Ostsee Schweden

Schweden Küste, Ostsee. Infos und Beiträge zum Thema.

Skellefteå – Die „Stadt des Goldes“

Skellefteå Museum

Das Skellefteå Museum im Kultur- und Erholungsgebiet Nordanå. Foto: Jlundqvi/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

Skellefteå ist eine Kleinstadt an der Küste Nordschwedens. Als Stadt noch jung, doch seit Jahrtausenden besiedelt. Eine mit Holzwirtschaft und Bergbau gewachsene Industrie- und Hafenstadt. Eine Eishockeystadt. Alljährlich für ein Sommerwochenende eine Musikstadt mit zehntausenden Besuchern. Eine Stadt 200 Kilometer südlich des Polarkreises. Am Rande einer faszinierenden Welt.

Die Industriestadt ist Skellefteå anzusehen. Doch was vielleicht an städtebaulichem Reiz fehlt, gleicht die Umgebung der an der E4, etwa auf halbem Weg zwischen Umeå und Luleå gelegenen Hafenstadt aus. (mehr …)

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Pataholm – Auf einen Kaffee ins 19. Jahrhundert

Pataholm

Pataholm: Wie im 19.Jahrhundert. Foto: Udo Schröter /https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 2.5)

Etwas abgelegen ist Pataholm einer jener verträumten Orte, die entdeckt werden wollen. Wer sich in das Küstenörtchen „verirrt“, dem weht nicht nur Seeluft um die Nase. Pataholm versprüht eine ordentliche Prise Nostalgie. Der Flecken hat sich das Antlitz des 19. Jahrhunderts bewahrt.

Fast scheint es, die Zeit sei stehen geblieben in Pataholm. Dem idyllischen Örtchen am Kalmarsund mit seinen gepflasterten Straßen und schmucken Holzhäusern. Von Wiesen, Feldern und Wald umgeben. Wobei die Stattlichkeit der Häuser doch überrascht. (mehr …)

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Die langen Kerle von Öland

Leuchtturm Långe Jan

Am südlichen Ende von Öland: Der Långe Jan. Foto: Kevin Cho/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 4.0)

Die langen Kerle von Öland sind Wächter und Orientierungspunkte. Manchmal schwankend, doch immer Achtung gebietend versehen sie ihren Dienst. Längst sind die langen Kerle Wahrzeichen der Sonneninsel in der Ostsee. Allen voran der Långe Erik und der Långe Jan.

Man muss einfach zu ihnen aufblicken. Majestätisch bauen sich die langen Kerle an den Küsten Ölands auf. Der Långe Erik (deutsch: Langer Erik) und der Långe Jan (deutsch: Langer Jan) sind im wahrsten Sinne des Wortes die herausragendsten Exemplare. (mehr …)

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Schloss Kalmar

IMG_4520Die Geschichte von Schloss Kalmar beginnt im 12. Jahrhundert. Damals wurde ein Verteidigungsturm gegen Piraten und andere Feinde an dem Platz errichtet, an dem das Schloss heute steht, nämlich auf einer Halbinsel an der Ostsee, umgeben von einem heute mit Gras überwachsenen Burggraben. Zu jener Zeit wurde Kalmar offiziell zur Stadt ernannt. Unter der Regentschaft von König Magnus Barnlock wurden Ende des 13. Jahrhunderts mehrere Türme und eine Ringmauer gebaut. Durch den Eingang, der sich im großen Turm befindet, gelangte man damals wie auch heute noch ins Schloss. Bei seiner Fertigstellung war das Schloss Kalmar eines der modernsten Gebäude Schwedens.

Während mehreren Jahrhunderten war Schloss Kalmar eine mächtige Festung. Das Schloss lag dank seiner Nähe zu Dänemark strategisch günstig. Bis 1658 waren Schonen, Bleckinge und Halland dänisches Territorium, bis es von den Schweden erobert wurde.

Im Mittelalter war das wichtigste Ereignis in Kalmar die Bildung der Kalmarer Union. Im Jahr 1397 wurde innerhalb der Schlossmauern das erste Abkommen von Vertretern von Dänemark, Norwegen und Schweden unterzeichnet. Königin Margaret war die große Treiberin dieser Union. Die Absicht war, die drei Königreiche in einer einzigen Monarchie mit gemeinsamer Außenpolitik näher zusammen zu bringen. Diese starke Allianz würde ein Gegengewicht zur politisch mächtigen Gemeinschaft der deutschen Stadtstaaten der Hanse bilden. Die Union wurde erst mit der Krönung Gustav Vasas im Jahre 1523 aufgelöst.

