in der Nähe das berühmte Wintertestgelände der Autofirmen befindet. Ein Umstand, der auch zum Erfolg des Hotels beigetragen hat: Das Iglootel stand nämlich zuerst in Arjeplog. Der Erfolg brachte die Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenzen, und 2019 ist das Iglootel an seinen neuen Standort Piteå gezogen.

Schlafen zwischen Baumwipfeln

Noch etwas weiter südlich, genau genommen in der Provinz Norbotten befindet sich ein weiteres einzigartiges Hotel: das Treehotel in Harads. Zwischen Boden und Jokkmokk gelegen, rühmt es sich, durch die außergewöhnliche Gestaltung etwas Besonderes zu sein. Übernachten kann man hier Sommer wie Winter. Man wohnt sprichwörtlich im Wald, hoch oben in den Bäumen. Ein Traum vieler Kinder, den man sich hier als Erwachsener erfüllen kann. Und natürlich genießen auch Familien zusammen dieses Erlebnis! Doch handelt es ich hier nicht um eine einfache, rustikale Unterkunft, sondern um ein außergewöhnliches, komfortables und luxuriöses Hotel. Das Treehotel vermarktet sich vielmehr als Designhotel, das sich perfekt in die natürliche Umgebung integriert und auch hohen Umwelt-Ansprüchen genügt. Der Bau der Anlage ist noch nicht vollständig abgeschlossen, aber bisher gibt es 8 „Hütten“ in den Wipfeln, die die Gäste stets aufs Neue beeindrucken. Sie tragen Namen tragen wie Vogelnest, Blauer Kokon, Kabine, Ufo, Dragonfly oder einfach „das 7. Zimmer“. Alle sind ihrem Namen entsprechend gestaltet – im wahrsten Sinne „Kunst am Bau“. Auch der Frühstücksraum sowie eine Sauna sind in den Bäumen untergebracht. Man kann gespannt sein, was an weiteren Ideen für die nächsten Zimmer dazu kommen werden.

Vom König der Wälder zur Königin

Übernachten im Elchpark.

Übernachten im Elchpark.

Nun reisen wir weiter nach Süden in die Landschaft Västergötland. 150 km nördlich von Göteborg trifft man auf den König der Wälder – und zwar im Elchpark Wrågården’s Wildlife, in der Nähe der Stadt Falköping. Neben Elchen tummeln sich hier gemütliche Bisons, und inmitten dieser sanften Riesen kann man auch übernachten! Groß ist das erste Elch-Hotel der Welt zwar nicht, – genau genommen besteht es aus 2 Hütten, – und es liegt auch weit unter dem Preisniveau der bisher genannten Hotels.

Die beiden Hütten sehen aus wie zwei große Findlinge, sie sind aus Holz und Beton gezimmert und sind auf einer Seite mit einem Elchkopf dekoriert. Ideal sind die „Elchzimmer“ für Familien mit Kindern, bis 5 Personen können darin schlafen. Draußen gibt es noch einen Bereich, wo man Grillen kann, oder einfach nur zum draußen sitzen und die Tiere beobachten, denn diese kommen bis an die Hütten heran. Zwei zahme Elche sollen sich sogar streicheln lassen…

Vom König der Wälder zur Königin des Mälaren. In Stockholm, in der Nähe der Altstadt, liegt ein kleines originelles Hotel – direkt am See Mälaren. Es trägt den Namen Mälardrottningen, die „Königin vom Mälaren“ und es handelt sich hier um ein Schiff, das zu einem Hotel umgebaut wurde. Das Schiff wurde 1924 für einen Millionär namens Billings aus New York gebaut. Damals hieß es noch Vanadis. Später kaufte der Woolworth-Millionär, Frank W. Hutton, das Schiff und schenkte es seiner Tochter Barbara zum 18. Geburtstag. Auf ihrem Schiff verkehrten Royals und Filmstars aus der ganzen Welt. So wandelt man also in den Fußspuren einiger Berühmtheiten, wenn man das Hotel Mälardrottningen betritt. 1980 begann man, das Schiff umzubauen, und seit September 1982 liegt die ehemalige Huttonjacht nun an ihrem heutigen Standort, am Rande von Riddarholmen. Seither heißt das Schiff passenderweise „Mälardrottningen“ und beherbergt Gäste aus aller Welt.

