Kultur


Hammarkullekarnevalen – Göteborg kunterbunt

Hammarkullekarnevalen

Tänzerin beim Hammaerkullekarnevalen, 2010. Foto: Dank Durbic /flickr.com (CC BY 2.0)

Der Hammarkullekarnevalen begann als ein Stadtteilprojekt unter vielen. Eines, das verfing und sich als feste Größe in Göteborg etablierte. Heute ist der Hammarkullekarnevalen die größte Karnevalsveranstaltung in Schweden. Und eines der buntesten Volksfeste des Landes.

Drei Tage lang herrscht ein bemerkenswert buntes Treiben in Hammarkullen. Traditionell am letzten Maiwochenende findet der Hammarkullekarnevalen statt. Steigen die Gerüche von gegrillten Maiskolben, Falafeln oder Churros und anderen Leckerbissen aus den verschiedenen Ecken der Welt empor. Erklingen die Rhythmen von Samba und Salsa, werden Tänze, die dem Amerika vor Kolumbus entspringen ebenso dargeboten wie kurdische Volkstänze. Eine Parade voll farbenfroher Kostüme erhellt das mitunter sehr triste Grau im Nordosten von Göteborg. (mehr …)

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Dunkers Kulturhus – Kultur zwischen Stadt und Meer

Dunkers Kulturhus

Dunkers Kulturhus von der Seeseite gesehen. Im Hintergrund weitere moderne Architektur in Helsingborgs Norra Hamn. Foto: Guillaume Baviere (Giåm)/ flickr.com (CC BY 2.0)

Dunkers Kulturhus ist das kulturelle Zentrum Helsingborgs und ein architektonischer Höhepunkt der Stadt wie der Region am Öresund.

Zur einen Seite tummeln sich Hasen, zur anderen Seite der Sund. Dessen Wellen im Dach des Kulturhauses weiterzuverlaufen scheinen. Daneben Oberlichter, die wie Periskope emporragen. Nun mag diese Dachkonstruktion vielleicht nicht ganz so imposant wie die des weltberühmten Opernhauses von Sydney erscheinen. Und doch gibt es eine Verbindung beider Häuser. (mehr …)

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Wadköping – Vom alten Örebro

Freilichtmuseum Wadköping

Freilichtmuseum Wadköping, Örebro: Idyll am Svartån. Foto: gula08/ flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Wadköping scheint einem Bilderbuch entsprungen: Kopfsteinpflaster, alte Holzhäuser und Höfe, mal prächtig, mal geduckt und etwas windschief erscheinend. Natürlich mangelt es nicht roter Farbe. Grüne Umgebung. Ruhig fließt der Svartån vorbei. Dabei haben die Gebäude eine Menge zu erzählen – Geschichte und Geschichten des alten Örebro.

Es ist nur ein kleiner Spaziergang am Svartån entlang vom modernen Örebro ins historische Örebro, ins Freilichtmuseum Wadköping. Genauso lässt sich vom Kulturzentrum oder von einer Museumsstadt Wadköping sprechen. Wie eine kleine Stadt in der Stadt präsentieren sich Gebäude unterschiedlicher Epochen und zeigen das alte Örebro. In dem es nicht immer so idyllisch zuging, wie im heutigen Museum. (mehr …)

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Abschied von Umeå als Kulturhauptstadt

Das lächelnde Herz

Die Skulptur „Das lächelnde Herz“ wurde zum Logo der Kulturhauptstadt Umeå. Foto: David Hall /flickr.com (CC BY 2.0)

Zum feierlichen Abschied von Umeå als Europäische Kulturhauptstadt 2014 zog es rund 11.000 Menschen auf den Rathausplatz. Es war ein Abschied von einem Jahr der Höhepunkte und internationaler Aufmerksamkeit für die nordschwedische Stadt, die noch vor nicht ganz zwölf Monaten als „unbekannteste Kulturhauptstadt aller Zeiten“ bezeichnet wurde. (mehr …)

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Väven – Neues Kulturzentrum in Umeå

Kulturzentrum Väven

Kulturzentrum Väven in Umeå, März 2014. Foto: Mikael Lindmark /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Väven steht für Tanz, Theater, Musik, Film, Literatur, Geschichte, öffentliche Einrichtungen und mehr. Ein Gewebe unterschiedlicher Bereiche kulturellen und öffentlichen Lebens – „Väven“ bedeutet übersetzt „weben“ und ist der Name für das neue Kulturzentrum – und architektonische Wahrzeichen – im Zentrum der Kulturhauptstadt Umeå.

