Samen




Wintermarkt in Jokkmokk

Rentier-Rennen Jokkmokk

Das Rentier-Rennen ist ein Magnet für Bsucher. Foto: Asaf Kliger/ imagebank.sweden.se

Der Ort Jokkmokk liegt in der nordschwedischen Provinz, in Norbottens län in Lappland, am nördlichen Polarkreis. Er liegt an der Europastraße 45, verfügt über viele Busanbindungen und einen Bahnhof der Inlandsbahn. Jokkmokk steht für das Zentrum der samischen Kultur in Schweden. Seit nunmehr 1605 wird hier jedes Jahr der „Vintermarknad“ veranstaltet, auf dem Samen aus ganz Lappland ihre Waren zum Verkauf anbieten. Hier gibt es Sami-Kultur zum Anfassen.

Der Wintermarkt beginnt immer am ersten Donnerstag im Februar – eine uralte Tradition – und dauert eine ganze Woche. Dabei ist der Markt 24 Stunden am Tag geöffnet! Bei einer offizielle Eröffnungszeremonie schreitet eine Kerzenlicht-Prozession vom Markt bis zum Museum in Jokkmokk.  Das ca. 3.000 Einwohner große Städtchen verwandelt sich  dann in einen richtigen Rummelplatz. Es kommen jedes Jahr  bis zu 40.000  Menschen nach Jokkmokk zum Wintermarkt.

Auch wenn hier schon mal mehr als zwanzig Grad minus herrschen, scheint das im Marktrummel niemanden zu stören. Es gibt viele Cafés und Restaurants, wo man sich zwischendurch aufwärmen kann. Es handelt sich hier auch nicht um einen herkömmlichen Markt, sondern hier spiegelt sich die samische Kultur wieder.

Jokkmokk Wintermarkt

Buntes Markttreiben bei Minus 20 Grad. Foto: Asaf Kliger/ imagebank.sweden.se

Der Markt ist unterteilt in einen  historischen und einen „modernen“ Markt. Man findet hier viele Rentiere, Rentierfelle, sowie auch allerlei andere samische Spezialitäten.  Man kann samische Kleidung, Schmuck, Holzgegenstände sowie samische Fleisch- und Fischspezialitäten kaufen. An den Feuern werden trationelle Geschichten erzählt und man kann den Joik-Gesängen der Samen lauschen. Es gibt viele Kunstausstellungen und Vernissagen, Filmvorstellungen, Konzerte, Vorträge und vieles mehr. Es werden auch Schlittenhundtouren bzw. Rentiertouren angeboten. Auch hat man hier die Möglichkeit, eine Tour mit einem Schneemobil zu unternehmen, denn auch das moderne Leben der Schweden hat auf diesem Markt mittlerweile Einzug gehalten.

Die Übernachtungsmöglichkeiten in und um Jokkmokk sind meistens schon lange im voraus ausgebucht und sollten daher weit im voraus gebucht werden. Wer Lust auf diesen Markt bekommen hat, aber leider nicht hinfahren kann, der sollte sich die Eröffnunszeremonie auf der Webcam angucken, die in Jokkmokk am Park installiert ist. Man kann ein paar schöne Eindrücke mitnehmen.

Autor(in): Susanne S. – familieschneck@aol.com

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Der Vielfraß – einer der Big Four Schwedens

Vielfrass. Foto: Heide

In Afrika redet man von den Big Five – den fünf Großen, den fünf wichtigsten Tieren, denen man auf den Safaris begegnen kann. Schweden hat seine Big Four oder „De fyra stora“. Es handelt sich um die vier größten Raubtiere Schwedens: der Wolf, der Braunbär, der Luchs und der Vielfraß. Manchmal redet man auch hier von den „fem stora“ und zählt den Elch noch dazu. Außer dem Elch bekommt man die anderen vier eher selten in freier Wildbahn zu Gesicht, aber in den vielen Tierparks kann man sicher mal Begegnung mit ihnen machen. Bär, Wolf und Luchs sind wohl jedem mehr oder weniger bekannt, aber was ist der Vielfraß für ein Tier?
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Die Sami – Ureinwohner Lapplands

Quelle: www.charlottesblogshop.com

Die Samen, oder auch Sami oder Sapmi – wie sie sich selbst bezeichnen – sind die Ureinwohner Nordskandinaviens. Sie leben nicht nur in Lappland, wie man häufig meint, ihr Siedlungsgebiet umfasst den Norden Schwedens, Norwegens, Finnlands, Russlands sowie der Ukraine und reicht in Schweden südlich bis nach Dalarna in der Gemeinde Idre. Früher war noch der Begriff Lappen für die Samen gebräuchlich, heute wird diese Bezeichnung jedoch als herabschätzend, ja fast schon als Schimpfwort betrachtet.
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Der Wintermarkt in Jokkmokk – der kälteste Markt der Welt

Jedes Jahr am ersten Februar-Wochenende strömen die Besucher nach Jokkmokk, einem kleinen Ort in Schweden nördlich des Polarkreises. Der Jokkmokk Wintermarkt findet statt. Das kulturelle Ereignis in Lappland! Der Markt von Jokkmokk ist weit über die Grenzen von Schweden hinaus bekannt und von überall aus Skandinavien reisen die Händler und Besucher an. Inzwischen gesellen sich auch einige Touristen aus anderen Ländern dazu.
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Anja Pärson – ein schwedischer Superstar

Wer kennt sie nicht? Anja Pärson, die schwedische Skiläuferin. Seit vielen Jahren auf der Piste, immer mal wieder hat sie ihren Rücktritt angekündigt, aber sie kann es nicht lassen, immer wieder hört man von ihren Siegen. Und dabei hat man immer wieder das Bild vor Augen, wenn sie sich nach einem Sieg auf den Boden wirft und mit ausgestreckten Armen und Beinen vor Freude auf dem Boden entlang rutscht.
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Der Kungsleden – der königliche Wanderweg (Teil 2)

Zunächst etwas zur Geschichte des Kungsleden:
Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Eisenbahnstrecke zwischen Kiruna und Narvik geplant wurde, sah der STF, die Schwedische Touristenvereinigung, die Gelegenheit, das lappländische Fjäll für Besucher zugänglicher zu machen. Zunächst plante man die Strecke von Abisko am Torneträsk zum Kebnekaise und weiter nach Nikkaluokta. Auch über die Weiterführung der Strecke bis Kvikkjokk hatte man sich schon Gedanken gemacht.
In den zwanziger Jahren wurde der Pfad dann allmählich mit zunächst einfachen Hütten ausgestattet. In der Anfangszeit konnten sich nur reiche Leute leisten, diese Gegend zu besuchen, nur sie konnten die recht teure Bahnreise nach Lappland bezahlen.
Die Strecke von Abisko bis Vakkotavare legte man 1926-1927 an.
1928 sprach der schwedischen Tourismusverein zum ersten Mal offiziell vom Kungsleden.
In den dreißiger Jahren entstanden dann die großen Fjällstationen wie Abisko, Kepnekaise, Kvikkjokk und Grövelsjön. Auch begann man Zweizimmerhütten entlang des Kungsleden zu bauen, die aber heute nicht mehr existieren. Irgendwann waren die Besucherzahlen derart angestiegen, dass man weit mehr Übernachtungsplätze benötigte. Es entstanden die heutigen „Stugor“.
Im Jahre 1950 endete der Kungsleden in Ammarnäs, 1975 wurde er bis Hemavan verlängert.

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