Nordschweden

NORDSCHWEDEN – Kultur, Tradition, Landschaft, Leute und mehr…  – Schweden


Lappland – Die Perle Nordschwedens

Lappland. Für viele Schweden-Begeisterte immer noch ein weißer Fleck auf ihrer Landkarte. Aber dennoch für Viele ein Traumziel. Warum eigentlich? Weil es so weit oben im Norden liegt? Wegen der unendlichen Weiten? Weil es dort im Winter immer kalt und dunkel ist? Im Sommer kann man dafür nicht vernünftig schlafen, weil die Sonne nicht untergeht? Weil man dort die Nordlichter sehen kann? Wegen der wunderbaren Natur? Weil es das Land am Polarkreis ist? Es könnten alle der genannten Gründe sein. Auch wenn einige eher in das Reich der Mythen gehören.

Um euch ein wenig zu helfen und die Mythen von der Wahrheit zu unterscheiden, startet hier heute eine kleine Serie über Lappland. Natürlich, um euch zu inspirieren und euch den letzten noch fehlenden Anschub zu geben, eine Reise nach Lappland zu unternehmen.

Wo liegt eigentlich Lappland?

Aber halt… hier haben wir schon das erste Problem! Wo liegt eigentlich Lappland? Im Norden Schwedens, so viel ist klar. Oder doch nicht?

Die touristische Region Schwedisch-Lappland

Die touristische Region Schwedisch-Lappland

Genau genommen: Lappland liegt nicht im Norden Schwedens. Nur ein kleiner Teil davon. Lappland selbst erstreckt sich über vier Länder: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Und ist Lappland nicht auch das Land, in dem die Lappen leben? Wohnen die nicht in ihrer Kota oder ihrem Zelt draußen im Fjäll und züchten Rentiere? Klare Antwort: Nein! Es ist das Land der Sami (Singular: Same; Plural Sami). Die Sami sind übrigens das einzige in Europa anerkannte indigene Volk. Lappe wäre für einen Sami genau so ein Schimpfwort wie Nigger für Menschen mit dunkler Hautfarbe. Das sollte man nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern akzeptieren.

Sápmi

Würdet ihr einen Sami fragen, ob er denn in Lappland lebt, er oder sie würde mit „Nein“ antworten. Nach samischer Definition ist ihr Einfluss- oder Einzugsgebiet „Sápmi“.

Das Land der Samen - Sápmi

Das Land der Samen – Sápmi

Und damit eindeutig nicht auf Lappland beschränkt. Die Sápmi-Region reicht in Schweden bis hinunter nach Idré entlang der norwegischen Grenze. Damit eignet sich der Lebensraum der Sami also nicht dazu, das Gebiet Lappland zu beschreiben. Konkret werden sich die nächsten Beiträge hier im Schwedenblog also mit Schwedisch-Lappland beschäftigen.

Die Region Schwedisch-Lappland

Hier in Schweden ist man sich relativ einig darüber, das Norrbottens Län und Västerbottens Län die touristische Region Schwedisch-Lappland bilden.

An der südlichen Grenze Schwedisch-Lapplands liegt Dorotea

An der südlichen Grenze Schwedisch-Lapplands liegt Dorotea

Damit bildet die südliche Grenze von Västerbottens Län auch die südliche Grenze zu Schwedisch-Lappland. Nach der Erhebung 2017 leben in Schwedisch-Lappland knapp 520.000 Einwohner, also etwa 10 Einwohner pro Km². Natürlich gibt es Regionen mit deutlich weniger Einwohnern. So hat die Kommune Kiruna nur 1,1 Einwohner pro Km², die Kommune Pajala sogar nur 0,8 Einwohner/Km². Ich hatte bisher aber immer Glück und habe 1,0 Einwohner gesehen…

Was dürft ihr erwarten?

Nach dem jetzt also geklärt ist, wo denn Schwedisch-Lappland eigentlich zu finden ist, bereite ich euch jetzt darauf vor, was in den nächsten Tagen so alles auf euch zukommt.

Ich zeige euch eine stillgelegte Kupfermine, in der die Eiszapfen nicht an der Decke, sondern auf dem Boden wachsen. Eine aktive Kupfermine besuchen wir natürlich auch. Ich zeige euch Steinritzungen am Umeälven, die ihr über Kilometer hinweg am Fluss finden könnt. Wenn ihr sie denn findet… Wir unternehmen Ausflüge in den Muddus-Nationalpark und den Stora Sjöfallet. Beide gehören zum Laponia Natur- und Kulturerbe. Außer dem bringe ich euch (theoretisch natürlich nur) das Golfspielen bei. Und ihr werdet so gut sein, dass euer Golfball über eine Stunde in der Luft bleibt. Versprochen!

Das schwedische Cape Canaveral

Ich zeige euch das schwedische Pendant zu Cape Canaveral. Wir besuchen die Region zwischen Kiruna und Riksgränsen, in der auch die „Lapporten“ liegt. Wie ich finde, eine der schönsten Gegenden Schwedens. Ich stelle euch eine samische Sängerin vor, die sich auch sehr für die Rechte der samischen Minderheit engagiert.

