Kultur


Berns salonger – 150 Jahre Genuss und Amüsement

Nachfolger des ersten chinesischen Restaurants in Schweden: Das Asiatiska in Berns salonger. Foto: Jon Åslund /flickr.com (CC BY 2.0)

Nachfolger des ersten chinesischen Restaurants in Schweden: Das Asiatiska in Berns salonger. Foto: Jon Åslund /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Es begann mit Kuchen, Abendrestauration und dem ein oder anderen stärkeren Getränk und zeitgemäßer Salonmusik in Berns salon. Stockholms „bessere Gesellschaft“ gab sich im Salon Genuss und Müßiggang hin – Inspiration für einen noch unbekannten Schriftsteller. Aus dem Salon wurde(n) Berns Salonger. Manch Verfechter von Sitte und Moral mag auf das Versinken des Etablissements im Morast, auf dem es gebaut war, gehofft haben. Stelzen verhinderten dieses Schicksal. Stattdessen wurde der Vergnügungstempel zu einer Institution Stockholms. In diesem Jahr feiert Berns salonger 150-jähriges Bestehen.

Nicht weit von Nationalmuseum, Königlicher Oper und Stockholmer Schloss, im Stadtteil Norrmalm befindet sich Berns Salonger. Ein von Johan Fredrik Åbom entworfenes Bauwerk im historistischen Stil, direkt am Berzelii Park. Zu den späteren Gestaltern des Gebäudes gehörte auch Architekt Gustaf Wickman, der maßgeblich Kiruna gestaltete. Doch sind es weniger die Architekten, denen Berns salonger seinen Ruf verdankt. (mehr …)

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Wintermarkt in Jokkmokk

Rentier-Rennen Jokkmokk

Das Rentier-Rennen ist ein Magnet für Bsucher. Foto: Asaf Kliger/ imagebank.sweden.se

Der Ort Jokkmokk liegt in der nordschwedischen Provinz, in Norbottens län in Lappland, am nördlichen Polarkreis. Er liegt an der Europastraße 45, verfügt über viele Busanbindungen und einen Bahnhof der Inlandsbahn. Jokkmokk steht für das Zentrum der samischen Kultur in Schweden. Seit nunmehr 1605 wird hier jedes Jahr der „Vintermarknad“ veranstaltet, auf dem Samen aus ganz Lappland ihre Waren zum Verkauf anbieten. Hier gibt es Sami-Kultur zum Anfassen.

Der Wintermarkt beginnt immer am ersten Donnerstag im Februar – eine uralte Tradition – und dauert eine ganze Woche. Dabei ist der Markt 24 Stunden am Tag geöffnet! Bei einer offizielle Eröffnungszeremonie schreitet eine Kerzenlicht-Prozession vom Markt bis zum Museum in Jokkmokk.  Das ca. 3.000 Einwohner große Städtchen verwandelt sich  dann in einen richtigen Rummelplatz. Es kommen jedes Jahr  bis zu 40.000  Menschen nach Jokkmokk zum Wintermarkt.

Auch wenn hier schon mal mehr als zwanzig Grad minus herrschen, scheint das im Marktrummel niemanden zu stören. Es gibt viele Cafés und Restaurants, wo man sich zwischendurch aufwärmen kann. Es handelt sich hier auch nicht um einen herkömmlichen Markt, sondern hier spiegelt sich die samische Kultur wieder.

Jokkmokk Wintermarkt

Buntes Markttreiben bei Minus 20 Grad. Foto: Asaf Kliger/ imagebank.sweden.se

Der Markt ist unterteilt in einen  historischen und einen „modernen“ Markt. Man findet hier viele Rentiere, Rentierfelle, sowie auch allerlei andere samische Spezialitäten.  Man kann samische Kleidung, Schmuck, Holzgegenstände sowie samische Fleisch- und Fischspezialitäten kaufen. An den Feuern werden trationelle Geschichten erzählt und man kann den Joik-Gesängen der Samen lauschen. Es gibt viele Kunstausstellungen und Vernissagen, Filmvorstellungen, Konzerte, Vorträge und vieles mehr. Es werden auch Schlittenhundtouren bzw. Rentiertouren angeboten. Auch hat man hier die Möglichkeit, eine Tour mit einem Schneemobil zu unternehmen, denn auch das moderne Leben der Schweden hat auf diesem Markt mittlerweile Einzug gehalten.