Mit Beginn des Tjakttjadálvvie, nach samischem Kalender der Frühwinter und die „Jahreszeit der Wanderungen“ neigt sich das Kulturhauptstadtjahr 2014 im nordschwedischen Umeå dem Ende entgegen. Das mit einem Höhepunkt: Am 21. November eröffnete das neue Kulturzentrum Väven. Zwei Wochen vollgepackt mit Veranstaltungen gab es zur Premiere. (mehr …)

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Tráhppie – „Viele Äste“ samischer Kultur

Samisches Kunsthandwerk

Samisches Kunsthandwerk ist einer der „Äste“ des Kulturzentrums Tráhppie. Foto: arctic_council/ flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Tráhppie ist ein Begriff aus dem Umesamischen. Übersetzt heißt er so viel wie „Geweih mit vielen Ästen“. Ein solches dient als Logo des Kulturzentrums Tráhppie, des samischen Kulturhauses und Cafés in Umeå. Mit zahlreichen verschiedenen Aktivitäten – oder mittels vieler Äste – widmet sich das Zentrum der Bewahrung, Pflege und Weitergabe samischer Kultur.

Tráhppie in Gammlia

Vor zwei Jahren öffneten sich die Türen zu den hellen freundlichen Räumen von Tráhppie. Unterstützt durch EU-Mittel, von der Svenksa Postkodlotteriet und auch angesichts Umeås bevorstehenden Kulturhauptstadtjahres. Eingerichtet hat sich das Kulturzentrum in einem flachen weißen Bau auf dem Gelände des Freilichtmuseums Gammlia, in Nachbarschaft zum Västerbottens Museum und Samensiedlungen. Für den Sami-Verband Såhkie, der unter anderem die Ubmejen Biejvieh, die samische Woche in Umeå durchführt, erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch mit dem Kulturzentrum Tráhppie.

Treffpunkt und Veranstaltungsort

Einige der „Äste“, mit denen das Zentrum samische Kultur fördert – und nach außen trägt – sind Ausstellungen, Lesungen und Vorträge, Konzerte, Workshops in denen beispielsweise samisches Kunsthandwerk vermittelt wird und natürlich Joik-Gesänge. Ebenso werden in den Räumlichkeiten Konferenzen abgehalten.

Noch bis 21. November stellt der Künstler Roland Pantze im Kulturzentrum Tráhppie aus:

Dabei will Tráhppie vor allem Treffpunkt und Anlaufstelle für Sami von jung bis alt sein. So gibt es unter anderem ein Vorschulkinderprojekt, samische Literatur oder einfach die Möglichkeit beieinander zu sitzen und die eigene Sprache zu pflegen.

Samische Esskultur

Eine Möglichkeit dazu bietet das hauseigene Café, in dem Besucher bei Kaffee und „Kaffeekäse“, Eis mit Moltebeeren oder Gáhkku – samisches Fladenbrot – mit Rentiersteak einen Eindruck samischer Esskultur gewinnen können.

http://www.sahkie.se/en/trahppie/
https://www.facebook.com/trahppie

Autor(in): Mathias Grohmann – mathias_grohmann@web.de

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Lagercrantz – Eine Familie im Zentrum von Kultur und Literatur

David Lagercrantz

David Lagercrantz – Foto: Frankie Fouganthin/ wikipedia.org

I am Zlatan Ibrahimović  – so lautet der Titel jener Biografie, die das Leben eines der polarisierenden Sportler des 21. Jahrhunderts beschreibt. Die Facetten dieses faszinierenden Sportlers schwarz auf weiß zu Papier zu bringen erfordert Fingerspitzengefühl und Können – eine Aufgabe, die David Lagercrantz souverän gemeistert hat. Sohn des berühmten Schriftstellers Olof Lagercrantz und Bruder der  Schauspielerin Marika Lagercrantz entstammt er aus einer Familie, die über großen kulturellen Einfluss  in Schweden verfügt und deren Name tiefe Wurzeln in die Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts schlägt.