Im Ájtte-Museum in Jokkmokk

Im Ájtte-Museum in Jokkmokk

Etwas Kultur muss auch sein, deswegen gibt es eine Privatführung mit einem der Betreiber des Gitarren-Museums in Umeå . Dazu ein Besuch des „Ájtte“, dem Svenskt fjäll- och samemuseum.

Snöscoter und Torneälven

Und auf zwei Dinge freue ich mich persönlich ganz besonders. Zum einen eine Fahrt mit dem Snöscoter (Schneemobil) zwischen Tjautjas und Kaitum, zum anderen auf die Fahrt den Torneälven entlang. Der Torneälven wäre nicht wirklich etwas Besonderes, wäre er nicht der letzte und der nördlichste der großen Flüsse in Schweden, die ich besuchen wollte.

The Beast

The Beast

Und gäbe es denn eine Straße entlang des Flusses, wie zum Beispiel am Klarälven. Zudem rechne ich demnächst mit dem ersten Schnee. Aber ich habe ja Schneeschuhe und das MTB dabei, dazu eine vierbeinige Begleiterin und ein vierrädriges „Beast“ an meiner Seite. Da die Tour erst noch gefahren werden soll, seid ihr so zu sagen „live“ dabei… Die ersten Nordlichter waren auch schon zu sehen.

Kommentare gerne gesehen

Jetzt seid ihr natürlich alle gespannt und neugierig. Hoffe ich doch? Deswegen gibt es den ersten Beitrag schon am Samstag.

Und ich persönlich würde jetzt gerne einmal von euch wissen, ob euch das Alles auch interessiert. Schließlich will ich euch nicht quälen mit langweiligen Beiträgen. Ich freue mich über eure Kommentare bei Facebook

(Bilder & Text: Jörg Solheid/Go North-The Beast; Andere Bildquelle: Wikipedia)

 

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Terrängstaffet 42 195 in Skaulo

Wie in meinem letzten Beitrag (Soutujärvibygden Terrängstaffet 42 195) versprochen, liefere ich euch heute die Details vom Terrängstaffet 42 195 nach. Und die Fotos natürlich.

Die Wechselstelle in Skaulo. Nach dem Rudern, vor der letzten MTB-Strecke

Die Wechselstelle in Skaulo. Nach dem Rudern, vor der letzten MTB-Strecke

Die Terrängstaffet ist ein Wettbewerb in Marathonlänge. Allerdings an die nordschwedischen geografischen Verhältnisse angepasst. Laufen ist zwar auch eine Teildisziplin des Wettbewerbs, nur kommen bei der Terrängstaffet Rudern und Mountainbiken hinzu. Eine Kurzversion von 21 Kilometern steht auch noch zur Auswahl. Bei der Langversion mit Start in Avakko beginnt der Wettbewerb (oder besser das Abenteuer) mit Mountainbiken, bei der Kurzversion mit Start in Skaulo mit Rudern. Wer beim Rudern hochmoderne Kajaks oder Kanus erwartet… Pech gehabt! Hier gilt: Gleiches Recht für Alle. Die Boote werden gestellt. Insgesamt besteht der Wettbewerb aus fünf Etappen, wie ihr auf einem der Fotos erkennen könnt.

Die Einteilung der Strecke

Die Einteilung der Strecke

Professionell organisierter Wettbewerb

War ich zunächst davon ausgegangen, dass die Terrängstaffet 42 195 ein Fun-Wettbewerb sein würde, so wurde ich schnell eines besseren belehrt. Dass der Verein Soutujärvibygden mit Enthusiasmus dabei sein würde, hatte ich erwartet. Wie auch schon andere Events, die der Soutujärvibygden veranstaltet hat, war auch dieses wieder einmal bestens organisiert. Aber auch die Athleten (der Begriff ist hier durchaus angebracht) ließen von vornherein keinen Zweifel aufkommen, dass sie diesen Wettbewerb sehr ernst nehmen würden. Immerhin ging es um Preisgelder von insgesamt 30.000 Kronen. Um möglichen Fragen zuvor zu kommen: Nein, ich habe nicht aktiv teilgenommen. Ich wäre sonst wohl nicht in der Lage, diesen Beitrag zu schreiben. Ich bin zwar auf dem MTB ganz gut, aber die anderen Disziplinen sind nicht so mein Ding. Daher habe ich mich voller Demut auf das Fotografieren und Info-Sammeln konzentriert.

Mitten im Nirgendwo: Die letzte MTB-Strecke

Mitten im Nirgendwo: Die letzte MTB-Strecke

Apropos MTB. Quasi als Nebenprodukt konnte ich feststellen, dass die Region um Avakko, Skaulo und Kaitum (nein, nicht Keitum…) für Mountainbiker geradezu ideal ist. Es gibt zwar keine speziell ausgewiesenen Trails, aber die vorhandenen Forstwege sind auch so schon teilweise sehr herausfordernd. Und dürfen natürlich auch mit dem MTB befahren werden. Aber zurück zur Terrängstaffet. Vor dem Start habe ich mit einigen Teilnehmern gesprochen. Ein paar von ihnen kannte ich bereits von anderen sportlichen Veranstaltungen hier oben im Norden, wie zB. dem „Laponia-Triathlon 67°N“, der alljährlich in Gällivare stattfindet. Die meisten von ihnen hatten den größten Respekt vor der Ruder-Etappe.

