Der Mälaren in und um Stockholm

Das Hotel "Utter Inn" bietet eine etwas andere Unterkunft am Mälaren. Foto: Jennifer Gosch/ Västerås & Co

Das Hotel „Utter Inn“ bietet eine etwas andere Unterkunft am Mälaren. Foto: Jennifer Gosch/ Västerås & Co

Nach Vänern und Vättern ist der Mälaren mit 1.140 km² Schwedens drittgrößter See. Westlich von Stockholm gelegen, ist er ein beliebtes, in großen Teilen unbebautes, Naherholungsgebiet für die Großstädter. Viele Stockholmer haben an seinen Ufern ihr Wochenendhäuschen („stuga“) stehen und verbringen hier den schwedischen Sommer.

Der Mälaren ist über den Södertälje-Kanal, die Hammarby-Schleuse und Slussen-Schleuse sowie den Norrström mit der Ostsee verbunden. Das Besondere an dieser Verbindung ist die Salz- und Süßwassermischung des Sees.

Wegen seiner vielen Inseln bezeichnen die Schweden den Mälaren auch gern als innere Schären Stockholms. Schären sind Inseln, die in der Eiszeit entstanden sind. Das ausgehende Inlandeis überströmte die darunter liegenden Gesteinsmassen, schliff sie ab und so bildeten sich die flachen, abgerundeten Formen der Inseln heraus. Einige sind nur wenige Quadratmeter groß, andere können sich bis zu einigen Quadratkilometern erstrecken. Die unbewohnten Schären des Mälaren sind beliebte Entspannungsoasen für viele Wassersportler, die mit dem eigenen Boot an den Inseln anlegen können.

Mit dem Schärendampfer („skärgårskryssare“) gelangen Touristen und Einheimische zu beliebten Ausflugszielen des Sees. Darunter gehören Sehenswürdigkeiten wie das königliche Schloss Drottningholm, Birka, wichtigstes Handelszentrum der Wikinger und seit 1993 Weltkulturerbe, sowie Schloss Gripsholm in Mariefred, das durch Kurt Tucholsky auch in Deutschland bekannt geworden ist.

Seit 2000 ist der See um noch eine Attraktion reicher. Das „Utter Inn“ ist ein einzigartiges Unterwasserhotel, das der Künstler Mikael Genberg realisiert hat und die Menschen zum Träumen bringen soll. Mit dem Boot werden die Gäste zum Mini-Hotel auf den See gebracht und durch eine Röhre im Inneren des roten Holzhäuschens gelangen sie in das einfach ausgestattete Zweibettzimmer unter der Wasseroberfläche. Durch Panoramafenster erschließt sich ein einmaliger Blick auf die Unterwasserwelt in der Bucht vor Västerås.

Von Västerås, aber auch Södertälje, Enköping und Köping pendeln viele Einheimische zur Arbeit in die Hauptstadt. Die Städte an den Ufern des Mälaren vor Stockholm sind für die naturverbundenen Schweden die bessere und auch billigere Alternative. Der Mälaren ist eben in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes schwedisches Gewässer.

Mit seinen vielen Buchten gefriert der Mälaren im Winter zu Eis. Foto: Gunnar Hede - Eget arbete. Licensierad under Public Domain via Wikimedia Commons.

Mit seinen vielen Buchten gefriert der Mälaren im Winter zu Eis. Foto: Gunnar Hede – Eget arbete. Licensierad under Public Domain via Wikimedia Commons.

(Autor: Sandra Drobny)

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  1. Flüsse und Seen in Schweden - Schwedenstube.de - 21. Oktober 2014

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