Mittelalter


Schwedens Geschichte: Schweden im Zeitalter der Kalmarer Union (Teil 1)

Schloss Kalmar, Gründungs- und Tagungsort der Kalmarer Union. Foto: Alexandru Baboş Albabos /commons.wikimedia.org  (CC BY 3.0)

Schloss Kalmar, Gründungs- und Tagungsort der Kalmarer Union. Foto: Alexandru Baboş Albabos /commons.wikimedia.org (CC BY 3.0)

 

Nach Jahrhunderten der Reichswerdung, der Konsolidierung königlicher Macht und dem Aufstieg verlor das Königreich Schweden seine Unabhängigkeit. Dem gegen König Albrecht opponierenden Adel zu Hilfe eilend, konnte sich die dänisch-norwegische Königin Margareta I. den schwedischen Thron sichern. Sie vereinigte die drei mittelalterlichen nordischen Reiche 1397 zur „Kalmarer Union“. Ein Bund auf wackligen Füßen, besonders von schwedischer Seite von Aufständen und Unabhängigkeitsbestrebungen herausgefordert, der mit der Wahl Gustav Vasas zum schwedischen König und dem Ausscheiden Schwedens 1523 in die Brüche ging. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Entwicklung des Schwedischen Reiches im Mittelalter – Festigung und Verfall der monarchischen Zentralmacht (Teil 2)

Blick in die Klosterkirche Vadstena, die Blåkyrkan. Erbaut zwischen 1369 und 1430/40. Foto: Allie_Caulfield (CC BY 2.0)

Blick in die Klosterkirche Vadstena, die Blåkyrkan. Erbaut zwischen 1369 und 1430/40. Foto: Allie_Caulfield (CC BY 2.0)

So erfolgreich König Magnus II. Eriksson Schweden zur europäischen Großmacht machte. Der Aufstieg hatte seine Kehrseiten.

Anhaltende Finanzkrise

Infolge der Ausdehnung des Machtbereichs und des weiteren außenpolitischen Eifers ging dem König schlicht das Geld aus. Die 1350 ausgebrochene Pest samt ihrer wirtschaftlichen Folgen trug ihren Teil dazu bei. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Entwicklung des Schwedischen Reiches im Mittelalter – Festigung und Verfall der monarchischen Zentralmacht (Teil 1)

Ruine Stegeborg, Gemeinde Söderköping. Foto: pellesten (Pelle Sten) /flickr.com (CC BY 2.0)

Ruine Stegeborg, Gemeinde Söderköping. Foto: pellesten (Pelle Sten) /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Seit Mitte des 13. Jahrhunderts hatte sich die Königsmacht immer stärker durchgesetzt und stabilisiert. Das folgende Jahrhundert brachte eine weitere Festigung der Monarchie mit sich. Unter König Magnus II. Eriksson wurde aus einem Wahl- ein Erbreich, blühte das schwedische Reich zur Großmacht auf. Ein Aufstieg mit Schatten: Krisen, Pest und Verfall der Königsmacht. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Entwicklung des Schwedischen Reiches im Mittelalter – Die Monarchie setzt sich durch

Nyköpingshus, Burg aus dem 12. Jahrhundert und Schauplatz des "Gastmahles von Nyköping". Foto: crsan (Christian Holmér) /flickr.com (CC BY 2.0)

Nyköpingshus, Burg aus dem 12. Jahrhundert und Schauplatz des "Gastmahles von Nyköping". Foto: crsan (Christian Holmér) /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Im Jahr 1161 war es König Karl Sverkersson, der sich als Erster in Schwedens Geschichte als „König der Svear und Götar“ bezeichnete. Die erste bekannte Königskrönung war die des Erik Knutsson 1210. Doch stand die Königsmacht noch auf wackligen Beinen. Die frühe Monarchie (ca.1000 bis 1250) sah sich in Machtkämpfen mit den Landschaftshäuptlingen. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts kann sich die Zentralgewalt mehr und mehr durchsetzen. (mehr …)

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Schwedens Geschichte: Entwicklung des Schwedischen Reiches im Mittelalter – Die frühe Monarchie

St. Sigfrids Quelle in Husaby. Der Legende nach Taufort Olovs Skötkonnung. Foto: Fred J /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 1.0)

St. Sigfrids Quelle in Husaby. Der Legende nach Taufort Olovs Skötkonnung. Foto: Fred J /commons.wikimedia.org (CC BY-SA 1.0)