Schloss Kalmar war der erste Aufenthaltsort für Gustav Wasa nach seiner Flucht aus Dänemark. Es gibt deswegen auch einen Brunnen und ein Monument zu seinen Ehren. In der Zeit der frühen Vasakönige wurde die mittelalterliche Festung in einen Renaissancepalast nach dem Vorbild europäischer Höfe umgebaut. Der damalige Stil wurde in vielen Teilen des Schlosses bis heute beibehalten. Die Könige dieser Zeit heuerten berühmte Künstler und Zimmerleute an, um das Schloss zu modernisieren. In der Goldenen Halle befindet sich die goldene Decke, heute einer der besterhaltenen Schätze von Schloss Kalmar.

Nach dem Friedensvertrag von Roskilde im Jahr 1658 verlor Schloss Kalmar seine Bedeutung als wichtigste militärische Bastion Südschwedens. Königlicher Besuch wurde selten und sogar die luxuriösesten Zimmer des Schlosses wurden für weniger vornehme Zwecke verwendet. So wurden einige Räume zu Verließen, Lagerräumen und sogar eine Distillerie fand dort für kurze Zeit Platz.

Das Schloss Kalmar ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt. Historisch betrachtet war es Schauplatz bedeutender internationaler Politik, höfischer Intrigen, feuriger Belagerungen und heftiger Kämpfe. Heute ist das Schloss Kalmar ein lebhafter und wandlungsfähiger Ort, der von vielen Leuten besucht wird.

Im Sommer wird das Schloss ganz in Kinderhand gegeben. Die Mädchen können sich als Prinzessinnen verkleiden und sogar eine echte treffen. Die Jungs, oder natürlich auch Mädchen können den schwarzen Ritter zum Kampf auffordern und eine Ritterprüfung mit verschiedenen Aufgaben ablegen. Am Schluss werden sie feierlich zum Ritter geschlagen und erhalten eine Urkunde und eine Kette. Auch eine spannende Schatzsuche steht auf dem Programm.

Schloss Kalmar ist also wirklich für die ganze Familie einen Besuch wert, der sich auch gerne immer wieder wiederholen lässt.

 

 

 

 

Autor(in): Karin – kainer@sfw-media.com

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Stora Karlsö – Zur „Esche des Linné“

Tordalken auf Stora Karlsö

Bevölkern Stora Karlsö zu Tausenden: Tordalken, auch Pinguine des Nordens genannt. Foto: neekoh.fi/ flickr.com (CC BY 2.0)

Stora Karlsö begrüßt Besucher mit mächtigen, steilen Felswänden. Teils ragen sie bis zu 45 Meter aus dem Wasser. Entstanden aus Korallenriffen. Zu einer Zeit als Gotland noch am Äquator lag. 400 Millionen Jahre später ist diese zu Stein gewordene Unterwasserwelt ein „Naturkleinod des Nordens“.

Die Insel Stora Karlsö liegt etwa 6,5 Kilometer westlich von Gotland. Gerade zweieinhalb Quadratkilometer groß, zählt das aus zwei Korallenriffen des Urmeeres entstandene Kalksteingebilde zu den herausragenden Naturschutzgebieten Schwedens. Dass die Insel zu einem solchen wurde, ist einer Pionierleistung zu verdanken. (mehr …)

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Mönsterås und Timmernabben

Zentrum von Mönsterås Foto: wikipedia.de

Zentrum von Mönsterås
Foto: wikipedia.de

Mönsterås und Timmernabben – zwei Urlaubsorte an der schwedischen Ostseeküste zwischen Kalmar und Oskarshamn, in der Provinz Kalmar, im schönen Småland. Diese beiden Orte gehören mit zu den wichtigsten Urlaubsorten an der schwedischen Ostseeküste mit Wald, Wasser und Felsen. Sie liegen beide am Kalmarsund vor der Insel Öland. Diese Landschaft ist typisch schwedisch. Von Mönsterås aus gibt es auch eine Fährverbindung nach Borgholm auf Öland.