Start zur Ruderstrecke

Start zur Ruderstrecke

Was ich bestens nachvollziehen konnte, als ich die Boote gesehen habe…

Freud und Leid eng beisammen

Natürlich kann man beide Distanzen auch als Einzelkämpfer in Angriff nehmen. Sinn der Terrängstaffet 42 195 ist aber, dass sich zwei bis fünf Sportler die Strecke teilen. Auf der Kurzdistanz maximal drei. Deswegen auch das „Staffet“ im Namen der Veranstaltung. Und mehr Spaß macht es auch. Besonders aufgefallen sind mir eine Gruppe von vier jungen Damen, die im Ziel noch alle genug Kraft hatten, eine richtige Party zu veranstalten, und ein junges Mädchen im Alter von 16 Jahren. Jüngste Teilnehmerin an der „Halv-Terräng“, also der 21-Kilometer-Strecke.

Das Ziel in Lappeasuando

Das Ziel in Lappeasuando

Nach dem Rudern belegte sie einen respektablen vierten Platz. Um dann auf dem Mountainbike alle anderen Teilnehmer deutlich hinter sich zu lassen. Zum Ende hin reichten dann jedoch die Kräfte nicht mehr, es wurde ein dritter Platz.

Die jüngste Teilnehmerin

Die jüngste Teilnehmerin

Und ein paar Tränen flossen auch. Noch ein Kommentar zum Bild mit dem Teilnehmer mit der Startnummer 1… hier war eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber gut drauf war er trotz dem.

Die Platzierung entsprach nicht ganz der Startnummer...

Die Platzierung entsprach nicht ganz der Startnummer…

Leider habe ich am Ziel keinen unserer verehrten Blog-Leser begrüßen dürfen. Das wird sich im nächsten Jahr aber sicher ändern…

Allen, die gerne weitere Infos vor ihrer Teilnahme im nächsten Jahr haben möchten, empfehle ich einen Klick auf den Link: Terrängstaffet 42 195 .

(Fotos und Text: Jörg Solheid/Go North-The Beast)

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Soutujärvibygden Terrängstaffet 42 195

[Soutujärvi – See im Norden Lapplands; bygden – Verein/Gemeinschaft]

Wie ihr wisst, versuche ich euch hin und wieder zu sportlichen Aktivitäten zu animieren (siehe auch Vätternrundan). Heute habe ich etwas ganz Spezielles ausgesucht. Wer die Überschrift gelesen hat, dem sind sofort die Zahlen 42 195 ins Auge gesprungen. Es ist die Länge eines Marathonlaufes in Metern. Nun werde ich sicher nicht über einen schnöden Marathonlauf schreiben. Das wäre nicht spannend genug. Ich möchte euch die Soutujärvibygden Terrängstaffet 42 195 näher bringen.

Terrängstaffet in Skaulo

Soutujärvibygden Terrängstaffet 42 195

Laufen, Rudern, MTB

Der Begriff „Staffet“ im Namen der Veranstaltung lässt vermuten, dass es sich um eine Art Staffellauf handelt. Dem ist auch so. Wenn auch leicht abgeändert und der nordschwedischen Landschaft angepasst. Zwei bis fünf Teilnehmer teilen sich die Gesamtstrecke. Die kurze Version von 21.000 Metern können sich bis zu drei Sportler teilen. Für die ganz Harten unter euch gibt es auch die Möglichkeit, die gesamte Strecke als Individualist zu bewältigen. Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: Laufen ist nur eine der drei Disziplinen. Dazu kommen noch Rudern und Mountainbiken…

Der Start für die lange Version der Terrängstaffet ist in Avakko, etwas südlich des Dorfes Skaulo. Skaulo liegt an der E10 zwischen Gällivare und Kiruna. Die kurze Distanz wird direkt in Skaulo gestartet. Ziel ist für beide Distanzen an der Lappeasuando-Lodge. Direkt am Kalixälven, nördlich von Skaulo.

Nachmeldungen noch möglich

Die Veranstaltung findet dieses Jahr am 24. August statt, also am kommenden Wochenende. Anmeldeschluss war am 18. August, doch kann man sich am Starttag nachmelden. Es gibt ein richtig gutes Preisgeld in Höhe von 10.000 Kronen zu gewinnen. Dennoch ist dies keine Veranstaltung für Profis. Starten kann jeder, der sich fit genug fühlt. Start ist am Samstag um 11:00 Uhr, die Veranstaltung endet mit der Siegerehrung um 16:00 Uhr. Am Abend findet in der Lappeasuando-Lodge der „Pubkväll“ start, also ein Kneipenabend. Franziska, die Inhaberin der Lappeasuando-Lodge, wird sich freuen, euch dort zu begrüßen. Auch wenn ihr nicht an der Terrängstaffet 42 195 teilgenommen habt.

