Natur

Der Blick von Hindens Rev

Ein Blick von Hindens Rev auf den Vänern (Foto: privat)

Nach drei Seiten fällt der Blick von Hindens Rev auf den Vänern. Aber nicht das allein macht die westlich von Lidköping in das größte schwedische Binnengewässer reichende Landzunge spektakulär. Hinzu kommt die ungewöhnliche äußere Form, die aus der Vogelperspektive und auf der Landkarte wie ein langgestreckter Finger oder eine dünne Nadel in eine riesige blaue Fläche geradezu hineinsticht. Sicher ist: Eine Fahrt nach Hindens Rev spitzt sich zu… (mehr …)

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Der erste Mai oder schwedische Frühjahrslieder

Heute ist der 1. Mai. Ein Grund zum Feiern, in Schweden genauso wie in Deutschland. Die dunkle und kalte Jahreszeit ist vorbei, endlich werden die Tage wieder länger, der Frühling ist da. In Schweden feiert man den 1. Mai traditionsmässig mit viel Musik. An diesem Tag findet man überall Chöre, die die volkstümlichen schwedischen Frühlingslieder singen. (mehr …)

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Skogskyrkogården – Der Waldfriedhof in Stockholm

Skogskyrkogården in Stockholm. Foto: Michael Caven /flickr.com (CC BY 2.0)

Skogskyrkogården in Stockholm. Foto: Michael Caven /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Er ist ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit im Großstadttrubel Stockholms: der Skogskyrkogården, der Waldfriedhof in Stockholm. Er ist auch ein wegweisendes Beispiel der gelungenen Verbindung von Architektur, Kultur und Natur. So gelungen und einflussreich, dass die UNESCO den Skogskyrkogården den Rang eines Weltkulturerbes verlieh.

Der Skogskyrkogården ist vergleichsweise jung, entstand während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf der über 100 Hektar großen Friedhofsanlage im Stadtteil Enskede im südlichen Stockholm fanden zahlreiche Berühmtheiten wie die Schauspielerin Greta Garbo ihre letzte Ruhestätte. Ebenso Gunnar Asplund, einer der Architekten des Gottesackers. (mehr …)

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Bergslagen – Im Land des Eisens

Bergslagen Lockgruva pershyttan

Die Region Bergslagen: Für Schweden ein wichtiges Bergbaugebiet mit kulturhistorischem Wert. Foto: Destination Bergslagen

Über Jahrhunderte hinweg war das mittelschwedische Bergslagen Zentrum des Erzbergbaus und Eisengewinnung – Grundlage für Schwedens Wohlstand und einstigen Aufstieg zur Großmacht. Wo zur Blütezeit in 400 Hochöfen die Feuer loderten, präsentiert sich heute Industriekultur und Natur: in der Urlaubsregion Bergslagen.

Die Region Bergslagen

Der Begriff Bergslagen steht nicht für eine politische bzw. verwaltungstechnische Einheit, sondern bezeichnet das Gebiet, in dem Bergbau und zugehörige Industrie eine herausragende Rolle spielten, vergleichbar mit dem Ruhrgebiet.

Das Gebiet Bergslagen erstreckt sich nördlich der Seen Hjälmaren und Mälaren, ungefähr zwischen den Orten Karlskoga, Arboga, Eskilstuna im Süden und Borlänge, Hedemora im Norden. Dabei umfasst das alte Bergbaugebiet einen Teil der Provinz Västmanland, das südliche Dalarna sowie das östliche Värmland. Eine eindeutige Eingrenzung lässt sich nicht vornehmen. In einer weiter gefassten Auslegung schließt die Bergslagen Närke, das nördliche Östergötland und sogar Teile Upplands und Gästriklands ein.

Der Name Bergslagen stammt (wahrscheinlich) von bergslagar – einem juristischen Begriff. Festgehalten wurden Rechte und Pflichten, die für die Gebiete der jeweiligen Bergwerke galten. Seit dem 15. Jahrhundert taucht die Bezeichnung Bergslag für geografische Gebiete auf, beispielsweise Norbergs Bergslag. Ab dem frühen 16. Jahrhundert fand bergslagen Anwendung auf die gesamte Bergbauregion.

Bergbau in Bergslagen

Mossgruvepark Norberg

Eisenmine im Mossgruvepark Norberg. Foto: Arco Ardon / flickr.com (CC BY 2.0)

Erdbeben, Vulkane, Hitze, Druck und chemische Prozesse in Urzeiten schufen eines der mineralienreichsten Gebiete der Erde – Kupfer-, Silber-, Zinkerz, Schwefelkies und vor allem Eisenerze.

Das allein hätte Bergslagen jedoch nicht zum Inbegriff für Eisenerzeugung und schwedischen Stahl gemacht. Aus Flüssen und weiten Wäldern konnte die nötige Energie und Baumaterial gewonnen werden. Die vorhandenen Flussläufe konnten zudem als Transportwege genutzt werden.

Die Geschichte der Eisenerzeugung in der Region beginnt vor rund 2500 Jahren. Damals gewann man das begehrte Produkt aus den Eisenoxidhaltigen „Roten Erden“. Die Eisengewinnung aus Erz kam im 12. Jahrhundert auf. Norberg (nordwestliches Västmanland) kann auf die ältesten bekannten Gruben Schwedens verweisen. Im 1303 erstmals erwähnt, dürften diese jedoch schon geraume zeit vorher betrieben worden sein. Ebenso lassen sich Schmelzöfen in diese Zeit zurückverfolgen. Ebenfalls in der Gemeinde Norberg konnte eine komplette mittelalterliche Eisenproduktionsstätte freigelegt werden – inklusive Resten eines Hochofens aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. Im Volksmund wurde der Ort Lapphyttan genannt. An der Stelle lebt die alte Eisenproduktion in der Nya Lapphyttan, einem Themenpark mit rekonstruiertem mittelalterlichem Dorf und Heimatmuseum.

