Nordkorea-Delegation in Schweden

Schweden nimmt eine wichtige Rolle in der Annäherung zwischen USA und Nordkorea ein. Am 14. März besuchte der nordkoreanische Außenminister mit einer Delegation die schwedische Hauptstadt, um diplomatische Verhandlungen aufzunehmen. Nach einem Treffen mit seiner schwedischen Kollegin Margot Wallström verlängerte Ri Yong-Ho sogar seinen Besuch in Stockholm. Von den Gesprächen dringt bisland wenig nach außen, aber im Mittelpunkt wird ein mögliches Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un gestanden haben.

Nordkoreas Botschaft auf Lidingö

Nordkoreas Botschaft auf Lidingö

Als blockfreie Nation ist Schweden selbst „neutraler Boden“ für die verfeindeten Länder, und deshalb häufen sich bereits Gerüchte, dass das historische Treffen zwischen USA und Nordkorea möglicherweise in Schweden stattfinden könnte. Ministerpräsident Stefan Löfven schließt nichts aus und ließ gewohnt diplomatisch verlauten: „Wünschen die Hauptakteure, dass Schweden eine Rolle spielt, etwa als Forum oder Vermittler, dann sind wir dazu gerne bereit.“

Schweden ist in Nordkorea offiziell diplomatische Schutzmacht für die Länder USA, Kanada och Australien. Weil diese Länder keine eigene Vertretung in Nordkorea haben, übernimmt Schweden die Rolle des diplomatischen Mittlers. Schwedische Kontakte zu der kommunistischen Diktatur gibt es seit 1973, und heute ist Schweden eines der wenigen Länder, das durchgehend eine Botschaft in der Hauptstadt Pyongyang unterhält.

Nordkorea hat seit 1974 eine Botschaft in Schweden: Diese liegt heute auf der Insel Lidingö bei Stockholm.

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