Und weil diese Veranstaltung erst noch stattfinden wird, gibt es den ausführlichen Beitrag, natürlich mit Fotos, auch erst in der nächsten Woche. Wer sich von euch also zufällig gerade hier oben aufhält und sich ein wenig sportlich betätigen möchte, dem sei diese Veranstaltung wärmstens empfohlen. Die Soutujärvibygden ist bekannt für die gute Organisation ihrer Veranstaltungen. Weitergehende Informationen in Schwedisch findet ihr auf der Webseite ( http://www.soutujarvi.se/terrangstafett/ ) und auf der Facebookseite ( https://www.facebook.com/terrangstafett/ ) für die Terrängstaffet 42 195. Vielleicht sehen wir uns ja am Wochenende in Skaulo?

(Text: Joerg Solheid/Go North-The Beast)

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LKAB-Besucherzentrum Kiruna – Absolute Dunkelheit erleben

Kiruna liegt etwa zweihundert Straßenkilometer nördlich des Polarkreises und ist damit Schwedens nördlichste Stadt. Wahrscheinlich würde es sie heute gar nicht geben, hätte man nicht vor langer Zeit dort große Eisenerzvorkommen entdeckt. Und dann natürlich beschlossen, diese auszubeuten. Kiruna war lange Zeit die flächenmäßig größte Stadt der Welt. Mit 1,1 Einwohnern pro km². Erst im letzten Jahr wurde sie von Chongqing in China überholt.

Auch wenn die Region durchaus noch andere Highlights zu bieten hat, so verbinden doch die meisten, vor allem die Schweden, die LKAB mit Kiruna. LKAB steht als Abkürzung für Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag. Luossavaara und Kiirunavaara sind zwei größere Hügel in unmittelbarer Nähe Kirunas. Die LKAB baut in dieser Region hauptsächlich Eisenerz ab. Dass beim Abbau auch noch Seltene Erden und in nicht unerheblicher Menge Gold geschürft werden, sei hier nur am Rande erwähnt.

Abenteuerausflug für den deutschen Gast

Es ist Februar, und ich habe Besuch aus Deutschland erhalten. Wir könnten natürlich Iglus bauen oder Schneeballschlachten veranstalten. Rohmaterial wäre genug vorhanden. Wir befinden uns auch gerade in einer Wärmeperiode, deshalb sind es nur Minus 16 Grad. Und der angekündigte Schneesturm ist an uns vorbei gezogen.

Beste Voraussetzungen also, um ein etwas weiter entferntes Ausflugsziel anzusteuern. Wir entscheiden uns für das LKAB-Besucherzentrum in Kiruna. Obwohl ich keinen großen Besucheransturm zu dieser Jahreszeit erwarte, buchen wir die Tickets online vor. Ein guter Gedanke, wie sich noch herausstellen sollte. Ein Ticket für Erwachsene kostet 380 SEK. Ich schaue noch nach einem Ticket für Senioren (280 SEK), aber dafür reicht es noch nicht…

Auf der Fahrt nach Kiruna über die E10 geraten wir dann doch in einen ausgewachsenen Schneesturm. Der sollte eigentlich schon vorüber gezogen sein, hat aber wohl den Wetterbericht nicht mitbekommen. Wie ich etwas später erfahre, mussten aufgrund des Sturmes drei deutsche Bergwanderer vom Kebnekaise, dem höchsten Berg Schwedens, geborgen werden.

Wir hingegen erreichen rechtzeitig und wohlbehalten Kiruna, auch wenn „The Beast“ (mein Reisegefährt) ziemlich durchgeschüttelt wird. Wir begeben uns zum „Folkets Hus“, der Touristen-Info. Von dort starten die Touren in das LKAB-Besucherzentrum. Entgegen meiner Erwartungen ist im „Folkets Hus“ richtig was los. Ob nun gerade wegen oder trotz des Wetters, vermag ich zunächst nicht zu sagen. Als sich die Besuchermassen etwas lichten, erkenne ich dann aber mehrere Verkaufs- und Info-Stände für andere Attraktionen in und um Kiruna und ein kleines Cafè. Auf Nachfrage erfahre ich auch, dass alle Touren in das LKAB-Besucherzentrum restlos ausgebucht sind.

Da ertönt die Stimme unseres Guides, der uns bittet, in den vor dem Touristenzentrum bereit stehenden Bus einzusteigen. Auf der Fahrt zum Minengelände gibt es eine Sicherheits-Einweisung und die ersten Infos zur Mine. Das LKAB-Besucherzentrum befindet sich in einer Tiefe von 540 Metern. Die Mine selbst ist hingegen 1400 Meter tief. Sie ist damit die größte und tiefste Eisenerz-Mine der Welt.