 

Mit der Taufe Königs Olov Skötkonnung und der ersten „Einigung“ der Herrschaftsgebiete der Svear und Götar zum Svea Rike (um 1008) unter ihm bricht eine neue Zeit in Schwedens Geschichte an: das Mittelalter. Eine Epoche, die etwa 500 Jahre dauerte. Bis zur Wahl Gustav Vasas zum König 1523. 500 Jahre, in denen sich die Monarchie durchsetzt, das „Schwedische Reich“ Formen annimmt. (mehr …)

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Sigtuna – Die älteste Stadt Schwedens

Die Stora Gatan in Sigtuna. Foto: Carles Tomás Martí /flickr.com (CC BY 2.0)

Die Stora Gatan in Sigtuna. Foto: Carles Tomás Martí /flickr.com (CC BY 2.0)

Sigtuna ist ein beschauliches Städtchen am Ufer des Mälaren. Mit seinen Holzhäusern, Cafés, Geschäften und Geschäftchen, Kunstgalerien. In der Stadt und ihrer Umgebung finden sich viele Runensteine. Sigtuna ist reich an Geschichte. Seit mehr als Tausend Jahren leben hier Menschen – es ist die älteste noch bestehende Stadt Schwedens.

Sigtuna, die idyllische Kleinstadt mit ihren knapp 8.500 Einwohnern, liegt am Sigtunafjärden, einem Seitenarm des Mälaren. Rund 50 Kilomter nordwestlich von Stockholm. Hinter oder besser unter der Beschaulichkeit kommt die lange Geschichte des Städtchens zum Vorschein.  Manches lässt sich bei Streifzügen durch den Ort und im Sigtuna-Museum entdecken. (mehr …)

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Bergslagen – Im Land des Eisens

Bergslagen Lockgruva pershyttan

Die Region Bergslagen: Für Schweden ein wichtiges Bergbaugebiet mit kulturhistorischem Wert. Foto: Destination Bergslagen

Über Jahrhunderte hinweg war das mittelschwedische Bergslagen Zentrum des Erzbergbaus und Eisengewinnung – Grundlage für Schwedens Wohlstand und einstigen Aufstieg zur Großmacht. Wo zur Blütezeit in 400 Hochöfen die Feuer loderten, präsentiert sich heute Industriekultur und Natur: in der Urlaubsregion Bergslagen.

Die Region Bergslagen

Der Begriff Bergslagen steht nicht für eine politische bzw. verwaltungstechnische Einheit, sondern bezeichnet das Gebiet, in dem Bergbau und zugehörige Industrie eine herausragende Rolle spielten, vergleichbar mit dem Ruhrgebiet.

Das Gebiet Bergslagen erstreckt sich nördlich der Seen Hjälmaren und Mälaren, ungefähr zwischen den Orten Karlskoga, Arboga, Eskilstuna im Süden und Borlänge, Hedemora im Norden. Dabei umfasst das alte Bergbaugebiet einen Teil der Provinz Västmanland, das südliche Dalarna sowie das östliche Värmland. Eine eindeutige Eingrenzung lässt sich nicht vornehmen. In einer weiter gefassten Auslegung schließt die Bergslagen Närke, das nördliche Östergötland und sogar Teile Upplands und Gästriklands ein.

Der Name Bergslagen stammt (wahrscheinlich) von bergslagar – einem juristischen Begriff. Festgehalten wurden Rechte und Pflichten, die für die Gebiete der jeweiligen Bergwerke galten. Seit dem 15. Jahrhundert taucht die Bezeichnung Bergslag für geografische Gebiete auf, beispielsweise Norbergs Bergslag. Ab dem frühen 16. Jahrhundert fand bergslagen Anwendung auf die gesamte Bergbauregion.

Bergbau in Bergslagen

Mossgruvepark Norberg

Eisenmine im Mossgruvepark Norberg. Foto: Arco Ardon / flickr.com (CC BY 2.0)

Erdbeben, Vulkane, Hitze, Druck und chemische Prozesse in Urzeiten schufen eines der mineralienreichsten Gebiete der Erde – Kupfer-, Silber-, Zinkerz, Schwefelkies und vor allem Eisenerze.