Das etwas außergewöhnliche Hotel ist kein Luxushotel und nur für Leute geeignet, die in kleinen Räumen gut zurechtkommen. Man wohnt in Kajüten unterschiedlicher Kategorie, wobei die einfachsten mit Stockbetten ausgerüstet und nur 6 m² groß sind, – eben eine „Budget-Schiffskabine“. Aber es gibt auch größere Kabinen mit Doppelbetten, die richtig geräumig sind und die mal die Kabine des Kapitäns oder der Offiziere waren. Beim Frühstück hat man das Gefühl, man befindet sich auf See, nicht etwa weil es schaukelt, sondern weil man vom Frühstücksraum direkt auf den Mälaren blicken kann.

Das sind nun also die Beschreibungen von fünf etwas anderen Hotels in Schweden. Es gibt sicher noch andere, die aus dem Rahmen fallen und die man bei einem Urlaub in Schweden erforschen kann.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Schwedische Mode

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Schwedisch Lernen

„Schwedisch lernen: Schwedisch-Sprachkurs“ bedient sich der erfolgreichen Langzeitgedächtnis-Lernmethode. Abwechslungsreiche Aufgaben Tag für Tag und eine große Auswahl an Lernmethoden motivieren und vertiefen das Gelernte spielend. Diskutiere nach dem Tagespensum mit Gleichgesinnten und tausche Dich aus in unseren Foren und der Insider-Lerngemeinschaft. So kannst Du innerhalb kürzester Zeit Schwedisch lernen und Dich fließend auf Schwedisch unterhalten.






Wer war Birger Jarl?

Birger Jarl Statue auf Riddarholmen, Stockholm. Foto aus Wikipedia

Birger Jarl Statue auf Riddarholmen, Stockholm. Foto aus Wikipedia

Läuft man durch Stockholm, so stößt man immer wieder auf seinen Namen: Birger Jarl. Da zieht sich die lange „Birger Jarl Gatan“ durchs Zentrum von Stockholm, oder man kommt an der Statue zu Ehren Birger Jarls auf Riddarholmen vorbei. Da fragt sich doch sicher der eine oder andere: wer war dieser Birger Jarl?

Birger Jarl war ein schwedischer Staatsmann weit vor unserer Zeit, und nicht umsonst findet man gerade in Stockholm viele Spuren von ihm, denn er war der Gründer von Stockholm. Sein eigentlicher Name lautete Birger Magnusson von Bjälbö. Der Begriff Jarl ist nämlich gar nicht sein Familienname, wie man meinen könnte. Jarl ist ein Titel, der interessanterweise nicht vor, sondern hinter dem Namen steht.

Jarl ist in den nordischen Ländern ein Fürstentitel und entspricht etwa dem englischen Earl oder einem deutschen Grafen. Jarls hatten im mittelalterlichen Schweden eine besondere Stellung und gehörten zur Aristokratie, ihre Stellung war annähernd so bedeutend wie die des Königs. Birger Jarl stammte aus dem Geschlecht der Bjälbö. Geboren wurde er vermutlich 1210 und er starb 1266. Er war übrigens der letzte, der den Titel Jarl trug.

Zur Zeit Birger Jarls saß König Erik XI. Eriksson auf dem schwedischen Thron, ein Schwager von Birger Jarl, der den Zusatz „der Lispelnde und Lahme“ trug. Unter der Herrschaft dieses, ihm nahestehenden Königs gelangte Birger Jarl zur Macht. Er wurde 1248 Reichsverweser, sozusagen der Vertreter des Königs. Einen Namen machte sich Birger Magnusson durch die Vereinheitlichung und Modernisierung der schwedischen Gesetzgebung im Sinne christlicher Werte. Dies gelang ihm durch seine guten Beziehungen zur Kirche. Zwei seiner Brüder und auch sein Sohn waren Bischöfe. Die vier Reichsgesetze zum Hausfrieden, Frauenfrieden, Thingsfrieden und Kirchenfrieden sind sein Verdienst.

Auch versuchte er durch Feldzüge nach Osten die schwedische Herrschaft zu stärken. Als der schwedische König Erik XI. Eriksson 1250 starb, starb mit ihm das Eriksgeschlecht aus. Birgers Söhne, die über ihre Mutter, Ingeborg Eriksdotter, Tochter von Erik Knutsson (1208-1216 König von Schweden) mit dem schwedischen Königshaus verwandt waren, hatten Anspruch auf den schwedischen Thron, und so wurde Birgers Sohn Waldemar noch minderjährig zum schwedischen König gekrönt. Das bedeutete aber auch, dass Birger seine Position als Regent Schwedens weiter festigen konnte. Zusammen mit seinem Sohn regierte er Schweden. Waldemar wurde zwar 1275 von einem Bruder Magnus entmachtet, das änderte aber nichts am Einfluss Birger Jarls.