Ab dem 17.Jahrhundert entwickelte sich Bergslagen zu einem Industriezentrum. Unter anderem auch durch den Aufbau staatlicher Eisenwerke unter König Gustav Vasa. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Schweden einer der bedeutendsten Eisenhersteller der Welt. In der Hochzeit um 1750 wurden in Bergslagen 400 Hochöfen befeuert.

Die Stahlkrise in den 1970er Jahren traf auch die mittelschwedische Bergbauregion hart. Viele der Minen wurden geschlossen. Die letzte Eisenerzgrube, in Grängesberg, machte 1989 dicht. Ganz verschwunden sind Bergbau und Eisenverarbeitung nicht aus der Region. So wird sich in Garpenberg, Dalarna heute noch Kupfer, Zink und Blei abgebaut.

Urlaubsregion Bergslagen

Die Verbindung von Natur und Industriekultur macht das Reiseziel Bergslagen aus. Der intensive Bergbau hat seine Spuren hinterlassen in dem reichhaltigen Landschaftsbild. Vor der Kulisse aus tiefen Wäldern, Flüssen und Seen wandelten sich viele der stillegelegten Gruben und Bergwerkshütten zu Museen und Industriedenkmälern. Aus der Fülle ragen die Welterbestätten Engelsberg bruk und die Kupfermine in Falun heraus.

Seit 1990 kümmert sich das Netzwerk „Ekomuseum Bergslagen“ um Erhalt und Aufbereitung eines Großteils der historischen Eisenstätten. Sieben Kommunen in Dalarna und Västmanland sowie zwei Provinzialmuseen erwecken die alten Industrielandschaften wieder zum Leben.

Weitere Informationen zur und um die mittelschwedische Bergbau- und Urlaubsregion Bergslagen herum:

www.ekomuseum.se

www.bergslagen.se

Auch wer nicht allein an Bergbau interessiert ist, kann in Bergslag interessante Orte entdecken: So sind u.a. Nora und Kopparberg einen Besuch und Bummel wert. Familien freuen sich über die => historische Eisenbahn, die im Sommer von Nora aus durch die schöne Landschaft fährt. Alle Kontaktadressen zu den Touristenbüros der Region sind auf der offiziellen Webseite zu finden: www.bergslagen.se

historische Eisenbahn Bergslagen

Die „Veteran-Eisbahn“ fährt noch immer in Bergslagen. Foto: Destination Bergslagen

Autor(in): Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Ronneby Brunnspark

Ronneby kann auf eine lange Tradition als Kurort zurückblicken, dessen Blütezeit im späten 19. Jahrhundert ihren Anfang hatte. In jenen Tagen nahm der Kurpark – Ronneby Brunnspark – die Gestalt an, in der er heute noch besteht. Eine Oase im Süden der Stadt, die 2005 zum schönsten Park Schwedens gekürt wurde.

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Kleinod in der Ostsee – Nationalpark Gotska Sandön

Nach rund drei Stunden erreicht das Schiff, von Fårö kommend, den kleinen Flecken in der Ostsee. Der erste Kontakt mit dem Eiland ist Sand: Es gibt hier keinen Hafen und so landen die Besucher direkt am Strand – dem Strand von Gotska Sandön. Fast ist es wie die Entdeckung einer neuen Welt. Eine abgelegene, karge Welt, von der es heißt, sie sei „seltsam schön“.

Westküstevon Gotska Sandön. Foto: Robin Iversen Rönnlund / flickr.com (CC BY 2.0)

Westküstevon Gotska Sandön. Foto: Robin Iversen Rönnlund / flickr.com (CC BY 2.0)

 

Gotska Sandön liegt zwar nur knapp 40 Kilometer nördlich von Fårö und 85 Kilometer vom schwedischen Festland entfernt, gilt aber als isolierteste Insel der Ostsee. Diese abgeschiedene Welt birgt einen einzigartigen Naturraum. Erkannt wurde das schon 1909 und Teile der 37 Quadratkilometer großen Insel zum Nationalpark erklärt. Mit den Erweiterungen 1963 und 1988 wuchs der Nationalpark Gotska Sandön auf rund 4.500 Hektar, davon sind 842 Hektar Wasserfläche.

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Winter in Stockholm (Teil 1/2)

Derzeit zeigt sich Stockholm von seiner, um es ganz deutlich zu sagen, scheußlichsten Seite. Die feuchte Seeluft fegt über die Stadt. Es regnet. Eisiger Nebel liegt über den Straßen. Oder es schneit. Das im Sommer heimelige und romantische Kopfsteinpflaster in Gamla Stan ist mit einer Eisschicht bedeckt, so dass jeder Spaziergang zu einer Rutschpartie wird. Trotzdem, oder gerade deswegen suchen auch zu dieser Jahreszeit einige unerschrockene Touristen ihren Weg in die schwedische Hauptstadt. Nachdem sie sich vom Flughafen hergekämpft, ihre nassen Klamotten getrocknet und ausgeschlafen haben, kommt die unausweichliche Frage: was machen wir jetzt? (mehr …)

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