Das allein hätte Bergslagen jedoch nicht zum Inbegriff für Eisenerzeugung und schwedischen Stahl gemacht. Aus Flüssen und weiten Wäldern konnte die nötige Energie und Baumaterial gewonnen werden. Die vorhandenen Flussläufe konnten zudem als Transportwege genutzt werden.

Die Geschichte der Eisenerzeugung in der Region beginnt vor rund 2500 Jahren. Damals gewann man das begehrte Produkt aus den Eisenoxidhaltigen „Roten Erden“. Die Eisengewinnung aus Erz kam im 12. Jahrhundert auf. Norberg (nordwestliches Västmanland) kann auf die ältesten bekannten Gruben Schwedens verweisen. Im 1303 erstmals erwähnt, dürften diese jedoch schon geraume zeit vorher betrieben worden sein. Ebenso lassen sich Schmelzöfen in diese Zeit zurückverfolgen. Ebenfalls in der Gemeinde Norberg konnte eine komplette mittelalterliche Eisenproduktionsstätte freigelegt werden – inklusive Resten eines Hochofens aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. Im Volksmund wurde der Ort Lapphyttan genannt. An der Stelle lebt die alte Eisenproduktion in der Nya Lapphyttan, einem Themenpark mit rekonstruiertem mittelalterlichem Dorf und Heimatmuseum.

Ab dem 17.Jahrhundert entwickelte sich Bergslagen zu einem Industriezentrum. Unter anderem auch durch den Aufbau staatlicher Eisenwerke unter König Gustav Vasa. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Schweden einer der bedeutendsten Eisenhersteller der Welt. In der Hochzeit um 1750 wurden in Bergslagen 400 Hochöfen befeuert.

Die Stahlkrise in den 1970er Jahren traf auch die mittelschwedische Bergbauregion hart. Viele der Minen wurden geschlossen. Die letzte Eisenerzgrube, in Grängesberg, machte 1989 dicht. Ganz verschwunden sind Bergbau und Eisenverarbeitung nicht aus der Region. So wird sich in Garpenberg, Dalarna heute noch Kupfer, Zink und Blei abgebaut.

Urlaubsregion Bergslagen

Die Verbindung von Natur und Industriekultur macht das Reiseziel Bergslagen aus. Der intensive Bergbau hat seine Spuren hinterlassen in dem reichhaltigen Landschaftsbild. Vor der Kulisse aus tiefen Wäldern, Flüssen und Seen wandelten sich viele der stillegelegten Gruben und Bergwerkshütten zu Museen und Industriedenkmälern. Aus der Fülle ragen die Welterbestätten Engelsberg bruk und die Kupfermine in Falun heraus.

Seit 1990 kümmert sich das Netzwerk „Ekomuseum Bergslagen“ um Erhalt und Aufbereitung eines Großteils der historischen Eisenstätten. Sieben Kommunen in Dalarna und Västmanland sowie zwei Provinzialmuseen erwecken die alten Industrielandschaften wieder zum Leben.

Weitere Informationen zur und um die mittelschwedische Bergbau- und Urlaubsregion Bergslagen herum:

www.ekomuseum.se

www.bergslagen.se

Auch wer nicht allein an Bergbau interessiert ist, kann in Bergslag interessante Orte entdecken: So sind u.a. Nora und Kopparberg einen Besuch und Bummel wert. Familien freuen sich über die => historische Eisenbahn, die im Sommer von Nora aus durch die schöne Landschaft fährt. Alle Kontaktadressen zu den Touristenbüros der Region sind auf der offiziellen Webseite zu finden: www.bergslagen.se

historische Eisenbahn Bergslagen

Die „Veteran-Eisbahn“ fährt noch immer in Bergslagen. Foto: Destination Bergslagen

Autor(in): Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Tag der 10.000 Ritter auf Glimmingehus – Mittelalterfestspiele in Österlen

Sechsundzwanzig Meter vom Grund bis zur höchsten Gabelspitze, bis zu zweieinhalb Meter dicke Mauern, tödliche Fallen und zahlreiche Geister- sowie Riesengeschichten – all dies beinhaltet ein Ausflug zur mittelalterlichen Burg Glimmingehus in der Nähe von Simrishamn in Österlen. Neben regelmäßigen Führungen durch die Burg auf Schwedisch und Englisch, teils sogar auf Deutsch, bieten die Veranstalter ein reiches Programm im Sommerhalbjahr an. Museumspädagogen, Historiker und Archäologen laden ein, das Mittelalter mit allen Sinnen zu entdecken.
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