Birgers Frau Ingeborg starb 1254. Daraufhin heiratete er 1261 noch einmal, und zwar die dänische Königin Mechtild von Holstein.

Überlieferungen zu Folge hat Birger Jarl die Stadt Stockholm gegründet, und zwar etwa im Jahre 1252. Auch ließ er die Einfahrt in den Mälaren befestigen und machte Stockholm zu einer interessanten Handelsstadt für die Hanse.

Er starb am 21. Oktober 1266 in Jälbolung in Västergötland und wurde im Kloster Varnhem begraben. Dort ruht auch seine zweite Frau Mechtild. Im Jahre 2002 hat man die Gräber geöffnet und mittels Untersuchungen der sterblichen Überreste festgestellt, dass es sich in diesem Grab tatsächlich um Birger Jarl handelte. Man hat auch herausgefunden, dass die Figuren auf dem Grabstein Birger, Mechtild und deren Sohn Erik darstellen sollen. Nach dem Bau des Stockholmer Stadshusets wollte man Birgers Überreste nach Stockholm überführen, die Verantwortlichen des Klosters Varnhem jedoch lehnten das ab. So musste sich Stockholm mit einem Grabmonument neben dem Stadshus begnügen.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Carl Larsson und sein Haus in der Sonne

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Das Heim von Carl und Karin Larrson ist noch heute so wie in der „guten alten Zeit“. Foto: Carl Larsson Gården

Carl Larsson (1853-1919) war einer der beliebtesten schwedischer Künstler. Bekannt sind seine Aquarelle, die ein idyllisches, schwedisches Familienleben darstellen. Im Zentrum seiner Kunst stand sein Haus in Sundborn, das „Haus in der Sonne“!

In dem 1909 erschienenen Buch „Das Haus in der Sonne“ schildert er mit Texten, Zeichnungen und Aquarellen das Leben in diesem Haus mit seiner Familie. Larsson war verheiratet mit Karin und hatte sieben Kinder. Die Larsson zogen um die Jahrhundertwende in diesen „kleinen, hässlichen, unansehnlichen Bau“ und richteten sich dort auf ihre besondere Art ein. Familie Larsson prägte einen Stil, der auch heute noch als der typisch schwedische Einrichtungsstil gilt, gekennzeichnet durch viel Licht, viele Farben und viele fröhliche Details.

Als Carl Larsson-Gården ist das Haus heute ein Museum, und sowohl für Larsson-Anhänger als auch Schweden-Interessierte immer einen Besuch wert. Es liegt ein paar Kilometer nördlich von Falun in Dalarna. => Offizielle Homepage.

Inspiriert von Frankreich, zu Hause in Schweden

Carl Larssons Tochter Brita, eines seiner bekanntesten Gemälde. Bild aus Wikipedia

Carl Larssons Tochter Brita, eines seiner bekanntesten Gemälde. Bild aus Wikipedia

Carl Larsson wurde 1853 in der Prästgatan in Gamla Stan in Stockholm geboren. Seine Kindheit war von Armut geprägt und alles andere als glücklich, aber Carl war künstlerisch begabt. Auf Anraten seines Lehrers begann er mit 13 Jahren eine Ausbildung an der Königlichen Kunstakademie in Stockholm. Um das Studium zu finanzieren, war er gezwungen nebenbei zu arbeiten, z.B. bei einem Fotografen. Erst als ihm 1876 eine königliche Medaille verliehen wurde, ging es für Carl Larsson finanziell bergauf.

Zunächst musste er sich jedoch als Karikaturist und Graphiker über Wasser halten. Er illustrierte verschiedene Erzählungen und arbeitete für die Zeitung „Kasper“.