Abwärts auf 540 Meter Tiefe

Auf der Besucherebene angekommen, bittet uns der Guide, einen Halbkreis zu bilden und stehen zu bleiben. Am Bus wird das Licht ausgeschaltet. Dann geht auch jedes andere Licht aus… und für einen Augenblick bekommt man ein Gefühl dafür, wie es ist, von absoluter Dunkelheit umgeben zu sein. Nach diesem Erlebnis beginnt die eigentliche Führung durch das LKAB-Besucherzentrum. 20.000 Quadratmeter ist es groß. Es zeigt die Entwicklung von den kleinen und harten Anfängen bis hin zur modernen Eisenerzmine der Gegenwart.

Wir erfahren eine Menge darüber, wie das Erz gewonnen und zu Pellets verarbeitet wird. Die Pellets erinnern in Größe und Form an Pistolenkugeln aus dem Dreißigjährigen Krieg. Jeder Besucher darf am Ende der Führung ein Tütchen davon mitnehmen. Da viele mehr als nur eine Tüte mitnehmen, wird das zulässige Gesamtgewicht des Tourbusses auf der Rückfahrt ganz sicher überschritten. Weiter sehen wir große Radlader und Transporter, in die man auch gerne einsteigen darf. Auch ist der Tourguide sehr bemüht, das gute Verhältnis zwischen der LKAB und der Stadt Kiruna heraus zu stellen. Davon profitieren beide Seiten: Schließlich zahlt die Minengesellschaft den Umzug der Stadt. Ohne den allerdings ein weiterer Bergbau nicht möglich wäre.

Das „gute Verhältnis“ scheint allerdings in letzter Zeit Risse bekommen zu haben. Die LKAB wirft der Stadt Kiruna laut Medienberichten neuerdings „Gangstermethoden“ vor (Info dazu). Aber dies sei nur am Rande erwähnt. Große Spreng- und Bohrmaschinen sind zu sehen. Der Guide erklärt euch auch, wie man in die derzeitige Tiefe von fast 1400 Metern vorgedrungen ist und wie die einzelnen Stollen abgesichert werden. Und dass in absehbarer Zeit eine weitere Erzader in Angriff genommen werden wird, die dann wohl in eine Tiefe von über 2000 Metern gehen wird. Aber noch ist das Zukunftsmusik.

Fast am Ende der Tour erhaltet ihr dann die Gelegenheit, euch das LKAB-Museum genauer anzusehen. Ich persönlich hätte gerne mehr Zeit dort verbracht, nur leider gab man uns nur zwanzig Minuten. Die Tour endet mit Kaffee und Keksen im kleinen Cafè. In einer Ecke des Cafès könnt ihr sehen, wie die Förderkörbe mit dem Erz auf ihrem Weg nach Oben an einem vorbei rauschen. Irgendwann wird es dann per Eisenbahn in die norwegische Stadt Narvik transportiert. Und von dort aus in die ganze Welt. Per Schiff.

Vom Café sieht man die Förderkörbe

Nach etwas mehr als drei Stunden endet die Tour. Wir sehen wieder das Tageslicht. Ich fand diesen Ausflug nach Kiruna in das LKAB-Besucherzentrum durchaus lohnenswert. Selbst wenn ihr euch in keinster Weise für Bergbau interessiert, man bekommt etwas nicht Alltägliches geboten. Und wie häufig befindet man sich schon über 500 Meter unter der Erde? Das LKAB-Besucherzentrum ist behindertengerecht. Allerdings bitte vor Beginn der Tour bereits im Touristen-Info darüber informieren, sollte man Hilfe benötigen. Kinder unter sechs Jahren können an dieser Tour leider nicht teilnehmen. Auch außerhalb der Urlaubs-Saison solltet ihr die Tickets vorbuchen. Die Touren sind zu allen Jahreszeiten erfahrungsgemäß fast immer ausgebucht.

Als Abschluss noch ein paar Sätze außerhalb des Beitrages. Auch, um eventuellen Diskussionen in diese Richtung vorzubeugen. Ich lebe schon seit ein paar Jahren hier oben im nördlichen Lappland. Daher bin ich mir durchaus dessen bewusst, dass Bergbau immer Einfluss auf die Natur nimmt. Es spielt dabei keine Rolle, ob Tagebau oder unter der Erde. Auch wenn sich gerade die ganze Welt mit der Umwelt auseinander setzt, so ist das nicht Thema dieses Beitrages.

Wen es wirklich interessiert, der sei darauf hingewiesen, dass ich derzeit an einer Beitragsserie über Minen im nördlichen Schweden arbeite. Darin wird genau dieses Thema behandelt. Die Recherchen dazu benötigen aber noch etwas Zeit.

(Text und Bilder: Joerg Solheid/Go North-The Beast)

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Auf die (Nadel)spitze getrieben – Sveriges Geografiska Mittpunkt

Ich bin wieder einmal auf einer meiner vielen Touren in Schweden unterwegs. Da erinnert mich mit lautem Scheppern der Auspuff daran, dass mein Reisefahrzeug doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Zur Notreparatur steuere ich das einzige Geschäft an, welches an diesem späten Freitagnachmittag noch geöffnet hat. Nur treibt mich diese unvorhergesehene Reparatur in Sundsvall weit vom ursprünglich angedachten Kurs ab.

