Kiruna


Winterreise nach Kiruna, Lappland

Zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse in Schweden gehört für mich die Reise nach Kiruna, Lappland. Mit einer Gruppe von Mitstudenten war ich dort für ein paar Tage, ungefähr eine Woche vor Weihnachten. Wir hatten den direkten Flug von Stockholm aus genommen, die Fluglinie hieß bezeichnenderweise „Snowflake“. Wer sich dazu entscheidet, in den Wintermonaten nach Lappland zu reisen, weiß worauf er sich einlässt: Kälte, Schnee und Dunkelheit. Wenn ich jedoch eines in meiner Zeit dort gelernt habe, dann dass selbst diese Begriffe relativ sind. Dick eingemummelt in gefütterter Winterjacke, Moonboots, Fleece-Handschuhen und mehreren Lagen von Socken und Pullis habe ich dort in der trockenen Kälte letzten Endes weniger gefroren, als an so manchen feuchtkalten, windigen Herbsttagen an der Küste. Hinzu kam, dass es in Kiruna zur Zeit unseres Aufenthaltes aufgrund einer Wärmeperiode „nur“ minus 15 Grad Celsius waren. Bekannte, die ein paar Wochen vorher dort gewesen waren, berichteten von Temperaturen von minus 30 Grad Celsius. (mehr …)

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Ein Hotel aus Eis und Schnee

Die einen schütteln den Kopf bei dem Gedanken, hier übernachten zu müssen, und erklären dich ganz einfach für verrückt. Die anderen finden es spannend, interessant und ein spezielles Erlebnis, mal dort hin zu reisen.

Das Eishotel im schwedischen Jukkasjärvi, bei Kiruna in Lappland, ca. 200 km nördlich des Polarkreises, ist schon eine besondere Sache.

Ein Hotel, das jedes Jahr neu entsteht. Jedes Jahr im Herbst wird es aus ca. 4000 Tonnen Eis und ca. 30.000 Tonnen Schnee erneut aufgebaut, und im Frühjahr schmilzt es dahin. Einen kleinen Eindruck vom Eishotel kann man jedoch auch im Sommer bekommen. In einer Eishalle, dem Icehotel Art Center,  werden Inventar und Teile des Eishotels ausgestellt, wie z.B. die Eisbar, ein paar Eissessel oder die wunderschönen Kronleuchter aus Eis. Übrigens gibt es auch eine Eisbar in Stockholm, im Nordic Sea Hotel, aus dem gleichen Eis aus Jukkasjärvi wie das Eishotel. Hier kann man sich mal an das Erlebnis herantasten.
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Erzählung einer Toten: Åsa Larssons Roman „Bis dein Zorn sich legt“

„Ich erinnere mich, wie wir gestorben sind.“ Åsa Larssons Roman „Bis dein Zorn sich legt“ beginnt mit einem wahren Hammer von Eröffnungssatz, der gleich ziemlich deutlich macht, dass man es hier auf keinen Fall mit einem 0815-Kriminalroman zu tun hat. Denn diejenige, die hier erzählt, ist eine Tote.

Ein Kunstgriff, der Larsson ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Denn die tote Wilma Persson ist weder durch Raum noch Zeit eingeengt und taucht so immer wieder an den unterschiedlichsten Stellen im Roman auf, um die Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel und mit ihrem Wissen zu schildern. So trifft sie auf Staatsanwältin Rebecka Martinsson und deren – ebenfalls bereits verstorbene – Großmutter. Sie beobachtet einen weiteren Mord oder beschreibt wie ihre eigene Leiche gefunden wird. Letzteres eine besonders eindringliche Szene.

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Kiruna und ihr einstiger Glanz

Kiruna

Kiruna

Kiruna erstreckt sich über eine beeindruckende Fläche von 20.000 qkm und ist somit halb so groß wie die Niederlande. Einst handelte es sich bei der Stadt um die größte Gemeinde der Welt. Auch wenn diese Stellung nicht erhalten bleiben konnte, genießt Kiruna sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen eine große Bedeutung. Immerhin präsentiert sich mit ihr das imposante Zentrum einer einzigartigen Region. Kiruna bietet heute im Grunde all das, was man sich von einer Stadt wünscht. Doch obwohl moderne Angebote längst in der Gemeinde Einzug gehalten haben, hat sie sich ihren Ursprung bewahren können. In vielerlei Hinsicht hat Kiruna Besonderheiten zu bieten. Die wohl Wichtigste ist der Hausberg Kirunavaara. Der Erzberg bildete einst die Grundlage für die Stadt und ist heute an nahezu allen Punkten deutlich zu sehen. (mehr …)

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