Natur




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Angeln in Småland und die Befreiung von Hast und Hektik

 

Foto: Hannes Hofer

Nur noch ein paar Schritte. Über moosbewachsene Steine und umgestürzte Baumstümpfe führt der Weg ans Ufer mit einem atemberaubenden Blick auf den spiegelglatten See. Mich beschleicht das Gefühl, dass ich einen der Orte gefunden habe, nach dem so viele ihr Leben lang suchen. Ich setze mich auf einen Stein direkt am Ufer, wo das Wasser den Boden zu verschlucken scheint. Jetzt fehlt nur noch der obligatorische Sonnenuntergang, denke ich.

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Das Abenteuer „Skåneleden“

Altes Bauerngebäude in Skåne. Foto: Hannes Hofer

Altes Bauerngebäude in Skåne. Foto: Hannes Hofer

Schweden, das Land der vielen Seen und Wälder, ist für viele Naturfreunde ein wahres Paradies. Also warum nicht einfach mal den Alltag hinter sich lassen und ab in die grüne Wildnis. Wenn der Arbeitsstress zu viel wird oder einen das Sofa nicht mehr loslässt und das tägliche Fernsehprogramm zum Gefängnis wird, dann wird es Zeit für ein bisschen Abenteuer! (mehr …)

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Warten auf den Fisch

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Eisangeln ist ein ganz besonderes Erlebnis. An einem stillen Wintertag raus aufs Eis wandern, auf einem zugefrorenen See sitzen, auf den Fisch warten und dabei den Geräuschen des Eises lauschen: Es knarrt, grollt, brummt und singt, manchmal knallt es dumpf. Rundum nichts als weiße Weite. Und plötzlich ein Ruck an der Angel.

Das Prinzip des Eisangelns ist einfach: Mit einem speziellen Eisbohrer wird ein Loch ins Eis gebohrt, durch das Loch lässt man Angelschnur und Köder hinab (als Angel wird meist das sog. pimpelspö verwendet) und dann heißt es warten…

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Gammalsby, das Naturreservat an der Ostküste von Öland

IMG_4621An der Ostküste von Öland liegt ein Landstreifen, der seit langer Zeit nur beweidet und gemäht wird. Die Weiden liegen direkt an der Küste und sind nur durch Steinplatten vom Meer getrennt, willkommen im Naturreservat Gammalsby.

Von früheren Zeiten findet man immer noch parallel angelegte Steinmauern, die die Grenzen zwischen den einstigen Höfen anzeigen. Auch prähistorische Hausfundamente, Steinstreifen und Steingräber sind zu sehen. Durch das Gebiet führt ein Fahrradweg und auf Wanderwegen kann man vorbei an Pflanzen und Blumen wunderschöne Spaziergänge durch fast unberührte Natur machen. Die Chance, dass man einigen Vögeln begegnet, ist riesig. Um diese noch besser und in aller Ruhe beobachten zu können, gibt es zwei erhöhte Plattformen, von denen aus man einen wunderbaren Blick über das Naturreservat hat.

Für Diejenigen, die gerne eine kühle Erfrischung nehmen, gibt es einen Badeplatz, der sich am Ende eines ins Meer führenden Stegs befindet. Dort kann man sich herrlich in die Fluten der Ostsee stürzen und das Land vom Meer aus betrachten. So kann man mit vielen Aktivitäten und mit der ganzen Familie ohne Weiteres einen ganzen Tag im Naturreservat Gammalsby verbringen.

Das weite offene Gelände und der seichte Meeresboden sind heute ein Naturschutzgebiet. Für Vögel ist dieses flache Gebiet ein echtes Paradies. Vor allem für die brütenden und rastenden Zucht- und Zugvögel. Für sie bietet dieser Inselteil wichtige Lebensräume. Das Gebiet wird von vielen arktischen Watvögel und auch Gänsen besucht. Sogar gefährdete Arten wie der Alpenstrandläufer, die Uferschnepfe und die Zwergseeschwalben sind dort zu sehen. Da es auf den Feldern keinen Ackerbau gibt, werden die dort verweilenden Arten auch nicht von Krähen gestört und ihres Futters beraubt. Dadurch, dass das Wasser sehr seicht ist, ernähren sich viele Vogelarten zusätzlich auch von Algen oder sonstigen Meerespflanzen.

Die artenreiche Flora des ufernahen Graslandes ist nicht nur biologisch, sondern auch kulturhistorisch sehr interessant. Das üppige Vorkommen von einzelnen Pflanzen, das durch die Beweidung und Heuernte begünstigt wird, zeugt von traditionellen Bewirtschaftungsmethoden. So bleibt die Natur im Gleichgewicht.