Die Übernachtungsmöglichkeiten in und um Jokkmokk sind meistens schon lange im voraus ausgebucht und sollten daher weit im voraus gebucht werden. Wer Lust auf diesen Markt bekommen hat, aber leider nicht hinfahren kann, der sollte sich die Eröffnunszeremonie auf der Webcam angucken, die in Jokkmokk am Park installiert ist. Man kann ein paar schöne Eindrücke mitnehmen.

Autor(in): Susanne S. – familieschneck@aol.com

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Artipelag – „Art“ im „Archipelago“

Artipelag von der Südseite, vom Meer gesehen. Foto: Bengt Oberger /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Artipelag von der Südseite, vom Meer gesehen. Foto: Bengt Oberger /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

 

„Art“ und „Archipelago“, die englischen Begriffe für Kunst und Schären verwachsen zu „Artipelag“. Genauso verwachsen sollen Kunst und Kultur, Design und Architektur mit der malerischen Landschaft des Schärengartens vor der schwedischen Hauptstadt: Im Juni öffnete das neue Kunstzentrum Artipelag seine Pforten. (mehr …)

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Das Goethe-Institut in Schweden

Das Goethe-Institut ist eine Kulturinstitution Deutschlands, dessen Vertretungen auf der ganzen Welt verteilt sind. Natürlich auch in Schweden! Das Institut beschäftigt sich mit der kulturellen Zusammenarbeit Deutschlands mit anderen Ländern und tritt für die Förderung der deutschen Sprache außerhalb Deutschlands ein. Zu finden ist das Goethe-Institut in Schweden in Stockholm und auch mit einem Büro in Göteborg. (mehr …)

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Zum Weltkulturerbe ernannt: Hälsingegårdana – Hälsinglands „Bauernschlösser“

Fagelsjö gammelgård in Dalarna. Einer der zum Welterbe erklärten Hälsinge-Höfe. Foto: Jerry MagnuM Porsbjer /http://commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Fagelsjö gammelgård in Dalarna. Einer der zum Welterbe erklärten Hälsinge-Höfe. Foto: Jerry MagnuM Porsbjer /http://commons.wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Hälsingegårdana, Hälsinge-Höfe werden die stattlichen von freien Bauern im 18. und 19. Jahrhundert erbauten Anwesen in Hälsingland genannt. Errichtet in traditioneller Holzbauweise spiegeln die Höfe mit oft zweistöckigen kunstvoll verzierten Häusern die Lebensweise der wohlhabenden und durchaus stolzen Bauernschaft des Landstrichs wider. Etwa 1.000 dieser „Bauernschlösser“ sind erhalten, manche offen für Besucher und sieben Hälsingegårdar wurden jüngst in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. (mehr …)

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Kiezrundgang: Göteborgs unterschiedliche Stadtteile

Markttreiben in den Saluhallen am Kungstorget in Göteborg. Foto: Nicho Södling/imagebank.sweden.se

Markttreiben in den Saluhallen am Kungstorget in Göteborg. Foto: Nicho Södling/imagebank.sweden.se

Ein Rundgang durch Göteborg zeigt schnell: Die raue Hafenmetropole lässt sich nicht in eine einzige Kategorie zwängen noch ist sie mit festlandeuropäischem Format vergleichbar. Facettenreich sind nicht nur Kultur und Nachtleben, sondern auch Architektur und Charakter der einzelnen Stadtteile. Ob familiäre Beschaulichkeit in Majorna, die angesagten Locations in Vasastan und Linné, das romantische Haga, das frequentierte Nordstan oder die Villen und sozialistischen Wohnbauten in Johanneberg – für Besucher wie auch zeitweilige Einwohner der Stadt ist das Spektrum an Wohn- und Kiezkultur in Göteborg breit gefächert.
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Vorhang auf für Spira, das neue Kulturhaus in Jönköping

 

Kulturhaus Spira

Kulturhaus Spira

Jönköping ist um eine Attraktion reicher. Ganz aus Glas und Holz – den typischen Baumaterialien Smålands – liegt das Kulturhaus Spira ganz nahe am Stadtzentrum und gleichzeitig in herrlicher Lage am Munksjö-Strand.