Sveriges Geografiska Mittpunkt

Sveriges Geografiska Mittpunkt

Also das Beste daraus gemacht und daran erinnert, dass ich vor über zwanzig Jahren hier ganz in der Nähe schon einmal im Wald unterwegs war. Damals, um den Geografischen Mittelpunkt Schwedens zu finden. Außerdem interessierte es mich, wie es dort wohl heute aussehen würde.

Seinerzeit war „Sveriges Geografiska Mittpunkt“, wie es korrekt heißen muss, ein Aussichtspunkt auf einem baumbewachsenen Hügel. Eine hölzerne Treppe führte hinauf zu einem hölzernen Steg. Als Highlight gab es einen ebenfalls hölzernen Aussichtsturm. Und ein pyramidenförmiges Dreieck auf dem Boden, welches dem Besucher anzeigte: Hier ist „Sveriges Geografiska Mittpunkt“.

Von Sundsvall aus fahre ich zunächst etwa sechzig Kilometer auf der E14 in Richtung Östersund, bis das Dorf Torpshammar am Ufer des Flusses Ljungan erreicht ist. Dort gibt es den ersten Hinweis, welchen Weg man Richtung „Sveriges Geografiska Mittpunkt“ einzuschlagen hat. Der Ljungan wird überquert und ich folge einer asphaltierten Straße, die mich direkt in die Wälder führt. Nach weiteren zehn Kilometern geht die Asphaltstraße in eine Schotterstraße über. In Schweden nicht ungewöhnlich. Erst dann, wenn Äste und Gestrüpp weit in die Straße hineinragen und Blumen in der Mitte wachsen, sollte man sich Gedanken machen. Also weiter auf der Straße in Richtung Süden. Der Zustand dieser Straße war allerdings stark verbesserungswürdig. Und nach weiteren fünf Kilometern kam der Punkt, an dem ich mir Gedanken machte…

Warnschild Skvader

Warnschild Skvader

Auf dem Rückweg kommt mir in den Sinn, dass es in dieser Gegend auch Tiere geben soll wie zum Beispiel den Skvader, einer Kreuzung aus Hase und Auerhahn. Das schwedische Gegenstück des in Deutschland bekannten Wolpertingers. Das einzig jemals gefangene Exemplar findet man im Freilichtmuseum „Norra Berget“ in Sundsvall. Nur ein Tipp: Falls ihr es einmal besichtigen solltet, schaut sehr genau hin…

Ich erreiche eine Kreuzung und bin mir sehr sicher, die war vorhin noch nicht da. Auch entdecke ich eine hölzerne Tafel am Straßenrand, die wohl einmal ein Hinweisschild war. Nur sind die Zeichen nicht mehr erkennbar. Nach weiteren vier Kilometern auf dieser Straße ist er dann doch erreicht: „Sveriges Geografiska Mittpunkt“.

Parkplatz bei Sveriges Geografiska Mittpunkt

Parkplatz bei Sveriges Geografiska Mittpunkt

Immerhin, der Hügel selbst ist noch da. Sonst erinnert nur noch wenig an den „Mittpunkt“ von Damals. Den Aussichtsturm gibt es nicht mehr. Dafür gibt es ein Café, geöffnet von Mitte Juni bis Mitte August. Ich bin also zu früh hier. Während der Öffnungszeiten soll dieses Café sehr gut besucht sein. Der Hügel selbst ist fast baumlos. Dafür hat man eine grandiose Aussicht.

Aussicht von Sveriges Geografiska Mittpunkt

Aussicht von Sveriges Geografiska Mittpunkt

Bei gutem Wetter soll man von dort den Bottnischen Meerbusen sehen können. Auffällig ist auch, dass es sehr große freie Flächen in den umgebenden Wäldern gibt. Diese Flächen sind durch einen Orkan entstanden und nicht durch Abholzung, wie ich zunächst vermutete. Auch das pyramidenförmige Dreieck, welches „Sveriges Geografiska Mittpunkt“ genau anzeigt, ist noch da.

Interessant ist die Vorgehensweise, mit der dieser geografische Punkt ermittelt wurde. Man nahm eine zweidimensionale Landkarte, schnitt die Inseln Öland und Gotland aus, klebte sie an die Landmasse an und balancierte den Mittelpunkt mit Hilfe einer Nadel aus, die man unter die Karte hielt. Als die Karte ausbalanciert war, stach man die Nadel durch die Karte. Der Punkt, den die Nadel durchstach, war der 465 Meter hohe „Flataklocken“, exakt der Punkt, an dem man Heute das Dreieck findet.