Autor(in): Karin – info@schwedenstube.de

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Wandern auf dem Höglandsleden

Höglandsleden

Blick auf den Skirösjön. Foto: privat

Der Höglandsleden bietet 440 km Wanderwege durch unberührte Natur- und Kulturlandschaften. Er verläuft rund um das småländische Hochland von Nässjö über Eksjö nach Mariannelund, dann in südlicher Richtung bis Stenberga, weiter nach Lindshammar und macht bei Asa einen Schwenk nach Norden Richtung Sävsjö, um einige Kilometer weiter wieder auf den Ausgangspunkt bei Nässjö zu stoßen. Zwischen Eksjö und Mariannelund geht ein Abzweig in nördlicher Richtung nach Aneby. (mehr …)

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Värmland – Das „schöne, herrliche Land“

See StoraGla in Värmland
Seenlandschaft in Värmland: Der Stora Gla im Naturreservat Glaskogen im Westen der Provinz. Foto: Jörg Zipperer (= Pharcye) /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

„Oh Värmland, du schönes, du herrliches Land“, lässt sich die erste Zeile des Värmlandlieds übersetzen. Der Hymne der mittelschwedischen Provinz. Värmland gilt als Naturparadies, als Land des Wassers und der Wälder. Doch es ist auch Kulturland und Land der Kultur. Selma Lagerlöf setzte dem Landstrich und seinen Bewohnern nicht nur ein literarisches Denkmal.

Die „Krone der schwedischen Länder“

Värmland, im Lied sinngemäß die „Krone der schwedischen Länder“, liegt im Westen von Schweden. Erstreckt sich zwischen Dalsland, Vänern, Västergötland im Süden, Närke, Västmanland im Osten. Vom Osten bis in den Norden grenzt die Landschaft an Dalarna, im Westen an Norwegen. Oslo ist 100 km entfernt, Stockholm 250 km. Es ist ein dünn besiedelter Landstrich. Rund 311.000 Einwohner teilen sich gut 19.000 km². (mehr …)

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Norrbyskär und die Norrbyskären – Inselidyll von nationalem Interesse

Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan.

Im Musterort Norrbyskär: Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan, auf der Insel Långgrundet. Foto: Atteism /commons.wikimedia.org/

In Norrbyskär zu leben galt einst als Privileg, die Norrbyskären „bedeuteten die Welt“: Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf ein paar unbewohnten Inseln im Bottnischen Meerbusen eine der größten Sägewerksanlagen Europas. Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinde gegründet. Eine Modellgemeinde für Arbeiter und Angestellte, die „ideale Gesellschaft im Ozean“ sollte entstehen. Ein industrielles und kulturelles Erbe, dessen Erhalt von nationalem Interesse ist. Und ein beliebtes, eines der bedeutendsten Touristenziele in der Region.

Die Inselgruppe Norrbyskären liegt 40 Kilometer südlich der Kulturhauptstadt 2014 Umeå.  Etwa eine Viertelstunde dauert die Fährüberfahrt von dem Örtchen Norrbynan der Küste von Ångermanland, zur Anlegestelle auf Stuguskär, einer der größeren Inseln des Archipels im südlichen Kvarken. (mehr …)

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Bizarre Kalksteinformationen auf Gotland

raukarSie heißen „Hund“, „Jungfrau“, „Tasse“ oder der „Greis von Hoburg“ und beeindrucken den Besucher aufgrund ihres bizarren Aussehens. Die Rede ist von den Kalksteinformationen auf den Inseln Gotland und Öland. (mehr …)

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Vom Mittelmeer an den Öresund-Strand

Trockene Heide und offene Wasserflächen wechseln sich auf der Halbinsel Falsterbo ab

Trockene Heide und offene Wasserflächen wechseln sich auf der Halbinsel Falsterbo ab

Die Halbinsel Falsterbo ist der südwestlichste Zipfel Schwedens und zur Zugzeit als Vogelparadies bekannt. Hier wurden schon viele Seltenheiten gesichtet oder beringt. Dennoch staunten die Vogelkundler der Vogelwarte Falsterbo nicht schlecht, als ihnen Ende Mai ein südeuropäischer Irrgast ins Fangnetz flog.

Weidensperling - Quelle: Wikipedia

Weidensperling – Quelle: Wikipedia

Der Weidensperling, auf Schwedisch „spansk sparv“, war der erste seiner Art, der jemals in Skåne gesichtet wurde. Einige Tage zuvor und damit zum allerersten Mal in Schweden wurde ein Weidensperling in Småland gesichtet. Experten vermuten, dass ein anhaltender Südostwind die Vögel nach Skåne geweht hat. Trotz seines Namens kommt der Weidensperling nicht nur auf der iberischen Halbinsel, sondern auch in Südosteuropa vor.Die Halbinsel Falsterbo bietet für Mensch und Natur eine abwechslungsreiche Landschaft. An kilometerlangen Stränden schließt sich eine Dünenlandschaft mit typischem Gras- und Heidebewuchs an. Ein Teil der Halbinsel wurde 1910 in einen Golfplatz umgewandelt, der 1930 erweitert wurde. Die unterschiedlichen Interessen von Vogelkundlern, Spaziergängern und Golfern fordern gegenseitigen Respekt. So sollen Golfpieler im Falle eines missglückten Schlages laut rufend vor der Gefahr des nahenden Golfballes warnen. Spaziergängern wird auf Schildern geraten, dann in die Hocke zu gehen und den Kopf mit den eigenen, verschränkten Armen zu schützen.