Mehrere Reisen führten Larsson nach Frankreich. In Grez-sur-Loin, in der Nähe von Paris, fand er einen Ort, wo er sich wohlfühlte. Hier lebte er zusammen mit anderen skandinavischem Künstlern, und hier fand er die Motive für seine Malerei: Bäume, Blumen, Gärten, Häuser mit Veranda, Wasserfälle, idyllische Landschaften. Grez war ein Wendepunkt in seinem Leben. Er änderte seinen Malstil, entfernte sich von der Ölmalerei und wandte sich der Aquarellmalerei zu. Bevorzugt malte er nun ländliche Motive in leuchtenden Farben. Hier entstanden viele seiner ersten Aquarelle und hier lernte er auch seine spätere Frau kennen: Karin Bergöö, ebenfalls eine Künstlerin und auch aus Schweden. Karin stammte aus Örebro. Sie hatte an der Kunstakademie in Stockholm studiert und war, wie Carl Larsson, in die Künstlerkolonie Grez-sur-Loing, in der Nähe von Paris gereist.

Zur Hochzeit reisten die beiden zurück nach Schweden, kehrten dann aber nochmal nach Frankreich zurück. Ihre erste Tochter, Suzanne, wurde 1884 in Grez in Frankreich geboren. Anschließen zog die kleine Familie wieder zurück in die Heimat, nach Stockholm. Von nun an malte Larsson hauptsächlich Bilder von Stockholm. Er schloss sich der Künstlergruppe „Opponenterna“ an, welche eine Reform der Kunstausbildung gegen die mächtige königliche Kunstakademie durchsetzen wollten. Der Kunstsammler Pontus Fürstenberg aus Göteborg wünschte sich eine größere Anzahl von Gemälden von Carl Larsson. Aus diesem Grund ließen die Larssons ihre inzwischen zwei Kinder bei Karins Eltern und zogen noch einmal für ein Jahr nach Frankreich.

Sundborn machte die Larssons sesshaft

Sundborn Hyttnäs

Das Haus ist als Sundborn bekannt. Larsson selbst nannte es „hyttnäs“.

Als sie 1888 nach Schweden zurückkehrten, bekam das Ehepaar Larsson von Karins Eltern ein kleines Häuschen geschenkt. Es lag in der Provinze Dalarna, in Sundborn bei Falun. Dieses Haus war zunächst nicht besonders schön, eher eine Hütte, aber Carl und Karin richteten es nach und nach handwerklich und künstlerisch nach ihrem Geschmack ein. Es wurde ausgebaut und verschönert und auf den Namen „Hyttnäs“ getauft, was so viel heißt wie „kleine Hütte“. Einen großen Teil der Textilien und Möbel hat Karin Larsson selbst entworfen.

Die Larssons bekamen acht Kinder, wobei eines davon bei der Geburt starb. Die Kinder wurden in Hyttnäs / Sundborn großgezogen. Es war der familiäre und künstlerische Mittelpunkt. Hier entstanden viele Ölgemälde und Aquarelle, auf denen die Kinder, das Haus, die Umgebung und die Dorfgemeinschaft verewigt wurden. Die Familie war stets Carl Larssons liebstes Motiv.

Das Haus in Sundborn wurde eines der bekanntesten und beliebtesten Künstlerheime auf der ganzen Welt.

Staatstragende Aufträge

Das Interesse an Carl Larsson nahm national und international weiter zu. So wurde er damit beauftragt, die Innenwände des Nationalmuseums in Stockholm künstlerisch zu gestalten. Weitere seiner Werke wurden in der Königlichen Oper und im Königlich Dramatischen Theater ausgestellt. Auf der Internationalen Kunstausstellung 1896 in Berlin wurde ihm eine Goldmedaille verliehen. Richtig bekannt wurde er in Deutschland nach der Veröffentlichung des Werkes „Das Haus in der Sonne“ im Jahre 1909. Schon damals war man entzückt vom kreativen, hellen und „gemütlichen“ Stil aus Skandinavien – und in Einrichtung und Kunsthandwerk lebt das Erbe Carl Larssons bis heute nach. Der Künstler starb 1919 in Falun, seine Frau Karin überlebte ihn bis 1928 und wurde auch in Sundborn bei Falun begraben.

Nach dem Tod von Carl und Karin beschlossen die Kinder, das Haus in Sundborm so zu belassen, wie es zu Lebzeiten der Eltern war. Es wurde in ein Museum umgewandelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Trotzdem treffen sich die Nachkommen hier immer noch zu Familienzusammenkünften.

Besuch im Carl Larsson-Gården

Der Carl-Larsson-Gården ist ganzjährig geöffnet, das Haus selbst kann im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden. Infos zu Öffnungszeiten und Touren auf der => Carl-Larsson-Homepage.