Nachdem im Juni 2006 der Bau eines neuen Kulturhauses vom Provinziallandtag (landsting) beschlossen wurde, erfolgt Anfang 2009 der erste Spatenstich. Zweieinhalb Jahre später, im November 2011 wurde Spira eingeweiht.

Kultur für Herz und Hirn

Beim Bau, den man hier im Zeitrafferverfolgen kann, wurde sehr viel Wert auf umweltfreundliche Materialien und Bauweise gelegt, da man für das Kulturhaus eine Umweltzertifizierung erreichen möchte. Nach dem Motto „Kultur für Herz und Hirn“ will das Lansdting auf diese Weise auch für das kulturelle Wohlbefinden seiner Bürger sorgen.

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Hembygdspark Blåbärskullen in Mörlunda

 

Blick vom Parkeingang

Der Ort Mörlunda liegt in Südschweden im östlichen Teil des småländischen Hochlandes, einer Wald- und Seenlandschaft, zwischen dem Fluss Emån und den Seen Våmmesjö und Lillesjö, etwa 20 km südlich von Hultsfred. Mörlunda hat ca. 838 Einwohner und eine Fläche von 2,19 qkm. Übersetzt heisst Mörlunda soviel wie „Moorwald“ und ist erstmals 1339 urkundlich erwähnt. Die Besiedlung um Mörlunda hat eine lange Geschichte. Seit der Steinzeit sind Ansiedlungen in dieser offenen Landschaft bis zum heutigen Tage nachgewiesen. Archologische Funde sind die Zeugen der bewegten Vergangenheit dieser Gegend. Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts hat die dänische Armee den Ort völlig zerstört.

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Museen in Göteborg

Museen am Götaplatsen, Göteborg.

Museen am Götaplatsen, Göteborg. Foto: Gustaf Engberg

So lebendig wie Göteborgs Kulturleben, so reich ist auch seine Geschichte. Deshalb wimmelt es in der Hafenstadt nur so von Museen, die viel Maritimes zeigen, aber auch zeitgenössische Kunst und Design, Wissenschaft und Technik beherbergen.

Erster Anlaufpunkt sollten für Besucher die Museumsschiffe im Hafen Lilla Bommen sein. Dazu gehört die „Viking“, Skandinaviens größtes Segelschiff, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Weltmeere fuhr, ehe es 1950 zunächst in Rotterdam, dann in Göteborg als Museumsschiff und Hotel zur Attraktion wurde.  (mehr …)

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Skogskyrkogården – Der Waldfriedhof in Stockholm

Skogskyrkogården in Stockholm. Foto: Michael Caven /flickr.com (CC BY 2.0)

Skogskyrkogården in Stockholm. Foto: Michael Caven /flickr.com (CC BY 2.0)

 

Er ist ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit im Großstadttrubel Stockholms: der Skogskyrkogården, der Waldfriedhof in Stockholm. Er ist auch ein wegweisendes Beispiel der gelungenen Verbindung von Architektur, Kultur und Natur. So gelungen und einflussreich, dass die UNESCO den Skogskyrkogården den Rang eines Weltkulturerbes verlieh.

Der Skogskyrkogården ist vergleichsweise jung, entstand während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf der über 100 Hektar großen Friedhofsanlage im Stadtteil Enskede im südlichen Stockholm fanden zahlreiche Berühmtheiten wie die Schauspielerin Greta Garbo ihre letzte Ruhestätte. Ebenso Gunnar Asplund, einer der Architekten des Gottesackers. (mehr …)

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