Die Wasserflächen im Norden und Süden sind Lebensraum seltener Amphibien und Brutgebiet zahlreicher Vogelarten. Im Herbst und Frühjahr ist Falsterbo einer der wichtigsten Raststellen für Zugvögel aus Nordeuropa, Tundra und Arktis. Hier werden Kräfte gesammelt für den Weiterflug über die Ostsee. Neben dem Weidensperling wurde im Frühjahr mit der Weißbartgrasmücke eine weitere Mittelmeer-Vogelarten registriert. Erneut ging den Vogelberingern darüber hinaus ein Grünlaubsänger ins Netz. Diese Vogelart stammt ursprünglich aus Osteuropa, Asien und der Taiga, dehnt ihr Verbreitungsgebiet aber seit Jahrzehnten nach Westen aus. Mitte des 20. Jahrhunderts tauchte sie erstmals im östlichen Schweden auf, im Süden wird der Grünlaubsänger bislang nur vereinzelt beobachtet. Auch das Sommergoldhähnchen wurde zahlreich in Falsterbo gesichtet und beringt. Ursprünglich kam die kleinste mitteleuropäische Vogelart in Skandinavien nicht vor. Seit einigen Jahren brütet sie erfolgreich in Skåne, Blekinge und Öland und dehnt ihr Verbreitungsgebeit in Richtung Norden aus.

Autor(in): Christoph- c.baier@speedmail.se

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Camping in Schweden

Schweden ist ein Traumland für Camper und hält für jeden Typ von Camper ein Angebot bereit, das das Herz höher schlagen lässt. Im Süden des Landes findet man besonders am Meer und auf den Inseln große und kleine Campingplätze, die supersauber sind und eine gute Ausstattung aufweisen. Hier gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder und Angebote zum Einkaufen und Essen gehen. Manche bieten sogar Kinderanimationen und ein attraktives Beiprogramm für die Feriengäste. Viele Plätze sind das ganze Jahr über geöffnet.

Je weiter man aber nach Norden vordringt, umso wilder und romantischer werden die Campingplätze. Sie liegen oft mitten in einer unglaublich schönen Landschaft an einem See, einem Fluss oder an einem Wasserfall. Da es aber so eine Fülle an Plätzen gibt, muss man sie oft nur mit wenigen Menschen teilen. Das hinterlässt das großartige Gefühl, die ganze schöne Natur für sich allein zu haben.

Auf die Weise landeten wir auf Campingplätzen, die nur mit einem Hinweisschild gekennzeichnet waren. Wir warfen einige Kronen in einen Behälter und erhielten dafür Strom. Manchmal fanden wir sogar ein kleines einfaches Sanitärhäuschen vor. Im Gegenzug dafür frühstückten wir ganz allein an einem See, wir tauchten unsere Füße in einen kalten Fluss oder wir dösten auf einem Bootsanleger in der Sonne. Es gab Feuerstellen für ein Grillfeuer, und auch angeln war erlaubt.

Für die Zelter ist hin und wieder das Wetter ein Problem, denn nicht immer verlaufen die Sommer sonnenreich. Doch auf vielen Plätzen ist es möglich, eine Hütte (stuga) zu mieten, die einen einfachen Komfort bietet und auf alle Fälle eine warme trockne Alternative ist.

Auch wild zu campen ist in Schweden durch das Allmannsrätt, das Jedermannsrecht erlaubt. Jeder hat das Recht, sich frei in der Natur zu bewegen und dort auch zu übernachten. Wichtig ist natürlich, dass nichts beschädigt und kein Wild gestört werden darf, aber das sollte sowieso selbstverständlich sein. Es ist auch erlaubt, mit einem Auto, Wohnwagen oder Wohnmobil bis zu 24 Stunden auf einer öffentlichen Parkfläche zu stehen.

Annette WeberBei dieser Art von Naturcamping kommt man auch den Tieren näher. So kann es passieren, dass einem ein Elch ins Wohnmobilfenster grinst oder ein Rentier neben dem Frühstückstisch auftaucht. Leider gibt es aber auch ungeliebte Gäste wie Kröten vor dem Zelteingang oder Mückenschwärme um das Lagerfeuer. Besonders im Norden Schwedens sollte man unbedingt ein gutes Mückenspray bereithalten.

Alles in allem ist Campen in Schweden für Naturliebhaber ein unvergleichliches Erlebnis.

Autor(in): Annette W. – ost@annette-weber.com

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