Pegel steigen nach der Schneeschmelze

Torneälv

Der Fluss Torneälv schwillt durch die Schneeschmelze stark an. Foto: Tomas Utsi/ imagebank.sweden.se

Der Frühling kam etwas zu schnell: Im äußersten Norden Schwedens steigen die Wasserstände der Flüsse im Zuge der rapiden Schneeschmelze in den Bergen. Behörden und Rettungskräfte sind dabei, Barrieren am Fluss Torne Älv aufzubauen. Die natürlichen Dämme des Flussbetts werden durch lange Plastikschläuche erhöht, die wiederum mit Wasser gefüllt werden. Für die Einsätze wurde sogar das finnische Militär nach Haparanda geschickt, um bei der Verlegung der Barrieren mit anzupacken. Auch die schwedische Militärreserve „Hemvärnet“ ist mit einberufen worden.

Im Gebiet Luleå haben die Fluten inzwischen ihren Höhepunkt überschritten, – nun ist vor allem der Fluß Torneälv ein Unsicherheitsfaktor.

Die so genannte „Frühlingsflut“ ist ein wiederkehrendes Phänomen längs aller schwedischen Gewässer, die im Gebirge entspringen. Betroffen sind Gebiete in Norrbotten, Dalarna und längs der nördlichen Ostseeküste. Die „Vårflod“ hängt von den winterlichen Schneemassen ab und fällt von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus. Im Frühling 2017 hatten große Teile Schwedens noch mit Trockenheit zu kämpfen, weil die „vårflod“ so gut wie ausblieb. In diesem Jahr ist offenbar das Gegenteil der Fall – der Winter war schneereich und wurde durch warmes Hochdruckwetter schnell beendet.

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