Die Küste ist hier teils sehr zerklüftet, ca. 150 km lang und man findet hier ca. 300 kleine schärenartige Inseln, die zusammen grösser als ein viertel Hektar sind, viele Felskuppeln, die aus dem Wasser gucken  und ein waldreiches Hinterland. Diese Gegend eignet sich sehr für Aktivurlaub, z. B. findet man hier einen Golfplatz, viele Rad- und Wanderwege, Reiterhöfe und Kanuverleih. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Eine europäische Großmacht

Karte Schweden von Gustav Vasa bis 1660

Eine europäische Großmacht: Die Karte zeigt die Erwerbungen des Schwedischen Reiches von Gustav Vasa bis 1660. Abbildung: Memnon335bc /commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

Im 17. Jahrhundert erlangte Schweden die Stellung als europäische Großmacht. Das Königreich am Rande Europas eroberte die Vorherrschaft über die Ostsee. Selbst München ist vor schwedischen Truppen nicht mehr sicher. Doch Schwedens Geschichte ist in dieser Zeit nicht nur von einer expansiven Außenpolitik gezeichnet. Innenpolitisch fördert und erfordert die Großmachtstellung zahlreiche Reformen. Reformen, die das schwedische Staatswesen bis heute beeinflussen. (mehr …)

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Sölvesborg und die leuchtenden Bögen über Sölvesborgsviken

Sölvesborgs-Brücke

Neues Wahrzeichen von Sölvesborg: Die Sölvesborgsbron. Foto: Adville /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Sölvesborg ist ein 8.400 Einwohner zählendes Städtchen und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde an der südschwedischen Küste. Der Ort hat eine Burgruine, die mittelalterliche Kirche, den historischen Ortskern mit Kopfsteinpflastergassen, Wald und Strand. Und Sölvesborg hat die Sölvesborgsbron – die längste Fußgänger- und Radfahrerbrücke Europas. (mehr …)

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Norrbyskär und die Norrbyskären – Inselidyll von nationalem Interesse

Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan.

Im Musterort Norrbyskär: Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan, auf der Insel Långgrundet. Foto: Atteism /commons.wikimedia.org/

In Norrbyskär zu leben galt einst als Privileg, die Norrbyskären „bedeuteten die Welt“: Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf ein paar unbewohnten Inseln im Bottnischen Meerbusen eine der größten Sägewerksanlagen Europas. Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinde gegründet. Eine Modellgemeinde für Arbeiter und Angestellte, die „ideale Gesellschaft im Ozean“ sollte entstehen. Ein industrielles und kulturelles Erbe, dessen Erhalt von nationalem Interesse ist. Und ein beliebtes, eines der bedeutendsten Touristenziele in der Region.

Die Inselgruppe Norrbyskären liegt 40 Kilometer südlich der Kulturhauptstadt 2014 Umeå.  Etwa eine Viertelstunde dauert die Fährüberfahrt von dem Örtchen Norrbynan der Küste von Ångermanland, zur Anlegestelle auf Stuguskär, einer der größeren Inseln des Archipels im südlichen Kvarken. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Beginn der schwedischen Expansionspolitik

Reval im Jahre 1561

Im Zuge seiner Expansionspolitik errang Schweden die Herrschaft über Reval. Die Abbildung zeigt die Stadt im Jahr der Eroberung, 1561. Aus: Baltischer Kulturhistorischen Bilder-Atlas 1886 /commons.wikimedia.org/

Nach Auflösung der Kalmarer Union war Schwedens Geschichte von der Begründung und dem Aufstieg der Vasa-Dynastie geprägt. Dominierten zunächst die inneren Probleme die Politik, zeichnet sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein Wandel ab – der Beginn der schwedischen Expansionspolitik im Ostseeraum.

War es für die Stabilisierung des schwedischen Königreichs nach dem Ausscheiden aus der Kalmarer Union äußeren Frieden zu schaffen, zeichnete sich unter Gustav Vasas Nachfolgern schon bald ein Wandel in der Außenpolitik ab. Wobei die Bruderkämpfe um Gustav Vasas Erbe nicht ohne Folgen auf die außenpolitischen Konstellationen blieben. (mehr …)

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