Mannen under trappan – Der Mann unter der Treppe

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Mannen under trappan

Fredrik zieht mit seiner Frau, der erfolgreichen Malerin Paula, sowie seinen beiden Kindern in eine wunderschöne alte Villa auf dem Lande. Er selbst nimmt einen Job bei der Kommune an und hofft auf eine Beförderung. Im Haus ertönen gurgelnde Geräusche aus den alten Leitungen und eines Nachts steht ein alter, verwahrloster, bärtiger Mann vor Fredrik. Er nennt sich Kwådd und behauptet, im Schrank unter der Treppe auf Miete zu wohnen. Fredrik versucht, ihn los zu werden, doch Kwådd besteht auf seinem vermeintlichen Recht.

Das schlimmste für Fredrik: Seine beiden Kinder haben sich mit Kwådd angefreundet, und der hetzt sie gegen ihn auf. Schließlich erklärt der alte Kerl Fredrik ganz deutlich, auf was er es abgesehen hat: das Haus, die Kinder, Paula. Fredrik versucht immer verbissener, gegen Kwådd zu kämpfen. Doch der schreckt vor Brutalität und selbst vor Mord nicht zurück. Alles schiebt er Fredrik in die Schuhe. Paula hat Kwådd noch nie gesehen, ihr wird Fredriks Verhalten unheimlich. Als der merkt, dass dass ihm niemand glaubt, verstrickt er sich in unglaubwürdige Ausreden, um sein eigenartiges Verhalten zu rechtfertigen. Er wird von Tag zu Tag verwirrter. Sein Leben wird zu einem Alptraum. Alles, was er aufgebaut hat, zerfällt.

Mannen under trappan ist ein suggestiver Film, bei dem die Grenze zwischen Wirklichkeit und Alptraum fließend ist. Die Vorlage lieferte Marie Hermanson mit ihrem gleichnamigen Roman. Das Genre der Phantastik muss man mögen. Alles wirkt real, kann aber nicht real sein. Oder doch? Der 4-Teiler wird getragen von der schauspielerischen Leistung von Jonas Karlsson. Der so vielseitig einsetzbare und wandelbare Künstler verkörpert glaubhaft den Fredrik, der im Laufe der Geschichte immer mehr in sich zusammen fällt. Fazit: Für alle, die dieses Genre mal fernab jeglicher Hollywoodmanier erleben wollen, und natürlich für alle Fans von Jonas Karlsson, ein Muss!

Mit Jonas Karlsson, Per Sandberg, Frida Westerdahl, Johanna Hintze
2009, Regie: Daniel Lind Lagerlöf.

(Autor: Annette Biemer)

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