Kloster Varnhem: Heimat von „Kreuzritter Arn“

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Kloster Varnhem

Ein Magnet im mittelalterlichen Schweden – und noch heute: Das Kloster Varnhem. Foto: Skara pastorat

Im Roman von Jean Guillou soll kein geringerer als => Arn, der Kreuritter, hier aufgewachsen sein. Im „echten Leben“ war das Kloster Varnhem das größte und bedeutendste seiner Art. Im Jahr 1150 gründeten die Zisterzienser Varnhem in Västergötland und bauten es zur regelrechten Klosterstadt aus. Am Fuße des Berges Billingen hatten die Mönche Zugang zu reichlich Ackerland, Gewässern und Wäldern. Die frühe Christianisierung der Region bescherte ihnen Zulauf und großzügige Spenden.

Ein für das Mittelalter fortschrittliches Abwasser- und Ventilationssystem machte Kloster Varnhem zum „gemütlichen“ Bet- und Studierhaus für die Mönche. Von den Klostergebäuden sind heute nur die Grundmauern erhalten, – aber Lage und Ausmaße der einzelnen Klosterbereiche, wie z.B. der Kreuzgang, sind noch deutlich zu erkennen.

Die imposante Kirche, die bis heute gut erhalten ist, wurde zum Magnet für das christliche Schweden – und zum Begräbnisplatz der mittelalterlichen Prominenz. So hat das Geschlecht von Erik dem Heiligen (1125-1160) hier seine letzte Ruhestätte gefunden, ebenso wie => Birger Jarl, der legendäre Gründer von Stockholm.

Die Klosterkirche von Varnhem ist in bestem Zustand erhalten. Foto: privat

Birger Jarl war es zu verdanken, dass die Kirche nach einem Brand 1234 wieder im gotischen Stil aufgebaut wurde, schöner und prächtiger als je zuvor. Es folgte eine Blütezeit, die aber durch die Reformation jäh beendet wurde. 1527 wurde das Kloster konfisziert und seinem Schicksal überlassen. Im siebenjährigen nordischen Krieg wurden die Klosterbauten von dänischen Truppen verwüstet, und die Kirche nahm erneut Schaden.

Doch Rettung nahte, als ein lokaler Adliger mit Vorliebe für schöne Architektur schon im 17. Jahrhundert die Restaurierung in Angriff nahm: Magnus Gabriel de la Gardie, dem die Nachwelt auch => Läckö Slott zu verdanken hat, gab der Klosterkirche ihren einstigen Glanz zurück. Er wählte die Kirche schließlich als seine Grabstätte, der Zeit gemäß im barocken Stil gestaltet.

Wer die Kirche und die Klosterruinen besichtigen will, kann eine Führung mitmachen oder allein durch die Gemäuer streifen und das kleine Museum hinter der Anlage besuchen. Seit 2005 ist auf der Anhöhe hinter Kloster Varnhem eine weitere Attraktion für Besucher geöffnet: Die offene archäologische Ausgegrabungsstätte von => Kata Gård zeigt, dass lange vor den Mönchen schon Menschen an diesem Platz lebten – und starben.

Weitere Infos zur => Klosterstadt Varnhem, auf deutsch.

Outdoor-Tipp: Ringsum den Ort Varnhem erstreckt sich eine offene Landschaft mit schönen Bauernhäusern, Steinmauern und Viehweiden, die zu Wanderungen ins Freie locken. An den Hängen des Berges Billingen (304 m ü.NN) verläuft der romantische Wanderweg „Vallevägen“ sowie der Pilgerpfad => „Pilgrimsleden Skaraborg“.

 

 

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