Tafel Sveriges Geografiska Mittpunkt

Sveriges Geografiska Mittpunkt

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass noch ein zweiter Ort für sich in Anspruch nimmt, „Sveriges Geografiska Mittpunkt“ zu sein. Es ist dies der Ort Ytterhogdal, welcher sehr viel weiter westlich in Schweden liegt. Zur Ermittlung wurde eine gedachte Linie zwischen dem nördlichsten und südlichsten sowie dem westlichsten und östlichsten Punkt Schwedens gezogen. Am Schnittpunkt dieser Linien liegt Ytterhogdal. Das wissen jedoch nur die wenigsten. Vielleicht hätte man in Ytterhogdal auch eine Nadel benutzen und Öland und Gotland nur an einer passenden Stelle der Landkarte ankleben sollen.

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Wasserfall ohne Wasser – Der „Döda Fallet“

Heute einmal ein Beispiel, wie man als Verursacher einer Katastrophe bekannt und berühmt werden kann. Auch wenn der Betroffene hier nur am Rande erwähnt werden soll.

Willkommen am Döda Fallet

Willkommen am Döda Fallet

Fährt man, von Östersund im Jämtland kommend, den Rijksvägen 87 (RV 87) in südöstlicher Richtung, erreicht man unweigerlich das kleine Städtchen Hammarstrand. Dort findet man, neben anderen kleineren Sehenswürdigkeiten, die Statue von „Vildhussen“. Frei übersetzt bedeutet dies „Wilder Huss“. Eigentlich hiess der gute Mann aber Magnus Huss. Und er ist der Verursacher der eingangs erwähnten Katastrophe.

Die Statue von Magnus Huss

Was ist also passiert? Um die Frage zu beantworten, hilft es enorm, die Vorgeschichte zu kennen und zu wissen, zu welcher Zeit sich Alles abgespielt hat. Wir begeben uns zurück in die neunziger Jahre des 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit gab es noch den Beruf des Flössers. Unbestätigte Gerüchte behaupten, aus diesem Beruf hätte sich später das Surfen entwickelt. Dies ist aber sehr umstritten.

Damals wie Heute war die Holzwirtschaft ein nicht unbedeutender Teil der schwedischen Wirtschaft. Um die Holzstämme schnell zu transportieren, hat man sich natürlicher Ressourcen bedient, den Flüssen. In diesem Fall spielt der Indalsälven die Hauptrolle.

Zu jener Zeit speiste der Indalsälven den Ragundasee. Der Ablauf des Ragundasees war der Gedungsen (auch Storforsen), ein 35 Meter hoher Wasserfall. Die meisten Holzstämme wurden an dieser Stelle durch die Wucht des Wasserfalls wie Streichhölzer zerbrochen. Das war für die Flösser und erst recht für die Kaufleute, die mit dem Holz handelten, ein unhaltbarer Zustand. Ich kann nur vermuten, dass auch der Kaufmann Magnus Huss sein Geld mit dem Holzhandel verdiente. Warum sonst hätte er sich dieser Sache annehmen sollen? Sicher nicht wegen der einhundert Kronen, die man ihm anbot, um eine Lösung zu finden. Auch wenn einhundert Kronen zu der Zeit schon noch etwas mehr wert waren als Heute.

Damals floss westlich des Ragundasees ein kleiner Bach. Huss hatte nun die geniale Idee, eine Verbindung graben zu lassen, die den See mit dem Bach verbinden sollte. Nach dem Öffnen der Rinne würde sich das Wasser aus dem See durch seine natürliche Kraft einen eigenen Kanal am Wasserfall vorbei graben und somit das gefahrlose Flössen möglich sein. Soweit der Plan.

Im Frühling 1796 waren die Arbeiten fast beendet. Die Öffnung der Rinne sollte am 7. Juni stattfinden.

Der ehemalige „Gedungsen“, heute der „Döda Fallet“

Dummerweise begann in jenem Jahr die Schneeschmelze und damit auch der Eisabgang etwas später als in den Jahren zuvor. Wer schon einmal bei einem Eisabgang dabei war, der weiss auch, welche enormen Kräfte dabei wirken, besonders auf Brückenpfeiler oder Staumauern. Die noch bestehende dünne Wand zwischen der neu gegrabenen Rinne und dem Ragundasee wurde jedenfalls in der Nacht vom 6. auf den 7. Juni durch die Eis- und Wassermassen durchbrochen.

Enorme Wassermassen suchten sich ihren Weg durch die neu geschaffene Rinne und verbreiterten diese Rinne dabei immer mehr. Der Indalsälven schuf sich mit einer bis zu 15 Metern hohen Flutwelle einen neuen Weg durch das Ragundatal. Höfe und kleinere Siedlungen wurden weggespült. Der Ragundasee wurde innerhalb weniger Stunden geleert. Der Gedungsen bekam kein Wasser mehr. Sein Rauschen verstummte und er wurde zum „Döda Fallet“, zum „Toten Wasserfall“. Wie durch ein Wunder gab es bei dieser Katastrophe kein einziges Menschenleben zu beklagen.

Die weggespülten Erdmassen schufen das Delta des Indalsälven, etwas nördlich von Sundsvall. Auf einer der Aufspülungen liegt heute der Flughafen der Stadt.