 Olof Lagercrantz

Der Publizist und Literaturkritiker Olof Lagercrantz wurde im Jahr 1911 in Stockholm geboren, wuchs aber in Falköping auf, unweit der großen Seen Vänern und Vättern. Nach einer schweren Kindheit geprägt von Depressionen der Mutter und dem Selbstmord einer seiner Schwestern heiratete der junge Olof im Jahr 1939 Martina Ruin, Tochter des Philosophen und Professors Hans Ruin. Neben seinem Halbbruder Arvid und seiner Schwester Lisa sollten später auch seine Kinder Marika und David zu Bekanntheit gelangen.

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Olofsfors bruk – Industrie und Kultur

Olofsfors bruk

Die Verladerampe für den Hochofen von Olofsfors bruk. Foto: Xauxa, Håkan Svensson /commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

„Anno 1762“ heißt das Café, das einst die Schule von Olofsfors war. Anno 1762 wurde Olofsfors bruk an den Ufern des Leduån gegründet. Heute zählt die Industrieanlage zu den besterhaltensten Eisenhütten in Schweden. Auch weil in die alten Gebäude neues Leben einzog.

Jährlich finden rund 25.000 Besucher den Weg zu dem Industriedenkmal, womit Olofsfors bruk zu den meistbesuchten Touristenzielen der Region Västerbotten (län) zählt. (mehr …)

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Norrbyskär und die Norrbyskären – Inselidyll von nationalem Interesse

Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan.

Im Musterort Norrbyskär: Ehemalige Arbeiterwohnung an der Långgrundgatan, auf der Insel Långgrundet. Foto: Atteism /commons.wikimedia.org/

In Norrbyskär zu leben galt einst als Privileg, die Norrbyskären „bedeuteten die Welt“: Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf ein paar unbewohnten Inseln im Bottnischen Meerbusen eine der größten Sägewerksanlagen Europas. Gleichzeitig wurde eine neue Gemeinde gegründet. Eine Modellgemeinde für Arbeiter und Angestellte, die „ideale Gesellschaft im Ozean“ sollte entstehen. Ein industrielles und kulturelles Erbe, dessen Erhalt von nationalem Interesse ist. Und ein beliebtes, eines der bedeutendsten Touristenziele in der Region.

Die Inselgruppe Norrbyskären liegt 40 Kilometer südlich der Kulturhauptstadt 2014 Umeå.  Etwa eine Viertelstunde dauert die Fährüberfahrt von dem Örtchen Norrbynan der Küste von Ångermanland, zur Anlegestelle auf Stuguskär, einer der größeren Inseln des Archipels im südlichen Kvarken. (mehr …)

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Kunst erleben im Bildmuseet Umeå

Umea Bildmuseet

2012 bezog das Bildmuseet Umeå den Neubau am Umeälven. Foto: Polly Yassin/ commons.wikimedia.org/ (CC BY-SA 3.0)

Das Bildmuseet Umeå ragt heraus – als Zentrum für zeitgenössische schwedische und internationale Kunst und visuelle Kultur. Zum einen. Im wahrsten Sinne des Wortes heraus ragt das Bildmuseet seit dem Umzug in sein neues Domizil: Ein siebengeschossiger Holz- und Glas-Turm am Umeälven.

1981 öffnete das Bildmuseet erstmals seine Türen. Eingerichtet wurde es von der Universität Umeå. Unter anderem mit der Intention staatliche Kunst, beispielsweise aus dem Besitz des Nationalmuseums oder des Moderna museets auch im Norden zu zeigen. 30 Jahre hatten zeitgenössische Kunst, Fotografie, Design und Architektur, Lesungen, Vorträge, Workshops, musikalische und künstlerische Darbietungen ihren Platz auf 1.200 Quadratmetern in einem Bau neben dem Västerbotten-Museum. (mehr …)

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