Inlandsbanan

(Foto: Inlandsbanan.se)

Mit der Inlandsbahn von Kristinehamn nach Gällivare. 1907 wurde mit dem Bau der 1300 km langen Pulsader durch das schwedische Binnenland begonnen, 30 Jahre dauerte die Bauzeit. –Die Inlandsbahn erstreckt sich von Kristinehamn im Süden bis nach Gällivare im Norden und die Reise bietet Schwedenfans Zeit zum Entspannen, Genießen und Staunen, aber auch Gelegenheit für viele überraschende Erlebnisse, Einblick in den Alltag der Menschen, die dort weitab von Hektik und Lärm ihr Leben führen, Begegnungen mit anderen Reisenden und mit der Natur. Ein Badehalt an einem der unzähligen Seen lädt zum erfrischenden Sprung ins kühle Nass ein, und lässt sich ein Elch in der Nähe der Geleise sehen, ist ein Fotohalt angesagt. Die Reise kann ganz nach eigenen Wünschen und Interessen zusammengestellt werden, oder man wählt eines der verschiedenen Erlebnispakete, bei denen Übernachtungen und Ausflüge im Preis inbegriffen sind. Die flexible Gestaltung macht’s möglich, dass an verschiedenen Orten gestartet und damit Länge und Preis der Reise beeinflusst werden kann. Ebenso ist natürlich die Fahrt von Norden nach Süden oder hin und zurück möglich.

Bucht man das Erlebnispaket „Die Seele Lapplands“, beginnt die Reise am Siljansee und führt an Flüssen und Seen, Wäldern und Mooren vorbei Richtung Norden. Unterwegs erhält man Gelegenheit, samische Sitten und Gebräuche kennen zu lernen, in einer „kåta“ auf Rentierfellen ums warme, knisternde Feuer zu sitzen, Kaffee zu trinken und „suovas“ (geräuchertes Rentierfleisch) zu essen. Unter anderem stehen der Besuch einer Bärenhöhle, eine Rundfahrt durch Östersund und ein Abstecher zur Elchfarm Moose Gården in Orrviken auf dem Programm. Am nächsten Tag geht es im Bus zum Samicenter in Slagnäs, wo in traditionellen samischen Zelten Geschichten erzählt und eine samische Mahlzeit serviert wird. Weiter geht’s mit der Inlandbahn über den Polarkreis und nach Jokkmokk, wo das Gebirgs- und Samimuseum Ájtte die Besucher in seinen Bann zieht. Abends fährt der Zug weiter durch den Nationalpark und das Welterbegebiet Laponia bis Gällivare. Bei gutem Wetter kann man dort vom Gipfel des Dundret die Mitternachtssonne genießen und den Blick  über 1/11 der Fläche Schwedens schweifen lassen. (Rückfahrt in eigener Regie.)

Auch eine Kombination von Inlandsbahn und Hurtigruten ist möglich: von Mora mit dem Zug bis Gällivare (wie oben), dann mit der Erzbahn über Abisko, Riksgränsen bis Narvik. Weiter mit dem Bus nach Harstad, wo die Fahrt mit dem Hurtigrutenschiff durch den spektakulärenTrollfjord und vorbei an den Lofoten bis nach Trondheim führt. Mit dem Nachmittagszug geht’s dann nach Östersund und von dort mit der Inlandsbahn wieder zum Ausgangspunkt nach Mora.

Mit dem Programm „Auf eigene Faust“ lassen sich vorgebuchte Nachtquartiere mit individuellen Reiseerlebnissen kombinieren. Die Inlandsbahnkarte ist 14 Tage lang gültig und man legt selber fest, wo und wie lange man bleiben möchte. Bei diesem Pauschalangebot kann man zwischen 3, 5 oder 7 Übernachtungen wählen. Unterwegs bleibt nach Lust und Laune Zeit für Wanderungen, eine Angeltour, auf Anfrage kann man sogar das eigene Rad mitbringen (abklären, ob am entsprechenden Datum genügend Platz im Zug vorhanden ist!) und einen Abstecher ins Hinterland unter die Räder nehmen, mit Picknick an einem der lauschigen Seen – mit etwas Glück trifft man sogar Elche und Rentiere in ihrer natürlichen Umgebung an.

Außerdem gibt es natürlich die Möglichkeit, einzelne Strecken aus dem ganzen Angebot auszuwählen und sich selber um die Übernachtung zu kümmern  (Übernachtungsliste auf der Homepage). Zum Essen und Kaffeetrinken hält die Inlandsbahn unterwegs an. An Bord kann man für jeden Halt aus einer Speisekarte wählen, der Zugbegleiter meldet die Bestellungen voraus, und bei Ankunft stehen die gewünschten Leckerbissen bereit.

Weitere Informationen: => https://inlandsbanan.se/

(Autor: Monika Meyer)

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