Nicht ganz erschlossen hat sich mir, warum man Magnus Huss nun das Denkmal in Hammarstrand gewidmet hat. War es wegen der Flössbarmachung des Indalsälven oder wegen der gleichzeitig durchgeführten Flurbereinigung? Oder gar als abschreckendes Beispiel?

Sei es, wie es sei. Am damaligen Gedungsen, dem heutigen „Döda Fallet“, etwa 13 Kilometer südöstlich von Hammarstrand am RV 87, findet man ein kleines, aber feines Veranstaltungszentrum für Theater und Musik. Und ein nettes Restaurant.

Die Freilichtbühne am "Döda Fallet"

Die Freilichtbühne am „Döda Fallet“

Die Stelle, an der früher der Gedungsen ins Ragundatal stürzte, ist heute durch Holzstege- und treppen gut zu erkunden. Man erhält ein gutes Gefühl dafür, wie es hier von dem 6. Juni 1796 wohl ausgesehen haben mag. Auch kann man vom Veranstaltungszentrum leicht zum Indalsälven wandern, der an sich schon in seinem gesamten Verlauf eine Erkundung wert ist. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

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Bräntberget – Umeå auf Brettern und Kufen

Bräntberget

Bräntberget unter Flutlicht. Foto: Caybaybay/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Bräntberget ist ein Hügel in Umeå. Der Hügel gehört zu einer großen Grünfläche. Unter weißem Winterkleid verwandelt sich die Anlage in ein Skimekka mitten in der Stadt. Gut, ein Skigebietchen. Doch es gibt Raum für Abfahrten, Snowboarder, Rodler und Langläufer. Mit der ein oder anderen Herausforderung. Mag es auch nur ein kleiner Skihügel sein, kann er doch der Anfang einer Sportlerkarriere sein.

Umeå ist eine Sportstadt. Und das das ganze Jahr über. Ob Indoor oder – bei der prädestinierten Lage ganz natürlich – im Freien. Mit IKSU ist einer der größten Sportvereine Schwedens in der nordschwedischen Stadt zu Hause. Sport – Breiten- und Spitzensport – gehört ausdrücklich zur Kultur der Kulturhauptstadt von 2014. Das Miniskigebiet Bräntberget mitten in der Stadt ist ein Beispiel dafür. (mehr …)

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Skellefteå – Die „Stadt des Goldes“

Skellefteå Museum

Das Skellefteå Museum im Kultur- und Erholungsgebiet Nordanå. Foto: Jlundqvi/ https://commons.wikimedia.org/ (CC BY 3.0)

Skellefteå ist eine Kleinstadt an der Küste Nordschwedens. Als Stadt noch jung, doch seit Jahrtausenden besiedelt. Eine mit Holzwirtschaft und Bergbau gewachsene Industrie- und Hafenstadt. Eine Eishockeystadt. Alljährlich für ein Sommerwochenende eine Musikstadt mit zehntausenden Besuchern. Eine Stadt 200 Kilometer südlich des Polarkreises. Am Rande einer faszinierenden Welt.

Die Industriestadt ist Skellefteå anzusehen. Doch was vielleicht an städtebaulichem Reiz fehlt, gleicht die Umgebung der an der E4, etwa auf halbem Weg zwischen Umeå und Luleå gelegenen Hafenstadt aus. (mehr …)

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Abschied von Umeå als Kulturhauptstadt

Das lächelnde Herz

Die Skulptur „Das lächelnde Herz“ wurde zum Logo der Kulturhauptstadt Umeå. Foto: David Hall /flickr.com (CC BY 2.0)

Zum feierlichen Abschied von Umeå als Europäische Kulturhauptstadt 2014 zog es rund 11.000 Menschen auf den Rathausplatz. Es war ein Abschied von einem Jahr der Höhepunkte und internationaler Aufmerksamkeit für die nordschwedische Stadt, die noch vor nicht ganz zwölf Monaten als „unbekannteste Kulturhauptstadt aller Zeiten“ bezeichnet wurde. (mehr …)

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Väven – Neues Kulturzentrum in Umeå

Kulturzentrum Väven

Kulturzentrum Väven in Umeå, März 2014. Foto: Mikael Lindmark /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Väven steht für Tanz, Theater, Musik, Film, Literatur, Geschichte, öffentliche Einrichtungen und mehr. Ein Gewebe unterschiedlicher Bereiche kulturellen und öffentlichen Lebens – „Väven“ bedeutet übersetzt „weben“ und ist der Name für das neue Kulturzentrum – und architektonische Wahrzeichen – im Zentrum der Kulturhauptstadt Umeå.

Mit Beginn des Tjakttjadálvvie, nach samischem Kalender der Frühwinter und die „Jahreszeit der Wanderungen“ neigt sich das Kulturhauptstadtjahr 2014 im nordschwedischen Umeå dem Ende entgegen. Das mit einem Höhepunkt: Am 21. November eröffnete das neue Kulturzentrum Väven. Zwei Wochen vollgepackt mit Veranstaltungen gab es zur Premiere. (mehr …)

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