Neun Tote bei Flugzeugabsturz in Umeå

Neun Menschen sind bei einem Flugzeugabsturz in Nordschweden ums Leben gekommen. Das Propeller-Flugzeug stürzte aus bisher unbekannter Ursache nahe Umeå in ein Waldstück. An Bord befanden sich neben dem Pilot acht Fallschirmspringer, allesamt Mitglieder eines lokalen Fallschirm-Clubs. Sie waren zu einer Übung unterwegs, bei der sie über dem Flugplatz von Umeå abspringen wollten.

Die Maschine vom Typ Gipps Aero GA8 Airvan, eine spezielle Bauarr zum Zweck des Fallschirmspringens, stürzte mit dem Bug geradewegs zur Erde. Augenzeugen wollen gesehen haben, wie noch in der Luft eine Tragfläche vom Flugzeug abfiel. Die ersten Untersuchungen bestätigen, dass das Flugzeug nicht heil am Boden aufprallte, sondern schon vorher auseinander gebrochen sein könnte. Teile eines Flügels wurden weiter entfernt von der Unglücksstelle gefunden. Das berichten schwedischen Medien und TT. Die Maschine hatte erst vor 3 Wochen eine technische Prüfung durchlaufen – ohne Beanstandungen.

Eine Haverikommission wurde eingesetzt, um das tödliche Unglück gänzlich aufzuklären. Da das Flugzeug keine „Blackbox“ an Bord hatte, wird dies eine langwierige Untersuchung. Augenzeugen, Flugsicherung und Daten anderer technischer Geräte an Bord sollen dazu beitragen, die Unfallursache herauszufinden.

Der Flugzeugabsturz mit neun Toten ist der schwerste seit 30 Jahren. In der Geschichte der schwedischen Luftfahrt gab es bisher nur vier weitere Luftfahrt-Unglücke, bei der die Zahl der Opfer noch höher ausfiel. Zuletzt im Mai 1989, als eine Maschine bei Oskarshamn abstürzte und alle 16 Passagiere mit in den Tod riss.

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