Das „Haus in der Sonne“ strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Man sagt, die Anwesenheit der Larssons und der vielen Kinder, die Fröhlichkeit und Heiterkeit, soll immer noch spürbar sein.

Autor(in): Heide – Heide.Walker@conductix.com

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Viggsö – die ABBA Insel

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Das berühmte ABBA-cottage auf Viggsö.
Fotograf: unbekannt

Die Stockholmer Schären bestehen aus etwa 24.000 Inseln. Hier haben viele Stockholmer ein Ferienhaus und genießen dort das Wochenende. Eine der Inseln hat eine besondere Berühmtheit erlangt. Auf Viggsö haben sich in den 70iger Jahren die ABBA-Mitglieder niedergelassen. Und hier sind auch die meisten der erfolgreichen Songs von ABBA entstanden.

Die Insel Viggsö ist nur etwa 1 km lang und befindet sich zwischen Grinda und Värmdö in den Schären vor der Küste von Stockholm. Eine Straßenverbindung zum Festland bzw. einer anderen Insel gibt es nicht. Man kommt also nur mit dem Boot hierhin.

Agnetha und Björn hatten sich als erstes hier 1971 ein Ferienhaus gekauft. 1974 folgten ihnen dann Frida und Benny auf diese Insel. Beide Paare wohnten ganz nahe beieinander, so dass sie zu Fuß von Haus zu Haus laufen konnte. Auch der Manager Stig Andersson hatte sich bereits 1971 hier niedergelassen. So waren die Voraussetzungen geschaffen, um in Ruhe miteinander arbeiten zu können, von den Fans geschützt zu sein und auch die Ruhe genießen zu können. Mit ihren Kompositionen begannen die vier bzw. fünf ABBA-Mitglieder hier im Jahre 1972, als sie für den Eurovision Song Context einen Song schreiben wollten. Es entstand „Ring Ring“. Wie man weiß, führte diese Aufnahme nicht zu dem gewünschten Erfolg, jedoch ein Jahr später schafften sie es dann mit „Waterloo“. Viele der ABBA-Hits entstanden hier, genauer gesagt in einem kleinen Cottage. Hier in dieses Cottage zogen sich Björn und Benny regelmäßig zurück und arbeiteten zusammen, oft bis spät in die Nacht. Daraus entstanden dann Erfolgshits wie Fernando oder Dancing Queen. Daneben genossen sie aber auch mit ihren Frauen die Ruhe auf der Insel zur Erholung nach längeren Tourneen. Hier konnten sie am Strand spazieren gehen, ohne von den Fans verfolgt zu werden. Das Cottage war in vielen Filmaufnahmen über ABBA im Fernsehen und auch in dem Film „ABBA – the Movie“ zu sehen. So hat man es sogar für das ABBA-Museum, das im Mai 2013 in Stockholm eröffnet wurde, nachgebaut.

Nachdem die Band sich aufgelöst hatte und Agnetha und Björn und schließlich auch Frida und Benny sich trennten, zogen sich die ABBA-Mitglieder nach und nach von der Insel zurück. Björn ging für ein paar Jahre nach London und Agnetha blieb zunächst mit ihren Kindern noch längere Zeit in ihrem Haus auf Viggsö. Frida und Benny zogen in eine Wohnung in der Stadt und nach der Trennung ging jeder seine eigenen Wege. Das Ulvaeus Grundstück auf Viggsö blieb noch lange in Besitz von Björn und seiner neuen Familie. Er lebte hier mit seiner zweiten Frau Lena. Schließlich konnte er 2007 einen Teil des Grundstücks von Stig Andersson über dessen Sohn Lasse dazu erwerben.

2011 verkauften Björn und Lena beide Grundstücke zusammen. Als Käufer trat Johan Bengtsson auf, der bereits mehrere Grundstück und Museen besitzt. Es gab dann immer wieder Gespräche und Ideen, aus dem berühmten Cottage eine Art Mini-ABBA-Museum zu machen. Björn selber hat sich zu diesem Thema nicht weiter geäußert. Die Familie Ulvaeus kaufte sich anschließend ein Grundstück auf der Insel Hölö. Eine besondere Touristenattraktion ist Viggsö trotzdem nicht geworden, worüber die Bewohner von Viggsö sicher auch ganz froh sind. Die Erinnerungen an ABBA findet man heute eher im ABBA-Museum in Stockholm.

Autorin: Heide – Heide.Walker@conductix.com

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